Unimog 406 Probleme Differential Fragen

uwesundermann

Member
UCG-Mitglied
23. März 2009
222
0
16
Ibbenbüren
Hallo zusammen,

ich beschäftige mich grade mit meiner Neuanschaffung. Ein U406 von 73 mit Trommelbremse. Die Achse hinten macht Probleme. Das wurde mir sofort gesagt, war mir also bekannt.

Es fühlt sich an, als ob sich ein Widerstand aufbaut, der dann aber überwunden wird. Rückwärts deutlich schlimmer als vorwärts. Ein leises Knacken ist hörbar. Differential oder Portal, das kann ich noch nicht sagen. Die Räder drehen frei, wenn diese aufgebockt sind. Am Ölstand im Differential kann es nicht liegen, da war keines drin.... kein Witz, leider. Aufgefüllt, aber keine Änderung.

Kann jemand einschätzen, was es sein könnte? Lager? Lohnt eine Reparatur überhaupt bei einem ölfreien Betrieb, oder besser eine komplette gebrauchte "neue" Achse drunter bauen. Danke für eure Einschätzung!

Viele Grüße
Uwe Sundermann
 
Hallo Uwe,
Schau mal nach dem Kreuzgelenk am Getriebe.
Da könnte auch eine Blockierung auftreten.
Oder Eingangslager am Differential (Triebling-Kegelrad)

Gruß
Jochen
 
Hallo Uwe

Wenn das Differenzial gänzlich ohne Oel gelaufen ist, möchte ich nicht wissen wie diese Lager aussehen... Einmal mit Oel befüllen und etwas laufen lassen und dann das Oel auf ein weisses Tuch ablassen. Evlt noch einen Magnet drunterhalten und nachher siehst du, wie das Oel aussieht oder/und ob Metallabrieb vorhanden ist.

Auch dem Tip von Jochen würde ich nachgehen - das wäre die zweite Möglichkeit. Die Achse muss ja sowieso raus, dann kannst du zuerst das Kreuzgelenk im Schubrohr betrachten und nachher allenfalls die Achse zerlegen und anschauen. Aus der Ferne ohne Glaskugel zu raten was defekt ist bringt meistens nichts...

Gruss Norbert
 
Hallo Uwe,

Effekt tritt auch gerne bei falscher Distanzierung der Schubrohre auf. Insbesondere beim rückwärts fahren, und noch besser, wenn Du dabei das Lenkrad voll einschlägst.
Evtl mal Getriebe getauscht und nicht neu distanziert?

Henning
 
Hallo zusammen,

erst einmal vielen Dank für die Antworten.

Leider weiß ich wenig über den Unimog selbst. Ich habe diesen erst seit kurzem. Im MB Teilesystem habe ich "herausgefunden", das der Mog wohl G-Achsen hat. Leider habe ich nichts zur Übersetzung der Achse gefunden. Das wäre aber schön zu wissen, um ggf. die komplette Achse zu tauschen. Es wäre schön, wenn die Profis hier nochmal unterstützen würden. Dei Datenkarte kann ich besser über das Museum anfragen? Alternativ gerne hier mit "reinposten".

Der Unimog:
406 121 10 023925 Baujahr 1974 mit Sonderausstattung Trommelbremsen

Viele Grüße
Uwe Sundermann
 
Hallo Uwe, ich würde die Achse komplett anheben, mit dünnem, möglichst klarem Öl befüllen, von Hand Räder einzeln, paarweise, mit und ohne Sperre, drehen. Wenn keine nennenswerten mechanischen Wiederstände auftreten, könnte man die Achse mal angetrieben laufen lassen. Alles gut sichern natürlich, und nicht versuchen, während des laufen lassens die Sperren zu schalten (Allrad kommt zuerst). Danach Öl ablassen, und sehen, was sich darin findet. Sicherlich sollte die Achse gemacht werden, oder eine Tauschachse rein, aber vielleicht ja auch nicht.
Grüße Norman
 
Bin kein Experte und hab keine Ahnung aber eine Anmerkung.

Könnte das mit der Ausgleichssperre zu tun haben? hatte ein ähnliches Problem gehört als ich meinen Mog mit unterschiedlichen Radgrößen etwas geschleppt habe, mit gleichen Rädern ging es dann bevor ich die Problematik mit der Sperre erfasst habe die wohl eingelegt war.