Unimog 411 mit originalem Bremskraftverstärker

Hallo Markus,

factum est :party "Super!" :spitze

Gruß
Wolfgang
 
Hallo,

kleiner Zwischenstatus:
nach dem das Wetter etwas wärmer war, habe ich die Teile lackiert. Heute habe ich mit dem Einbau begonnen. Dabei gab es wieder neue Erkenntnisse.

Es war gut, dass ich die Anbindung an den Rahmen genauso wie beim Original gemacht habe!!! Alles andere hätte nicht gepasst.

WICHTIG
Für die Löcher macht euch am besten eine Schablone. Das eine oder beide hinteren sind im Rahmen vorhanden. Dieses musss genutzt werden. Der Halter kann nur dort montiert werden. Hier ist im Rahmen eine Verstärkung, um die sich der Halter herumlegen muss.

Wird das einzelne Loch vorne gebohrt, die Bochrmaschine möglichst senkrecht ansetzen. Hier müssen nicht nur der Steg, sondern auch das Verstärkungsblech mit durchgebohrt werden. Wird zu schräg angesetzt, muss nachher innen am Knotenblech nachgearbeitet werden.

Nicht wundern, an der unteren Schraube hängt mein Blech für den Batteriehauptschalter. Deshaln sieht es hier etwas komisch aus.

Gruß
Markus
 

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Hallo Markus

du hast es geschafft. 3 x Daumen hoch. Ich bin mal gespannt, wie die Bremswirkung ist gegenüber deinem bisherigen BKV. Weiterhin viel Spaß bei der Fertigstellung deines Projekts.

Viele Grüße
Werner
 
Hallo,

habe heute das Fahrehaus etwas angehoben um besser die Leitungen einziehen zu können. Nebenbei habe ich noch den Anlasser gegen einen 9V Poweranker getauscht.

Die Koppelstange passt gut, die Mechanik funktioniert schon.

Ein Ersatzrad passt nicht mehr unter die Pritsche und mit Hydraulikrohren muss man sicher auch sehen, wie das ganze passt. 15L hegt gerade noch auf dem Rahmen unter den Fahrehaus durch.

Mein Luftleitung für Frontanbaugeräte (auf dem Bild noch zu sehen) muss da weg, denn sie kollidiert mit der neuen Koppelstange. Sie muss später auf dem Rahmen laufen.

Gruß
Markus
 

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Konnte heute den Einbau des BKV vollenden. Mein Unimog ist nun mit der SA35379 BKV und SA 35349 Anhängerbremse Italien ausgestattet.

Hier noch ein paar Impressionen. Da wird jeder Millimeter ausgenutzt. Man sollte sorgfältig die Rohrleitungsführung prüfen, damit nichts mit der Koppelstange vom BKV kollidiert.

An die untere Halteschraube des BKV kommt man bei eingebauter Wippe, wenn man erst einen 1/2" Steckschlüssel aufsetzt und dann eine kurze Verlängerung mit Knarre nutzt.

Die Position der Ringösen ist vor dem Lötennzu ermitteln, nachdem das Rohr gebogen ist. Dann markieren und verlöten.

Gruß
Markus
 

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Den alten BKV im Rahmen uf der Beifahrerseite baue ich morgen dann aus. Die vielen Rohrleitungen sind nur nötig, weil eich ein Zwei-Leiter Anhängersteuerventil pneumatisch vom BKV ansteuere.

Wird nur die SA 35379 eingebaut, benötigt man nur die Luftversorgung zum BKV und die Brücke am BKV von A zu M. Das gegt auch mit 12L und muss nicht 15L sein. Hinzu kommen die zwei kleine Leitungen 6L zum Doppeldruckmannometer.

Wer sich über die vielen Leitungen und das zusätzliche Überstromventil wundert, dem sei gesagt, dass mein Uniog über eine Luftversorgung vorne für pneumatische Anbaugeräte verfügt, abgesichert durch ein Überstromventil.

Hinzu kommt ein elektrischer Kompressor Knorr/Bosch (System Mercedes Benz Vario), der die Luftversorgung des BKV übernehmen kann. Dann kann die Riemen vom Luftpresser abgenommen werden.

Gruß
Markus
 
Moin,

wie immer eine saubere Arbeit! Ich freu mich schon auf die erste Probefahrt.
Markus, hat der Umbau auf den 9V Anlasser den gewünschten Effekt gebracht?

Gruss Micha
 
Hallo Michael,

ja, der Anlasser rennt und der Motor braucht keine 3 Sekunden zum Starten. Da liegen Welten zwischen. Die 70 Euro für den 9V Turboanker haben sich gelohnt.

Gruß
Markus
 
Hallo,

falls ihr euch fragt, warum es nichts Neues zum BKV gibt, kann ich euch sagen, dass mein BKV einen sehr fiesen Fehler hat. Da hilft auch ein REp.Satz ncht. Habe ihn gut 50 mal Aus- und wieder Eingebaut.

Fehler: Die Versorgung steht unter 8bar Druck, der BKV wird mit dem Pedal bewegt, aber an Abgang A liegt kein Druck an. Auch die Luftunterstützung fehlt.

Nach der Montage hat es funktioniert, allerdings war der BKV senkrecht im Schraubstock eingebaut. Die Analyse hat gezeigt, dass Verschleiß zum Verkanten führt. Normalerweise wird der Kolben hineingedrück und öffnet das Ventil und schließt die Entlüftung. Dann bewegen sich beide Teile gemeinsam weiter. Aufgrund des Verschleißes an den drei Zapfen fährt der Teil, der durch Relativbewegung das Ventil anheben soll mit dem Kolben mit. Das Ventil bleibt über den ganzen Weg verschlossen.

Gruß
Markus

P.S.: Um diese Führung frei zu legen braucht man eine sehr schlanke Stecknuss SW17! Der Außendurchmesser muss recht klein sein, also eine dünnwandigen Steckschlüssel
 
Zum besseren Verständnis:

Die rote Buchse wird beim Bremsen verschoben. Das grüne Rohr schiebt sich in die rote Buchse und hebt die Ventilplatte.(Wabco 899 500 6762 / MB 0004312723). Der Auslass mittig im grünen Rohr wird verschlossen und die Ventilplatte hebt von der roten Buchse ab. Jetzt kann die Luft in die Kammer A und die Bremsung wird unterstützt.

Durch Verschleiß verkantet das grüne Rohr in der roten Buchse. Somit gibt es keine Relativbewegung zuwischen Rot und Grün und die Ventilplatte (schwarz) wird nicht angehoben. Es kann keine Luft in Kammer A strömen und diese saugt über die unverschlossene Entlüftung an. Die Bremsung erfolgt ohne Unterstützung.

Diese Erkenntniss hat fast 20h probieren gekostet.

Das untere Bild zeigt die rote Buchse. Die drei Zapfen haben ca 2/10mm Spiele und scharfe Kanten!

Gruß
Markus

Quelle: Schnittzeichnung Fa. Wabco / Wabco Inform
 

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Hallo Markus,

? ...und wenn die Feder um das grüne Rohr zu Stark ist - kann das dann nicht auch so sein?

Gruß
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,

wenn er senkrecht im Schraubstock hängt, funktioniert er. Waagerecht eher nicht.

Und die Federn sind original.
Gruß
Markus
 
Hallo Markus,
das wird eine knifflige Reparatur. Auftragsschweissen und abdrehen am roten Teil? Am grünen Teil eine Hülse aufschieben und rot aufdrehen?
Jetzt hast du so viel Arbeit in das Projekt gesteckt und nun so was.
Auch wenn ich keinen 411 habe vielen Dank für deine ausführlichen Bericht und besonders für die Fehleranalyse. Da kann man viel dabei lernen.
Grüße
Peter
 
Hallo Peter,

danke. Was man einmal richtig dokumentiert hat, kann man immer wieder finden und vergisst man nicht so schnell.

Dank Wolfgang ist die Buchse etwas ausgedreht und ein Gleitlager eingepresst. Erste Versuche haben kein stabiles Ergebnis gebracht. Die Mechanik funktioniert jetzt, aber die Luftunterstützung noch nicht zuverlässig. Ein fehler liegt am Doppeldruckmannometer, das erwist sich als schwergängig. Wohl zu lange nicht genutzt.

Werde wohl noch einen neuen Dichtsatz spendieren.

Gruß
Markus
 

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Wichtige Hinweise zum Anbau: :!: :!:

1) Montage BLV an Halter
Als optimal hat sich eine reine Dreißunktauflage erwiesen. daher sollten unbedingt drei dünne Scheiben (<1mm) zwischen BKV Gehäuse und Halter gelegt werden. Der Einfluss von Farbunebenheiten, Wölbung und Verzug werden so minimiert und Verspannungen vermieden.

2) GGF. muss der Halter mit einer Fase/Rundung im Bereich der Auflage im Rahmen versehen werden. Die Innenradien der gewalzten Träger stören möglicherweise, je nach Fertigungstoleranz. Der Halter liegt mit Fase besser an. Einfach die Kante mit der Feile brechen.

Gruß
Markus
 

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Wer seinen BKV vorher zerlegen will sollte sich einige Hilfswerkzeuge fertigen.
 

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Wer das Kernstück des BKV demontieren möchte (ist beim Dichtungswechsel nicht erforderlich) sollte folgendes beachten:

1) Den Koben nicht üm Umfang spannen, danach ist er unrund und ggf die gelöteten Ringe abgelöst

2) eine sehr schlanke SW17 Stecknuss (ich habe eine 3/8" von Stahlwille genutzt) verwenden.

Diese Hinweise gelten auch für die BKV 462 007 042 0 im Unimog 406 oder Unimog 421.

Gruß
Markus
 

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Zu meinem BKV Funktionsproblem:

Dank des virtuosen Wolfgang habe ich jetzt eine Messingbuchse 13,9x16,1x7mm verbaut und die Flöche der Schraube fein geschliffen auf 13,9. Dieser Teil funktioniert.

Offensichtlich ist das schwarze Ventilplättchen nich ganz eben und klemmt. Ein neuer Dichtsatz ist bestellt.

Gruß
Markus