Unimog 411 neue Achse Entlüftung Hinterachsdifferential

hu4111

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28. Dez. 2008
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Hallo Unimog-Community!

Vor kurzem habe ich bei meinem U411 (neue Achse) festgestellt, dass das Gehäuse des Hinterachsdifferentials ölverschmiert ist.

Auf der Suche nach der Ölquelle habe ich festgestellt, dass im Hinterachs-Differential 0,8l Öl fehlen und das Entlüftungsröhrchen (auf der Explosionszeichung auf dem Schubrohr #101 - sicher kaum zu erkennen), das das Differentialgehäuse mit dem Schubrohr verbindet, völlig lose ist und das Öl anscheinend aus der Schnittstelle zum Differential austritt.

Soweit ich erkennen konnte, war das Röhrchen mit Weichlot in das Schubrohr und den Flansch eingelötet, was auch schon eine Reparaturlösung der vergangenen 47 Jahre gewesen sein könnte.

Der Ölverlust von 0,8l wurde während maximal 1.500km Straßenfahrt "erzeugt" - wahrscheinlich deutlich weniger.

Nun habe ich einige Fragen, die Ihr sicher fachkundig beantworten könnt:

a) ist es o.k., dass bei gelöstem Entlüftungsverbindungsrohr Differential-Getriebeöl oben aus dem Differential austreten kann oder lässt dies auf einen Schaden in der Differentialabdichtung schließen?

b) wie repariert man die Entlüftungsleitung am Besten? Weichlöten würde ich erstmal ausschließen, da das Röhrchen unter Flamme zu heiß wird und das Schubrohr nicht auf die notwendige Temperatur zu bringen ist?

Schonmal vielen Dank für Eure Hilfe!

Viele Grüße,
Jochen :wink:
 

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Hallo! Leider kann ich Deine Frage nicht beantworten,aber eigentlich müßte sofort jeder 411er Fahrer sich unter seinen Mog legen,+gucken wie es denn wohl bei seinem Mog dort aussieht! Beim Unimog von meinem Schwager ist wohl jahrelang mit losen Entlüftungsröhrchen gefahren worden!! Fazit:die Kardanwellen sind zu einem einzigen Rostblock zusammen gewachsen!!Gruß an alle Mitlesenden,Rainer
 
Hallo Jochen,

ich würde das Röhrchen erst mal ganz entfernen, wenn das geht, alles fettfrei machen, mit wenig Dichtmasse einkleben und evtl. mit Draht sichern.
Wenn sich das Röhrchen nicht entfernen läßt, außen alles sauber machen und mit Flüssigmetall, also 2K-Kleber dicht machen, ähnlich wie mit einer Schweißnaht.
 
Hallo Christoph,

das Röhrchen lässt sich leicht ganz entfernen und entfetten lässt sich die Umgebung mit Bremsenreiniger.

Die Einklebe-Lösung mit dem 2K-Epoxid-Metall würde zumindest keine Spähne erzeugen, die bei einer rein mechanischen Lösung entstehen können.

Alternativ habe ich daran gedacht die beiden vorhandenen 6mm-Löcher in denen das Verbindungsröhrchen eingelötet war auf 6,8mm aufzubohren, ein M8-Gewinde reinzuschneiden und zwei Schlauchfittinge einzuschrauben, die ich dann mit einem Schlauch verbinden kann (so ähnlich ist es ja an der Vorderachse vom Vorgelege zum Achsrohr ausgeführt).

Was mich vor der Reparatur aber sehr interessiert ist, ob das Austreten des Differentialgetriebeöls "normal" ist, oder ob das ein Zeichen für z.B. eine schadhafte Differentialabdichtung zum Schubrohr ist.

Da ich mir kaum vorstellen kann, dass sich gerade an meiner HA das Entlüftungsröchen zum ersten Mal in der langen UNIMOG-Geschichte löst, bin ich auf Erfahrungen von Euch gespannt.

Alles Gute,
Jochen :wink:
 
Hallo zusammen

ich habe das selbe Problem an meiner Vorderachse. Wie dichtet man das Röhrchen am besten und langfristigsten ab?
 
Hallo Mogler, hallo Derschwede,

das von dir geschilderte Problem hatte ich auch bei meinem U 421. Röhrchen war lose bzw. abgebrochen in der Folge davon trat Öl aus.
Ich habe das Röhrchen vollständig entfernt. Die beiden Bohrungen habe ich aufgebohrt und jeweils ein Gewinde hineingeschnitten (5 mm glaube ich) Hierbei wurde beim bohren und gewindeschneiden ein Staubsauger eingesetz, um zu verhindern das Späne ins Differential bzw vor den Triebling gelangen. In die so entstandenen Gewindebohrungen habe ich ein kurzes Messingröhrchen auf das ich vorher ein entsprechendes Aussengewinde geschnitten hatte, hineingeschraubt und mit einer Kontermutter fixiert. Danach sind beide Messingröhrchen mit einem Schlauch verbunden worden. Diese Konstruktion funktioniert schon seit Jahren. Hin und wieder kontrolliere ich das Festsitzen des Schlauches. Der Vorteil bei dieser Lösung ist, dass man nichts auseinanderbauen muß. Falls es interessiert kann ich ein Foto machen.
Moglergruß
Joachim
 
Hi Jochen,
ich habe bei mir das neu angefertigte Röhrchen gelötet. Ich hoffe es hält.
Dichtigkeit konnte ich testen :-)
Hatte natürlich den Vorteil, dass bei mir die komplette Achse ausgebaut/zerlegt war.

Die MB Fachwerkstatt in meiner Nähe meinte ich solle es mit Dichtungsmasse einkleben. Sie hätten gute Erfahrung damit.

Gruß
Patrick
 
Hi Jochen,
noch ein Bild ... im Hintergrund siehst Du das "ALTE"
Es war auch gelötet.

Gruß Patrick
 

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