Unimog-Anhänger Probleme mit Kippzylinder (Druckluft)

Werner_Schlegel

New member
31. Aug. 2002
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Hallo! Konnte mir einen Müller-Mitteltal-Anhänger für meinen Unimog erwerben. Leider bleibt der Kippzylinder (Druckluft) im ausgefahrenen Zustand stecken. Wer hat Erfahrung mit diesen Zylindern, wie demontiert und überholt man diese Zylinder?? Ich habe leider von diesen Druckluftzylindern keine Ahnung - achja - offensichtlich hat wohl mal jemand die Flächen mit der Flex bearbeitet - Rost und Schürfstellen ohne Ende, ausserdem entweicht Luft an der Dichtung. Bin für alle Antworten und Tips dankbar! Ciao Werner
 
Hallo! Konnte mir einen Müller-Mitteltal-Anhänger für meinen Unimog erwerben. Leider bleibt der Kippzylinder (Druckluft) im ausgefahrenen Zustand stecken. Wer hat Erfahrung mit diesen Zylindern, wie demontiert und überholt man diese Zylinder?? Ich habe leider von diesen Druckluftzylindern keine Ahnung - achja - offensichtlich hat wohl mal jemand die Flächen mit der Flex bearbeitet - Rost und Schürfstellen ohne Ende, ausserdem entweicht Luft an der Dichtung. Bin für alle Antworten und Tips dankbar! Ciao Werner
 
Hallo! Konnte mir einen Müller-Mitteltal-Anhänger für meinen Unimog erwerben. Leider bleibt der Kippzylinder (Druckluft) im ausgefahrenen Zustand stecken. Wer hat Erfahrung mit diesen Zylindern, wie demontiert und überholt man diese Zylinder?? Ich habe leider von diesen Druckluftzylindern keine Ahnung - achja - offensichtlich hat wohl mal jemand die Flächen mit der Flex bearbeitet - Rost und Schürfstellen ohne Ende, ausserdem entweicht Luft an der Dichtung. Bin für alle Antworten und Tips dankbar! Ciao Werner
 
Hallo
Wenn die Flächen des Zylinders schon mit der Flex bearbeitet sind , dann kannst du den Zylinder nehmen und in den Müll werfen. Das heist einmal neu !!!
Deshalb geht der Zylinder auch nicht mehr runter und es entweicht luft.
Gruß Silvio :exclam:
 
Hallo!
Das klingt ja gar nicht gut - kann mir jemand sagen, wo ich so einen Zylinder preiswert herbekomme?? - auch gebraucht!
Danke
Werner
 
Hallo Werner,
ich kenn jetzt den Anhänger nicht so genau aber kannst Du nicht einen Hydraulikzylinder einbauen? Die sind bei div. Firmen recht günstig zu bekommen und noch dazu sicherlich wartungsärmer als ein Luftzylinder. Das Verlegen der Hydraulikleitungen ist ja auch kein Problem.
Thorsten
 
Hallo Werner,

wenn nur die Kolbenstange mit der Flex bearbeitet wurde, müßte der Zylinder trotzdem durch das Gewicht der Kipperpritsche einfahren, so undicht kann der Zylinder nicht sein, weil er ja anscheinend \"hebt\" Eher glaube ich, daß Du die anstehende Druckluft vom Zylinder nicht entlüften kannst und der Gegendruck auf der Zylinder-Boden-Seite dauernd ansteht.
Da der Zylinder nur einfachwirkend ist, muß die Kolbenstange nicht abdichten, sondern dient nur als Führung.

Gruß Thomas / Regensburg
 
Der Zylinder wird nur am Kolbenboden mit Druck beaufschlagt. Die Kolbenstange wird am oberen Zylinderkopf nu geführt. Die Frage ist nur, wenn die Kolbenstange korrodiert war, (vermutlich im eingefahrenen Zusatnd9 ist die Zylinderwandung innen auch verrostet, und die ist normalerweise nicht gechromt. Dann bleibt der Kolben hängen. Wenn das Ding also original bleiben soll, hilft nur zerlegen und im Fachbetrieb neu chromen und schleifen lassen, eine neue Kolbenmanschette ist dann auch fällig.
Gruß Helmut
 
Hallo Helmut!
Am liebsten wär mir natürlich der Originalzustand. Kennst Du eine Firma, die den Zylinder so bearbeiten kann??

Ciao

Werner
 
hallo werner,

die zusammenfassung:
- der zylinder wird zum kippen nur von unten mit druck beaufschlagt. die obere dichtung an der koblenstange ist völlig unerheblich.
- zum wieder einfahren wird der druck einfach abgelassen, die pritsche geht durch eigengewicht wieder runter.
- wie richtig gesagt: oben wird die zylinderstange nur geführt. damit das nicht klemmt, ist der ganze zylinder in kipplagern aufgehängt.
- wenn beim kippen oben an der stange luft entweicht, dann ist das
a) völlig ok. die luft, die oben im zylinder drin ist, muß ja irgendwo entweichen können ! oder
b) die zylinderdichtung (leder ?) ist undicht, und die druckluft entweicht zusätzlich nach oben. ist aber erst mal egal, solange der zylinder ausfährt. ob die dichtung zu sehr undicht ist, merkt man erst bei beladenem anhänger.

deshalb folgendes prüfen:
1. kann man die pritsche mit gewicht wieder nach unten befördern ?
(ca. 10 cm hochkippen, dann hebel auf \"ablassen\" stellen und vorsichtig auf die pritsche stehen) wenn ja: irgendwas ist schwergängig oder die entlüftung ist unzureichend. wenn nein: der zylinder ist massiv verkantet oder wird überhaupt nicht entlüftet. es kann auch sein, daß einfach die innenseiten verrostet sind und die dichtung sich verklemmt. oder die dichtung ist verrutscht und klemmt.
wenn die prische federt, wenn man schaukelt: druck geht nicht raus. ablaßhahn und entlüftung prüfen. wenn sie einfach festsitzt: zylinder verklemmt, evtl. zu viel spiel durch die flexerei. unten am zylinder wackeln (hebel, seilzug), evtl. löst sich dadruch die verkantung !
vorsicht pritsche vorher am besten an flaschenzug hängen, damit sie nicht runterdonnert !
2. pritsche ca. 1/2 hochkippen, mit winde, kran, etc. weiter anheben. pritsche abstützen, kippzylinder von der pritsch lösen. prüfen, ob der druck aus dem zylinder auch richtig abgelassen werden kann (zuleitung am zylinder abschrauben). dann freigängigkeit der kipplager des zylinders prüfen, spiel der kolbenstange prüfen. wenn\'s hier klemmt, teile gängig machen.
3. im prinzip sollte der zylinder zerlegt und innen auf rost und dichtungsschäden untersucht werden. dabei kann man die kolbenstange komplett abdrehen, dann müssen oben aber auch neue lager rein - vorher abchecken, ob\'s das gibt ! wenn der zylinder innen verrostet und aufgequollen ist, muß er gereinigt und evtl. ausgedreht werden, sonst ist die dichtung gleich (wieder) verschlissen.

danach auf ausreichende schmierung der druckluft achten, damit der zylinder nicht innen wieder verrostet ! regelmäßig benutzen ... !

frohes schrauben,
Andreas
 
Vorsicht bei der Demontage von Druckleitungen!

Aus eigener Erfahrung (Arbeite seit 17 Jahren in einem Vertrieb für Industrie-Pneumatikelemente) kann ich nur sagen:
Schraubt niemals eine Leitung von einem Zylinder ab, wenn ihr Euch nicht sicher seit, daß die Leitung drucklos ist. Vor allen bei so großen Durchmesser ist ein riesiges Volumen eingespannt. Sicherer ist es, ein T-stück mit einem Manometer zum Überprüfen des Druckes einzubauen.
Sollte der Hubzylinder wirklich undicht sein, würde er gar nicht heben, da über die Leitungen niemals die Luftmenge nachströmen kann, die notwendig sind, um ein Volumen aufzubauen.

Gruß Thomas / Regensburg
 
Vorsicht bei der Demontage von Druckleitungen!

Aus eigener Erfahrung (Arbeite seit 17 Jahren in einem Vertrieb für Industrie-Pneumatikelemente) kann ich nur sagen:
Schraubt niemals eine Leitung von einem Zylinder ab, wenn ihr Euch nicht sicher seit, daß die Leitung drucklos ist. Vor allen bei so großen Durchmesser ist ein riesiges Volumen eingespannt. Sicherer ist es, ein T-stück mit einem Manometer zum Überprüfen des Druckes einzubauen.
Sollte der Hubzylinder wirklich undicht sein, würde er gar nicht heben, da über die Leitungen niemals die Luftmenge nachströmen kann, die notwendig sind, um ein Volumen aufzubauen.

Gruß Thomas / Regensburg
 
Hallo Werner,
kenne schon Firmen die so etwas machen, kommt nur drauf an, wo du wohnst. Prinzipiell machen so etwas alle Hydraulik-Zylinderwerkstätten. Wenn alles verrostet ist, hilft nur aufchromen. Geht allerdings nur bis zu einer bestimmten Dicke und ist brandteuer. Solch Werkstätten gibt es eigentlich überall. Schau mal in den Gelben Seiten unter Hydraulik nach.
Gruß Helmut
 
hallo thomas,

danke für den hinweis: man sollte die leutung natürlich nicht einfach abschrauben. das kann ins auge gehen. ich wollte auch darauf raus, die verschraubung nur zu lösen, um zu sehen, ob luft entweicht. aber den fall hatte ich eh\' als quasi unwarscheinlich abgetan, denn warum soll der zyllinder nicht entlüftet werden ? außer, der ablaßhahn klemmt oder der auslaß ist verstopft (z.b. durch dichtungsteile, die im zylinder rumgammeln) - alles aber sehr unwarscheinlich ...

Andreas

PS: hallo werner, es wäre interessent zu erfahren, was der fehler nun wirklich war !
 
Hallo!

Danke an alle, die hierzu gepostet haben!

Es ist getan!

Eigentlich gar nicht schlimm - hab mir das komplizierter vorgestellt. Es ist tatsächlich so, dass der obere Ring lediglich der Zentrierung dient. Solange die Flächen der Zylinder einigermassen plan sind arbeitet das Teil ordentlich, die Abdichtung findet lediglich durch die unteren Dichtringe statt. Die Dichtringe sind so konstruiert, dass sie durch die Pressluft ebenfalls an die Wandungen der Zylinger gepresst werden und somit auch kleinere Ungenauigkeiten bestens ausgleichen.

Ich habe den Zylinder komplett zerlegt, alle Teile mit Kaltreiniger und Dampfstrahler gereinigt, den groben Rost habe ich mit einer feinen Stahlbürstenscheibe entfernt, danach alles mit Schleifpaste glatt gemacht, ordentlich geölt (was absolut wichtig ist bei dieser Konstruktion!!) und das Teil wieder sorgfältig zusammengebaut. Er hält die Luft 100%ig, er hält die Ladefläche entsprechend auch selbst und er fährt auch wieder sauber ein - wie auf Luftkissen gefedert!

Hat schon was für sich die Pneumatik - bin begeistert!

Bin froh, dass ich nicht auf Hydraulik umgebaut habe!

Ciao und danke nochmal

Werner
 
Hallo Forum,
ich muß diesen Beitrag noch einmal aufmachen. Habe am letzten Freitag meinen DBK (EZ 72) nach Hause geholt. Hat aus alles gut geklappt bis ich die Kippfunktion ausprobiert habe. Der zweistufig ausfahrende Kippzylinder ist auch wunderbar aus gefahren, aber beim Ablassen in der ersten Stufe hängen geblieben (grosser Anteil noch draussen). Ich habe es dann noch irgentwie geschaft nach Druck ablassen und Ruckeln an der Pritsche, daß er runter ging (plötzlich und alleine).Hätte ich das damit belassen! Am Sonntag kam die Familie zum Ansehen. Wiederdasselbe Problem aber jetzt hängt er wieder in Stufe 1 und das lässt sich nicht mehr rückgängig machen.
Nachdem ich obrige Beiträge gelesen habe, muß ich ihn wohl auseinander nehmen. Kann mir einer von Euch beschreiben wie ich da vorgehen muß, worauf zu achten ist und was mich beim Kippzylinder an Dichtgummi etc erwarten kann.
MfG Stephan