Lieber Maxl,
das mit dem Apfelbaum einpflanzen für ein Kind finde ich echt toll. Man kann es sogar noch etwas steigern, indem man die Nachgeburt unter dem Baum vergräbt. Kein Witz - ist auf einer Südseeinsel uralte Tradition. Die Nachgeburt hat das gleiche genetische Material wie das Kind und in vielen Kulturen wird diese mit der Seele des Kindes gleichgestellt. Ich habe auch für meine zwei Kinder Bäume gepflanzt (inkl. Nachgeburt unter dem Baum

).
Gestatte mir ein paar kleine Hinweise zum Thema "Stehendtransport" und "rumgemeckere".
Wie ich sehe, hat dir dein Papa Kopfhörer aufgesetzt. Das ist sehr gut, denn er will, dass du in der Schule alles verstehen kannst, was der Onkel Lehrer dir alles erzählt. Unimogs sind laut, deshalb die Vorsorge von Papa. Deshalb wird er dich auch in deinem Kindersitz besonders gut anschnallen, dass du dir bei einem Unfall nicht weh tust. Papas und Mamas machen sowas!
Dann gibt es noch einen Onkel, den du besser in deinem Leben nicht kennenlernen solltest. Er heißt Herr Staatsanwalt. Er kommt immer dann zu Unfallstellen, wenn sich jemand besonders weh getan hat, oder wenn jemand von jemanden besonders weh getan wurde. Er kann ziemlich böse werden, wenn er feststellt, dass sich der "jemand" nicht an Spielregeln (die gibt es auch bei Erwachsenen) gehalten hat. Deshalb hat dein Papa auch den Baum umgelegt und ordentlich festgebunden. So wie es sein soll. Glaube mir, Sicherheit, nicht nur bei kleinen Jungs wie dir, geht vor. Man ärgert sich sehr lange und es ist sehr peinlich, wenn man jemanden weh getan hat und hätte es eigentlich mit etwas guten Willen verhindern können.
In diesem Sinne
viel Spaß in Papas Unimog-
Axel aus Nordbayern