Unterlenker aufbohren

moggale

New member
26. Dez. 2004
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Hi Mogler,

habe neue Hubspindeln zu meinem HKH gekauft. Die Verbolzung der Hubspindeln zum Unterlenker passt leider nicht. Muss den Unterlenker entsprechend aufbohren / von 20 auf 25mm / da die Unterlenker hart sind eignen sich HSS Bohrer nicht. Gibt es zum Aufbohren von gehärteten Material geeignete Bohrer?

Euren Antworten sehe ich aufmerksam entgegen und zeichne MfG
Armin P.
 
Hallo Armin!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Deine Unterlenker gehärtet sind. Vermutlich sind sie aus Baustahl gefertigt, welcher sich normalerweise gut mit HSS-Werkzeugen bearbeiten läßt.

Gruß
Matthias
 
Hallo.

Na das passt ja...

Ich habe am Samstag mein linken Unterlenker versteift. Musste dabei ein 22mm Loch bohren. Das ging eigentlich prima auf meiner Ständerbohrmaschine mit HSS- Bohrer. Ich kann mir daher auch nicht vorstellen das die Unterlenker aus gehärteten Material sind.

MfG Stefan
 
Hallo Ferdinand,

gute Idee :idea: , ja wenn ich nicht bereits schon alle Bohrungen in meinem Übereifer, beidseitig ruiniert hätte. :cry:

Leider sind die Unterlenker tatsächlich hart. Ich habe die Schneiden ((auf meiner Säulenbohrmaschine)) des Bohrers xxxmal ruiniert und genauso oft nachgeschliffen.

Ich werde nun die Unterlenker bei meinem Nachbarn mit einem Schweißbrenner ausglühen und nach dem Bohren wieder kurz anlassen.

Danke für Eure Antworten
Armin
 
Hallo Armin,

daß deine Unterlenker hart sind kommt mir allerdings auch komisch vor :roll: .

Wenn dies jedoch so ist, daß die Unterlenker "hart" sind, dann sind sie jedoch mit Sicherheit nicht gehärtet sondern "zähhart" vergütet.

Wenn du jetzt die Nummer mit dem Schweißbrenner bringst, dann ist diese Vergütung des Werkstoffes mit Sicherheit dahin, auch wenn du sie danach wieder anlässt. :cry:

Versuch doch, einen Werkzeugbauer in deiner Nähe zu finden, der dir die Löcher auferodiert.

Wenn du willst kannst du mir die Unterlenker auch zuschicken, dann bringe ich sie auf der Drahterodiermaschine auf die gewünschte Größe ohne das Gefüge zu verändern. Jedoch wird wahrscheinlich das Porto für so eine Aktion die Sache nicht sehr rentabel machen.

Gruß

Stephan
 
Hallo Armin,

mit Verlaub, aber den Ansatz mit dem Weichglühen in diesem Zusammenhang halte ich auch für arg unprofessionell.
Jedenfalls wirst Du das Gefüge danach "zu Hause mit dem Schweißbrenner" kaum wieder so hinbekommen, wie es einmal war, mit Anlassen schon gar nicht.

bist Du Dir denn sicher, dass Du Schnittgeschwindigkeit und Vorschub richtig gewählt hast?
Bei zu hoher Schnittgeschwindigkeit dürften viele Werkstoffe als zu hart erscheinen…
Für eine Hartbearbeitung ist funkenerosives Abtragen natürlich erste Wahl.
Da diese Maschinen allerdings meist nicht so dicht gesät sind, wie man sie bräuchte, würde ich es erst einmal mit Hartmetall als Schneidstoff versuchen. Ich weiß, für die Verfügbarkeit von (Voll)hartmetallbohrer in dieser Größenordnung gilt ähnliches, wie für die Erodiermaschinen.
Behelfen kann man sich dann allerdings mit einem Hartmetallmeißel in Verbindung mit einem Ausdrehkopf bzw. Hartmetallfräser in Verbindung mit einem Rundtisch auf einer konventionellen Fräsmaschine. Steht eine NC-Maschine zur Verfügung gestaltet sich das ganze noch einfacher…
 
Herzlichen Dank für Eure Antworten, Ihr seid alle SPITZE :thumbup:

Stephan, ich find´s Klasse von Dir, mir beim Aufweiten behilflich sein zu wollen, Danke.

Bin nun aber dem Tip von Christian gefolgt und habe die Schnittgeschwindigkeit um die hälfte reduziert.
Was soll ich sagen? passt!! hab den Bohrer nur 2x nachschleifen müßen.
Löcher sind nun drin :party: /// freu ////

Hoffentlich habe ich Euch auch mal einen Ratschlag.
Armin
 
Hartmetall,
das Probelm hatte ich vor kurzem mit einer Welle eines Hydraulikmotors. Da war die Keilnut herausgebrochen. Dachte mir so, dann kommt durch die Welle eine ´10er oder 12er Schraube und fertig. (Antrieb Kehrmaschine für Dreipunktanbau)
Aber Pustekuchen:
Es war nicht mal ein Kratzer vom Bohrer zu erkennen. Auseinanderbauen wollte ich nicht, also,
Keil in Keilnut eingesetzt und vorsichtig in vielen Anläufen angeschweißt. Dabei immer wieder gekühlt mit Druckluft und Gas. Simmerringe dicht da nur Handwarm wurde, Keil lässt sich im Notfall wieder herausnehmen und dank Dremel sieht die Sache aus wie ein Stück.
Gruss
Bernd Thomes
 
Hallo Mogler,

habe da mal in HSE einen Bohrersatz gesehen der " Unschlagbar " ist.
Die Bohrer waren mit Hartmetall bestückt, ähnlich wie Steinbohrer nur anders geschliffen.

In der Vorführung haben die mit einem 8mm Bohrer erst Holz, dann Baustahl, Stein, Glas und zu letzt noch ein Kugellager axial durchbohrt.
Mit dem selben Bohrer haben die das ganze dann in loser Reihenfolge mehrmals wiederholt. Der Bohrer schien Unkaputtbar zu sein.

Leider habe ich so einen Satz nicht gleich gekauft, dachte den hole ich mir beim Werkzeughändler. Ist dann aber von mir vergessen worden.
Ich habe aber wegen der Unterlenker einen Maschinenbauer
gefragt ob er solche Bohrer kennt. Klar sagt der auf der Handwerksmesse sind die Bohrer ebenfalls vorgestellt worden. Er hat aber wie ich nicht gekauft weil er meinte die bekäme er von seinem Händler günstiger.
Im damals aktuellen Händlerkatalog waren solche Bohrer aber nicht angeboten. Also auf den nächsten Katalog gewartet; negativ. Händler angerufen und nach solchen Bohrern gefragt. Die Bohrer waren ihm bekannt, aber gleich nach der ersten Präsentation sind diese Bohrer
vom Markt wieder verschwunden. Also nicht mehr zu haben.

Hat zufällig einer von Euch so einen Satz gekauft? Eventuell liegt es ja an der Schleifgeometrie solcher Hartmetallbohrer das die so gut in alles schneiden. Dann könnte man ja versuchen ob man herkömmliche Vidiabohrer so schleifen kann um zu einem ähnlichen Ergebnis zu
kommen.

Ciao Armin
 
Hallo Armin,
wie Du es schon beschrieben hast, so etwas habe ich vor Jahren auch schon gesehen. Nur waren es immer Aussteller auf Jahrmärkten oder Messen. Und da ich solche Händler nicht unbedingt traue habe ich mir diese Bohrer auch nicht gekauft.
Im Moment habe ich ein ganz anderes Problem mit Löcher bohren. Ich habe eine grosse Ständerbohrmaschine von Flott - leider besitzt die nur die MK1 Aufnahme. Mit Adapter geht es noch auf Mk 2 aber wenn ich 30mm Löcher bohren will wird es ein wenig eng mit der Haltbarkeit des Mk1 (auf Mk3)
Nun hat meine grosse Handbohrmaschine wohl eine MK 3 Aufnahme. Nur wenn sich das Ding verkeilt dann geht es mit allem was in der Umgebung steht so lange rum bis das Kabel raus oder durch ist. Da muss ich noch eine Halterung für bauen oder besorgen.
Ist eine 4 Gang Bohrmaschine aus der ehemaligen DDR. Typ und Name sind mir momentan nicht bekannt. Gab es da Spannvorrichtungen für?
Gruss
Bernd Thomes
 
Hey

also da gibts eine ganz einfach methode ,"man nehme einen bohrer der etwas kleiner ist als der zubohrende duchmesser , schleife diesen VORN RECHT WINKELIG _PLAN und schleife mit einer flex einen spalt hinein ,dann nimmt man eine drehstahlplatte oder vom fräser ein wida platte was grade so im werkzeugbau rumfliegt (aufm Schrott Gucken da gibt oft alte platten) und lötet diese ein.passend schleifen auf durchmesser und ich garantiere dafür der bohrer bohrt auch in einen harten achsschenkel oder wer weiss was , was auch geht sind umgeschliffene steinbohrer.da sollte dann aber ein loch schon da sein ,weil um in vollmaterial direkt reinzubohren ,dann zum anschliff der platte im bohrer mehr material da sein muss.

technisch schon 100x gemacht da ich früher bei bauer und schauerte im werkzeugbau tätig war,und bekanntlich sind pressmatritzen sehr hart , härter als alles was am fahrzeug verbaut wird ,
Wichtig ist passender vorschub , passende drehzahl,und gegebenen fallls flüssigkeit dabei

MFg. Kramer