vom RW1 zum Expeditionsmobil - Zwischenbericht

Lassie

New member
07. März 2005
57
0
6
Obernheim
www.jlaske.de
Hallo zusammen,

nachdem ich mit meinem Vater die letzten 4 Wochen eifrig die Flex geschwungen, mit dem Schweissgerät gebrutzelt und viele kleine und grosse Löcher gebohrt habe, möchte ich euch einen kleinen Zwischenbericht unseres Umbaus vom RW1 zum Expeditionsmobil geben.

Zuerst wurde der Original-Aufbau entkernt und schliesslich mit einigen mutigen Schnitten mit der Flex entfernt.
Danach wurde der Durchgang ins Fahrerhaus vorbereitet. Wir schweissten einen Rahmen ein und ersetzten die Rückfenster durch Bleche.
Dann wurde die Bodenplatte vorbereitet und mit 14 Schrauben an der Original-Pritsche des Wackenhut-Aufbaus befestigt.
Die 60mm- Sandwich-Platten kommen alle vom Aufbau-Hersteller Moser in der Nähe von Koblenz und wurden nach meinen Vorgaben gefertigt.
Herr Moser war echt hilfsbereit und der Zusammenbau ging zwar langsamer als erwartet, aber ohne grosse Probleme vonstatten. Man schafft es also auch ohne Kran, Gabelstapler oder Halle.

Die meiste Zeit wurde mit so kleinen Dingen verbraten wie Schloss anpassen, Beschläge der Heckklappe montieren, Alu-Winkel zuschneiden, etc. Dazu hat uns der Regen im Juli ziemlich bei der Arbeit behindert.
Aber unten nun das Ergebnis unseres Tuns.

Die Masse der Kabine sind:
Länge: 360 cm aussen, 348 cm innen
Breite: 222 cm aussen, 210 cm innen
Höhe: 206 cm aussen, 194 cm innen

Im Heckbereich befindet sich ein 42 cm hoher Heckstauraum über dem die Sitzgruppe (zum Bett umbaubar) eingebaut wird. Vorne auf der linken Seite kommt eine Küchenzeile und in Fahrtrichtung rechts kommt ein Stauschrank mit dem Wasservorrat rein.

Der Innenausbau samt den Fenstern kommt erst nächstes Jahr dran. Der Mog ist mittlerweile wieder abgemeldet und steht in einer Scheune unter. Weitere technische Modifikationen werden voraussichtlich sein:
- Splitgetriebe
- hohe Luftansaugung
- grössere Räder 14,5 x 20, Conti MPT 81
- Zusatztank auf Fahrerseite
- Visco-Lüfter
- Murr'sche Vorgelegeentlüftung

Dann sollte der Wagen in einem technischen Zustand sein, der mit guter Pflege und reichlich Fett und Öl uns die nächsten 30 Jahre durch die Welt tragen wird.

Falls ihr Fragen habt - immer nur her damit.

Viele Grüsse,

Jürgen
 

Anhänge

  • originalzustand.jpg
    originalzustand.jpg
    99,8 KB · Aufrufe: 4.503
  • leerkabine.jpg
    leerkabine.jpg
    83,3 KB · Aufrufe: 4.503
Hallo,
ich habe das Problem mit Vorgelegeentlüftung bei meinem 416er so gelöst:
Die Entlüftungsleitungen zur Achse durchgeschnitten und den Achsseitigen Teil verschlossen.
Die Leitung von jeder Seite einzeln mit je einer Metallleitung am Schubrohr bis zum Getriebe hochgeführt und jeweils mit einem Schlauch in je einem Bremsflüssigkeitsbehälter geführt.
So kann ich jetzt für jede Seite sehen, was es nach längerer Fahrt an Öl hochgedrückt hat. Jeweils am nächsten Morgen ist das Öl wieder ins Vorgelege zurückgesickert. Das funktioniert mittlerweile seit rund 90.000 Kilometern hervorragend.
Viele Grüße,
Horst
www.pritz.de.vu
 
Hallo Horst,

deine Lösung hört sich interessant an. Hast du davon Bilder? Besonders die Batterie mit den 4 Bremsflüssigkeit-Behältern interessiert mich.

Viele Grüsse,

Jürgen
 
Hallo,
Foto habe ich im Moment keines.
Es ist allerdings sehr einfach, da ich jeweils einen Bremsflüssigkeitsbehälter für das Vorgelegeöl jeder Seite an die jeweilige Seite des Getriebes geschraubt habe.
Es sind insgesamt nur 2 Behälter, da beim 416er die Hinterradvorgelege direkt in die Hinterachse entlüften und daher die Hochführung der Entlüftung nicht möglich ist. Ich vermute daß dies beim 1300er ähnlich ist.
Grüße,
Horst
 
Moin!

Auch ich habe an unsrem 435.115 zwei Bremsflüssigkeitsbehälter befestigt. Entlüftungsschlauch aufgeschnitten, Achsseite verschlossen, Radseite neu und länger in den Behälter.

Die letzten 7000 km ohne Probleme. Die Behälter füllen sich etwa 1 cm auf. Somit ist also noch genügend im Vorgelege.

Man fährt doch viel beruhigter.

Michael
 
könnten Sie mich über aka-kitakina-aii@web.de kontaktieren(mit Festnetznummer)? würde gerne mal mit Ihnen telefonieren und einige Frage loswerden.

MfG Christian Haack