Hallo,
also, ich habe es alleine „hingekriegt“ Was den meinen 401 angeht bin ich zwar noch nicht groß aber schon etwas größer.
Die Achse beim 401 ist etwas anders als bei deinem 411. Dort (411)ist die Gelenkwelle mit einer separaten Lagerbuchse versehen, dadurch kann man die Lagerstelle im Bereich Achsgehäuse/Gelenkwelle erneuern, ohne die Gelenkwelle zu ersetzen. Aber nun zum Vorgelege, du wolltest es ja genau wissen:
Durch die schrägverzahnten Stirnräder kommt es beim Rückwärtsfahren und auch mit eingeschalteter Sperre zu einer Axialkraft nach außen. Dies Axialkraft wird von einem Kegelrollenlager aufgenommen. Allerdings ist die Anlagefläche zwischen Stirnrad und Lager nur sehr schmal. Bei mir hat sich das Zahnrad an der Stirnseite (Anlagefläche z.Lager nach außen) ca. 1mm tief eingearbeitet. Dadurch entsteht bei der Eingangswelle, bedingt durch die Kegelrollenlager, ein erhöhtes Spiel. Dieses zerstört dann die Dichtsitze, und u.U. auch die Gelenkwelle, weil das Kreuzgelenk nicht mehr zentrisch läuft.
Ich habe das Stirnrad auf einer Flächenschleifmaschine plangeschliffen und die Fase dadurch am Innendurchmesser verkleinert. Dadurch entsteht eine saubere und auch größere Anlagefläche zum Lager. Da bei der anschließenden Montage ohnehin mit Passscheiben das Spiel der Welle eingestellt werden muß, kann man das weggeschliffene Material wieder auffüttern.
Außerdem habe ich den Verscheißring (auf der Gelenkwelle innen), der mit dem Simmering läuft erneuert. Er muß warm aufgezogen werden. Bei der Montage muß wie im Handbuch beschrieben das Axialspiel ermittelt und durch die erwähnten Passscheiben eingestellt werden. Das habe ich mit einem gewöhnliche Tiefenmaß gemacht.
Alle diese Arbeiten (bis auf das Schleifen) habe ich ohne Spezialwerkzeuge in meiner Garage erledigt. Die Passscheiben ,Lager und Dichtringe bekommst Du bei den Kugellagerhändlern. Außerdem solltest Du dich mit allen Tätigkeiten wie messen, montieren von Dichtungen und Lagern sowie Abdichten von Getrieben mit den entsprechenden Klebern und Dichtwerkstoffen sicher auskennen. Dann macht die Reparatur Spaß und bedeutet keinen Streß. Wenn du dich damit nicht auskennst, dann lass lieber die Finger davon und besorge die eine andere Achse.
Darüber hinaus musste ich bei meinem 401 noch die Gelenkwelle reparieren.
Ich fahre nun schon über 3000 km mit diesem Vorgelege und werde die andere Seite wohl auch noch machen.
Allerdings verliert meine VA im Schubrohr Öl. Bei längeren Bergauffahrten läuft Öl aus der Manschette und von Zeit zu Zeit muß ich Öl nachfüllen.
Viel Glück !