Vorgelege 406.120 geschrottet - Rettung?

Schraube

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08. Aug. 2008
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Braunsbach - Döttingen
Hallo zusammen,
ich habe mich daran begeben, den Wellendichtring von der Achse ins Vorgelege am Mog zu wechseln.

Ersatzteile sind alle gekommen, Ausbau hat geklappt, wechseln des neuen Verschleißrings ging gut.

Beim zusammen bauen des Vorgeleges habe ich aufgepasst, das die Welle sauber in das Rollenlager einfädelt. Na ja, es ist wohl beim Versuch geblieben. Es muss eine Rolle rausgefallen sein. Diese ist unten in das Gehäuse gefallen und beim anziehen der Schrauben hat es einmal genackt und das Gehäuse ist unter dem Rollenlager geplatzt. Die Begeisterung hält sich in Grenzen...

Mal eine Frage an die Experten.

Lässt sich das Gehäuse an der Stelle evtl. schweißen? Hier dürften doch keine großen Kräfte wirken, oder liege ich da falsch?
Wenn das nicht funktioniert, muss ich wohl in ein neues Gehäuse investieren.

Jetzt habe ich noch die Teilenummer vom Gehäuse gefunden: 416 331 04 05
Dieses Gehäuse finde ich aber nicht im Teileportal von Mercedes für den 406.120 mit Scheibenbremse Bj. 75. Ist hier schon etwas geändert worden?

Hast hier jemand einen Tipp für mich. Ich würde mich sehr freuen.

Danke für eure Hilfe!
Viele Grüße aus Hohenlohe
Stephan
 
Hallo Stephan

die Gussnummer wird dir nicht viel weiterhelfen, du musst schon die Teilenummer eingeben. Die dürfte es nicht mehr neu geben, allerdings gebraucht noch gut erhältlich.
 
Moin Stephan ,

schweißen kann man so einiges und auch so das es hält.
Wenn man weiß um welches Material es sich handelt kann man auch den passenden Schweißzusatz besorgen, es bleibt dann nur die Frage
welches Verfahren in Frage kommt.

MAG / WIG / oder Flamme.

Das größte Problem bei deinem Vorgelege ist das Öl.

Das Öl gibt keine Bindung her und verunreinigt dir das Flussbett,- Poren sind die Folge die du nicht dicht bekommen wirst.

Es müsste raus, richtig gereinigt werden, die Enden anbohren damit der Riss in einer Rundung endet und nicht weiter reißen kann.
Der Riss muss mit z.b einem Fräser vorbereitet werden ( Schweißnahtvorbereitung ) Also eine V Kehle.

Dann am besten Strahlen damit die Poren sauber sind .- Vorwärmen , schweißen und langsam abkühlen lassen damit sich das Gefüge setzen kann.

Viel Aufwand - Lohnt sich wenn man nichts anderes bekommt , sonst würde ich ehr das Geld investieren in ein Gebrauchtteil.

Gruß Rene
 
Hallo zusammen,

weiß nicht ob es hilft bzw. in diesem Fall funktioniert. Es wäre einen Versuch wert, wenn die statische Struktur des Vorgeleges nicht beeinträchtigt ist.
Habe vor Jahren an meinem VW-Bus Getriebe einen durch Steinschlag verursachten Riß mit Metallkleber (Zweikomponentenmaterial) abgedichtet. Hat bis ans Lebensende des Busses gehalten. Habe solchen Metallkleber immer als Notration bei meinen Unimog Reisen dabei.

Mit Mog Grüßen
Roland
 
Hallo,
kleiner Tip noch zum (ich hoffe für Dich baldigen) Zusammenschrauben von Achsrohr und Vorgelegegehäuse: unbedingt die Öleinfüll- oder Ablassschraube offen lassen. Beim Zusammenschrauben verringert sich das eingeschlossene Volumen und es drückt bei geschlossenen Verschlussschrauben, je nachdem, Öl oder Luft, durch die frisch gezogene Dichtmassewurst.
Viel Erfolg!
Andreas
 
Hallo Andreas,

wenn dem so ist, würde ich mir ernsthafte Gedanken machen. Das Vorgelege hat immer eine Entlüftung ins Achsrohr. Da ist nichts abgeschlossen, so dass Luft komprmiert werden könnte.

Gruß
Markus
 
Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Antworten.

Ich werde mal mit einem Schweißer Sprechen, ob er einen Sinn in einer Reparatur sieht. Theoretisch müsste es gehen, da hier ja nur eine sehr dünne Wandung als "Deckel" über dem Rollenlager ist.
Wenn es nicht funktioniert, dann muss ich halt in ein neues/gebrauchtes Gehäuse investieren. Nicht schön, ist aber halt so.

Mit der komprimierten Luft gibt es kein Problem, da ja eine Schraube eine Bohrung hat, wo die Entlüftung angeschlossen wird.

Hat noch jemand einen Tipp, wie man den Wellenstummel sicher in das Rollenlager einfädelt?

Danke und viele Grüße
Stephan
 
Das ist zwar 411c, aber ist bei deinem nicht anders.


Gruß
Markus
 

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Moin,
Original liegt diesen Lagern ein Kunststoffring zum Transport+Montage dabei. Manchmal ist der auch wie ein großer Blindstopfen ausgeführt, dann schneide ich einfach den "Boden" raus. Bei Mogparts ist das zB. im Shop so zu sehen.
Die Rollen vorher einmal raus und mit Fett einkleben, dann halten die besser in der Schale.

Bei der Montage das große Zahnrad einfach von einem zweiten Mann mit einer Schraube anheben lassen, das Rad hängt doch ein bisschen herunter durch die Schwerkraft.

Gruß
Alex
 
Hallo, Markus,

ich hatte die Teile genau andersrum liegen als auf Deinen oberen Fotos, Vorgelege am Boden, Antriebswelle nach oben ragend. Das zuvor frisch gewechselte Öl im Vorgelege lies ich beim ersten Versuch drinnen und dadurch drückte es etwas, aber doch zuviel, auf die Dichtfläche. Das Achsentlüftungsrohr kam also noch garnicht "zum Einsatz".
Danke aber für Deine immer wieder hilfreichen Fotos der einzelnen Arbeitsschritte, haben mir auch schon weitergeholfen! :party

Grüße, Andreas