Vorgelege Radlager 406.121 - Radlager gefressen!

TÜVtelmogler

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17. Jan. 2007
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Apelern
Hallo - ich brauche eure Hilfe!
mein Radvorgelege links vorn war undicht - Grund war wohl ein eingelaufenes Radlager. Nach dem Zerlegen habe ich festgestellt, dass das Radlager aus einem Rillenkugellager (Pos 121) und einem Zylinderrollenlager (Pos 125) besteht. Das Rillenkugellager erneuern ist nicht das Problem -aber -
das Zylinderrollenlager läuft direkt auf dem Abtriebszahnrad (Pos 123) :evil: und hat natürlich gefressen :evil: :evil:
Hat jemand eine gloreiche Idee wie man ohne Erneuerung des ganzen Zahnrades das Lager wieder zum geräuschlosen Rundlauf bringen kann??
Das Zylinderrollenlager scheint mir kein Normlager zu sein.
Ich denke Momentan über die Möglichkeiten nach die Lauffäche der Zylinderrollen auf dem Zahnrad durch abdrehen und aufschrumpfen eines
Innenlagerrings aus einem anderen Lager (Durchm. 133,6mm) wieder herzustellen. Dieser dürfte aber max 5mm stark (schwach!) sein.
Ob das eine gute Idee ist ? Aber >600 Eus beim Benz Händler lassen ist auch keine gute Idee!
Macht es Sinn gebrauchte Teile zu suchen oder komme ich da vom Regen in die Traufe?

Freue mich über jeden Vorschlag - den der Mog hat diese Lager viermal!

Gruß an alle gleichgesinnten
Lothar
 

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Guten Tag Lothar,

das Abdrehen der Nabe und das Aufziehen eines sehr dünnen Innen- Lagerringes wird den Schaden nur für kurze Zeit beheben. Der dünne Innenring wird sich aufweiten = "locker walken".

Eine andere Rep. Möglichkeit:

Die Nabe abschleifen ( !! nicht abdrehen und nur sehr wenig abnehmen denn die Oberfläche ist gehärtet ) und mit Hilfe von Übermaß - Lagernadeln, oder mit FAG-Zylinderrollen, oder Rollen aus einem anderen Rollenlager, das Lager instandsetzen.

Kann leider nicht sagen ob es dazu passende Lagernadeln, die man auch noch in der Länge kürzen müsste, auf dem freien Markt zu kaufen gibt. Lose Zylnderrollen gibt es von 3 mm bis 26 mm um je 1mm im Durchmesser steigend.
Alte Liste siehe Bild. - Es bleibt eine "Bastelarbeit" für Fachleute -.

Nun wünsche ich noch viel Erfolg bei der Reparatur.

Heinz - Neue-Brise -
 

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Hallo Zusammen

Die Idee, die verschlissene Laufffläche mit einer neuen Feinstbearbeitung wieder brauchbar zu machen, ist zwar prinzipiell gut aber zuvor sollte geprüft werden, ob dieses Bauteil durchgehärtet ist, oder nur oberflächengehärtet. Ist letzteres der Fall, (was ich vermute) wäre es möglich, daß bei der Überarbeitung die gesamte Hartschicht abgetragen wird, die Folgen davon kann sich jeder selbst ausmalen.

Sollten in Durchmesser und Länge passende Wälzkörper erhältlich sein, sehe ich dabei kein Problem. Sollten diese jedoch erst auf das erforderliche Maß gekürzt werden müssen, wäre ich damit vorsichtig, da ich weiß, daß die Tragzahlen eines Wälzlagers u.a. auch von der Geometrie und Gestaltung des Überganges der Zylindermantelfläche zur Zylinderstirnseite maßgeblich beeinflusst werden. Nicht umsonst beschäftigen Wälzlagerhersteller Ingenieure mit diesem Thema.
 
Hallo,
vielen Dank für eure Antworten.
Grundsätzlich teile ich eure Befürchtungen.
Ich werde für dieses Vorgelege die teure Variante der Orginalteile
wählen (muß in den nächsten Wochen mein Holz aus dem Wald holen).
Aber - ich werde mittels des Altteils versuchen eine Alternativlösung zu finden (die Idee mit den übergroßen Zylinderrollen finde ich prinzipiel gut).
In dem beigefügten Bild ist die Verschleißscheibe des großen Simmerrings mit feinstgeschliffener Oberfläch( -3Zentel mm) dargestellt ( 120 Euro waren mir hier zuviel) und der neue Simmerring hat 12Euro (statt 60) im freien Handel gekostet.
bis dann - Fortsetzung folgt!
Lothar
 

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Hallo Lothar,
die Lösung mit nem aufgeschrumpften Innenring von nem fertigen Lager is durchaus ne Lösung die halten wird - dafür werden Lager mit Innenring verkauft!
Ob Du aber eines finden wirst, welches zu den vorgegebenen Rahmen-Maßen passt und dann noch zu erträglichem Preis ist ne andre Frage die zu klären ist.
Woraus ich jetzt nicht schlau werd ist dein letztes Bild - Du hast jetzt die Verschleißscheibe 0,3mm am Durchmesser abschleifen lassen?
Zu dem Thema gabs neulich mal was:
http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=32659&postdays=0&postorder=asc&start=0

mfG
Axel
 
Hallo Axel,

nachdem Du die Lauffläche des Lagers in eine Sitzfläche für den Innenring des neuen Rollenlagers umgearbeitet hast und den Innenring aufgeschrumpft hast, musst Du u.U. die zehn Innengewinde des Abtriebrades nachschneiden... (weil jetzt der Innenring in die Gewinde hineinragt)
- knapp wird das allemal und einen Dauerschwingbruch am Rad / Innengewinde durch nun erhöhte Kerbwirkung nach wesentlicher Verringerung der Wandstärke würde ich nicht provozieren wollen.
 
Hallo TÜVtelmogler
Zwischen den Varianten einer Reparatur mit ungewissen Erfolg und dem Gang zur Sternapothke liegt ja noch die Möglichkeit ein Gebrauchtteil zu verwenden.
Ich habe mal eine linke Vorderachshälfte aus einem 63er 406 zerlegt, musste aber feststellen, dass die Teile an meinem 68er 416 nicht paßten.
Das zerlegte Vorgelege habe ich noch. Vielleicht kann ich dir helfen.
 
Hallo Lothar,
ich hab mal gerade mein Vorgelege zerlegt, und auf der Lauffläche für die
Zylinderrollen auch schon leichte Pitting-Bildung festgestellt.
Vielleicht kann man es auf dem Foto erkennen.

Gruß aus Korbach
Harald
 

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Hallo,
schade - aber ich glaube das lohnt nicht hier ein neues Lager aufzustecken.
Der Austausch des Abtriebsrades mit neuer Abdichtung war einfacher als gedacht. :P

trotzdem vielen Dank

Lothar