Vorstellung und ein kleiner Blog zu meinem 411

Hallo Unimog Community,

heute ging es nach langer Zeit (Urlaub und ätzende Sommergrippe) am Unimog weiter. Ich wollte mir die Bremsen nochmal genauer anschauen und schadhafte Teile ersetzen. Der Unimog bremst gut, der TÜV hatte vor 1,5 Jahren nichts zu beanstanden. Aber Wartung zahlt sich aus.. In dem Sinne: Unimog aufbocken, Trommeln ab und überraschen lassen.

Aber mehr als die Vorderachse habe ich nicht geschafft...irgendwie noch nicht ganz fit :-(
- Beide Radbremszylinder habe ich zerlegt. Da kommen neue Dichtungen rein. Einer war undicht mit beginnendem Rost.
- Die Bremsschläuche finde ich nicht mehr so geil. Wenn man eh entlüften muss und die Bremsflüssigkeit tauscht, dann kommen die auch neu.
- An der HInterachse gehts in der Woche nach nach Feierabend weiter...

Zum Entlüften, Einstellen und Drübergucken kommt die Tage nen Kollege der ist vom Fach, das ist besser. Bin gespannt, ob man nen Unterschied vom Bremsen merkt. Dann sollte es beim nächsten TÜV im Frühling auch keine Überraschungen geben.

Schönes Wochenende & Gruß

Daniel
 

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Hallo Forum,

an der Vorderachse habe ich die instandgesetzten Radbremszylinder wieder eingebaut, alles an der Bremse vom Bremsstaub gereinigt, die Bremsbeläge selber mit etwas Schleifpapier abgeschliffen und neue Bremsschläuche verbaut.
Leider ist eine Bremsleitung bzw. die Verschraubung am Übergang zum Bremsschlauch rund. Da warte ich auf Ersatz.

In der Zwischenzeit habe ich an der Hinderachse weitergemacht. Eine Seite knochentrocken und ordentlich zugestaubt. Gut soweit. Auf der anderen Seite ein Radbremszylinder der beginnt zu tropfen und ein Wellendichtring an der Radnabe, der auch langsam undicht ist. Auf jeden Fall innen alles ölig....die 6 Bohrungen sind wohl auch dicht, jedenfalls läuft es nach nach innen..

Also Nabe ab und Wellendichtring tauschen....ok hatte ich nicht geplant. :( DesWeiteren werden wohl neue Bremsbeläge fällig.

Mal schauen, was das mit der Nabe wird. Da muss ich mir erstmal was zum Abziehen bauen. :flex

Schönes Wochenende & Gruß
Daniel
 

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Hallo
Schneideisen schrieb:
- Beide Radbremszylinder habe ich zerlegt. Da kommen neue Dichtungen rein. Einer war undicht mit beginnendem Rost.
das Schiffbild sieht danach aus, als ob jemand mit 40 Schmirgel dadurchgeganden ist. Da würde ich so keine neuen Manschetten opfern. Die Zylinder sind normalerweise innen gehont.
 
Hallo Helmut,
Hallo Forum,

danke für Deinen Hinweis. Im vorderen Bereich waren die innen glatt. Ich habe die erstmal mit neuen Dichtungen und ATE Bremsenpaste (blaue Tube) wieder eingebaut. Wenn die nächstens Jahr bei der Kontrolle der Bremsen auffällig sind, werde ich die RBZ ersetzen.
Die Bremsen an der HA habe ich soeben zerlegt. Da kommen neue RBZ rein. Da war jeweils ein Bremskolben sehr schwergängig und viel Rost, Gammel, Wasser/Bremsflüssigkeitsemulsion drin. Des Weiteren werde ich mir an der HA neue Bremsbeläge aufnieten lassen.
Ich weiß nicht wann der Vorbesitzer das letzte Mal die Bremsen geprüft hat. Es macht auf jeden Fall Sinn da mal reinzusehen. Für den TÜV waren die Bremsleistungen im Mai 2024 in Ordnung. Vom Bremsen war es unauffällig...bin überrascht, dass die Bremse mit den Mängeln noch so gut funktionierte.

Nebenbei habe ich noch die verbleibenden Bremsschläuche zur Hinterachse und am Verteiler vom HBZ ersetzte. Die waren von 2011 bzw. 2007 laut Aufdruck.

Ich muss mir jetzt erstmal was einfallen lassen, wie ich die Nabe abgekommen. Hat jemand die beiden Sonderwerkzeuge leihweise über?

Schönes Wochenende & Gruß

Daniel
 

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Hallo Daniel,
Du weißt schon, die Bremsen sind das wichtigste am Mog. Anden alten Mogs ist nur eine Einkreisbremsanlage verbaut. Fällt ein Radbremszylinder wegen Undichtigkeit aus, bremsen auch die anderen nicht mehr. Wie Helmut schon schrieb sehen die Radbremszylinder innen gefühlt grausam aus.
Wo bist Du Zuhause, vielleicht hat jemand in Deiner Nähe passendes Werkzeug für die Radnabe
 
Hallo Jürgen,

ok dann kommen vorne auch neu rein. Ich komme aus Osnabrück.

Gruß Daniel
 
Guten Abend Forum,

die letzten Tage nach Feierabend immer etwas weitergemacht.
- Alle Bremsschläuche getauscht
- Neue Bremsleitung am Vorgelege montiert
- Die 55er Schraube am hinteren Radvorgelege herausgebaut.

Wie es weiter geht:
- Bau eines Abziehers und eines Druckstücks
- Nabe abziehen und WeDi tauschen
- HBZ kommt noch ein neuer rein

Das wird dann etwas dauern bis die Nabe runter ist. Die Schraube lies sich immerhin einfach als gedacht lösen.

Gruß
Daniel
 

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Hallo Daniel,

Das Hauptproblem beim Nabeabziehen ist tatsächlich das Druckstück.
Du darfst keinesfalls in dem offen Loch der 55er Schraube abstützen. Da hinter ist nur der relativ weiche Lagersitz im Vorglegeträgerblech.
Bei meinem Abzieher wird eine der 55er Schraube entsprechende Welle in das Innengewinde geschraubt und kann dann die Kraft aufnehmen. Wenn Du Die Abstützung auf den relativ dünnen Rand der Keilwelle machen möchtest kannst Du Dir mit ein paar dicken Scheiben ein Druckfläche schaffen. Dabei die vier vorstehenden Bolzen ruhig als Führung nutzen aber nicht beschädigen.

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Was immer Du da machst, es muss stabil sein denn manchmal gehen die Naben locker runter aber manchmal halt auch nicht, und dann sind ein paar Tonnen Kraft gefragt.
 
Hallo Jürgen,
danke für Deine Anregungen. Ich wollte mir ein Druckstück drehen, was vorne am Flansch anliegt. Ähnlich wie Du das gelöst hast. Es muss 61mm im Durchmesser sein, mit 4 Aussparungen für die Spannstifte. Vielleicht noch nen Absatz, damit es sich innen im Loch zentriert.
Wie bekomme ich die Nabe später wieder drauf? Draufkloppen ist Mist..Da müsste man einen längeren Bolzen haben, der das Gewinde der 55er Schraube besitzt. Am anderen Ende ein Gewinde, was den Nabe aufpresst.

Gruß
Daniel

Edit:
Das Werkzeug baue ich mir zum Aufziehen der Nabe nach: https://www.unimog-community.de/phpBB3/post576069.html#p576069
 
Hallo Jürgen,

ich sehe schon ich brauche noch nen Drehbank im Keller.

Gruß
Daniel
 
Servus,

Eine weitere Idee : du baust das Portal komplett ab, reinigst es innen (meisents ist das Reinigen eine gute Idee, bei meinem 411 war da ganz schlechtes Öl drinnen), dann kannst du die Radnabe auf einer Werkstattpresse aufs Portal aufpressen und dann gemeinsam wieder anbauen.
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Viele liebe Grüße Werner
 
Hallo Forum,

das Demontieren des Deckels ist Plan B. Ich habe mir jetzt ein Aufziehwerkzeug zum Montieren der Radnabe nachgebaut. Das entspricht dieser Konstruktion hier: https://www.unimog-community.de/phpBB3/post576069.html#p576069

Eine Konstruktion zum Abziehen der Radnabe habe ich heute angefangen zu bauen. Die steht gepunktet in der Werkstatt. Da muss ich noch etwas weitermachen und alles final verschweißen. Zum Drücken wollte ich einen 20t Hydraulikstempel mit externen Handpumpe nutzen. Ein Druckstück aus einem Rundstahl habe ich hier liegen, das entspricht Jürgen seiner Lösung. Das hat ne Stufe und zentriert sich auf der Welle. Das Drehteil ist innen 45mm, außen 61mm.
Bilder folgen morgen.

Schönes Wochenende & Gruß
Daniel
 
Hallo Forum,

gerade mal die Kaffeepause nutzen, um etwas hier zu schreiben. Ich habe meine Abziehhvorrichtung fertig verschweißt. Anschließend alles zusammengebaut, den 20t Stempel eingesetzt und losgepumpt. Nach einem kleinen Geräusch, lies sich die Nabe recht einfach abziehen. Ich kann jetzt nicht beurteilen, welche Zugkraft das war, kein Manometer an der Hydraulik.
Der WeDi ist undicht. Sieht man deutlich. Die Welle hat auch leichte Einlaufspuren. Bin mir unsicher, ob ich da jetzt nen SpeedySleve draufmache. Vom Maß gibt es nen Passenden. Da fehlt mir irgendwie die Erfahrung.
Anbei einige Eindrücke.

Jetzt gehts am Mog weiter. :technik

Gruß

Daniel
 

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Guten Abend,
der neue WeDi ist an der Radnabe eingebaut. Auf die Radnabe kommt ein SpeedySleeve, damit der WeDi auch optimal dichtet.
Da ich eh am Schweißen war, habe die die Laserteile meiner Oberlenkerverlagerung auch gleich mitgeschweißt. Jetzt ist am Mog alles Kat. 2.

Schönes Wochenende & Gruß
Daniel
 

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Hallo Daniel,

es wundert mich, dass die Narbe bei dem Apparat keine Angst bekommen hat und von allein runtergefallen ist. :D
Vielleicht macht es Sinn die anderen 3 auch gleich zu erneuern. Jetzt wo die Räder einmal runter sind.

Frohes Schrauben
Alex
 
Hallo Alex,
im Prinzip hast Du Recht. Aber wo fängt man an, wo hört man auf? Ich habe jetzt in 1,5 Jahren viel am Mog geschafft. Leider bin ich zu wenig am Fahren, dass stimmt mich etwas traurig. :( Der Mog hatte leider mehr Wartungsstau als gedacht. Mittlerweile bin ich aber ganz zufrieden. Mir ist wichtig, dass der erstmal technisch ok ist, Optik ist zweitranging. Er sollte optisch aber schon nah am Original sein.

Ich wollte eigentlich nur mal eben die Bremstrommeln abnehmen und schauen wie es darunter aussieht. Soll man ja laut Wartungsanleitung regelmäßig machen. TÜV in 5.24 war gut, Bremsen ok.
Ja und jetzt hab ich eigentlich an der Bremse fast alles getauscht. Ein neuer HBZ liegt hier schon. Wenn man dabei ist, dann kommt der auch neu. Der o.g. WeDi an der Radnabe war nicht geplant, aber ohne den zu erneuern, macht es kein Sinn.
Vorne ist eine 55er Schraube auch undicht, die muss auch los und etwas Dichtmasse unters Druckstück. Bekanntes Problem.

Gruß
Daniel
 
Hallo Daniel
ich würde davon davon ausgehen, dass alle Räder im Laufe der Zeit die gleichen Umdrehungen abgespult haben. Der Verschleiß wird demnach an allen Naben auch annähernd gleich sein.
 
Hallo Helmut,
davon ist auszugehen. :-)
Gruß
Daniel
 
Hallo Forum,

heute wollte ich "mal eben" den HBZ ausbauen.... hat nicht geklappt. :(
Wie bekommeich die Bremsleitung (druckseitig) gelöst? Da kann man keinen offenen Ringschlüssel ansetzen. Vermutlich muss die vordere Zapfwelle raus, damit man etwas Freiraum zum Drehen des Schüssels hat. Oder gibt es da nen anderen Trick?
Die Leitung vom Vorratsbehälter habe ich los, das war einfach. Ich habe vorher als Akt der Verzweifelung noch die Bleche im Fußraum losgenommen. Das hätte man sich sparen können.

Anbei ein paar Bilder.

Gruß
Daniel
 

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