Vorstellung und Pläne Unimog 411 BJ.60

Danke Markus!
Die Idee einfach mal mehrere Stellen diagonal durchzumessen ist so einfach wie genial! Damit fang ich auf jeden Fall erstmal an und prüfe die Trommel mal durch.
 
Der Werkzeugbau meines Vertrauens wird sich die Bremstrommeln mal vornehmen, sie prüfen und ggf. ausdrehen. Aber die haben zur Zeit Ferien, daher muss ich noch ein bisschen warten.

Habe gestern Hitzeschutzmatten aus Fiberglas mit Alukaschierung an der Motorabdeckung verbaut, dass die Kinder sich nicht daran die Beine verbrennen.
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Den Luftfilter habe ich zum Umbau an Joe‘s Werkstatt geschickt und gestern hab ich dann noch die Bestellung bei MogParts fertig gemacht - ich tausche jetzt auf Zylinder 3 nochmal die Dichtung unter der Vorkammer und den Gewindering selber. Sollte das nichts helfen kann es eigentlich nur noch die Vorkammer selber sein die irgendwie Kompression durchlässt. Alles andere ist ja geprüft.

Bin gespannt ob ich ihn auf Zylinder 3 dann dicht bekomme!
 
Dann zieh gleich die Vorkammer raus und schau, ob die unter dem Rand eine Dichtung hat. Glühkerze vorher nicht vergessen auszubauen, bevor die VK gezogen wird. Sonst gibt es Bruch. Sollte an der VK Bohrung im Zylinderkopf etwas ausgebrochen sein, weil z.B. die VK gezogen wurde und die Glühkerze noch drin war, dann habe ich mit High Heat Dichtmasse sehr gute Erfahrungen gemacht.
 
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Guten Morgen Markus,
Danke für die Hinweise!

Die Vorkammer habe ich Anfang Mai schon mal gezogen und auf Brüche oder Risse untersucht. Hatte damals aber keine neue Dichtung, deshalb hab ich die alte nochmal eingebaut (ich weiß die ist aus Weichmetall und wird dabei gestaucht, waren aber nicht lieferbar)
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Jetzt habe ich gestern neue Dichtungen und noch einen neuen Gewindering bestellt, kann ja sein, dass das Gewinde mal überdehnt wurde. Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, dass die Vorkammer selber undicht ist, deshalb hab ich die jetzt erstmal nicht neu bestellt.

Mal sehen ob das einen Erfolg bringt.
 

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Das mit den Flammscheiben habe ich auch im Werkstatthandbuch gelesen. Da stand auch, dass man bei einer bestimmten Scheibe den Gewindering 2mm abdrehen soll. Allerdings habe ich nicht herausgefunden um welchen Version es sich dabei handelt.

Bei mir haben 2 Flammscheiben gänzlich gefehlt, verbaut war aber von der Form her die rechte auf deiner Zeichnung.

Aktuell ist jetzt die:
von MogParts verbaut laut dem Boschdienst waren das die Flammblättchen für die PKW und ich kann sie bedenkenlos einbauen.
 
Der höhere Gewindering hat schmalere Nuten für das Sonderwerkzeug. Das erkennt man sofort. Ist aber nur bei sehr alten Motoren vor 411. Die Flammscheibe mit der 617 Nummer ist die aktuelle, di verwendet werden soll, Sie sieht der ersten Version sehr ähnlich.

Die richtigen Scheiben haben 20,5mm Außendurchmesser und 10mm Bohrung. Die Stärke der 617 017 03 60 aktuelle Flammscheibe.webpScheibe beträgt 2,6mm
 
Ahh, alles klar. Jetzt kann ich das mit dem Ring und der 1. Version auch einordnen

Ja genau, die habe ich aktuell verbaut.

Und von denen waren zwei Stück verbaut als ich die Einspritzdüsen das erste Mal ausgebaut habe.IMG_3537.webpIMG_3540.webp
 
Heute kamen die Teile die ich bestellt hatte. Eingebaut und alles mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen - leider blubbert es trotz neuer Dichtung unter der Vorkammer und dem neuen Gewindering immernoch.
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Kompression durchs Kerzenloch gemessen war auf Zyl. 3 - 21 bar und auf Zyl. 4 - 21,5 bar also eigentlich nicht der Rede wert. Die Kerze aus Zyl 3 ist aber deutlich rußigerIMG_3552.webp

Ich kann mir aber beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Vorkammer einen Schaden hat und deshalb abbläst…

@Markus wo hast du die High Heat Dichtmasse hin? Ins Gewinde vom Gewindering? Darunter zwischen Vorkammer und Gewindering oder zwischen Kopf und Vorkammer auf die Dichtung?

Den Förderbeginn hatte ich letztes Mal auf Anraten meines Boschtechnikers nur grob eingestellt um zu sehen ob sich der Motor anders verhält. Nachdem er jetzt deutlich mehr Kraft hat wollte ich es nun genau einstellen.
Leider stimmen die Markierungen auf dem Schwungrad nicht mit dem tatsächlichen OT überein.. ich habe den OT nach Werkstatthandbuch eingestellt, dass die Ventile vorne offen stehen und sich am 4. Zyl. überschneiden. Das passt auch zur OT Markierung an der Riemenscheibe.

Ich vermute also die Schwungscheibe wurde irgendwann nicht richtig montiert 🙄
Der Motor stammt laut Handbuch als -180er Baureihe aus einem Mähdrescher mit 32,5 PS.
Evtl gab es da auch ein anderes Schaufenster…
Selbst wenn es sie richtig markiert wäre, sind die OT und FB Markierungen jeweils in Striche gesetzt. Laut Werkstatthandbuch müsste es also Variante C des Schwungrades sein und da markiert der FB die 30 Grad…
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Ich habe jetzt über die Kreisbahn berechnet, dass bei einer 130mm Schwungscheibe die 32 Grad Markierung 36,3mm von der OT Markierung entfernt sein muss und versuche es so einzustellen. Denn die im Werkstatthandbuch beschriebene Methode mit der Lehre das Ventil zu blockieren und dann den Kolben bis ans Ventil zu führen trau ich mir nicht zu…

Als ich dann bei der neuen Markierung ins Guckloch geschaut habe war da tatsächlich auch ein Loch zu sehen wie beim Förderbeginn, ich vermute aber das wird Zufall sein. Um es gut nutzen zu können müsste auch auf eher 35 Grad drehen…denke ich werde es also nicht nutzen.
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Ich habe die Reparatur mi High Heat an einem Zylinderkof gemacht, wo die Glühkerze vor dem Ziehen der VK nicht ausgebaut wurde und die Wand der Bohrung von der VK im Zylinderkopf nach dem Abscheren beschädigt hat. Dort war es undicht und ich habe die Vertiefungen mit High Heat aufgefüllt. Dazu hatte ich mir einen Stopfen gedreht, der in der Bohrung gesteckt hat, damit nichts in den Brennraum fallen kann. Bis jetzt auch nach einigen Alpenpässen immer noch dicht.
 
In dem Film sieht es aber so aus, als würde der Diesel am Düsenstock herunterlaufen und dann auf dem Kopf verdampfen. Sicher, dass die VK undicht ist?
 
Ich habe direkt davor die Einspritzleitung erst entlüftet, dabei ist der Diesel nach unten gelaufen. Man kann dann unten deutlich sehen wie immer wieder Blasen aufsteigen. Ich vermute auch der Rauch wird nicht unbedingt Abgas sein, aber die Blasen bilden sich ausschließlich bei diesem Zylinder. Alle anderen machen das nicht.

Ach oder meinst du, dass die „Verbrennungsgase“ die Blasen bilden?

Aber das wäre dann wie gesagt an diesem Zylinder einzigartig.

Auch beim ersten entlüften, also die ersten Umdrehungen hat er da schon rausgeblasen.
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Ich frage noch mal einfach: Die Dichtung liegt aber zwischen VK und Zylinderkopf und nicht zwischen Schlitzmutter und VK?

Die Dichtung wird auf die KV geschoben bevor man sie einbaut. Mehr fällt mit dazu jetzt auch nicht mehr ein.
 
Besser man fragt manchmal einmal mehr nach :)

Ja, die Dichtung liegt unter der Vorkammer, zwischen Zylinderkopf und Vorkammer.

Zwischen Vorkammer und Gewindering ist nichts mehr.

Ich werde heut den Förderbeginn noch ordentlich einstellen, jedenfalls so gut es die Mittel zulassen ohne 100% Markierung.

Mal sehen wie er sich dann heute verhält
 
Du kast doch VK ohne Kugelverbaut. Da kannst du nach entfernen der Düsenstöcke den Kolbenstand messen. Einfach eine Messuhr einstecken und sehen, wann der Kolben nicht mehr höher kommt. Dann liegt OT vor.

Den FB kann man auch bestimmen, wenn man das Einlassventil mit einem Ventilheber nach unten drückt und dann eine Fühlerlehre zwischen Ventilschaftende und Kipphebel scheibt. Dann den Motor langsam mit der Hand gegen das Ventil drehen, Masse der batterie vorher abklemmen, damit keiner am Startkonpfzieht und Schäden verursacht.FB.webp
 
Dafür gab es auch ein Sonderwerkzeug. Anschließend bringt man die Markierungen auf der Riemenscheibe korrekt an. Steht auch im WHB OM621/636.

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Ja, so hab ich das auch gelesen.
Darauf hatte ich mich ja oben bezogen.

Aber auch, dass dort explizit steht es soll von einem Fachmann gemacht werden - der bin ich ja nun nicht😅

Ich hab noch die Vorkammern mit Kugeln, hab sie nicht alle ersetzt.
 
Einstellung heute war zumindest zum Teil erfolgreich!

Ich habe mich nicht für die Tropfrohrmethode entschieden, weil ich keine alte Einspritzleitung hatte und natürlich auch nicht das entsprechende Sonderwerkzeug sondern eine Anleitung von riflemog befolgt.

In den Eingang der Einspritzpumpe passt hervorragend ein 1/4 Zoll Pneumatikanschluss aus dem Baumarkt. Angeschlossen an eine Akkuluftpumpe (nicht den Kompressor, der hat zu viel Druck!) und den Ausgang des 1. Zyl in einen mit Wasser gefüllten Maßkrug habe ich einen Förderbeginn von ca. 35 Grad ermittelt. Solang die Blasen im Wasser aufstiegen war offensichtlich noch ein Durchgang.

Auf meine Markierung eingestellt sprang der Mog sehr gut an, hatte spürbar nochmal etwas mehr Durchzug und vor allem ging er nicht beim abbremsen und auskuppeln aus.

Er fährt wirklich richtig gut! Allerdings raucht er nach wie vor! Vielleicht sind das aber auch nur Ablagerungen die er nach 24 Jahren mal loswerden muss.. Aktuelle Fahrleistung sind ca 50 km seit der Wiederbelebung.

Den 3. Zyl hab ich heute mal gekonnt ignoriert. Ich bin mir tatsächlich noch nicht sicher was ich dazu unternehmen soll..
 
Hallo
Angeschlossen an eine Akkuluftpumpe (nicht den Kompressor, der hat zu viel Druck!)
wie kommst du auf die Idee mit Kompressor, die Luftmethode nach Bosch ist mit Mund blasen, max 20 mbar. je höher der Druck um so mehr die Fehlstellung, besonders bei älteren Pumpen.
Der Superheld bei YouTube nimmt einen Kompressor mit Druckminderer.
Frei nach dem Motto jetzt murkst der Meister selbst.
 
Hallo Helmut,

Ich weiß nicht wo du gelesen hast, dass ich einen Kompressor genommen habe. Ich hab doch extra geschrieben ich habe eine elektrische Luftpumpe genommen und keinen Kompressor.
Mit der bläst man normalerweise Luftmatratzen auf. Bei zu viel Gegendruck bläst sie dann über zwei Ausweichbohrungen den Druck ab.

Du meinst durch zu viel Druck werden noch Bläschen durchgedrückt die eigentlich nicht mehr durchkommen würden?

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Bin heute mal mit dem Sohnemann eine Runde bei uns im Fränkischen Schiefergebirge gefahren.
Das Anspringen hat gestern wohl getäuscht. Das war vorher etwas besser. Aber es funktioniert. Wenn er aber richtig warm wird geht er trotzdem beim einkuppeln und Gangwechsel gerne aus. Ich denke ich muss da die Leerlaufdrehzahl nochmal erhöhen.

Unseren Berg hoch zum Dorf musste er dann ganz schön schnaufen. Das sind 2km mit 14% Steigung. Im 3. Gang hat er das sehr ordentlich gemacht, ist dabei aber auch ziemlich warm geworden - ist das noch in Ordnung?IMG_3582.webp

Daheim angekommen habe ich ihn dann noch 10 Minuten mit erhöhtem Standgas laufen lassen, dass er sich wieder auf 80 Grad abkühlen konnte. Nachdem er dann aber in der Garage stand und der Motor aus war stieg die Temperatur schnell wieder auf ein ähnliches Maß.

Mir fehlt tatsächlich die Erfahrung oder der Vergleich wie viel und wie gut der kleine Motor das leisten kann/soll/darf.

Beste Grüße
Martin