Vorstellung und Pläne Unimog 411 BJ.60

Hallo ihr Lieben,

Hier ein paar Updates die ich am Wochenende geschafft habe:

Wir haben die Bremsleitungen an den Verteilern am Rahmen und der Vorderachse gelöst und die Leitung und den Schlauch vorn links erneuert.

Dann die neuen Beläge aufgenietet und die Bremse wieder zusammengebaut. Bei der Gelegenheit haben wir gleich alles abgeschmiert-in etlichen Schmiernippeln war vermutlich die letzten 30 Jahre kein Fett mehr :x

Die Bremse wird mit den Exzentern so eingestellt, dass sie leicht schleift und dann wieder etwas zurück, oder?

Die hintere Bremse haben wir auch geöffnet und das Handbremsseil nur mit Hitze davon überzeugen können, dass es die Bremse verlassen muss :lol:

Hat jemand einen Tipp wie man am Besten an die eingegangenen Bremsseile kommt?

Wir haben gedacht die einfachste Lösung wäre es den Batteriekasten abzubauen, dann müsste man doch ganz gut ran kommen?

Die Pritsche wollten wir eigentlich auch abnehmen, haben dann aber festgestellt, dass die Bretter geschraubt sind und ich bezweifle, dass man die raus bekommt ohne sie abzuflexen…

Vielen Dank Manfred für die Infos, wenn wir an den Motor gehen bin ich über jede Info dankbar!

Als ich heute unter dem Mog lag hab ich vorne rechts einen Balg gesehen der an der Pneumatik hängt. Ist das die „Frontpneumatik“ oder wozu ist der gedacht?

Beste Grüße
Martin
 

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Hallo Martin,
wenn Du schon dabei bist, Bremsleitungen und Schläuche zu wechseln, erneuern, dann aber ALLE Bremsschläuche. Die quellen mit der Zeit zu auch wenn sie äußerlich noch gut aussehen. Wenn Du dass jetzt gleich richtig machst sparst Du einiges an teurer Bremsflüssigkeit.
Was meinst Du mit
Hat jemand einen Tipp wie man am Besten an die eingegangenen Bremsseile kommt?
 
Hallo Jürgen,

Ja wir machen alles an der Bremse neu, alle Verteiler, alles Leitungen, alle Schläuche.

Es soll natürlich eingehangenen Seile heißen. Also an der Stelle wo beide Seile zusammen eingehangen sind.
 
Hallo Martin,

bei den Bremsbelägen würde ich mal das Tragbild kontrollieren. Meine neuen Beläge haben auch nur oben an der Kante angelegen bzw. gebremst. Da habe ich erst den Anlauf oben orgentlich nachgefeilt und dann lag der Belag auch flächig an.

Gruß
Daniel
 
Hallo Martin,
schau mal ob Du von unten zwischen Rahmen und Schubrohr an die Bremsseile kommts. Hab leider keinen kurzen 411 als Anschauungsobjekt. Ist aber bei meinem 404 auch nicht toll. Ich verwende dazu zwei abgesägte Maulschlüssel. Es ist etwas mühsahm weil immer nur eine 12tel Umdrehung geht und die Schlüssel immer wieder gedreht werden müssen.
 
Hallo ihr Lieben, ich wünsche euch allen noch ein Gesundes Neues Jahr!

Über die Feiertage ist nicht so viel passiert wie ich mir gewünscht hätte, allerdings sind zumindest die Handbremsseile herausoperiert und der Hauptbremszylinder ist auch demontiert.

Leider passt die Leitung die ich vom HBZ zum Ausgleichsbehälter bestellt habe nicht. Auch finde ich mit der originalen Nummer 4114200033 aus dem Ersatzteilekatalog nirgendwo eine passende Leitung - hat jemand einen heißen Tipp wo man die bestellen kann oder ist das nun das erste Unimogteil das es so nicht mehr gibt und ich muss etwas basteln?
 

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Hallo Martin
Im Zeitraum 2019/2020 hatte ich eine solche (nicht gleiche?) Leitung für U411 mit neuer Achse / zweistufigen HBZ von Mogparts bezogen. Die hatten sie sporadisch mit längerer Lieferzeit im Programm. Also evtl. dort mal anfragen, wann/ob wieder etwas aufgelegt wird. Habe mir damals interimsweise selbst eine Leitung aus Weichkupferrohr hergestellt. Denke, dass dir in einer LKW-Werkstätte evtl. rascher nach deinem Original etwas gebogen, gebördelt werden kann. Kenne auch Unimogfahrer, die sich für diesen Zweck bei einem Hydraulikspezialisten einen Schlauch pressen ließen.
 
Die nicht passende Leitung ist von MogParts, leider haben sie aktuell auch nichts anderes im Angebot.

Hydraulikdienst ist eine gute Idee. Muss nur abklären ob die Schläuche dann auch die angestrebte Silikonbremsflüssigkeit vertragen.
 
Hallo Martin
Sind denn die sonstigen Bremsschläuche, aber auch Dichtungen im Hauptbrems- und den Radbremszylindern am U411 tauglich für Silikonbremsflüssigkeit?
 
Hallo Martin,
der Gummibalg schützt den Kolben des vorderen Luftkrafthebers, damit wird das Mähwerk ausgehoben.

Grüße, Manfred
 
Hey Winni,

Nach aktuellem Stand - ja. Ich habe aber in den letzten Tagen auch nochmal gezielt beim Händler nachgefragt.

Vielen Dank Manfred!
Das habe ich mir so ungefähr vorgestellt! Gibt es evtl Bilder von einem angebauten Mähwerk mit Pneumatik?
 
maddin248 schrieb:
Hallo ihr Lieben, ich wünsche euch allen noch ein Gesundes Neues Jahr!

Leider passt die Leitung die ich vom HBZ zum Ausgleichsbehälter bestellt habe nicht. Auch finde ich mit der originalen Nummer 4114200033 aus dem Ersatzteilekatalog nirgendwo eine passende Leitung - hat jemand einen heißen Tipp wo man die bestellen kann oder ist das nun das erste Unimogteil das es so nicht mehr gibt und ich muss etwas basteln?

Hallo Martin,

die Verbindungsleitung gibt es mittlerweile von Mogworld:

https://www.mogworld.de/de/shop/unimog-u411/bremsen/bremsleitung-metall-zu-bremsfl%C3%BCssigkeitsbeh%C3%A4lter-u2010,-u401,-u411-detail.html

Ich kann keinerlei Aussagen zur Passform machen, habe nur die Anzeige in "Kleinanzeigen" gesehen.

Kurzversion:
Stand auch schon vor der Frage, habe dann die vorhandene (bereits falsch nachgebaute) Leitung mit 8mm ATE Stahlbremsleitung nachgebaut. Dazu habe ich für meinen Rohrbieger eine 8mm-Biegerolle mit engerem Biegeradius erstellt. Gebördelt habe ich diese mit dem Dako-Bremsbördelgerät.

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Original läuft die Leitung auf dem Rahmenlängsträger am Lenkgetriebe vorbei.
Wenn ich mal irgendwann wieder Lust drauf habe, biege ich die vielleicht mal richtig nach.

Langversion:
https://www.unimog-community.de/phpBB3/unimog-411-mit-krailing-rueckeaggregat-t90499-90.html#p575511

Wenns nur um die Funktion geht, ginge auch Bremsflüssigkeitsbeständiger Schlauch für 30€/m. Da bräuchtest nur einen Adapter/Übergang zum HBZ.
 
Moin!

Genau das habe ich gesucht, vielen Dank!!

Die anderen Leitungen haben sich sehr schön mit der Hand biegen lassen, deshalb habe ich kein Bördel oder Biegegerät. Deshalb wäre mir die fertige Leitung auf jeden Fall am liebsten!
 
maddin248 schrieb:
Hey Winni,

Nach aktuellem Stand - ja. Ich habe aber in den letzten Tagen auch nochmal gezielt beim Händler nachgefragt.

Vielen Dank Manfred!
Das habe ich mir so ungefähr vorgestellt! Gibt es evtl Bilder von einem angebauten Mähwerk mit Pneumatik?

Hallo Martin,
es gab auch eine Fronthacke, die mit diesem Luftkraftheber ausgehoben wurde. Bei schwereren Geräten waren Federn
angebaut, weil der Kraftheber zu schwach war.

Grüße Manfred
 
Hallo ihr Lieben,

In der letzten Zeit ist nicht viel am Mog passiert, es lagen einfach zu viele andere Sachen an - gestern ging es aber endlich weiter.

Die Bremsen hinten sind nun komplett, wir haben sie auch direkt über die Exenter eingestellt und auch die Handbremsseile ausgetauscht.

Die Handbremse wird ja über das Zahnrad an der Bremse eingestellt - das haben wir auch gemäß der Anleitung gemacht. Aber wozu ist das lange Gewinde an den Bremseilen und die Kontermuttern gut?

Ich habe mich nun durch die Betriebsanleitung und das Werkstattbuch gewühlt, aber nichts sinnvolles gefunden?

Wir sind beim einstellen so vorgegangen:

Erst über die Exenter die Betriebsbremse eingestellt, bis der jeweilige Belag schleift und dann etwas zurück. Anschließend haben wir die Seile eingehangen und die Handbremse mit dem Zahnrad ebenfalls so eingestellt, dass sie schleift und dann etwas zurück. Dennoch kann man den Handbremshebel deutlich mehr als 3 Rasten nach oben ziehen - die Handbremse ist dann aber auch fest.

Was genau lässt sich also vorne noch einstellen? Kann man hier den „Hebelweg“ bestimmen?
 

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Hallo Martin
Nachdem die beiden Seile sozusagen als Waage am Gestänge hängen, ist es nicht gesichert, dass beim anziehen der Handbremse beide Seile (und damit die Bremsbacken) gleichermaßen beaufschlagt werden. Das sind zwar geringe Unterschiede, aber über die Schrauben kannst du diese entstehenden kleinen Bremsunterschiede dann ausgleichen.
 
Hallo ihr Lieben!
Lange war es ruhig, aber gestorben sind wir zum Glück nicht - und untätig waren wir auch nicht! Aber selten war ein Schrauberabend vor 23:30 beendet und dann war ich nach einer Dusche nur noch froh ins Bett zu fallen. Tagsüber dann Stress auf der Arbeit und am Wochenende hatte meine Frau immer dafür gesorgt, dass ich etwas zutun habe…

Aber heute nehm ich mir die Zeit und berichte mal was in den letzten 1,5 Monaten passiert ist.

Die Bremsen sind fertig! Es ist nun also jeder Schlauch, jede Leitung, der HBZ und jeder Radbremszylinder frisch, die Beläge sind neu und die Handbremsseile. Leider mussten wir schnell feststellen, dass die Handbremse nicht hält sondern immer wieder nach unten hüpft. In dem Zahnsegment hatte sich bündig Dreck abgelagert, so dass der Zahn immer nur darüber hinweg glitt und sich damit abarbeitete.
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Also wurden Haken und Zahnsegment getauscht. Mit viel Fummelei ging das auch ohne das komplette Hebelwerk auszubauen.

In den Vorgelegen und Achsen haben wir das Öl getauscht. Aus den Achsen kam so trübe und stinkende Brühe, ich vermute die ist da seit der Erstbefüllung drin gewesen…

Das Vorglühset von Heiko habe ich nach der Empfehlung hier bestellt und eingebaut - nun startet mit dem stecken des Zündschlüssels automatisch der Vorglühvorgang und nach dem Start wird noch nachgeglüht - genau so hab ich mir das gewünscht!
Platz haben wir oben im Eck gefunden, da fällt es kaum auf und ist geschützt.
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Nach dem Ausbau der alten Glühkerzen haben wir festgestellt, dass alle 4 defekt waren - kein Wunder also, dass er so schlecht angesprungen ist!

Weiter ging es mit dem schlechten Motorlauf. Durch Zufall erfuhr ich, dass nur 20km weg von mir ein ehemaliger Boschmitarbeiter wohnt, der als gelernter Dieseltechniker sogar schon bei der Bosch Diesel WM 9ter geworden ist. Ein absoluter Fachmann, der die alten Einspritzpumpenstände noch daheim hat und da wirklich viel machen kann.

Wir fanden heraus, dass alle 4 Einspritzdüsen nicht mehr zerstäubten sondern nur noch im Strahl einspritzen. Also setzte er meine Einspritzdüsen wieder instand und ihr haben sie heute eingebaut.

Auch das 3-Wege Thermostat haben wir nachgerüstet.
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Nach dem entlüften war es dann heute so weit und der Mog hat mit uns gesprochen. Er startete tip top und hüllte uns sehr schnell in Rauchschwaden. Wir konnten dann nicht widerstehen und mussten testen ob die Bremen funktionieren und wie die Leistung ist.
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Für den Moment sind wir mit dem Ergebnis äußerst zufrieden, wenn wir auch jetzt noch an die Feinheiten gehen müssen.

Das gravierendste Problem ist aktuell das Gaspedal. Die alte Feder war gebrochen und die neue hat so viel Druck, dass sie das Gaspedal viel zu weit nach vorne drückt. Wo ist denn der natürliche Anschlag des Pedals?
Gehört die Feder da so hin?

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So steht das Pedal momentan…tatsächlich Gas gibt es dann natürlich erst ab der Hälfte.
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Um die neue Feder aufzuschieben musste natürlich das Gasgestänge weg. Das hatten die Vorbesitzer aber sicherheitshalber mit einem Schweißpunkt gesichert, daher gingen die Kugelköpfe nur mit grober Gewalt ab und wir mussten es letztendlich ersetzen. Soll das tatsächlich so einen Bogen machen? (Das es den hat lag nicht am Ausbau - der Bogen führt um die Lichtmaschine drumherum.)
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Außerdem bin ich heute daran verzweifelt das Lenkgestänge vom Lenkgetriebe abzuziehen. All meine 3 Armabzieher sind immer wieder abgerutscht und es hat sich nichts getan. Aber ich muss den Simmerring des Lenkgetriebe ja noch wechseln…also runter muss er!

Soviel an der Stelle von uns!

Ich hoffe ihr freut euch mit mir - und habt hoffentlich Tipps bezüglich des Gaspedal und des Lenkgestänge für mich!

Beste Grüße
Martin
 
Guten Morgen Martin
Deine Gasgestängeausführung ist stark manipuliert. Daher Fotos von mir aus meinem U411.
Die Gestängebewegung wird über den am Motorblock montierten Umlenkpunkt geführt. Die Gestänge sind von der Länge her so einzustellen, dass sich in Ruhelage des Gaspedals die Lage des Umlenkpunktes wie auf dem Foto ersichtlich ergibt. Das nach oben gehende Gestänge ist gerade.
Aufgrund deines manipulierten Gestänges gehe ich davon aus, dass der am Motorblock befindliche Umlenkpunkt bei dir nicht vorhandenen ist und deine manipulierte Stange fälschlicherweise direkt an der Gaspedalwelle angreift. Evtl. ist bei dir zusätzlich auch die Gaspedalwelle verändert, bitte prüfen. Wie das original aussieht, siehst du ebenfalls auf einem Foto von mir.
 

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Hallo Martin
Jetzt noch zum Abziehen des Lenkstockhebels. Mit einem Dreiarmabzieher kommt man eigentlich nicht vernünftig in den schmalen Spalt, außer du schleifst die Klauen des Abziehers massiv ab.
Am Außendurchmesser des Lenkstockhebels sind aber üblicherweise zwei herausstehende Nocken zu finden, an denen du mit einem Zweiarmabzieher vernünftig ansetzen kannst. Spindel des Abzieher kräftig anziehen, dann einen kräftigen Schlag mit einem Hammer oben auf den Schraubenkopf setzen. Üblicherweise lösen sich Kobusverbindungen dieser Art so ganz gut.
 
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Hallo Martin
Du hattest dann noch die Frage gestellt, wie die Exzenter der Bremsbacken einzustellen sind.
Lege diese so weit an, bis sich die Bremstrommel nicht mehr drehen lässt, danach leicht lösen, bis sich die Trommel leicht schleifend drehen lässt. Dies bei einer Backe nach der anderen vornehmen, d.h. bei Start müssen bei Backen weg von der Trommel sein. Drehrichtung der Exzenter beachten!