Vorstellung: Unimog 404, 1961, Funkkoffer

Vielen Dank Sebastian.

Aktuell hat er ja das H-Kennzeichen und ich werde vor den Umbauten jeweils abklären was geht und was nicht, um es nicht zu verlieren. Und ja, dass die Prüfer das höchst unterschiedlich handhaben hört man überall. Daher ist die Wahl des richtigen Prüfers wohl recht entscheidend. Ich bin bereits dabei mich umzuhören an wen ich mich wenden soll. Wer da für den Koblenzer Raum Tipps hat, gerne her damit.

Liebe Grüße,
Eddi
 
Hallo Eddi

Mein TÜV-Prüfer wollte mir das H aberkennen, wegen nicht so toller Rolllackierung - ich war natürlich sehr geknickt.
Auf den Hinweis eines Bekannten, bin ich dann zu einer anderen Organisation, welche das nicht verstehen konnten.
Für die ist mein Mog absolut ok.
Mein Diesel- und Dachumbau vor 30 Jahren, wird (noch) als zeitgenössischer Umbau als Bestand akzeptiert.
Durch Missbrauch werden die Vorschriften strenger.
Bei manchen Fahreugen frage ich mich immer wieder, wie da eine H-Zulassung möglich ist!

Ich fahre seit vielen Jahren schlauchlos, ohne Probleme und ist sicherer.
Ein Reifenmonteur meckerte vor Jahren mal wegen ... keine Humpfelgen - abspringen...
TÜV hat noch nie was gesagt.
Felgen sollten nicht rostig sein.
Bin viel extrem in den Dünen mit teilweise 0,4 bar gefahren - noch nie einer abgesprungen.
Die TL-Reifen klemmen richtig fest auf der Felge.
Der xzl ist ohne Schlauch, recht einfach von Hand auf und ab zu montieren.

Gruß Wolfram
 
Hallo Eddi,

Einen Schlauchlosreifen kannst Du mit und ohne Schlauch fahren, der Reifen geht also immer.
Wie Wolfram oben schreibt sind die Felgen, wenn sie ordentlich und ohne inneren Rost sind zuverlässig mit den genannten Reifen ohne Schläuche.

Wie schwer ist so ein Hubdach? Vermutlich doch etwas schwerer als die dünne "Pappe" des Koffers. Und dieser muss vermutlich dann auch noch zusätzlich ausgesteift werden. Hier könnte ein Konflikt mit dem Wunsch der Ablastung auf 3,5to entstehen. Der Mog dürfte derzeit so um 2900Kg Leergewicht haben (siehe Zulassungsbescheinigung, besser Waage).
Also bleiben nur 600Kg für Umbau + Beifahrer + Gepäck.

Auch die Aussage "sich einen geneigten Prüfer suchen" ist so eine Sache, Sebastian hat das ja schon dargestellt. Genau dies führt irgendwann dazu, dass es garkeine H-Kennzeichen mehr gibt (siehe 07er Kennzeichen) und wenn tatsächlich ein anderer Prüfer es anders sehen sollte, kommt irgendwann das Gejammer. Mittlerweile gibt es tatsächlich solche stichproben artige Überprüfungen bei größeren Treffen durch Ordnungsbehörden in Verbindung mit entsprechenden Prüfern. Und dann nützt der geneigte Prüfer nichts. Nur mal so als gut gemeinter Gedankenanstoß.
 
Hallo Eddi,
ich habe mein H-Kennzeichen vor zig Jahren bei der Dekra in Wetzlar bekommen. Wurde damals als "Tipp" gehandelt. Heute noch ??? Habe allerhand nicht originale Umbauten, die allerdings auch schon etwas älter sind und bis dato nie beanstandet wurden. Ach doch: In die Stoßstange bei den Öffnungen der ehemaligen Tarnleuchten eingebautes Tagfahrlicht ist aufgefallen und wurde als "Sicherheitsdetail" akzeptiert.
Mit Mog Grüßen
Roland
 
Hallo an Alle!

Wirklich super wie man hier beraten wird und Hilfe bekommt. Vielen Dank dafür! :D

Das mit den XZL Reifen auf den alten Felgen ist eine gute Nachricht. Dann werden wir uns die vermutlich holen und auch ohne Schlauch fahren.

Was das geplante Aufstelldach angeht, denke ich, dass es leichter sein wird als der Teil des Daches der dafür entfernt wird, samt den 2 massiven Dachluken die dabei verschwinden. Das Aufstelldach wird nur ca. 1,2m mal 2m gross sein und vermutlich aus Siebdruckplatten bestehen. Längs wie quer wird das Dach des Koffers bis zur jeweils äußersten C-Schiene (die wohl auch der Stabilität dienen) bestehen bleiben. Daher ist vermutlich auch keine zusätzliche Stabilisierung notwendig. Soweit zumindest die bisherigen Planungen, die aber noch nicht sehr weit fortgeschritten sind und auf "Halbwissen" beruhen.

Der Mog kommt demnächst zunächst mal auf die Waage. Und ja Jürgen, von etwa 2,9t gehe ich auch aus. Damit ließe sich vermutlich arbeiten, denn allzu Schweres soll nicht reinkommen. ... Mal abwarten.

Liebe Grüße,
Eddi
 
Hallo Eddi,

Siebdruckplatten sind schön, stabil aber auch außerordenlich schwer und selten mit weniger als 6,5mm Dicke zu bekommen. Die Siebdruckplatte 1,2 * 2m wiegt selbst schon etwa 10,5 Kg. aber mit der alleine ist es ja noch nicht getan.
Wenn das Dach nicht begehbar sein soll also keine weiteren Lasten tragen soll würden sich auch Polycarbonat Doppelstegplatten anbieten. Wenn nicht lackiert bringen sie Licht ins Innere und wiegen nur bei ebenfalls 6mm Dicke nur 3,12 Kg.
 
Hallo Jürgen,

vielen Dank für den Materialtipp mit den Polycarbonat Doppelstegplatten. Das werde ich mir mal ansehen.

Das schwerste an dem Teil des Daches welches raus kommt, sind die zwei massiven Dachluken samt den Metallbügeln darüber und den griffen die unten (innen) dran sind. Da wird die (umgedrehte) "Wanne" (etwa 10 bis 15 Zentimeter tief/hoch) aus Siebdruckplatte mit dem Stoff drumherum welcher beim Hochstellen die Wände ergibt und den Scharnieren / Gasdruckfedern vermutlich leichter, bzw. in jedem Fall nicht wesentlich schwerer sein.

Auf den Fotos rot markiert eine der Luken von innen und die Schutzbügel von außen. Grün angedeutet der Teil des Daches der raus soll (vorne im Koffer analog dazu).

Liebe Grüße,
Eddi
 

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404wolf schrieb:
BKT - und Mitas Reifen - recht günstig
Qualität und Eigenschaften kenne ich nicht
Gruß Wo

Salut aus Nordhessen,
ich habe an meinem 404S EZJuni 1966 BKT Reifen montiert. Ich gebe hier zu bedenken, dass diese bei selbst relativen Standzeit zu "Standplatten" neigen. Diese fahren sich nach einigen Kilometer wieder rund und das nervige Rollgeräusch hört dann langsam auf. Ich würde bei der nächsten Bereifung auf die BKT Reifen verzichten und auch auf schlauchlose Reifen umsteigen. Teilweise werden welche mit gutem Profil komplett auf 6-Loch-Felgen für ca. 250 euronen/Stück angeboten.
Die ursprünglichen Reifen 10.5/20 MIL sind ein guter Kompromiss wenn man hauptsächlich Straße fährt und nur gelegentlich in die Botanik fährt. Bei letzterer spielt die Profiltiefe und -beschaffenheit eine wichtigere Rolle als ein geringeres Abrollgeräusch und weniger Kraftstoffverbrauch. Wobei das bisschen Ersparnis sich erst bei vielen Langstrecken auszahlt.

Meine 10 eurocent zum Thema Reifen.

Gruß,

Andrés