Vorstellung: Unimog und Besitzer

Hallo Sebastian,

ich kenne leider die "neuen" Achsen vom 411 / 421 nicht im Detail.
Bei der alten Achse 411 / 404 kann durchaus über die Entlüftung bei tiefen Wasserdurchfahrten Wasser eindringen. Daher ist nach solchen Spielerein immer ein Ölwechsel angeraten. Vielleicht kommen die Korrosionsspuren daher.
 
Hallo Jürgen,

ich glaube eine Wasserdurchfahrt hat der die letzten 10 Jahre nicht gesehen, geschweige denn viel fahren.
Aber da sagst du was. Die Entlüftungsschläuche waren ziemlich porös. Wer weiß was da an Feuchtigkeit reingekommen ist.



Gruß

Sebastian
 
Hallo Unimog-Forum,

es ist schon wieder circa zwei Monate her, dass ich hier was zu meinem Projekt gesagt habe. Aber es ging lange wieder nicht voran, aber jetzt zwischen den Tagen ist nochmal was passiert.

Zunächst ging die Arbeit an den Achsen weiter.
Da habe ich zunächst an Vorder und Hinterachse den Wedi zum Schubrohre gewechselt. Bei der Hinterachse war der tatsächlich undicht. Da ich mir das Einbauerkzeug da schon gedreht hatte und die Achse eh da lagen, habe ich die VA auch gleich mitgemacht.
Dann wurden an der Hinter und Vorderachse noch abgebrochene Ohren für die Bremscenter wieder angeschweißt. Außerdem wurde am Federhalter der Hinterachse ein Teil des Bleches ausgetrennt und neues Eingeschweißt. Da hätte der Rost gefressen.

Danach ging es für die Achsen und diverse Kleinteile wie die Federn nochmal zu einer schnellen Reinigung und dann zum Pinseln. Eine Qual da an alle Ecken zu kommen. Aber wenn ich es jetzt nicht ordentlich mache, wer dann und wann sonst. Also beiß ich mich da durch.
Die Teile sind jetzt also auch schon wieder farbig, abgeschmiert und an der VA z.b. auch schon neue Entlüftungsschläuche verbaut.

Während die Farbe trocknen musste, habe ich zwischendurch auch schon die Felgen mit der Drahtbürste sauber gemacht. Das führte bei einem Rad auch prompt zu schlechten Neuigkeiten in Form eines Loches in der Felge - außer dem für das Ventil :D .Aber Glück in Unglück: Bei dem Mog gab's noch ein Ersatzrad dabei. Die Felge davon ist im guten Zustand. Zwar sind da die Reifen komplett unterschiedlich, aber das lässt sich ja tauschen.
Als ich dann Teile hinter die Halle packen wollte habe ich durch Zufall einen Blick auf den Altreifen Stapel geworfen - Und wer sagte denn: Da liegen noch zwei Everest 10.5-18 Mpt. Genau die Gleichen Reifen, wie Sie auf den 4 Haupträdern meines Mog sind. Einer davon ist abgefahren, der andere äußerlich Topp. Wenn ich also eine passende Felge finde habe ich auch einen Prima Reifen für das Ersatzrad.

Unter den Rädern sind normal die Bremsen, aber auch die lagen zwischendurch mal auf der Werkbank.
Die Backen habe ich sauber gemacht und die alten Beläge ab. Leider waren die Von der Hinterachse nicht mehr zu gebrauchen, da sie verzogen sind und auch schon ein Vorgänger Schrauben abgerissen hat und sich eigene Löcher dafür gebohrt hat. Aber da hatte ich zum Glück schon für eine Achse Mal günstig gute Backen mit Belägen geschossen. Hat sich direkt gelohnt.
Außerdem habe ich mir schon einen neuen Druckluftkessel besorgt. Ich glaube der ist original im Axor verbaut und mit 20l etwas kleiner. Da ich aber an meinem Mog keine Gebremsten Anhänger betreiben kann und will, sollte das reichen . Die vorderen Radbremszylinder waren auch komplett verrostet und unbrauchbar. Also liegen da auch schon neue bereit. Die Hinteren werden nur überarbeitet.
Handbremsseil gibt es dann ebenfalls zwei neue.

In der nächsten Zeit habe ich dann jetzt vor die Felgen und einige andere Kleinteile noch farbig zu bekommen.
Danach wird es wohl wieder eine Pause geben müssen, aber danach fängt es wieder an interessant zu werden.
Der Plan ist es nämlich erstmal dann alle Bremsleitungen zu erneuern, sodass ich den Motor, die Achsen etc alles wieder in den Rahmen setzen kann und ein Rollbares Untergestell bekomme.
Danach mache ich eventuell noch die neue Verrohrung für die Druckluft mit dem neuen Kessel und dann kann der Rahmen erstmal eingelagert werden und andere Baustellen angefangen werden.

Da freue ich mich schon drauf :party .
Aber erstmal muss ich mich da in Geduld üben.



Grüße
Sebastian
 

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Anbei noch ein paar mehr Bilder.
 

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Hallo Mogler,

im Hintergrund geht es doch auch immer wieder mal weiter an meinem U45.
Meistens ist es nur Kleinkram und nicht wirklich spannend.
Zurzeit arbeite ich weiter darauf hin, den Motor und die Achsen wieder in den Rahmen zu setzen, sodass ich an Bremsleitungen und co weitermachen kann.

Gestern gings dann um die Bremsen. Beläge aufgenietet, Radbremszylinder überholt und generell den Mechanismus überarbeitet.
Die Bremsen an der Hinterachse haben an dem Ver- bzw Voreinstellmechanismus eine Art "Indexer" aus einem Kettenrad und einem Federblech.
Leider war auf einer Seite das Ritzel nicht mehr zu brauchen. Die besten Zähne waren krumm, oder kurz und die schlechten nicht mehr da.
Auch wenn's ein normales Kettenrad war, schien es nicht all zu gängig zu sein. Meist dann etwas teurer, für so ein kleines Rad, 50€ Mindestbestellwert auf der Seite oder das Teil liegt in China. Also habe ich mich dann dazu entschlossen eine Approximation selber zu fertigen. In CAD habe ich mir einen Lochkreis mit 12 Löchern auf einem 27,5er Radius und einem zentralen in der Mitte, den ich dann ausdrucken und auf ein Stück Stahl übertragen konnte. Außen habe ich 5,5er Löcher gebohrt und in der Mitte ein 12er. Danach konnte ich das ganze auf einer 12er Schraube festspannen. Dadurch habe ich dann die Mitte meines Lochkreises als Achse gehabt und konnte das Werkstück auf 27,5mm runter drehen, sodass außen nur noch Halbkreise übrig bleiben.
Nur leider ist am Anfang beim Bohren das Werkstück im Schraubstock immer wieder gewandert. Dadurch sind manche Löcher etwas schief geworden und das ganze sieht nicht so schön aus, wie es aussehen könnte.
Allerdings funktioniert das ganze super, also habe ich davon abgesehen das "unsichtbare" Teil erneut anzufertigen.


Gruß
Sebastian
 

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Hallo,

es geht mal wieder voran.
Viele Kleinigkeiten, aber endlich mal was großes.
Motor und Getriebe sitzen im Rahmen.
Die Achsen folgen hoffentlich morgen.


Eine Sache kommt mir da aber direkt komisch vor.
Nämlich sitzt das Getriebe hinten festgeschraubt an die Halter. Der Motorhalter vorne allerdings sitzt nur zu ca 3/4 auf dem Halter im Rahmen, wie unten auf den Bildern zu sehen.
Ich habe ja einen neuen Rahmen jetzt. Der sollte sich als .122 ja nicht von dem alten .123 unterscheiden?
Ist das normal, war's vielleicht vorher auch so, ich bin mir nicht sicher.
Halten wird's auf jeden Fall, aber merkwürdig ist's irgendwie.

Kann mich da wer aufklären?


Beste Grüße
Sebastian
 

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Hallo,

und weiter ging's wieder mit dem Unimog.
Die Bremsen an der hinter Achse müssen noch gemacht werden, dann geht es an die Bremse und Luftleitungen. Erstere waren alle verrostet und kommen deshalb neu. Letztere müssen an den neuen Kessel angepasst werden. Der ist keine ich für Axor und Atego. Passt ganz gut in den Halter, ist zwar ein paar Liter kleiner, aber da ich wahrscheinlich eh keinen Hänger bremsen werde, wohl nicht so tragisch. Nur alle Anschlüsse sind Strinseitig.



Gruß
Sebastian
 

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Hallo,


Eine Phase das Projektes ist jetzt erstmal soweit abgeschlossen.
Das Fahrgestell ist nun soweit fertig und in seinem "Lagerplatz" angekommen.
Kurz Zusammengefasst wurde der alte Antriebsstrang jetzt in einem neuen Rahmen eingebaut und wo nötig überholt. Alle Leitungen, Schläuche und Bremsen sind ebenfalls neu.
Zusätzlich gab's dann noch neue Farbe und als neue Ausstattung eine kombinierte ein Zweileiter Anhängerbremsanlage.
Fehlen tun dem Fahrgestell noch Kotflügel, Zugmaul Zapfwellen und ein Aufstieg, die aber mit den Kabinenteilen zusammen aufgearbeitet werden.


Die Kabine ist dann schon das Stichwort für den nächsten Abschnitt.
Das ich da keine Top Modell hatte war mir klar, allerdings bin ich doch überrascht wie verpfuscht das ganze doch ist. Z.t. findet sich dort Zentimeter dicker Spartel, Schweißnähte von grausiger Qualität, wo eigentlich nur punkte Hingehören, kleine Rostlöcher und auch größere.

Allem in allen ist die Substanz dennoch nicht sonderlich schlecht würde ich sagen. Allerdings ist es ärgerlich, da die Arbeiten des Vorbesitzers meine jetzt deutlich erschweren, z.b. mit Spartelmasse beim schleifen oder unzugänglich auch in Schweißnähten.
Da wird noch einiges an Arbeit auf mich zukommen, aber ich denk das Fahrerhaus ist es dich Wert, da bis her mehr Beulen wie Rost zu finden waren.


Bilder folgen demnächst, aber das mit dem Upload von Handy klappt ja gerade nicht.

Grüße
Sebastian
 
Hallo,

leider klappt es immer noch nicht Bilder im Forum hochzuladen, ohne einen HTTP Fehler zu bekommen.
Weder über Android noch Windows mit Edge/Friefox/Chrome.

Also probiere ich Sie mal über eine externe Quelle einzubinden:










Zwischendrin habe ich auch noch mit Bau Schaum gefüllte Hohlräume gefunden. Das Fahrzeug ist also immer für neue Überraschungen gut.
Mich würde mal interessieren, wie andere im Forum hier die Löcher in der Dachhaut neben der Regenrinne repariert haben?


Beste Grüße
Sebastian
 
WhatsApp Image 2024-01-21 at 14.29.23.jpegHallo,

seit dem spät Sommer ging es eher langsamer voran. Zum einen gab es die obligatorischen anderen Projekte und Probleme die dazwischen kommen, aber ich habe länger überlegt und gesucht nach einem Sandstrahler, der überhaupt willig war an so einer Hütte zu strahlen und dann das ganze auch zu einem vernünftigen Preis tut. Durch die Dauer der Suche und die Auftragssituation des Sandstrahlers, hat es dann bis circa Mitte November gedauert, bis ich mein Fahrerhaus gestrahlt zurück bekommen habe.

Zurück bekam ich dann ein Fahrerhaus, dass erstaunlich zusammenhängend war. Das ganze ist definitiv in keinem guten Zustand, aber ich habe weit, weit schlimmeres befürchtet nach der ganzen Spachtelmasse.
Der Fußraum des Fahrerhauses scheint bis auf 3-4 Ecken massiv zu sein. Die A-Säulen sind innen durch. An der Rückwand gibt es eine Lochfraß, wo diese an den Träger geheftet ist, bzw war und vorne die Kabinenecken sind auch das typische Bild von Fahrerhäusern. Dann noch die Dachhaut, um die Regenrinne, da gibt es auch viele kleine Löcher. Dazu natürlich noch einige kleine Stellen, sodass man ewig dran sitzen wird. Aber was reinen Rost angeht, sind glaube ich eine menge Fahrerhäuser schlechter.
Das große Problem der Hütte ist definitiv die Arbeit eines Vorbesitzers, der ein Schweißgerät + eine Menge Spachtelmasse besaß hat und keine Angst hatte die zu verwenden - Also vor allem letzteres! Das Fahrerhaus an sich scheint von einem anderen, späteren 421er zu sein, die Aufnahme für den Luftfilter ist etwas anders und eine blaue liegt im Ersatzteilhaufen. Die Dachhaut war durch und durch blau, also wahrscheinlich Original.
Jedoch wurden zum Tausch nicht die Punktschweißungen geöffnet, sondern darüber abgeschnitten und danach alles sehr schlecht zusammen geschweißt und gepasst, sodas das Dach nicht sonderlich fest und aber verspannt ist. An anderen Stellen wurde Blech über rostiges Blech einfach drüber geschweißt, überall Beulen und auch zwischen vielen Stößen, z.B. die Senkrechten an den Blechen der Rückwand sind mit Spachtelmasse unterwandert und sehen aus, wie eine Mondlandschaft.

Seit Weihnachten bin ich also langsam daran, bei jeder Gelegenheit etwas an dem Fahrerhaus zu schneiden, Dengeln und zu schweißen. Es wird natürlich noch was dauern, aber diese Etappe des Projekts wirkt jetzt schon greifbarer, wie noch im Sommer!


Grüße
Sebastian
 

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Hy kollegen

Habe am Freitag meinen TÜV bei Kran und 417er gemacht ! Bis auf 2 Schläuche die ich gewechselt habe war alles ok !
Montags nochmals ein paar Bilder zum TÜV - Organ und dann hab ich es dieses Jahr wieder hinter mir !

Gruss Ingo " Hi Ha Ho " unser Schlachtruf beim Narrenumzug heute Nachmittag !
 
Hallo Sebastian,

Oh, das sieht aber auch nach einer hübschen Arbeit aus!
Ich wünsche dir, neben viel Erfolg, auch ganz viel Geduld und Durchhaltevermögen! Aber das wird schon! :)
Und wenn er fertig ist wirst du hoffentlich viel Freude mit DEINEM Unimog haben!

Viele Grüße!
Rolf
 
Hallo,

Mühsam nähert sich das Eichhörnchen dem Winter, oder halt der Unimog Besitzer dem Ende der Blecharbeiten am Fahrerhaus.
Es geht voran, aber dauert noch. Einige größere Stellen, andere kleinere. Manche Stellen von Vorgängern vermurkst, in dem hinter die äußeren Bleche verzinkte Bleche als "Anschläge" oder so verbaut wurden - mit entsprechend hochgekochten Schweißnähten.

Darum soll es mir gerade aber nicht gehen. Passend zu den anderen Beiträgen die gerade hier im Forum auftreten, stellt sich mir auch eine Farbfrage:

Übernommen habe ich das Fahrzeug in, wovon ich ausgehe Enzian Blau RAL 5010.
file.php


Das ist ja aber meinen Recherchen nach sowohl Zeitlich (späte 60er), als auch vor allem nach der Datenkarte nicht ganz korrekt. Demnach ist der Unimog in DB 5328 ausgeliefert worden.


Nun hat mich ein Bild erreicht von dem Unimog aus der Zeit, als der Vorbesitzer ihn übernommen hat, bzw lange bevor er ihn erneut lackiert hat. Da sah das Fahrzeug so aus:
Unimog_circa_2010.png

Natürlich kann die Farbschattierung von Bildern, gerade Handys der Zeit, stark abweichen. Aber das ist doch eigentlich am Fahrerhaus auch schon zu Dunkel für das DB 5328?

Mich interessiert das ganze einfach, um die Farbtöne besser einschätzen zu können.
Müsste das DB5328 dann nicht eher dem Farbton von diesem Mog hier entsprechen:
unimog-mit-schneepflug-unimog-museum-bild-7-kyey05.jpg


Bzw [usermention=671]@Jochen.Schäfer[/usermention]s blauen Unimog?
687474703a2f2f75702e706963722e64652f323039333038332e6a7067




Das aktuelle Fahrerhaus scheint ja nicht mehr das originale zu sein - es war mal grün. Aber bei den Teilen war dieses Blechstück vom Armaturenbrett dabei und an manchen Stellen der Türen war ein ähnliches Blau zu sehen. Das müsste dann ja näher an dem originalen Blau sein, oder ist das auch schon sehr stark verblasst?
WhatsApp Image 2022-01-08 at 12.59.52.jpeg.




Grüße
Sebastian
 
Hallo,

der eigentliche Fortschritt ist langsam, es gibt leider nicht die Zeit, aber mehr zutun als gedacht. So war das Dach doch nicht so gut fest, bzw mit verzinkten Blechen befestigt. Also ist auch das jetzt komplett ab und wird auf der Werkbank geschweißt. Aber leider mit Trennung mitten in der Rückwand und in den A Säulen.

Dachhaut.png
Gleichzeitig habe ich mich immer gefragt wie schlecht oder gut wohl das originale Fahrerhaus von meinem Unimog war. Das es aus zwei zusammengebaut wurde, ist ja eh unbestreitbar gewesen.
Dann habe ich gerade etwas gefunden. Die Reste stehen im Internet zum Verkauf. Nichts dabei, was ich gebrauchen kann. Aber trotzdem interessant zu sehen.

Grüße
Sebastian
 
Hallo,

auch wenn hier scheinbar stille herrschte, ging es am Unimog weiter - langsam, aber trotzdem konstant in Richtung Ziel.

Seit dem letzten Post habe ich das Dach wieder auf das Fahrerhaus gesetzt. Dabei habe ich dann auch unter anderem den obersten Teil der äußeren Rückwand erneuern müssen, sowie auch das unterste Stück. Außerdem konnte ich dann im Anschluss die Bleche für die Innenseiten der beiden A-Säulen anfertigen und verbauen.

A_Sauele_BF_1.jpeg
Rueckseite.jpeg


Teil 1, weiter geht es im nächsten Post
Sebastian
 
Hallo,

Mit dem Dach wieder in Position konnte ich dann das Fahrerhaus drehen und den Unterboden in Angriff nehmen. Zum Glück ist das Fahrerhaus relativ Rostfrei, wenn auch durch falsche Reparaturen verkorkst. Deshalb hat es gereicht auch nur Teilstücke auszubessern. So wurden z.B. die Unterseiten der B Säulen, die Rahmen in den beiden vorderen Kabinenecken, sowie einige Stellen im Fußboden ausgebessert. Am Fußboden war es auch fast nur ein Teil der Fahrer Fußwanne, das Ende des Beifahrerfußraums und 1-2 Stellen am Radlauf (da habe ich auch eines meiner ersten Bleche rausgetrennt und neu gemacht - man kann es schließlich jetzt auch besser). Am Fußboden war der Rost eigentlich da, wo Bleche gedoppelt waren. Also muss das (Spender-) Fahrerhaus ziemlich gut gepflegt gewesen sein.

Fahrer_Radlauf.jpeg
Fahrer_Fussraum.jpeg
Beifahrer_Fussboden.jpeg

Update Teil 2, weiter gehts im nächsten Post
Sebastian
 
Hallo,

Weiter ging es dann am vorderen Bereich.

vorderer_Bereich.jpeg

Zunächst wurde der Kanal in dem die Motorhaube oben aufliegt von mir auch zum größten Teil nachgefertigt und ersetzt.

Motorhauben_Kanal.jpeg

Anschließend ging es weiter, mit der Beifahrerseite. dort musste einen Teil über dem Radlauf erneuern und auch die vordere Ecke. Diese besteht zwar aus allen richtigen Teilen, die rostfrei sind. Diese waren jedoch so zerstückelt, zerschnitten und verschweißt, dass sie nicht mehr zu retten waren. Deshalb wurde da ein gekauftes Reparaturblech eingeschweißt. Das selbe passierte auf der Fahrerseite.

Fahrerseite_mit_Tuer.jpeg

Auch der Kühlergrill brauchte bzw braucht noch etwas Aufmerksamkeit. Auch sonst am Fahrzeug ist noch einiges an Dellen, an denen ich schon gekämpft habe und später auch noch kämpfen muss.

Aktuell arbeite ich aber an den Türen. Dort habe ich mir auch Reparaturbleche gekauft und bin gerade dabei diese einzusetzen. Danach folgt noch die Motorhaube, die bereits gerichtet ist, aber noch Löcher hat, womit dann alle schweiß arbeiten am Fahrerhaus erledigt wären und es damit weiter ans Ausbeulen, verzinnen und später Richtung lackieren geht.



Das war Update Teil 3, weiter gehts im nächsten Post.

Sebastian
 
Hallo, und weiter geht's:


Während ich an dem Fahrerhaus gewerkelt habe, konnte ich auch noch einige andere Teile für meinen Unimog auftreiben. So bin ich jetzt auch Besitzer eines fast originalen Heckkrafthebers und habe auch wieder einen Kipperzylinder, Schmidtplatte und die Halter für die Schneepflugbeleuchtung besorgt, die dem Unimog abhanden gekommen sind.

Anbauteile.jpg

Am Fahrgestell ist mir aufgefallen, dass der Getriebeölstand gesunken zu sein scheint. Nach dem Montieren und einfüllen ist es nur 20m mit dem Trecker geschoben worden. Direkt danach war der Ölstand noch wie beim Einfüllen. Nach einigen Monaten sichtbar gesunken. Ich würde tippen, dass es in die Achsen gelaufen ist, da ich die Dichtungen zwischen Achsen und Getriebe nicht getauscht habe. Also rechne ich auch damit, diese wieder ausbauen zu müssen, auch wenn ich zugeben muss, dass ich mich darauf bei der Vorderachse nicht freue.



Aber auch wenn ich mich nicht auf den Achsausbau freue, freue ich mich dennoch langsam mit großen Schritten weiter zu kommen und demnächst an neuen Abschnitten zu arbeiten - da gibt es noch viel zu tun. Aber irgendwann steht er dann endlich wieder auf der Straße und das hoffentlich für weitere Jahrzehnte.


Grüße
Sebastian
 
Hallo,


Jetzt ist es auch schon fast ein Jahr her seit dem letzten Post und es ist doch noch einiges geschehen am Unimog langsam aber trotzdem in Richtung Ziel - also Zeit für ein kleines Update:

Nachdem ich im Frühjahr die letzten Schweißarbeiten fertig gestellt habe, habe ich mich am Verzinnen der Schweißnähte und verschiedener Stellen mit z.B. Pitting versucht. Das hat einiges an Zeit in Anspruch genommen, bis ich die richtigen Materialkombinationen hatte und auch genug Übung, um zu Ergebnissen zu kommen. Leider habe ich es nicht an allen Ecken zu schönen Oberflächen geschafft, also mussten da auch modernere Mittel nachhelfen.

Vor einigen Monaten war es dann soweit, dass das Fahrerhaus lackiert werden konnte. In einer Ecke eines alten Stalls und mit einem bekannten Lackierer wurde die Hütte dann zunächst grundiert, dann der Boden mit Steinschlagschutz behandelt und am Ende schließlich wieder in seinem originalen Standartblau lackiert.

Die Lackierung selbst ist super. Allerdings sieht man in dem Blau an ein paar Stellen nun Beulen, die man so vorher nicht gesehen hat und auch manche andere Stellen fallen mehr auch, als ich es vorher beim Blick auf das gesandstrahlte Blech erwartet hätte. Es ist nun aber auch mein erstes Karosserieprojekt, also denke ich ist das vollkommen ok. Außerdem sind das Kleinigkeiten und wir reden hier von einem alten Nutzfahrzeug, was ja auch wieder Fahren und genutzt werden soll. Ich bin damit zufrieden, weiß aber hoffentlich beim nächsten Mal mehr.
Fahrerhaus_grundiert.jpeg
Fahrerhaus_lackiert_vorne_links.jpeg

Während ich noch darauf warte, dass die Türen und die Motorhaube fertig lackiert werden, arbeite ich an den anderen Bauteilen des Fahrerhauses. So habe ich schon die Sitze komplett auseinander genommen, gangbar gemacht und die Unterseite des Beifahrersitzes geschweißt. Grundiert sind die schon, also warten diese auch nur noch auf Farbe und neue Bezüge.

Die Rohre der Spiegelhalter waren ebenfalls durchgerostet, weshalb ich diese ebenfalls schon für beide Seiten nachgebaut habe.
Spiegelhalter.jpeg

In den nächsten Schritten muss ich mir dann zumindest schonmal optisch die weiteren Bauteile im Fahrerhaus(-Motorraum) vornehmen. Das meiste schien damals zum Glück zu funktionieren. Außerdem muss ich noch jegliche Dichtgummis für das Fahrerhaus, also Frontscheibe, die 3 Heckscheiben und auch für die Türen besorgen.

Hat irgendwer die Dichtungen schon mal als Meterware gekauft und kann mir einen Tipp geben, wo ich passende Dichtungen finden kann?


Mit freundlichen Grüßen
Sebastian