Was für ein Motor?

MarkusLauer

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01. Sep. 2002
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Sarralbe
www.bund-zb.de
Hallo Gemeinde,

war mir heute einen 404 ansehen, der einen anderen Benz- Motor verbaut hat. Keine Ahnung ob der läuft, konnte nicht getestet werden. Von der Größe her wohl mit dem 180er identisch, aber anderer Vergaser...

Wer kann den Motor identifizieren und mir Daten liefern?

Gruß

Markus
 

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Hallo Markus!

Das müsste ein M 123 Motor sein.
Der M123 ist ein Reihensechszylinder-Ottomotor von Daimler-Benz. Verwendung fand er von 1976 bis 1984 in den Modellen 250 und 250 T der Baureihe W123. Er löste die Motoren M180 des Typs 230.6 und M130 des Typs 250 2.8 der Baureihe W115 ab.Der Motor besitzt noch wesentliche Merkmale der Vorläufer. So ist die Kurbelwelle vierfach gelagert, und Ölpumpe, Benzinpumpe und Zündverteiler werden von einer schräg stehenden Welle am vorderen Motorende angetrieben, die ihrerseits über ein Kettenrad und ein Schraubenradpaar getrieben wird. Andererseits sind die Zylinder nicht mehr paarweise zusammengegossen, sondern die Zylinderabstände sind einheitlich. In den Trennwänden zwischen den Zylindern gibt es keine eingegossenen Kühlkanäle, sondern es sind Schlitze eingesägt, die vom Kühlwasser durchströmt werden.
Der komplizierte Solex-Vergaser gilt als relativ schwer beherrschbar. Er ist dem Vergaser des Vormodells 280 W114 funktional gleich: ein Doppel-Registervergaser. Ein Satz von Mischsystemen speist jeweils drei der Zylinder. Ein einzelner Satz besteht aus einem relativ kleinen Mischsystem für Leerlauf und einem zweiten weiter öffnenden System für den Lastbetrieb bei höheren Drehzahlen. Im Leerlauf und bis ca. ein drittel Last werden nur die beiden kleineren Systeme mechanisch vom Gaspedal angesprochen; die zweiten Rohre werden bei hoher Last und Drehzahl per Unterdruckdose zusätzlich geöffnet. Sämtliche vier Vergaserrohre (2 x 2) werden von einer zentralen Schwimmerkammer mit Kraftstoff versorgt. Trotz Vergaser ist auch bei diesem Motortyp wie bei Einspritzmotoren die Kraftstoff-Versorgung mit Vorlauf- und Rücklaufleitung ausgelegt; dies sorgt für einen Kühleffekt des zum Tank zurücklaufenden Benzins und so für eine gewisse Sicherheit gegen Dampfblasenbildung und daraus verursache Startprobleme bei sommerlichen Temperaturen.

Daten:

Bohrung 86 mm, Hub 72.45 mm, Hubraum 2492 cm3
Verdichtung 8,7 : 1
Leistung 95 kW (129 PS) bei 5500 U/min
Drehmoment 196 Nm bei 3500 U/min

1979 wurde der Motor überarbeitet:

Verdichtung 9,0 : 1
Leistung 103 kW (140 PS) bei 5500 U/min
Drehmoment 200 Nm bei 3500 U/min

Gruss Christian
 
Hallo Markus!

Den selben haben wir uns auch angeguckt...

Da der verkäufer jedoch keinen brief, und keine schlüssel hatte, wirds wohl schwierig.
Wie läuft das in frankreich? kriegt man dort ein auto ohne brief angemeldet?

Und wie sieht das mit den französischen Mogs aus, die nach Deutschland importiert werden? Ist da ein Brief dabei?

gruss

mark
 
Hallo nochmal,

Ja, den Mog hab ich schon länger im Auge... 8)

Das mit dem Brief ist natürlich nicht so toll, zumal das Fahrzeug nicht mehr original und ziemlich umgebaut ist. Da läuft es sowieso auf ein Gutachten raus. Brief kann man neu aufbieten lassen.

In Frankreich ist es ne ziemliche Lauferei, da ist es besser sich den Brief in Deutschland neu zu besorgen, von Mercedes ne Bescheinigung ob das Fahrzeug den Französischen Richtlinien entspricht, nochmal neue Controle Technique (Tüv), dann die Franzöische Zulassung beantragen (Carte Grise)...

alles nicht so einfach

Zu den französischen Mogs,
kann ich Dir nicht sagen. Der eine Händler sagt, er habe eine Bescheinigung von der Armee, der andere hat sich gar nicht dazu geäußert.



Gruß

Markus
 
okay.

wenn wir jetzt bei dem niederberger ne sammelbestellung machen, und die dann nach deutschland holen, kriegt man dann da ne zulassung? bzw. ist dann dort ein brief dabei?
wie ist eigentlich die ausstattung der niederberger mogs? haben die zapfwelle, oder hydraulikanschluss?

gruss

mark
 
Soweit sind wir bei Niederberger noch nicht, aber ich gehe eher davon aus, daß es da keine Papiere zu gibt... Da es in Deutschland gebaute Fahrzeuge sind, sollte das kein Problem sein.

404 mit Hydraulik sind ganz selten, der in SB ist umgebaut und nicht original...
Bei Niederberger steht glaub ich noch ein einziger mit Zapfwelle, ob nach vorne oder hinten weiß ich grad nicht, glaube nach vorne, muß die Bilder noch mal schauen...

Gruß

Markus
 
Hallo Markus
Den Motor hat Christian sehr gut beschrieben,aber auch die schwächen
des Vergasers du siehst schon an dem Luftfilter das es dort Probleme
giebt denn der Originale ist ne riesig große " Bratfanne".
Ich habe mal einen 404 mit solch einen Motor hir gehabt...
wir haben gemeisam versucht "Ulli"und ich das Teil vernüftig
zum laufen zu bringen vergeblich...
Auch an eine Tüv-Abnahme war nicht zu denken !
Habe den Mog dann mit auch und krach durch eine 07 Nummer
Abnahme bekommen damit er überhaupt auf die Straße durfte.

Gruß Horst
 
Hallo Markus,

trotz der Probleme, den Vergaser an diesem Motor in den Griff zu bekommen, habe ich mal über einen Einbau dieses Motors nachgedacht, weil man sie zum Teil auch recht günstig bekommen kann und die M130 immer seltener werden.

Daher meine Frage: Paßt dieser Motor direkt an die Unimog 404 Kuppulgsglocke oder war da auch was geändert?

Grüße

Sascha
 
Moins,

bei dem 404, von dem Horst schon berichtet hat, war das Problem nicht die Kupplungsglocke, sondern die vordere Motoraufhängung und die Ölwanne, die hat nach meiner Erinnerung ihren tiefsten Punkt genau über der Vorderachse.
Bei dem 404 war der Rahmenquerträger, auf dem sich der originale Motor abstützt, herausgeschnitten worden und eine "abenteuerliche" Schweisskonstruktion übernahm die Abstützung.

Ich glaube, ich habe noch ein paar Fotos von dem Teil, muss ich am Wochenende mal raussuchen.

Gruß Ulli
 
Moin!
...ich schätze Ihr sprecht von diesem Mog? Habe leider keine Aufnahmen vom Motor...war ja mal kurz davor Ihn zu kaufen...zum Gkück habe ich es gelassen...

greets
Arne
 

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Moins,

so, habe die Bilder doch schneller gefunden als erwartet :)

um den geht es hier (Hoschi, genau der)
123-01.jpg


hier ist die Schweisskontruktion zu erkennen, die als neue Abstützung dient (leider nicht richtig zu sehen)
123-03.jpg


der Vergaser holt sich die Luft aus dem originalen Luftfilter
123-04.jpg


und das war der eigentliche Grund, warum der Mog bei Horst auf dem Hof stand, das Tellerrad der Hinterachse hatte es auf der Überführungsfahrt aus der Gegend um Frankfurt/M nach Hamburg zerlegt. Nach Aussagen des Eigners sei er damals auf der BAB mit Reisegeschwindigkeit 120km/h unterwegs gewesen :x
123-02.jpg


Gruß Ulli
 
Sehr interessante Sache...

Ich habe keinerlei Infos, außer den oben genannten. Wie in dem von mir besichtigenten Mog die Adaptierung erfolgt ist, kann ich nicht sagen. Interessiert mich aber und ich werd ihn mir nochmal ansehen. Der Mog ist allerdings ziemlich fertig...