Wasn Dat?

GL-Killer

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24. Okt. 2003
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Hallo Exoten-Kenner

Ich habs mal wieder nicht lassen können und mich stundenlang durch die Google-Bildersammlung gewälzt, in der Hoffnung auf eine neue Trophäe.

Das ist er:
http://www.photos-trains.ch/photos/galleries/Suisse/BAM/Unimog/BAM_Unimog_Biere.JPG


Und nun die beliebten Worte:
Aktenzeichen XY-Unimogelöst.
Kennt jemand das gezeigte Fahrzeug oder kann nähere Angaben dazu machen.
Insbesondere interessiert die Kantonspolizei die ungewöhnliche Vorgehensweise bei der Verzögerung des Fahrzeugs: Moppedklötze.
Für sachdienliche Hinweise ist eine Belohnung in einer Höhe von bis zu 0 Ebay-Spielgeldteuronen ausgesetzt.
Bitte setzen sie sich mit ihrer nächsten UGV in Verbindung.

Bitte Danke
Ihr Eduard Zimmermann

(MfG Schrotty)
 
erste sachdienliche Hinweise:

ein 2-Wege-Fahrzeug, kann also auf der Straße und auf Schienen fahren. Von den 2-Wege-Mogs unterscheidet es sich im Wesentlichen dadurch, dass Antrieb und Bremsung auf der Schiene nicht über die "Strassen"räder, sondern über die Schienenführungsrollen erfolgen, deshalb hat es an diesen auch die aussenliegenden Scheibenbremsen. Offenbar ist die Spur der Strassenräder zu breit.

Hersteller: keine Ahnung

Gruß Ulli
 
Hallo,
der silberne Zug läuft nach dem Kennzeichen wohl in der Schweiz. So ähnlich hat doch mal die Zugmaschine von Kramer ausgesehen??
Bauzeit irgendwo wie die ersten 411er.

Grüße

Ralf
 
Hallo,
bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein 2-Wege-Fahrzeug des französischen Herstellers Brimont-Latil, der einen kleinen Teil seiner LKW-Zugmaschinen auch schienentauglich machte. Durch diverse Besuche bei französischen Industrie- und Werksbahnen sind mir diese Fahrzeuge als Rangierfahrzeuge recht gut bekannt, die Stückzahl dürfte aber unter fünfzig liegen. Während die Normalspurausführung über die Straßenbereifung angetrieben wird (Eisenbahnräder dienen nur der Spurführung), handelt es sich augenscheinlich um ein Exemplar für Schmalspurbahnen (hier wohl 1.000 mm Spurweite gegenüber der Normalspur mit 1.435 mm). Dort kommt der sogenannte "Reibrollenantrieb" zum Einsatz, man muss allerdings zum Vorwärtsfahren den Rückwärtsgang einlegen. Bei 2-Wege-Unimogs der schweren Bauserien sowie bei gewissen 2-Wege-Baggern kommt ebenfalls der Reibrollenantrieb zum Einsatz. Ich schließe aus der Bezeichnung des Links (... BAM ...) auf die westschweizerische Privatbahn Bière - Apples - Morgens, die auf 1.000 mm fährt, das Depot befindet sich in Bière. Einsatzzweck des Fahrzeuges wird das Freischneiden der Strecke sein, da die Schweiz ein umfangreiches Schmalspurnetz betreibt (Stichwort Glacierexpress) dürfte dem Gerät die Arbeit nicht ausgehen.
Viele Grüße aus Köln von Michael Vogel.
 
@ Schienenmog

Dein Nickname und die Detailkenntnis lassen auf mir ähnliche Hobbies schließen.

@ ulli

Ja es stimmt. Die Reibrolle an der Hinterachse habe ich auch erkannt.
Sie ist so auch bei Montage-Lkws z.B. an der Neubaustrecke Frankfurt/Köln gesichtet worden.
Eine gewisse Ahnlichkeit zum Unimog, Stichwort Motorhaubenkabine lässt sich aber nicht abstreiten.
Aber mit der mickrigen Bremsscheibe kann man den Geräteträger doch nur solo verzögern, Anhängelasten sind da nicht mehr erlaubt, oder unterschätze ich da die Ingenieurskunst?

@ rm411

Der Kramer Allrad mit Hundegang und Portalachsen ist es nicht.
Du meinst wahrscheinlich den noch älteren "Kurzhauber" über den hier auch schon mal diskutiert wurde, Stichwort: "Alternativen zum Mog".
Auch den habe ich wiederum mit Portalachsen in Erinnerung?
Wenigstens sieht das Fahrzeug custom-made aus.
Wie aus einem Guss, und für den Einsatzzweck die richtigen Bleche.


Servus

Schrotty