Wellendichtring Vorderachse 406/403

balloener

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21. Apr. 2020
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Hallo und guten Abend zusammen,

bei meinem Unimog läuft aus dem rechten Achsrohr Öl. :cry:
Da vor nicht allzu langer Zeit Sinterbuchse, Verschleißring und WDR getauscht wurden, gehe ich davon aus, dass sich der WDR gelöst hat. Evtl. könnte es auch am Verschleißring oder an der Sinterbuchse liegen. Jedenfalls muss die Achse zur Klärung rauß.
Da ich die Reparatur selber machen möchte bin ich nun auf der Suche nach dem passenden Spezialwerkzeug.
Genauer gesagt, suche ich den Abzieher für das obere Lager den Innenauszieher (406 589 07 33 00), Montagehilfe für Achsschenkel und das Einpresswerkzeug (406 589 02 15 00) für die Sinterbuchse.
Gibt es jemanden, der die Werkzeuge hat und für einen Obolus mir leihen könnte?
Alternativ würde ich die Werkzeuge auch kaufen bzw. nachbauen. Auch hierzu bräuchte ich ein paar Infos.
Einen Innenauszieher gibt es z.B. von der Firma Nexus. Welchen Innendurchmesser hat das Lager? Ich denke, dass der Innenauszieher 51-E3 für 25-40mm passen sollte!?

Zur Montagehilfe habe ich ein schönes Bild gefunden:
https://www.unimogfreunde.de/Bilder_Veranstaltungen/2006/2006_01_14_Schraubertreff/Fotoalbum/Bilder/IMG_4073.JPG
Quelle: www.unimogfreunde.de Foto: Klaus Kaffler
Kann mir jemand Details bzw. Maße oder vielleicht eine Bauanleitung zur Verfügung stellen?
Für das Einpresswerkzeug konnte ich hier im Forum eine Zeichung finden.

Vielen Dank für die Unterstützung.

Schöne Grüße
Basti
 

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Hier mal ein Bild des Sonderwerkzeugs zum Ausziehen der Buchse.
https://www.unimog-community.de/phpBB3/post513875.html?hilit=sonderwerkzeug%2Bachse#p513875

Gruß
Markus
 

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Hallo Basti,

schau mal beim Scheuermann (https://www.mog-ersatzteile.shop/start.html) der hat den Auszieher und das Einpresswerkzeug.
Im Netz sind waren auch teilweise Zeichnungen für die Werkzeuge zu finden.

Die Montagehilfe erleichtert dir einiges, ist aber nicht zwingend nötig. Da geht es hauptsächlich um das bessere Handling beim einfädeln.


Grüße Jonas
 
mhame schrieb:
Hier mal ein Bild des Sonderwerkzeugs zum Ausziehen der Buchse.
https://www.unimog-community.de/phpBB3/post513875.html?hilit=sonderwerkzeug%2Bachse#p513875

Gruß
Markus

Hi Markus,

kannst Du mir bitte das Maß (Breite) unten an dem Werkzeug nennen?

Danke!
Basti
 
U421oirbac schrieb:
Hallo Basti,

schau mal beim Scheuermann (https://www.mog-ersatzteile.shop/start.html) der hat den Auszieher und das Einpresswerkzeug.
Im Netz sind waren auch teilweise Zeichnungen für die Werkzeuge zu finden.

Die Montagehilfe erleichtert dir einiges, ist aber nicht zwingend nötig. Da geht es hauptsächlich um das bessere Handling beim einfädeln.


Grüße Jonas

Hi Jonas,
bei Schermann habe ich schon geschaut. Es gibt nur noch das Einpresswerkzeug für knapp 200,-€.

Weitere Bildern von Werkzeugen konnte ich nicht finden.

Da ich das Vorgelege nicht ab- bzw. aufschrauben will fehlt mir die Vorstellung, dass das ohne Montagehilfe zu händeln ist. Da Sachen wiegen bestimmt im 3-stelligen Bereich.

Grüße
Basti
 
Hallo zusammen,

da ich mir eine Halterung bauen möchte um Vorgelege und Achsschenkel abbauen zu können habe ich den oberen Deckel unter dem das Lager der Achsschenkel liegt abgebaut.
Als ich mir das Lager näher angeschaut habe, ist mir aufgefallen, dass es nicht nur optisch anders aussieht wie die Bilder die ich bis jetzt dazu gesehen habe, und vor allem ist keine Nut in Innenring um einen Abzieher anzusetzen.
Kann das sein und wie bekommt man dann das Lager heraus?
Hat hier jemand eine Idee dazu - würde mich freuen.

Beste Grüße
Basti
 

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Hallo Basti!
Vermutlich hat hier jemand das Lager mit der Nut nach unten eingesetzt.
Dies ist nicht so vorgesehen und erschwert den Ausbau.
Eine Idee habe ich nicht dazu.

Gruß

Ingo
 
Hallo,

wenn das Lager nicht heraus geht, muss man den Achsschekel mit dem Lager abnehmen. Vielleicht ist es kopfüber eingebaut und die Nut jetzt dummerweise unten?

Gruß
Markus
 
ich habe die Lager durch wartungsfreie Gelenklager ersetzt. Die haben auch keine Nut. Allerdings muss man bei einem den Innenring schmaler schleifen. Dazu gab es im UCV Journal eine Beschreibung von mir.

Gruß
Markus
 
mhame schrieb:
Hallo,

wenn das Lager nicht heraus geht, muss man den Achsschekel mit dem Lager abnehmen. Vielleicht ist es kopfüber eingebaut und die Nut jetzt dummerweise unten?

Gruß
Markus

Hallo Markus,
das das Lager auf dem Kopf eingebaut wurde, war auch mein erster Gedanke.
Hat man überhaupt eine Chance den Achsschenkel mit Lager auszubauen?
Benötigt man nicht den Platz der durch das Entfernen des Lager entsteht um überhaupt den Achsschenkel abnehmen zu können?

Grüße
Basti
 
Hallo Basti

Das Lager klemmt meist nicht sehr stark. Wenn du unten alles gelöst hast kannst du den Achsschenkel"ausschwenken" und ev sogar durch hoch und runterschlagen das Lager verschieben. Ist zu lange her und ich weiss nicht mehr genau, wie das bei mir gegangen ist. Jedenfalls habe ich mir zu Beginn auch Sorgen gemacht und es ging schlussendlich ohne grössere Probleme ab.
Entweder wurde das Lager verkehrt eingebaut - oder aber soll es auch Nachbaulager ohne Nut geben.

Gruss Norbert
 
Hallo Norbert,

die Standard-Gelenklager haben keine Nut. Das eine Schwenklager hat Norm-Maße, bei dem anderen ist der Innenring auf beiden Seiten 1,5mm schmaler. UVC Journal 3-2016.

Gruß
Markus
 
Es geht hier um das Lager oben :mauer
Schraub unten die Schale ab und heb demn Achsschenkel nach oben raus mit dem eingebautem Lager.
Wenn er ab ist kannst du das obere raus treiben.

Gruß
Heiko
 
Hallo Basti
Bei meinem damaligen 406er musste ich auch an den WeDi.
Wenn der Achsschenkel unten lose ist, kannst du den ganzen Achsschenkel nach Außen schwenken.
Bei der vor und zurück Bewegung vom Achsschenkel, "arbeitet" sich das Lager nach oben heraus.
Ganz ohne schlagen oder sonstige Gewalt.
Vorgelege abnehmen am besten mit Motorheber oder Ketten/Seilzug oder ähnlichem, und auf jeden Fall
mindestens einen zweiten Mann.
Vorsicht beim rausziehen der Steckachse aus dem Achsrohr. Die Steckachse muss gut geführt werdenm sonst
beschädigt man die Sintermetallbuchse/Messingbuchse.
Ebenso achstsam muss man beim Zusammensetzen sein.
Unbedingt auf das Kardan-Doppelgelenk achten. Es besteht die Gefahr, das eine "Nase" vom Gelenk auf
den neuen WeDi drückt, und dann war es das wieder !!! :twisted:
Spreche da aus Erfahrung
Gutes gelingen.
VG Jörg
 
Hallo zusammen,

erst einmal vielen Dank für die ganzen Antworten.
Zusammen fassend stelle ist fest, dass alles halb so wild ist. Die Arbeit ist zwar noch nicht gemacht, aber ganz so viele Gedanken muss ich mir jetzt nicht mehr machen.
Die Arbeiten muss ich in einer Mietwerkstatt machen, da mir zu Hause die Möglichkeiten dazu fehlen. Hier wäre es alles andere als gut, wenn etwas in die Hose geht und der Mog stehen beleiben muss.

Frage an Jörg:
Die Gefahr, dass die "Nase" auf den WDR drückt ist doch nur beim Einsetzen, wenn das Lager oben noch nicht wieder eingesetzt ist und ich die Steckachse zu tief hinein stecken könnte, oder?
Die Buchse, Verschleißring und einen neuen WDR nehme ich auf jeden Fall zur Vorsicht mit in die Mietwerkstatt.

Grüße
Basti
 
Hallo Basti
Die Gefahr des Eindrückens vom WeDi besteht die ganze Zeit. Bei jedem umlagern, drehen, von rechts nach links packen
usw usw. Und ohne den geeigneten Montagebock, ist das eh ganz großer Mist.
Ebenso ist die genaue Position vom Verschleißring zubeachten.
Bei mir war es so: (in Kurzform)
Alles demontiert, neuen WeDi und Verschleißring montiert, alles wieder zusammen gebaut, Probefahrt,
Öl lief am WeDi raus, wieder alles ausgebaut, neuen WeDi rein, wieder alles zusammen gebaut, Probefahrt,
wieder lief das Öl. Schnauze voll gehabt, alles wieder aus gebaut, komplettes Vorgelege zur Unimog-Werksatt gebracht,
alles wieder eingebaut,Probefahrt gemacht, Öl kam am neuen WeDi raus, richtig die Schnauze voll gehabt,
wieder ausgebaut, Zusammen mit einem anderen Monteuer aus der Unimog-Werksatt nach der Ursache gesucht, da sind wir dann auf die "Nase" vom Doppelgelenk gekommen, das einknickt und auf den neuen WeDi drückt, weil der im Umfang größer ist.
Dann penibel beim Transport(Gestell gebaut) und Handhabung drauf geachtet, alles wieder eingebaut, und siehe da,alles dicht.
Ein Jahr später die andere Seite, ausgebaut, zur Unimog-Werksatt gebracht in diesem Gestell was ich gebaut hatte, drauf hingewiesen was NICHT passieren darf, wieder abgeholt, eingebaut, Probefahrt, alles super.
Das geht dann allerdings nicht in einer Mietwerksatt !!!

VG Jörg
 
Hallo Jörg,
danke für die ausführliche Schilderung.
Da im Sommer gerade die Vorderachse gemacht wurde, kann ich mir vorstellen, wie Du dich gefühlt haben musst.
Bei meinem Mog tippe ich drauf, dass der WDR sich in der Achse gelöst hat. Er war einige Wochen dicht und wurde nicht eingeklebt. Bei einer längeren Fahrt fing dann der Ölverlust an.
Ein Gestell um den Achsschenkel anheben, bewegen usw. zu können, baue ich noch.
Auf jeden Fall habe ich verstanden, dass man bei der Montage vorsichtig sein muss und ohne Montagegestell geht es nicht.

VG
Basti
 
Hallo Basti

Der WeDi im Achstrichter wird nur eingeschlagen, nicht geklebt.
Zumindest war das bei mir so!
Vielleicht ist auch der Verschleißring auf der Steckachse nicht genau positioniert..

Gutel gelingen wünsche ich dir...
Vg Jörg
 
Hallo zusammen,

vorab vielen Dank an Jörg.

Heute habe ich mit der Reparatur begonnen.
Der Fehler bzw. die Undichtigkeit kommt von der Verschleißbuchse.
Die Buchse hat sich von der Welle gelöst und steckte im WDR. Das hatte zur Folge das sie heiß geworden ist. Außerdem ist sie gerissen. Bei der Demontage ist sie direkt von der Welle gerutscht.

Jetzt ist auf der Wellen eine neue Verschleißbuchse und im Achsrohr steckt ein neuer WDR.
Die Demontage war kein Problem. Das obere Lager rutschte so vom Bolzen.
Kann man den Achsschenkel wieder montieren, wenn das obere Lager zur Montage schon drin steckt? Bis jetzt habe ich es nicht aus dem Achsschenkel heraus bekommen.

Grüße
Basti
 

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