Wert Bremsverzögerung U406 Trommelbremse

Hermann411

New member
18. Mai 2004
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Hallo,

ich suche einen Wert für die Bremsverzögerung des U406/U416 mit Trommwelbremse. Für den 411 hatte ich irgendwo 5m/s2 gefunden, aber für den 406 finde ich garnix.

Hintergrund ist, daß ich wieder eine Kugelkopf AHK bauen will und aus der maximalen Bremsverzögerung leite ich die Belastung ab. Das brauche ich als Eingangsgröße für die Festigkeitsrechnung.

Grüße

Hermann
 
Hallo,

findet ihr 5m/s2 realistisch?

Hat irgendwer eine Idee, oder was von einem vergleichbaren Fahrzeug?

Gruß
Hermann
 
Hallo Hermann,

ich habe einen 406 Trommelbremser. Der geht bei einer Vollbremsung auf trockener Schwarzdecke fast bis an die Blockiergrenze! Da kann man dann schon deutlich die Spur erkennen.
Meines Wissens nach wird bei einer Blockierbremsung unter o. g. Voraussetzung mit einem Verzögerunswert von 7,5 m/s2 gerechnet (moderne Autos mit leistungsfähigen Bremsanlagen und entsprechender Bereifung erreichen sogar schon mehr). Das erreicht mein Mog also nicht ganz.
Da du aber "Sicherheitsteile" dimensionieren willst, würde ich zur Berechnung diesen Wert zugrunde legen. Damit bist du auf der sicheren Seite.
5 m/s2 ist meiner Meinung nach zuwenig.

Anmerkung:
Früher gabs bei den TÜV`s eine sog. GWZ-Tabelle (Geschwindigkeit-Weg-Zeit). Die war vor allem für die Unfallanalytiker interessant. Konnte man sehr schön die Verzögerungen auf div. Untergründen ablesen und anhand der Spuren schon vor einer genauen und aufwendigen Berechnung auf die gefahrene Geschwindigkeit schließen.
Wenn es um technische Berechnungen ging, wie in deinem Fall, wurden die Werte auch gerne hergenommen.


Grüße

Tobias
 
Hallo Hermann,

bei der allgemeinen Handhabung entstehen durchaus nicht unerhebliche Kräfte - z.B. vollbeladen mit etwas Schwung über eine Kante rangieren. Prüf da mal ob die bei der dir vorschwebenden Bauweise nicht sogar höheren Einfluß haben als die normalen Beschleunigungen im Fahrbetrieb. Halten is das eine - "unschöne" elastische Biegungen das andre...

mfG
Axel
 
Für die Berechnung einer Anhängerkupplung ist nur der D-Wert entscheident. Er wird in kN auf jeder AHK angegeben und errechnet sich aus folgender Formel:

D=zGG Zugfahrzeug * zGG Anhänger / ( zGG Zugfahrzeug + zGG Anhänger ) * 9,81m/s²=_kN
 
Hallo,

das mit dem D- Wert habe ich auch schon öfter gehört, aber ich verestehe es nicht. Wenn ich 6000kg fürs Zugfahrzeug eingebe und 3500kg für den Hänger bekomme ich 21685 kg*m/s2. Wie komm ich da auf kN? und was mache ich dann mit dem Wert.

Ich hätte halt aus der Bremsleistung des Zugfahrzeugs und dem Gewicht des Hängers eine Kraft ausgerechnet, dann die in einer Finiten Elemente Simulation auf meine Konstruktion gegeben und dann einen Sicherheitsfaktor definiert, der so Geschichten wie Rückwärts über den Randstein Rangieren abfängt.

Ist dieser Ansatz falsch?
Wer kann mir mehr zum D-Wert sagen - hab da im Inernet nix g'scheits gefunden.

Danke
Hermann
 
Hallo Herrmann,

aus meinem weit zurück liegenden Physikunterricht meine ich mich zu

erinnern, dass 1 N = 1 kg m/sec² entspricht.

Dein Beispiel ergibt demnach 21,685 kN

Erklärungen zum D-Wert findest Du auch hier im Forum, da wurde soweit ich weis schon einiges geschrieben.

Der D-Wert ist die theoretische horizontale Deichselkraft zwischen Zugfahrzeug und Anhänger aus den zulässigen Gesamtgewichten von Zugfahrzeug und Anhänger
 
Hallo,

21,6kN erscheint mir realistisch, 21600kN wären mir etwas zu viel gewesen.

Das das die horizontal wirkende Kraft ist hatte ich nicht gefunden. Kann die dann aus jeder Richtung wirken, z.B. auch quer zur Fahrtichtung?
Wenn nein - welche Kraft wirkt dann quer?

Wenn ja Frage ich mich, wie die semi komerzeillen Kugelkopf Hängerkupplungs- Anbauten von Vallender die nur links und rechts ein Flacheisen 20x60 haben dem standhalten sollen, dann müsste das Flacheisen eher 60x60 sein....

Wer weiss was?

Danke

Hermann
 
Moins,
in der D-Wert Formel müssen die Massen in Tonnen (nicht kg) angegeben werden, dann kommt auch der richtige Wert heraus.
Alternativ kann man natürlich bei Verwendung von kg das Ergebnis durch 1000 teilen, dann passt es auch.

Zur Bremsverzögerung: §41(4)STVZO schreibt eine mittlere Verzögerung von mindestens 5m/sec² vor, bei älteren Kfz (ich meine 1960er Jahre und früher) reichen 4,8m/sec².

Gruß Ulli