Wie und womit einen Holzspalter bauen - Vorschläge

Hallo Spalterbauer!
Ich habe voriges Jahr auch einen Stehendspalter gebaut, fazit ist, wenn man keine sehr preiswerten Komponenten bekommt, lohnt es sich nicht wirklich.
Meine Teile: Zylinder Neuteil 100mm Durchmesser, 70mm Kolbenstange (dadurch sehr schneller Rücklauf) 1150mm Hub, Gewicht 80 Kg um sagenhafte 250 Euro (das Kg um 3,12 Euro!).
Der Händler hatte 43 Stk aus Insolvenzfirma.
Steuerventil 260 Euro, Pumpe 44l/Min 200 Euro, Filter 50 Euro, Schläuche und Verschraubungen 180 Euro, Gelenkwelle 80 Euro.
Dann ca. 280Kg Stahl vom Schrotthändler 140 Euro, Hydrauliköl 60 Euro, sind zusammen 1220 Euro.
Kleinteile, wie Lack, Schrauben, Elektroden und Trennscheiben sind auch nicht umsonst.
Dann viele,viele Stunden Lärm, Staub, Rauch und schwere Arbeit. Ich habe mir im Keller in der Werstätte eine Platte mit Haken an der Decke montiert um die Teile zum Schweissen umdrehen zu können (alles allein).
Beim Zusammenbau des Zylinders und der Formrohrsäule mit Fuss kam ich ganz hart an die Grenze des machbaren.
Dann beim Probieren des Zylinderweges mit Druckluft und beim Zerlegen des ganzen musste ich meinen ganzen Erfindergeist einsetzen um es bewerkstelligen zu können.
Dann beim Probieren mit einer Handkurbel, noch ein Hoppala, die Pumpe hatte verkehrte Drehrichtung für Frontanbau. Deswegen sind jetzt die Leitungen so unschön gekreutzt.
 

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Hallo Jahann!
Gefällt mir selber auch :wink:
Das sind Lager vom Staplermast, die passen genau auf den Kopf einer 20er Imbusschraube.
 
Hallo,
habe heute mal wieder ein Spaltereigenbau getestet. Mir ging es darum, ob es wirklich Sinn macht Holz mit dem Kran auf einem Liegendspalter zu schaffen und wie es dann weitergeht.
Habe dazu ein Zylinder, 100er Durchmesser mit sehr dicker Kolbenstange auf die Führung eines alten Siloentnahmegeräts gebaut. Der Zylinder hat aber nur 80 cm Hub. Bei einigen verwachsenen Eichen hatte der Zylinder nicht genug Power und ging nicht durch. Wahrscheinlich sollte der Keil spitzer sein. Auch war der Weg von 80 cm oft zu kurz um Meterenden bis zum Ende auseinander zu teilen.
Mit einem Kreuz wäre da wohl nicht viel zu machen. Der Druck des Laders, an dem ich auch die Hydraulik abgezwackt hatte, liegt bei ca. 160 bar. Sollte wohl noch mal nachmessen.
Weiterhin habe ich noch Holz gesägt das ich beim Sägen auf 1m geschätzt habe und tatsächlich teilweise um 1,30m lang ist. Da muss dann die Motorsäge vorweg noch mal nachhelfen.
Störend ist auch, dass der Greifer noch keinen Rotator besitzt.
Die Platzierung des Spalters sollte dann auch so gewählt werden, dass 1. die Länge des Spalters mit dem zu spaltenden Holz wirklich ausreichend ist und 2. man mit der Armlänge des Krans auch noch vom Stapel aufgreifen kann.
Alles in allem noch einige Überlegungen notwendig um die Arbeit zu vereinfachen.
Der Spalter wurde provisorisch (mal wieder) aus Altmaterial zusammen gebaut. Auf Dauer bzw. bei mehr Druck würde die Führung wohl nicht der Belastung standhalten, bisher sind aber keine Schäden zu erkennen.
Gruss
Bernd Thomes
 
Hallo Berd Thomes!
Bei schwierigen Stücken ist der Stehendspalter eindeutig im Vorteil. Da setze ich den Keil nur mit der Spitze, alsö maximal 5 cm tief ins Holz an und es geht viel leichter. Mit der Methode habe ich mit einen
9t Spalter am Unimog auch 80 cm dicke Rundlinge gespalten.
Ich habe auch einen Spalter gebaut mit einen kürzeren Zylinder der hatte im Auge einen zweiten kleinen Zylinder eingebaut, der mitfuhr und den letzten Teil des Weges ausgeführt hat, wo man ja nicht mehr viel Kraft braucht.
Mein neuestes Modell am Unimog hat auch nur einen dicken 60 cm Zylinder, aber mit doppeltwirkenden Teleskop, der geht die letzten 40 cm mit Eilgang richtig flott und funktioniert hervorragend. Wenn Interesse besteht kann ich Bilder machen und einstellen.
Mein Idealkeil sieht nach 8 Eigenbauspaltern so aus:
 

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Hallo Herbylix,
betreibst du den Spalter am Unimog mit Moghydraulik oder mit Zusatzumpe?.

Mich würden Bilder sehr Interessieren.
will eigentlich einen Spalter am Unimogli der mit Mog-System betrieben wird.

Ludwig, der am Unimogli schraubt.
 
Hallo Ludwig!
Ich betreibe den Spalter vorne am FKH mit der Unimoghydraulik, der Stempel ist 90mm, das gibt bei 190bar 12 t, damit komme ich locker aus.
Die Geschwindigkeit ist auch ausreichend ( ich arbeite mit Standgas oder manchmal etwas mehr) da ich ein Eilgangventil habe und wie schon beschrieben ab der Mitte nur mehr einen 50er Kolben. Da die Kolbenstange unten 30mm und oben 60mm ist, geht er auch flott zurück.
Ausserdem hat der ganze Spalter nur 150 kg und ist dank der grossen Räder auch auf nicht betonierten Flächen händisch zu bewegen.
Bilder muss ich erst machen, leider nicht im Einsatz, da derzeit der Unimog und der Spalter 100 Km getrennt sind.
 
Hallo!
Hier die versprochenen Bilder von meinen leichtgewichtigen, niedrigen 12t Spalter
 

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Hallo Herbert,

Du benutzt bei Deinem Spalter einen Teleskopzylinder? Von welchem Hersteller ist der? Plane in meinem Liegendspalter auch einen mehrstufigen Zylinder zu verwenden. Habe bei meinen Recherchen aber keinen doppelwirkenden 3-stufigen Zylinder mit einem Hub vom ca. 1m gefunden. Da mein Spalter sehr kompackt sein soll wäre diese Lösung prima.

Vielleicht könntest Du mir eine techn. Daten oder einen Lieferanten nennen.

Danke und Grüsse aus dem Westerwald

Guido
 
Hallo Guido!
Der Zylinder ist wie der übrige Spalter Eigenkonstruktion und Eigenbau.
Ich einen Zylinder mit 60cm Hub seiner Innereien beraubt und statt der Kolbenstange (war 50mm) ein 60er verchromtes Zylinderrohr verwendet.
In dieses Rohr habe ich dann einen 50er Kolben mit 30er Stange eingebaut.
Damit das ganze funktioniert, muss ein Schlauch den ersten Hub mitfahren.
Eine Teleskopzylinder doppelt wirkend mit 3 Stufen ist technisch fast undurchführbar und auch praktisch mit 2 mitfahrenden Schläuchen eher nicht brauchbar.
Ich habe früher eine andere Lösung mit 2 Zylindern gebaut, auch das funktioniert seit 12 Jahren problemlos.Da drückt der grosse Zylinder mit dem Auge auf den Keil, im Auge ist ein zweiter kleinerer Zylinder montiert der mit einer schwächern Aufhängung den Rest des Weges zurücklegt.
 

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Kompliment zu Eurer wirklich beeindruckenden Vielzahl von konstruktiven Detaillösungen!
Da mehrfach von den "sündhaft teuren" Hydraulikzylindern die Rede war, kann ich Euch mehrere gebrauchte Zylinder anbieten, die an meinem Anbaubagger montiert waren. Bei Interesse gehe ich gerne Maße ausmessen.

Grüße vom (Christian) Beringer
 
Hallo Leute

Ich habe auch mal einen Holzspalter gebaut. Bilder dazu gibt es unter

http://www.buendnerholz.ch/

Unter hobbies sind ein paar Bilder vorhanden.

Grüsse aus der Schweiz

Mario
 
Hallo,

eine dumme Frage an die Hydraulikprofis:

Wie kann ich einen Leistungsstarken Holzspalter mit geringer Motorleistung bauen ?

Es gibt ja die folgenden Bewegungshasen:

Anfahren, bis der Block geklemmt ist: geringer Druck

Knacken des Blocks: hoher Druck aber nur auf kurzer Strecke

Auseinandertreiben : geringer Druck

Zurückfahren: geringer Druck

Für die meisten Bewegungen ist also nur ein geringer Druck ( max. 25% erforderlich)

Ich stelle mir vor, daß eine zweizellige Pumpe verwendet werden könnte, die aus einer Hochdruckzelle besteht ( max 200 bar) und einer Niederdruckzelle, die aber den dreifachen Durchfluß bringt.

Bis ca. 50 bar arbeiten beide Zellen bei hohem Durchfluß parallel. Oberhalb von 50 Bar wird die Niederdruckzelle über ein Ventil auf drucklosen Umlauf geschaltet und bis zu 200 bar sind bei 25% des Durchflusses möglich.

Dies dürfte um einiges schneller sein als der übliche Eilgang, der beim Vorwärtshub das Differenzvollumen beider Zylinderkammern ausnutzt.

Damit müßte es doch eigentlich möglich sein, mit einem 2 kW Motor, der noch an 220 V betrieben werden kann, an die Leistung eines 7kW- Spalters zu kommen.

hat jemand darüber schon einmal nachgedacht ?........Ralf
 
Hallo Ralf!
Die Idee ist nicht ganz neu, aber die Materialkosten sind weit höher als bei einen Standardspalter mit gleicher Spaltkraft und Geschwindigkeit. Der einzige Grund die den Mehrpreis rechtfertigen würde, wäre wenn man fallweise im Wald mit Aggregat spalten will.
 
Hallo,
stellt Euch vor, ich habe mein Holz gespalten bekommen. Mit einem Holzspalter in dem ich nicht mal zwei Stunden Arbeit gesteckt habe und (wieder mal) nur aus Alteisen.
Wie?
Von einem Siloentnahmegerät, dass ich mal auseinander geflext habe, habe ich die Seitenführung mit Rollen genommen. Habe einen Rollenhalter halbiert (nur eine Rolle) , in die Führung geschoben und am Standfuß eines Vorhandenen Zylinders geschweißt. Zylinder mit 100er Durchmesser und seeehr dicker Kolbenstange.
Am Zylinder auf 1/3 Länge hinten links und rechts ca. 50er Bolzen geschweißt und die in Aufgeschweißte Ösen angebracht.
Hinten als Keil eine Anlage vom Pflug spitz geschliffen und vor einem Volleisenstück geschweißt.
Die Ölversorgung kommt vom Kran und wird auch von hier bedient. Sollte nur ein Versuch sein, hat aber mein ganzes Holz gespalten. Einmal war ein Nachschweißen der Führung nötig, habe diese dann verstrebt und -- es funktionierte. Nun kann ich mir in Ruhe eine Idee für das nächste Jahr überlegen und schon mal Teile dafür sammeln.

Dabei denke ich an Zylinder mit ca. 1,2bis 1,5 m Hub und etwa 120er Durchmesser (oder 150er?? :roll: ) ein Vierkanntrohr mit WInkel als Führung, seitlich angebrachte 40er Rohre als Auflagefläche, zum Zylinder passende Pumpe bzw. Eilgangventil, ein ordentliches Spaltkreuz welches Hydraulisch zu verstellen ist .... .

AAAber
Momentan bin ich am Überlegen ob es nicht möglich ist, eine Kreissäge mit zwei 700er Blätter zu bauen, darunter ein Förderband und ein langsamlaufendes Band als Beschickung. Dann muss ich nur die Meterenden in die Beschickung legen und warten bis diese in 3x 33 cm wieder am anderen Band ankommen.
Gibt es so etwas?? Oder verklemmt das Holz zwischen zwei Sägeblätter?

Nur so eine Idee - aber wie gesagt, ich bin hin und wieder bequem 8) .



Gruss

Bernd
 
Hallo Bernd,

ich will auch Fotos. Komme aus zeitlichen Gründen z. Zt. nicht weiter an meinem Spalter.

Gruss Guido
 
Hallo Gemeinde
bin neu hier und muss ersteinmal lob für dieses Forum loswerden
echt starke Seite

mein eigentliches Anliegen besteht darin das ich zur zeit dabei bin
einen Holzspalter zu bauen (Stehend Max Spaltlänge 55cm
zyl durchm.95mm)
und ich nicht weiss welches Steuerventil ich für mein vorhaben nehmen soll

kann mir jemand die vor und nachteile verschiedener ventile nennen???
habe von Hydraulikschemen "noch" nicht die voll Peile

ach noch was habe eine Zahnradpumpe (lag bei uns im regal)
kann mann die auslittern um die lestung zu bestimmen????

und wie gross sollte der Hydr.oel Tank sein damit das oel nicht zu heiss wird???

Fragen über fragen

Danke schoneinmal für eure Mühe
Code:
 
Hallo Joshy!
Also mal schön der Reihe nach.
Die Pumpe kannst Du auslitern, indem Du Anschlüsse aufschraubst und bei der Saugseite einen Trichter aufsetzt, mit Öl befüllst, die Pumpe mit der Hand durchdrehst und die Umdrehungen zählst, bis auf der Druckseite ein Litergefäß voll ist.
Damit kannst Du dann die ccm/U ausrechnen, mal der Drehzahl mit der Du antreiben willst, dann hast Du die Liter/Minute.
Dann kann man sagen wie stark der Motor sein sollte, welches Steuergerät und wie groß der Öltank sein sollte.
Arbeitet der Zylinder auf Druck oder auf Zug?
Ist der Zylinderdurchmesser innen oder außen, wie dick ist die Kolbenstange?
 
Hallo Herbylix

Danke für die schnelle antwort

Der Zylinder sollte auf Druck arbeiten
der Durchmesser bezieht sich auf die kolbenstange

gruss und Danke