Wiederbelebung Unimog 404 TLF Marburg

Hallo Jürgen,

wieder vielen Dank für deine schnelle Antwort.

Bekomme ich denn irgendwo noch eine passende 24V Zündspule? Ich habe leider nichts gefunden… oder gibt es 12V Zündspulen die verwendet werden können? Die 12V Zündspulen von Ignition bekommt man wahlweise mit 1,5 oder 3 Ohm. Für 6 Zylinder werden dann 1,5 Ohm empfohlen.... Ist aber ja auch eine andere Zündunganlage.

Die Zündkerzen kann ich nochmal besorgen. Mit meinen sollte es aber ja eigentlich klappen, richtig?

Die Laubtech Zündung haben wir selbst verbaut, die Verkabelung überprüfen wir noch einmal. Einen Schaltplan habe ich ja jetzt gefunden.

Wie erwähnt habe ich am Vergaser schon immer einen Rücklauf in den Tank. Deswegen pumpt die Hardi Pumpe also wohl immer weiter…
Lg
Felix
 
Hallo Felix,

originale MIL-Zündspule wird mittlerweile schwierig zu besorgen gibt es aber nach meiner Recherche nock bei Andi in Belgien https://vkcars.be/motor-m180-zundung/zundspule-militar
Allerdings passt diese natürlich nicht mehr ganz zu Eurer zivilisierten Installation, denn sie ist natürlich für ein geschirmtes Kabel zwischen Verteiler und Zündspule vorgesehen. Müsstet Ihr also gegebenfalls nochmals ändern. Echte zivile 24V Zündspulen zu finden wird wohl schwierig werden, weil es hierfür keinen Markt gibt. Genau genommen ist die Eingangsspannung 12V oder 24V als solches für die Zündspule noch nicht kritisch. Wesentlicher ist, dass die Zündspule in Ihrem Arbeitspunkt arbeitet. Und da kommt in Eurem Fall der Vorwiderstand ins Spiel. Der Vorwiderstand sollte ähnlich dem ohmschen Innenwiderstand der Zündspule sein, und dies ist bei Eurer jetzigen Zündspule nicht so ideal. Ihr sollte nach einer Zündspule mit höherem Innenwiderstand suchen oder den Vorwiderstand verkleinern. Letzteres müsste sich eigentlich an dem vorhandenen Vorwiderstand (Keksdose) durch einen zusätzlich Abgriff etwa in der Mitte machen lassen.
Bei der auch für den 404 empfohlen elektronischen Ignitor Zündung von Pertronix werden auch "Flame-Thrower" Hochleistungszündspulen mit 3 Ohm Innenwiderstand empfohlen. Diese könnte auch bei Euch verwendet werden, allerdings habe ich selbst damit keine bisherige Erfahrung.
Die WR6DC Kerzen funktionieren prinzipiell aber sie verrußen etwas schneller als die WR7DC. Meine Erfahrung mit schlechter Zündung, Leerlauf und nur laufen auf vier oder fünf Zylindern war, dass es fast immer an verrußten, schwarzen Zündkerzen lag. Und hier habe ic dann grundsätzlich gleich neue Kerzen eingebaut. Dies war meist dadurch bedingt, dass der Motor nach dem Start nicht gleich richtig warm gefahren wurde insbesondere wenn der Choke zu lange gezogen blieb und der Motor dadurch etwas zu fett lief.
Bezüglich dem Spritrücklauf, wenn der richtig funktioniert schadet er natürlich nicht. Er muss aber der Spritpumpe genügend Gegendruck geben, dass auch genügend Sprit in Vergasser bei leicht geöffnetem Schwimmerventil fließt.
 
Hallo Jürgen,

wieder einmal danke für deine Hilfe!

Gestern haben wir folgendes gemacht:

-alle Kerzen gegen die WR7DC getauscht (waren tatsächlich vorher auch schon verbaut..)
-in dem Zuge nochmal Kompression gemessen. Alle >=7 bar.
-Verkabelung Laubtech/ gesamte Zündung geprüft
-Zündung durchgemessen:
-Vorwiderstand auf Zündung = 11V und 4,3 Ohm
-Vorwiderstand bei laufendem Motor = 18 V
-Zündspule 3,75ohm
-Vergaser nochmal Grundeingestellt
-Zündungzeitpunkt weiter eingestellt. Leerlauf -2, Vollgas läuft es dann vor auf OT

Wir hatten einen sehr sauberen Leerlauf. Bei schnellem Gas geben verschluckt er sich aber, mit etwas Gefühl kann hochgedreht werden.
Shoke konnten wir komplett „reindrücken“. Die Drehzahl viel dann merklich ab, das funktioniert also.
Nach kurzem vor und zurückfahren ging dann fast nichts mehr. Außerdem zündet der Motor immer wieder in den Vergaser zurück.

Ich habe nun zur weiteren Fehlereingrenzung noch einmal eine neue Beschleunigerpumpe, Dichtsatz und neue Leerlaufgemischschrauben bei Vergaserteile.de bestellt. Der Vergaser kommt dann einmal in ein Ultraschallbad.
Außerdem habe ich auf 123ignitionshop.com eine 24V, 2,9 Ohm Zündspule und eine 12V Zündspule,2,9 Ohm bestellt.
Mal sehen ob das Besserung bringt.
Ansonsten müsste ich wohl einen anderen Vorwiderstand verbauen. Der originale reduziert die V-Zahl ja nicht ausreichend.
Noch irgendwelche Vorschläge deinerseits? Wenn das alles nicht hilft sind wir auch ziemlich ratlos…

LG und einen schönen Abend

Felix
 
Hallo Felix,
leider kann ich euch nicht über die Schulter schauen.
Aber eine Aussage gab mir direkt zu denken:
Zündungzeitpunkt weiter eingestellt. Leerlauf -2, Vollgas läuft es dann vor auf OT
Wenn Ihr die Zündung im Leerlauf (ohne Choke) bei 2° vor OT eingestellt habt und Ihr dann bei Vollgas nur eine Zündverstellung bis OT habt, dann funktioniert entweder die notwendige Zündverstellung überhaupt nicht oder Ihr habt die falschen Marken genommen. Die Markierungen auf dem Kurbelwellengewicht sind in 5° Schritten.

Wie habt Ihr die Spannungen und Widerstände gemessen?
Eine Aussage Vorwiderstand 18V kann bedeuten, dass über den Vorwiderstand 18 V abfallen oder das am Vorwiderstand Ausgang gegen Masse 18V abfallen, was bedeuten würede 18V Eingangsspannung für die Zündspule?

Zündung in den Vergaser habt Ihr wie festgestellt? Dass müßte der Theorie nach bedeuten, dass dann das Einlassventil geöffnet wäre. Bei einem Zündzeitpunkt 2° vor OT (dem richtigen OT) und richtig eingestellt und funktionierenden Ventilen kann dies kaum sein. Fehlzündungen in den Auspuff sind wenn dann häufiger beim 404 zu sehen.
 
Hallo Zusammen,

nach einigen Tagen wollte ich mich mal wieder melden.
Das Problem mit der Zündung haben wir mittlerweile in den Griff bekommen.
Ich habe hier https://www.123ignitionshop.com/de/zuendspule/402-zundspule-24v.html eine 24V Spule gefunden und diese verbaut. Der Vorwiderstand ist in dem Zuge dann rausgeflogen. Nach weiterer Optimierung des Zündzeitpunktes und einem erneuten Bad des Vergasers + neue Gemischschrauben läuft der Motor jetzt gut, keine Fehlzündungen usw.

Die Probleme mit der Bremse haben wir nun ebenfalls in den Griff bekommen. Der HBZ kam nochmal raus, wurde nochmal gereinigt und mit neuen Teilen, die ich zuletzt günstig auf Ebay Kleinanzeigen gefunden hatte, erneuert. Weiter habe ich mir auf Amazon ein Entlüftungsgerät gekauft, welches mit Druck arbeitet. Sehr angenehm, vereinfacht das Thema ungemein.
Nach einigem rätseln warum das Pedal erst beim zweiten Mal treten Druck aufbaut haben wir die Bremsbacken eingestellt. Damit war dieses Problem dann endlich gelöst.

Der neuen Kabelbaum inkl. Schaltkasten ist ebenfalls fertig geworden und endlich alles angeschlossen.

Außerdem haben wir den Rücklauf der Benzinversorgung ausgebaut - die Hardy Pumpe hört nun auch auf zu Pumpen. Ferner haben wir den mechanischen Wahlhebel für die Tanks durch zwei Magnetventile ersetzt, außerdem einen ordentlichen Benzinfilter verbaut und alle Leitungen neu gezogen.

Die erste Scheibe haben wir nun auch verbaut. Die zweite wird gerade beim Glaser neu geschnitten, diese ist leider gerissen.

Vielen Dank noch einmal für die Hilfe!!

LG Felix
 
Hallo Zusammen,

der Unimog ist glücklicherweise ohne erwähnenswerte Beanstandungen durch die Vollabnahme gekommen und fährt mittlerweile zuverlässig. Wir waren auch schon am Offroad Gelände in der Nähe vom Nürburgring und konnten die ersten tests im Gelände machen.
Hier ein paar Aufnahmen: https://youtu.be/ddylD1Unds8?si=TqnEb6rDRhcF9cOW

Folgendes ist noch offen. Die Zündspule habe ich durch eine 24 V Spule ersetzt. Dann braucht es keinen Vorwiderstand. Außerdem haben wir vor einiger Zeit eine Laubtech Zündung verbaut. Nun ergibt sich leider das Problem, dass die Zündspule bei eingeschalteter Zündung innerhalb kürzester Zeit 1-2 Minuten durchbrennt. Gibt es hier gute Ideen zum Einbau von Treennschaltern oder ähnlichem?

Lg Felix
 
Guuden,

Den Vorwiderstand braucht es. Der wird beim Staten überbrückt, bei laufendem Motor wird die Spule mit verringerter Spannung versorgt.
M. W. schaltet die Laube bei stehendem Motor ab.

Gut 404!
Justus
 
Morgen,

das ist bei der original Spule notwendig, da diese eigentlich nur 12V kann und nur beim Start kurz mit zu viel Strom läuft - so zumindest meine Recherche dazu. Deswegen habe ich das System ja auf eine richtige 24V Spule umgebaut.
Wir dachten auch, dass die Laubtech abschaltet. Zwei Spule später müssen wir aber einsehen - tut sie nicht. Zumindest meine..:-D und bei 80€/ Stück wird das langsam teuer…
Hat jemand noch die Anleitung von Laubtech?

Lg Felix
 
Hallo Felix
Felix94 schrieb:
das ist bei der original Spule notwendig, da diese eigentlich nur 12V kann und nur beim Start kurz mit zu viel Strom läuft -
Spannung und Strom sind zwei unterschiedliche "Sachen", auch wenn diese in einer bestimmten Wechselwirkung zueinander stehen.
Beim Starten sinkt die Bordspannung infolge der Leistungsaufnahme vom Anlasser. Damit auch dann und vor allem besonders dann eine brauchbare Zündspannung erzeugt wird, sind die Zündspulen auf diesen Spannungsbereich ausgelegt. Wenn der Motor läuft oder besser gesagt, wenn kein Spannungsabfall durch den Anlasser vorliegt, muss diese Differenz durch den Vorwiderstand "künstlich" erzeugt werden.
Da trifft bei 6, 12 und 24V-Anlagen mehr oder weniger gleichermaßen zu.
Im Stillstand fließt je nach Stellung des Motors bzw des Unterbrechers immer oder kein Strom. Die Zündspule ist auf einen intermittierenden Betrieb ausgelegt, ein Schließwinkel von 60% besagt, dass 40% kein Stromfließt, die Spule also "abkühlen" kann.
Sofern die Zündanlage, ob elektronisch oder "mechanisch" gesteuert wird und keine automatische Abschalteinrichtung besitzt, muss die Zündung im Stillstand abgeschaltet werden.
Felix94 schrieb:
Folgendes ist noch offen. Die Zündspule habe ich durch eine 24 V Spule ersetzt. Dann braucht es keinen Vorwiderstand. Außerdem haben wir vor einiger Zeit eine Laubtech Zündung verbaut. Nun ergibt sich leider das Problem, dass die Zündspule bei eingeschalteter Zündung innerhalb kürzester Zeit 1-2 Minuten durchbrennt. Gibt es hier gute Ideen zum Einbau von Treennschaltern oder ähnlichem?
Du hast jetzt beide Optionen auf ON gestellt.
 
Hallo Helmut,

vielen Dank für deine Rückmeldung. Bin absolut nicht vom Fach - bitte entschuldige die laienhafte Beschreibung.

So wie von dir beschrieben habe ich auch das System mit der 12V Zündspule verstanden. Im Originalzustand wird während des Starts der Vorwiderstand überbrückt, die Zündspule also kurz mit 24V (bzw. der etwas gefallenen Bordspannung) und somit außerhalb der normalen Spezifikation betrieben. Nach dem Start wird die Zündspule dann durch den Vorwiderstand mit 12V betrieben und nicht mehr mit 24V.
Da ich nun eine 24V Zündspule eingebaut habe benötige ich diesen Vorwiderstand nicht mehr. Trotz fallender Bordspannung während des Startvorgangs funktioniert die Zündung glücklicherweise sehr zuverlässig.
Oder habe ich hier irgendwo einen Denkfehler?
Würde ich jetzt einen Vorwiderstand einbauen, so würde die 24V Zündspule mit einer zu niedrigen Spannung betrieben und dies zu Problemen führen, oder?

Was meinst du mit beide Optionen?
Selbst mit Vorwiderstand brennen die Zündspulen bei eingeschalteter Zündung ja durch, dauert nur möglicherweise etwas länger.
Die Laubtech sollte das Problem - so mein Verständnis - ja eigentlich lösen. Tut Sie aber in meinem Fall derzeit leider nicht. Es muss also etwas falsch verkabelt sein, oder?

LG Felix
 
Hallo Felix,
blättere mal ein bisschen zurück hier in Deiner Beitragsfolge. So etwa bis zum 25.Oktober letzten Jahres.
Dort haben wir schon einmal über dieses Thema diskutiert. Aber Du scheinst mir ja nicht zu glauben.
Die meisten 404 hatten original eine 24V Zündspule plus Vorwirderstand.
Du hast Dir jetzt eine extra starke 24V Zündspule angeschafft. Der Unterschied zu der originallen ist der geringere Widerstand und damit höhere Strom in der primär Wicklung. Aber genau dadurch wird sie auch viel schneller heiß und ist somit anfälliger bei "Missbrauch"
Bei Laubtech gab / gibt es unterschiedliche Zündmodule von einfacher Transistorfunktion statt Unterbrecherkontakt bis hin zu Mikroprozessor und Kennlinien gesteuert. Was du hast kann ichnicht sagen.
Ob Deine Anlage bei Motorstillstand abschaltet kannst Du mit einer 5W Glühbirne anstelle der Zündspule testen. Glübirne auf der einen Seite an Zündungsplus und auff der anderen Seite an die grüne Laubtech Leitung anschließen. Dann Motor bzw Verteiler so drehen dass die Lampe angeht. Wenn jetzt der Motor nicht weitergedreht wird geht bei einer intelligenten Zündung die Lampe nach kurzer Zeit (<1min) aus bei einer reinen Transistorzündung bleibt sie an.
Denn gesuchten Trennschalter hat der 404 bereits serienmäßig verbaut, das Zündschloss hat zwei Stufen. Stufe I Alle Klemme 15 Verbraucherkreise mit Ausnahme der Zündung selbst sind eingeschaltet. Selbst der Anlasser läßt sich betätigen. Stufe II wie vor und zusätzlich Zündkreis ein. Die Betriebsanleitung weißt auch explizit auf dies Funktion und die Gefahr des Durchbrennens der Zündspule hin.
 
Hallo Jürgen,

ich glaube dir! Bei mir war die Militärzündspule verbaut und vor nunmehr über 10 Jahren hast du folgenden Beitrag einmal verfasst. Darauf bezieht sich letztendlich auch mein Umbau - Vorwiderstand raus, 24 V Zündspule rein...

Hallo Uwe,

das sieht für mich nicht wirklich Original aus.
Also was ist das für eine Zündspule, wo kommt die her.

In meinem 404 werkelt die normale (Mil)-Zündspule und das ist eine 12V Zündspule.

Die Keksdose (Du nennst es Spannungswandler) ist nichts anderes als ein Vorwiderstand, der eben die 24V Bordspannung auf etwa 12V für die Zündspule herab dämpfen soll. Es ist also kein wirklicher Spannungswandler. Die ca 12V mal dem mittleren Zündstrom werden in deutlich fühlbare Wärme umgewandelt (also doch ein Spannungswandler :D)

Wenn die Zündspule wirklich eine 24V Zündspule ist benötigst Du diesen Serienwiderstand nicht. Dann steigt auch die Spannung an der Zündspule und die Zündfunken werden stärker.
https://www.unimog-community.de/phpBB3/zuendspule-spannungswandler-t78561.html

Von Laubtech habe ich dann nur das einfache Modul mit Transistorfunktion. Deine Idee zum Testen werde ich die Tage mal umsetzen, danke!
Bei mir liegt alles auf Stufe 1, das sollte ich dann nochmal anders verkabeln. Danke! :smile:

LG Felix
 
Hallo Felix,
deswegen habe ich oben geschrieben "die meisten" und nicht "mein" 404.
Mein 404 ist/war in einigen Punkten anders als "normale" 404

Deswegen nochmals:
Die originale Zündspule im Mog ist eine 24V Zündspule die im Betrieb nach dem Anlassen aber mit reduzierter Leistung Betrieben wird. Innenwiderstand ca. 5 Ohm. Siehe hier zu auch:
https://www.unimog-community.de/phpBB3/post432697.html#p432697
Gehe auf den Link, dort siehst Du was im 404 verbaut wurde.
Der Vorwiderstand muss natürlich zu der Zündspule passen, was bei Deiner Zündspule leider nicht direkt gegeben ist.
 
Hallo Jürgen,

danke dir. In dem Thread wird ja weiter ausgeführt oder zumindest vermutet, dass die 24 V Zündspulen eigentlich keine waren und deswegen der Vorwiderstand notwendig ist.
Wie dem auch sei - ich benötige diesen jetzt auf jeden Fall nicht mehr.
Wir haben überlegt, ob wir einen Trennschalter einbauen, der über den Öldruck angesteuert wird. Dann kann - egal in welcher Schlüsselposition - die Zündspule nicht mehr zu heiß werden. Die Alternative wäre wohl eine etwas teureres Zündmodul...

Lg Felix
 
Hallo Felix,

ich würde über die Sache mit dem Vorwiderstand durchaus nachdenken, laufend neue Spulen kaufen ist auch blöd.
Helmut hat es oben doch auch gut erklärt. Wenn der Motor gut läuft muss die Zündspannung garnicht so hoch sein, vor allem nicht während dem Betrieb nach dem Anlassen. Aber OK, das liegt bei Dir.
Einen Öldruckschalter oder sonstigen Sensor einfach in die Zündung (primär Seite) direkt einschleifen sollte man tunlichst lassen. Der Strom durch die Zündspule ist nicht vernachlässsigbar und er ist auch kein einfacher Gleichstrom sondern er pulsiert mit der Motordrehzahl. Nur dadurch kann die Zündspule funktionieren.
Der Öldruckschalter alleine bietet sich als Sensor auch nicht wirklich an zumindest nicht so alleine, denn beim Starten muss sich ja der Druck erst aufbauen.
Zunächst würde ich an Deiner Stelle den Test machen, wie nun Deine Laubtech funktioniert, ob sie abschaltet oder nicht.
Theoretisch möglich wäre natürlich eine Leistungstufe mit Impulsüberwachung zu entwickeln und der Laubtech nachzuschalten.
 
Hallo Zusammen,

wir haben es bis dato bei einem separaten Trennschalter für die Zündspule belassen und nutzen diesen als Ein-/ Ausschalter. So kann man die Zündspule kaum vergessen und wir haben auch keine mehr durchgebrannt.
Der gute läuft nun seit knapp 700km sehr gut, einzig etwas Wasser in der Verteilerkappe hat uns zuletzt aufgehalten.

Wie das immer so ist - wir überlegen gerade einen M130 Motor zu verbauen. Ich habe schon einen M130.920 aus einem 280S gefunden, der passt doch ziemlich genau, oder?
Das Ölfiltergehäuse ist zumindest genau in der Position wie bei meinem M180 verbaut, als Vergaser ist derzeit noch der PKW Doppelvergaser verbaut, diesen würde ich auf ein oder zwei Zenith 32 NDIX Vergaser umbauen.

Nachfolgend einige Fragen dazu:

1. Soweit ich mich belesen habe kann ich das Fahrzeug sowohl mit einem oder auch mit zwei Zenith 32 NDIX Vergasern betreiben, richtig?
2. Bekommt man den Motor noch eingetragen, gibt es dazu aktuelle Erfahrungswerte?
3. Tatsächlich verbaut wurde nach meiner Recherche ja nur der M130.925, oder? Wo liegt hier der Unterschied? Verdichtung?
4. Ich muss die Ölwanne und den Ölmessstab vom M180 übernehmen, richtig? Anpassungen notwendig?
5. Schwungscheibe muss auf 0 gewuchtet werden, richtig?

Wenn der Motor dann schon draußen ist und die Kabine runter
- Kupplung etc. neu
- Umbau auf Bremskraftverstärker. Hier wurde wohl der BKV vom BMW x5 verwendet. Gibt es noch bessere Alternativen?

Muss ich sonst noch etwas beachten?
Vielen Dank vorab und LG aus dem Westerwald,

Felix
 
Hallo Felix

1. Soweit ich mich belesen habe kann ich das Fahrzeug sowohl mit einem oder auch mit zwei Zenith 32 NDIX Vergasern betreiben, richtig?
Ja, beides ist möglich, abhängig von den verwendeten verwendeten Krümmern, aber bei dem höher verdichteten 280S Motor giben erst zwei Vergaser den richtigen Dampf.

2. Bekommt man den Motor noch eingetragen, gibt es dazu aktuelle Erfahrungswerte?
Was aktull ist weiß ich nicht, kann mir aber nicht vorstellen, dass sich das geändert hat. Bisher ging es.

3. Tatsächlich verbaut wurde nach meiner Recherche ja nur der M130.925, oder? Wo liegt hier der Unterschied? Verdichtung?
Ja, im wesentlichen die Verdichtung und damit die maximale Leistung.

4. Ich muss die Ölwanne und den Ölmessstab vom M180 übernehmen, richtig? Anpassungen notwendig?
Ja, und über zusätzlichen Ölkühler nachdenken. Ich hatte keinen und konnte trotzdem auch lange Transits auf der Autobahn machen. Aber ein Ölkühler schadet nicht.

5. Schwungscheibe muss auf 0 gewuchtet werden, richtig?
Ja

Wenn der Motor dann schon draußen ist und die Kabine runter
- Kupplung etc. neu
Ja

- Umbau auf Bremskraftverstärker. Hier wurde wohl der BKV vom BMW x5 verwendet. Gibt es noch bessere Alternativen?
Bei Fremdgeräten mit dem TÜV reden
 
Top Antwort Jürgen .....wie immer.
Macht immer Freude Deine Ausführungen zu Lesen ....

Danke

Gruss Ralf
 
Hallo Zusammen,

vielen Dank auch von mir für die super Antwort. Hat jemand von euch einen BKV verbaut? Wenn ja, welchen? Gibts irgendwo eine kleine Begleitung zu einem Umbau?:grinning:

Habt ihr Tipps für den Umbau auf die zwei Zenith Vergaser für die Frischluftzufuhr und das Gestänge?
Ich habe hier nur ein Foto dazu gefunden wo eine Adapterplatte gebaut wurde und ein Metallkasten für die Frischluft…
Mein Motor (hole ich nächsten Sonntag) hat original den PKW Doppelvergaser verbaut.

Wo Zweige ich am besten die Leitung für den Ölkühler ab? Ich vermute am Ölfilter?

Danke und noch einen schönen Sonntag!

Lg Felix