Wieso Ural weniger Anhängelast als kleiner Mog?

Greenhorn

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16. Mai 2004
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Hessen
Nochmal Hallo

Also von manchen Daten und grundsätzlichen Dingen abgesehen habe ich von der tiefergehenden Technik der Mogs ja nicht allzuviel Ahnung (ahbe ja leider keinen und auch keine entsprechend orientierte Ausbildung), vielleicht wundert mich folgender Umstand ja auch nur deshalb.
Also schon der 406 durfte ja als Flugzeugschlepper 22t. ziehen, warum darf der hier: http://www.reserve-info.de/sancomsph/lkwrussfoed.htm dann nur so deutlich weniger an den Haken nehmen? Das Teil ist ja auch nicht gerade zierlich und wiegt auch deutlich mehr.

Liegt das an technischen Gründen, oder an der Art der Zulassung als reiner Schlepper? Wenn sich die Russen um sowas überhaupt nen Kopp machen ......

Gruß
Marcus

[Editiert am 3/8/2004 von Greenhorn]
 
der Flugzeugschlepper ist eine Zugmaschine, bei der ermittelt sich die zul. Anhängelast über die Motorleistung - 2,2kw (3PS) je Tonne.
Bei allen anderen Kfz ermittelt sich die Anhängelast über das Gesamtgewicht des Fahrzeugs, da ist normalerweise die Anhängelast auf das Gesamtgewicht des Zugfahrzeugs begrenzt, Fahrzeughersteller können auch niedrigere Anhängelasten vorgeben, bei Fahrzzeugen mit rahmenfester Kupplung (Geländewagen, LKWs) liegt die Obergrenze beim 1,5fachen des GG.
Bsp. der 404 hat ein GG von 4750kg und darf auch nur 4750kg gebremst ziehen.
 
der Flugzeugschlepper ist eine Zugmaschine, bei der ermittelt sich die zul. Anhängelast über die Motorleistung - 2,2kw (3PS) je Tonne.
Bei allen anderen Kfz ermittelt sich die Anhängelast über das Gesamtgewicht des Fahrzeugs, da ist normalerweise die Anhängelast auf das Gesamtgewicht des Zugfahrzeugs begrenzt, Fahrzeughersteller können auch niedrigere Anhängelasten vorgeben, bei Fahrzzeugen mit rahmenfester Kupplung (Geländewagen, LKWs) liegt die Obergrenze beim 1,5fachen des GG.
Bsp. der 404 hat ein GG von 4750kg und darf auch nur 4750kg gebremst ziehen.
 
Gibt es bei solchen \"Zugmaschinen\" dann noch irgendwelche technischen Veränderungen? Oder ist das einfach nur eine Eintragungssache.
Weil falls nicht verstehe ich nicht warum nich einfach jedes Fahrzeug zur \"Zugmaschine\" gemacht wird .. oder hat das auch irgendwelche negativen Effekte?

Gruß
Marcus
 
Gibt es bei solchen \"Zugmaschinen\" dann noch irgendwelche technischen Veränderungen? Oder ist das einfach nur eine Eintragungssache.
Weil falls nicht verstehe ich nicht warum nich einfach jedes Fahrzeug zur \"Zugmaschine\" gemacht wird .. oder hat das auch irgendwelche negativen Effekte?

Gruß
Marcus
 
Hallo,
du kannst ja eine Zugmaschine daraus machen, aus dem Ural. Dann darf die Pritsche aber nicht länger als das 1,4fache der Vorderachsspur betragen.
Ist nun mal gesetzlich vorgeschrieben. Gib einfach mal \"Zugmaschine\" in der Suche ein.
Gruß
Bernd Thomes
 
Hallo,
du kannst ja eine Zugmaschine daraus machen, aus dem Ural. Dann darf die Pritsche aber nicht länger als das 1,4fache der Vorderachsspur betragen.
Ist nun mal gesetzlich vorgeschrieben. Gib einfach mal \"Zugmaschine\" in der Suche ein.
Gruß
Bernd Thomes
 
Gibt es bei solchen \"Zugmaschinen\" dann noch irgendwelche technischen Veränderungen? Oder ist das einfach nur eine Eintragungssache.

Hallo Marcus,

zusätzlich zu der Beschränkung der Pritschenlänge brauchst Du eine Herstellerbescheinigung, dass der Rahmen und insbesondere der Heckquerträger, an dem die Kupplung hängt, und natürlich die Kupplung selbst (D-Wert) für die angestrebte Anhängelast ausreichend dimensioniert sind. Beim Diesel-Ural wären das ja stolze 70 t. Mal abgesehen davon, dass der Antriebsstrang und insbesondere die Getriebeabstufung auch Grenzen setzen...

Grüße
Uwe
 
Gibt es bei solchen \"Zugmaschinen\" dann noch irgendwelche technischen Veränderungen? Oder ist das einfach nur eine Eintragungssache.

Hallo Marcus,

zusätzlich zu der Beschränkung der Pritschenlänge brauchst Du eine Herstellerbescheinigung, dass der Rahmen und insbesondere der Heckquerträger, an dem die Kupplung hängt, und natürlich die Kupplung selbst (D-Wert) für die angestrebte Anhängelast ausreichend dimensioniert sind. Beim Diesel-Ural wären das ja stolze 70 t. Mal abgesehen davon, dass der Antriebsstrang und insbesondere die Getriebeabstufung auch Grenzen setzen...

Grüße
Uwe
 
Gut 70t. sind natürlich eine extrem große Dimension, aber so 40 hätte ich zumindest dem 6x6 so erstmal zugetraut. Aber die Pritsche anzupassen dürfte haklig werden.

Gruß
Marcus
 
Gut 70t. sind natürlich eine extrem große Dimension, aber so 40 hätte ich zumindest dem 6x6 so erstmal zugetraut. Aber die Pritsche anzupassen dürfte haklig werden.

Gruß
Marcus
 
Der Flugzeugschlepper darf mehr als 22t ziehen. Meiner ist zwar kein Flugzeugschlepper sondern ex Rangierlock hatte aber eine Anhängelast von 300 t. Der Schlußquerträger ist Serie, lediglich die abnehmbare Stoßstange vorne wurde zur Anbringung des mittigen Zugmauls verstärkt. Man muß unterscheiden, was im öffentlichen Verkehr zugelassen ist und was technisch zugelassen ist.
 
Der Flugzeugschlepper darf mehr als 22t ziehen. Meiner ist zwar kein Flugzeugschlepper sondern ex Rangierlock hatte aber eine Anhängelast von 300 t. Der Schlußquerträger ist Serie, lediglich die abnehmbare Stoßstange vorne wurde zur Anbringung des mittigen Zugmauls verstärkt. Man muß unterscheiden, was im öffentlichen Verkehr zugelassen ist und was technisch zugelassen ist.
 
300t.? Dem soll so ein kleiner Mog standhalten können?
Hätte ich nicht gedacht ich mein\' das ist schließlich schon ein ganzer Muldenkipper.

Ob der Ural die nötige Rahmenstabilität für solche Aktionen mitbringt wird freilich schwer herauszufinden sein, zutrauen würde ich\'s ihm.

Gruß
Marcus
 
300t.? Dem soll so ein kleiner Mog standhalten können?
Hätte ich nicht gedacht ich mein\' das ist schließlich schon ein ganzer Muldenkipper.

Ob der Ural die nötige Rahmenstabilität für solche Aktionen mitbringt wird freilich schwer herauszufinden sein, zutrauen würde ich\'s ihm.

Gruß
Marcus
 
Meiner ist zwar kein Flugzeugschlepper sondern ex Rangierlock hatte aber eine Anhängelast von 300 t.

Wobei aber der Anfahrwiderstand eines 300-t-Eisenbahnzugs um etliches unter dem eines 300-t-Straßentiefladers liegt ;)

Eine durchschnittliche MAN 41.660 Schwerlast-SZM kann bis zu 400 t an den Haken nehmen (auf der Straße). Aber schon bei nem kleinen Berg reichen auch die 40 t GG nicht aus, um die nötigen Kräfte auf dem Asphalt zu bringen. Ein 406er wird im realen Betrieb entsprechend früher aufgeben ;)

Grüße
Uwe
 
Meiner ist zwar kein Flugzeugschlepper sondern ex Rangierlock hatte aber eine Anhängelast von 300 t.

Wobei aber der Anfahrwiderstand eines 300-t-Eisenbahnzugs um etliches unter dem eines 300-t-Straßentiefladers liegt ;)

Eine durchschnittliche MAN 41.660 Schwerlast-SZM kann bis zu 400 t an den Haken nehmen (auf der Straße). Aber schon bei nem kleinen Berg reichen auch die 40 t GG nicht aus, um die nötigen Kräfte auf dem Asphalt zu bringen. Ein 406er wird im realen Betrieb entsprechend früher aufgeben ;)

Grüße
Uwe
 
Wenn Ihr mehr über den Diesel-Ural wissen wollt, dann schaut mal bei Martin Kerzendorf unter \"www.kerzendorf.de\" nach. Martin hat einen Ural für den TÜV hergerichtet und kennt sich bestens aus.

Karl
 
Wenn Ihr mehr über den Diesel-Ural wissen wollt, dann schaut mal bei Martin Kerzendorf unter \"www.kerzendorf.de\" nach. Martin hat einen Ural für den TÜV hergerichtet und kennt sich bestens aus.

Karl