Zapfwellenbock verursacht Riß im Querträger

elvisbockstahler

New member
20. Aug. 2004
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Gerade eben entdeckt an 421.122 - läßt sich so etwas noch schweißen, oder sind da andere Methoden angebracht? Der Riß ist etwa 5 cm lang und wurde wahrscheinlich durch Unwuchten der Zapfwellen verursacht. Ich habe den Riß schwarz eingekreist.

Vielen Dank für eventuelle Tipps
Johannes
 

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Hallo Johannes,

prinzipiell kann man das selbstverständlich schweissen.
Aber dazu muss der Querträger ausgebaut sein, damit du den Bauteil zunächst einmal entrosten und auf weitere Risse untersuchen (lassen) kannst.
Wenn er es noch wert ist, repariert zu werden dann schleifst du den Riss aus, - kannst am Rissende eine Bohrung anbringen - und schweisst ihn zu. Wenn du ganz vorsichtig sein willts, dann kannst du den Bauteil vor dem Schweissen noch etwas vorwärmen.
Dann kannst du die Nahtwurzel gegenschweissen und alles wieder schön blecheben verschleifen, lackieren und fertig.

Im nicht ausgebauten Zustand kann ich mir nur schwer vorstellen, dass die Schweissnaht gut wird, wegen über Kopf schweissen, Korrosionsprodukten Zugänglichkeit etc. .

Was der deitsche TÜV dazu sagt ist eine andere Frage, wär mir aber - ganz ehrlich gesagt - eher wurscht. Wenns ordentlich gemacht wird hält die Schweissung mindestens so gut wie der Grundwerkstoff und wenns sauber nachbearbeitet wurde siehts ohnehin keiner.

lg

dieter
 
dieter_jussel schrieb:
Hallo Johannes,

prinzipiell kann man das selbstverständlich schweissen.
Aber dazu muss der Querträger ausgebaut sein, damit du den Bauteil zunächst einmal entrosten

Der Querträger ist angenietet. Kann ich die Nieten einfach durch Schrauben ersetzen und wenn ja, welche Schrauben braucht man da? Sind immerhin 10 Stück.

hg + vielen Dank
Johannes
 
Hallo,

kommt drauf an wie gut man ran kommt und was das für Nieten sind?
Dann sollte man da mal ne Spannungsberechnung machen, was die Nieten halten.

Damit kann man dann vergleichbare und machbare Schrauben aussuchen.

Das mit dem Riss würde ich auch so machen wie schon gesagt wurde. Das ganze gut ausschleifen und ganz wichtig, die Enden "ausbohren". Einfach eine Bohrung machen, die im Durchmesser breiter ist als der Riss breit ist und etwas tiefer als der Riss. Das verhindert das weiter reißen. Dann sollte das passen und keiner wird was sagen. :wink:

Gruß

Sebastian
 
Hallo Johannes

Kann ich die Nieten einfach durch Schrauben ersetzen und wenn ja, welche Schrauben braucht man da? Sind immerhin 10 Stück.
Frag mal bei MB. Bei Rahmenreparaturen oder zum Erneuern angenieteter Bauteile wie Federböcke etc. werden Schrauben eingesetzt. Ansonsten Feingewindeschrauben 10.9 verwenden
Ob der Querträger wirklich raus muss würde ich erst nach dem kompletten Freilegen entscheiden.

wenn der Rahmen ca 6mm stark ist, wie tief muss ich denn da bohren?
kommt auf den Blohrerdurchmesser und den Neigungswinkel an.
Grob gerechnet (Materialstärke plus Länge der Bohrerspitze) div durch cos89,7°..... ähm, ich würd einfach durchbohren :wink:
 
Haöllo,

Helmut-Schmitz schrieb:
..... ähm, ich würd einfach durchbohren :wink:

Sagt eigentlich alles ;) was anderes ist es, wenn man noch 25mm Material stehen hat, da würde ich nicht durchbohren :P

Sebastian
 
Was wird denn mit dem Unimog gearbeitet, ich würde den Schaden eher massivem Wintereinsatz, schwerem Anbaugerät oder Zugbetrieb zuordnen, ob eine Zapfwellenunwucht sowas bewirken kann? Dem Bild nach sieht es auch danach aus, dass das Eisen nicht gerade sehr pfleglich behandelt wurde.
Stefan
Zum Schweissen würde ich die Zapfwellenkomponenten ausbauen, sauber entrosten, dann wird das schon wieder. Auch in eine ausgebaute Hecktraverse kommt man nicht überall sehr gut hinein.
 
stefanfuchs schrieb:
Was wird denn mit dem Unimog gearbeitet, ich würde den Schaden eher massivem Wintereinsatz, schwerem Anbaugerät oder Zugbetrieb zuordnen, ob eine Zapfwellenunwucht sowas bewirken kann? Dem Bild nach sieht es auch danach aus, dass das Eisen nicht gerade sehr pfleglich behandelt wurde.

Die Korrosion kommt von Düngesalzen und ist wegen der rechts angebauten Hydraulikanlage auch nur an der linken Seite. Der Schaden wurde mitverursacht von einem vor wahrscheinlich 20 Jahren unfachmännisch angeschweißten Zapfwellenhalter. Beim Schweißen kam es zu erheblichem Materialabtrag, so dass das Blech an der Naht dünner ist als sonst. Der Querträger selbst hat sich nach Entrosten und genauem Anschauen als ansonsten noch vollkommen in Ordnung herausgestellt, er hat auch keinerlei andere Verformungen.

Johannes