Hallo ihr Zapfwellenverlagerer
Da ich mir kein Original-Verlagerungsgetriebe anschaffen wollte (Preis, nochmaliges verkürzen der Gelenkwellen zum angehängten Gerät) habe ich viel Zeit hinter und unter dem Unimog verbracht und mir die ganze Situation mit den vorhandenen Bauteilen angeschaut.
Herausgekommen ist eine Zapfwellenverlagerung mit den Original vorhandenen Bauteilen (2 Gelenkwellen, Zwischenlager und hinterer Lagerbock).
Ich habe das wie folgt gelöst:
=>Originalgelenkwelle vom Getriebeabgang zum Zwischenlager
=>Das Zwischenlager habe ich an einer Stahlplatte verschraubt die ich an das Schubrohr (dort wo die Achsstreben ankommen) angeschweißt habe
=>vom Zwischenlager mit der nächsten Gelenkwelle an den hinteren Lagerbock
=>Befestigung des hinteren Lagerbocks mittels Stahlwinkel am Achsgehäuse der Hinterachse
Zusätzliches Material:
=Stahlplatte 15 mm mit Aussteifung für das Zwischenlager
=Stahlklotz zur Befestigung der Hinterachsstreben einschl. 2 längerer Schrauben
=Stahlwinkel 120x120x12 mm für den hinteren Lagerbock einschl. längerer Schrauben für die Hinterachse (Schraubengüte beachten!)
=Kleinmaterial
Kosten Material
ca. 100 Euro (Löwenanteil die Schrauben....)
Vorteil der Konstruktion:
=>Verwendung von vorhandenen Bauteilen
=>Zapfwellenstummel sitzt noch etwas weiter zur Fahrzeugfront als in Originallage im oberen Querträger
=>Gelenkwellen der angehängten Geräte sind nicht so kurz.
=>Zapfwellenanschluß ist da wo man ihn braucht
Nachteil:
=>Verlust von 4 cm Bodenfreiheit (immernoch 41 cm....)
=>Zwischenlager ist geneigt (mit dem Schubrohr) eingebaut. Man muß also auf die ordentliche Fettfüllung achten.
=>Die hintere Gelenkwelle hat zwei ungleichmäßige Beugewinkel.
=>Beim abkippen von zB. Steinmaterial können die Steine unter Umständen an den Wellenstummel rollen...
Das Problem mit den ungleichen Beugewinkeln der hinteren Gelenkwelle hat mich lange beschäftigt. Ich habe ein längeres Gespräch mit der Fa. Klein Gelenkwellen geführt. Quintessenz: Versuch macht Kluch.... Ich habe die Wellen mit gleichstehenden Gelenken eingebaut und mal mit dem Holzhäcksler probiert. Der Häcksler läuft auch in langsamen Drehzahlen (zum Test) rund. Und wenn das eine Kreuzgelenk nur 200 Stunden hält ist mir das auch egal.
Die Fa. Klein gab mir noch zu bedenken, dass im Unimog-Antriebsstrang (im Schubrohr) auch nur ein Kreuzgelenk verbaut ist und dadurch der Unimog eigentlich ungleichmäßig fahren müßte --- macht er aber nicht.
Nach mehreren Stunden Häckseln, Holzspalter und Seilwindeneinsatz bin ich mit der Lösung für meine Zwecke zufrieden.
Gruß aus dem Odenwald
Lutz
Da ich mir kein Original-Verlagerungsgetriebe anschaffen wollte (Preis, nochmaliges verkürzen der Gelenkwellen zum angehängten Gerät) habe ich viel Zeit hinter und unter dem Unimog verbracht und mir die ganze Situation mit den vorhandenen Bauteilen angeschaut.
Herausgekommen ist eine Zapfwellenverlagerung mit den Original vorhandenen Bauteilen (2 Gelenkwellen, Zwischenlager und hinterer Lagerbock).
Ich habe das wie folgt gelöst:
=>Originalgelenkwelle vom Getriebeabgang zum Zwischenlager
=>Das Zwischenlager habe ich an einer Stahlplatte verschraubt die ich an das Schubrohr (dort wo die Achsstreben ankommen) angeschweißt habe
=>vom Zwischenlager mit der nächsten Gelenkwelle an den hinteren Lagerbock
=>Befestigung des hinteren Lagerbocks mittels Stahlwinkel am Achsgehäuse der Hinterachse
Zusätzliches Material:
=Stahlplatte 15 mm mit Aussteifung für das Zwischenlager
=Stahlklotz zur Befestigung der Hinterachsstreben einschl. 2 längerer Schrauben
=Stahlwinkel 120x120x12 mm für den hinteren Lagerbock einschl. längerer Schrauben für die Hinterachse (Schraubengüte beachten!)
=Kleinmaterial
Kosten Material
ca. 100 Euro (Löwenanteil die Schrauben....)
Vorteil der Konstruktion:
=>Verwendung von vorhandenen Bauteilen
=>Zapfwellenstummel sitzt noch etwas weiter zur Fahrzeugfront als in Originallage im oberen Querträger
=>Gelenkwellen der angehängten Geräte sind nicht so kurz.
=>Zapfwellenanschluß ist da wo man ihn braucht
Nachteil:
=>Verlust von 4 cm Bodenfreiheit (immernoch 41 cm....)
=>Zwischenlager ist geneigt (mit dem Schubrohr) eingebaut. Man muß also auf die ordentliche Fettfüllung achten.
=>Die hintere Gelenkwelle hat zwei ungleichmäßige Beugewinkel.
=>Beim abkippen von zB. Steinmaterial können die Steine unter Umständen an den Wellenstummel rollen...
Das Problem mit den ungleichen Beugewinkeln der hinteren Gelenkwelle hat mich lange beschäftigt. Ich habe ein längeres Gespräch mit der Fa. Klein Gelenkwellen geführt. Quintessenz: Versuch macht Kluch.... Ich habe die Wellen mit gleichstehenden Gelenken eingebaut und mal mit dem Holzhäcksler probiert. Der Häcksler läuft auch in langsamen Drehzahlen (zum Test) rund. Und wenn das eine Kreuzgelenk nur 200 Stunden hält ist mir das auch egal.
Die Fa. Klein gab mir noch zu bedenken, dass im Unimog-Antriebsstrang (im Schubrohr) auch nur ein Kreuzgelenk verbaut ist und dadurch der Unimog eigentlich ungleichmäßig fahren müßte --- macht er aber nicht.
Nach mehreren Stunden Häckseln, Holzspalter und Seilwindeneinsatz bin ich mit der Lösung für meine Zwecke zufrieden.
Gruß aus dem Odenwald
Lutz