Zündverstellung

caracal

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11. Mai 2009
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Bad Hersfeld
Hallo

Ich habe die Zündverstellung nun überprüft.
Da der Mog zwar bis ca 60 lauft.aber obenrum kaum Kraft hat.
Es dauert echt ewig bis man 60 erreicht hat.

Ich habe den Verteiler zerlegt (grundplatte) und neu gefettet.
Die Gewindestange der Unterdruckdose bewegt sich beim Test mit der Spritze ca 4mm hinein.
Was bei laufendem Motor und Unterdruck per Spritze ca 5-8 grad Verstellung sind.(mit Blitzlampe gemessen)
Die gesamte Verstellung beträgt momentan nur 25grad was eindeutig zu wenig ist.

Meiner Meinung nach sind die Federn der fliehkraftverstellung ausgeleiert und der Motor beginnt sozusagen schon bei Beginn mit 20grad Verstellung und verstellt dann nurnoch die restlichen 20 mit Fliehkraft und ca 5-8 mit der Dose.

Liege ich da richtig oder ist eventuell der weg der Dose viel zu gering?

Gruß Thomas

Ps: wo bekomme ich so Federn neu her ?
 
...also ohne es gesehen zu haben tippe ich mal dass die Dose soweit ok ist, denn mehr als knapp einen cm hält die Membran in der Dose sicher nicht aus :wink: Das Thema sollte im Verteiler gelöst werden. Du bist sicher das
die Verteilerwelle voll gängig ist?
Beispiel: Bei meinem Iltis war die Welle (2 Teilig) in sich fest gegammelt mangels tropfen Öl im "Fließ". Dadurch kam der Bock wie du auch beschreibst nicht aus dem "Klee". Nach zerlegen des Verteilers ist es mir dann aufgefallen dass die Welle fest ist. Normal mann man am "Finger" drehen und dann müssen sich die Gewichte unten nach aussen bewegen. Das Tat meiner nicht mehr....

Gruß
Stefan
 
Müsste ich mal nachschauen aber man merkt den widerstand
Beim eingebauten Verteiler kann man am verteilerfinger eine gewisse gradzahl drehen.
Ich werde ihn wohl so oder so zerlegen müssen.
Morgen wird er seziert :lol:
Vielleicht ist ja wirklich etwas fest!
Der Mog ist vorher ja damit gelaufen.dann hat er ca 2 Jahre gelegen.
 
Hallo Thomas,

Das der Mog mit zu geringer Zündverstellung die 60km/h kaum erreicht, weil im oben rum Leistung fehlt, ist normal.

Der Haupt- Verstellbereich geht von ca. 5...10°vOT bei 800...1000 1/min
bist ca. 40...45°vOT bei 4500 1/min, beträgt also im Idealfall etwa 45°
Verstellbereich.

So um die 30° Verstellbereich müssen es minimal schon sein, sonst findet man keinen vernünftigen Kompromiss zwischen "Knallen im Leerlauf" und "fehlender Leistung bei Vollgas" . Die von dir angegebenen 25° sind eindeutig zu wenig.

Diese Verstellungsangaben beziehen sich ausschließlich auf die mechanische Fliehkraftverstellung. Anders gesagt: Die hauptsächliche Verstellung findet mit der Mechanik statt. Es kann schon mal helfen, die ganze Mimik (Federn, Gewichte, Kniehebelchen...) in WD40 zu tränken, damit es gängig wird.

Die Unterdruckverstellung ist sozusagen "Schmuck am Nachthemd" .

Viel Erfolg bei der "Feinmechanik"

Beste Grüße
Klaus
 
Hallo Klaus

Ja ich werd mal alles zerlegen und schmieren.
Ich muss jetzt nach vorheriger Absprache mit dem TÜV am Dienstag hin da dann mein kurzzeitkennzeichen endet.
Dann wartet der Mog dort einen Tag und am Donnerstag ist Abnahme.
Ich kann zwar ohne Probleme hin fahren sind ja nur 6km aber schöner wäre es mit funktionierender Zündung.

Gruß Thomas
 
Hallo Thomas,

In dem "Er läuft einfach nicht" Thread habe ich mir noch einmal die Bilder angesehen.

Wenn du derzeit noch den dort abgebildeten Verteiler benutzt, hat dieser eine Unterdruckdose mit EINEM Unterdruckanschluss.

Diese Unterdruckdosen wirken als Frühverstelldose.

Deswegen muss der Unterdruckschlauch an der Vergaserseite auch an der 4mm Bohrung angeschlossen sein, welche den Unterdruck knapp oberhalb der Drosselklappe abnimmt.

An dieser Stelle herrscht dann nämlich Unterdruck, wenn die Drosselklappe geöffnet ist. Je größer die Öffnung, also je mehr Gas du gibst, um so größer wird dort der Unterdruck.
Bei Vollgas herrscht dort der größte Unterdruck und dieser zieht die Membran ca. 4...5mm in Richtung Unterdruckanschluss.

Durch die Betätigungsstange an der Mebram wird die Unterbrechergrundplatte entgegen dem Uhrzeigersinn verdreht, also entgegen der Drehrichtung der Verteilerwelle.

Das bedeutet folgendes:
Bei Unterdruck, also bei Vollgas, gibt es mehr Frühzündung.(so ca. 8°...10°). Auf diese Weise "hilft" der Unterdruck der Fliehkraftverstellung.
In so fern "braucht" die Fliehkraftverstellung bei einem Verteiler "mit Unterdruckanschluss" nicht ganz so viel Verstellbereich, wie bei einem Verteiler ohne Unterdruckanschluss.

Wenn man mal mit Idealwerten überschlägig rechnet:
Bei Leerlauf ca. 8°
Bei Vollgas ca. 45° (Beim M130 kann man auch von 50° ausgehen)

Dann müsste der gesamte Verstellbereich so um die 42° sein.
Davon würden ca. 10° durch die Unterdruckverstellung erfolgen, die weiteren
32° Verstellbereich müssen von der Fliehkraftverstellung kommen.

Diese mal so als Anhaltswerte für die anschl. Kontrolle mit der Lichtblitzpistole.

Den ganzen Aufwand mit dem Unterdruck macht man aus folgendem Grund:
Bei dem Abgreifen des Unterdrucks knapp über der Drosselklappe steigt der Unterdruck beim plötzlichen Gasgeben (aus dem Leerlauf)
recht schnell an, der Verteiler verstellt dann die Zündung sofort um 10° nach "früher". Damit kann das auf Grund der Drosselklappenöffnung mehr werdende Gemisch auch früher entzündet werden. Die Fliehkraftverstellung verstellt ja erst, wenn die Drehzahl sich tatsächlich geändert hat.
Wenn die Frühverstellung nicht erfolgt nimmt der Motor schlecht Gas an und ruckelt beim Hochdrehen.

Umgekehrt bricht beim Gaswegnehmen der Unterdruck schlagartig zusammen und der Zündzeitpunkt wird sofort um die 10° nach spät verstellt. Dadurch fängt sich der Motor schneller in den Leerlauf, das "wenigere" und "magerere" Gemisch wird später entzündet und es kommt nicht zum Knallen bei der Gaswegnahme.

Soweit zur Info,
beste Grüße
Klaus
 
Hallo Stefan,

Gerngeschehen, man tut was man kann....

Schönen Sonntag noch, ich gehe jetzt zum Grill!
Gruß
Klaus
 
Viel Spaß beim zubereiten der Fleischwaren. :wink:

Das unterdruckrohr ist Überhalb der Drosselklappe.
Der spritzentest hat ergeben das die Membran ca4-5 mm verstellt und die Membran auch den unterDruck hält.
Es muss die Mechanik sein.
Mal sehen was fest ist oder ausgeleihert.

Gruß Thomas
 
Also der Verteiler ist zerlegt gereinigt und geölt die Federn der Fliehkraftgewichte sind etwas mehr gespannt .
Fotos folgen! Und ob es was gebracht hat werden wir heute Abend sehen.
:D
Die Verdrehung der Platte an der die Federn gespannt sind hat auf jedenfall spürbar etwas gebracht.Ich habe einen messpunkt genommen. 2,7mm und nun Auf 1,3mm verringert .
 
Also,Die putz und öl Aktion war für den Eimer :roll: Auf der geraden 65 Km/h und immer noch nur knapp über 20 grad verstellung.
Keine Ahnung was hier faul ist.

9953403xht.jpg


9953412ufo.jpg


9953417ozu.jpg


9953427bvm.jpg






Ich glaube ich brauche hier einen neuen Verteiler :evil:
 
Hallo Thomas,

Je strammer die Federn, desto größer muss die (Flieh-) Kraft der Gewichte werden, damit sich was verstellt. Wie stramm sind die denn?

Wenn die Federn im Ruhezustand (Gewichte innen) noch zu stark gespannt sind, kannst du die Anschläge ein wenig nachbiegen, uim die Federn weniger vorzuspannen.
Aber Vorsicht, wenn die etwas breiteren Blechteile der Federanschläge zu weit nach innen gebogen werden, begrenzen die den Weg der Gewichte nach Aussen und damit ebenfalls den Verstellbereich.
Deswegen nach Möglichkeit nur die dünneren hakenartigen Teile verbiegen.

So auf den ersten Blick fällt mir jetzt nix besonderes an den Bildern auf.
Beste Grüsse,
Klaus
 
Moin Klaus
Also die Aufhängungen der Federn kann man verstellen. Sie sind ein durchgehendes Blech was an den Seiten wo die Federn eingehängt sind hochgekantet ist. Mittels zweier schrauben kann man die Halter nach rechts oder Links verdrehen und somit den Abstand/Spannkraft verändern.
Gab es eventuell verschiedene unterdruckdosen? Den der verstellweg könnte 4-5 mal größer sein.
Ich werde heute mal bei einem boschdienst anrufen und fragen.
Eine von den Bolzen die in die langlöcher der Gewichte greifen war deutlich abgenutzt (einseitig 0,5 -0,7 mm ) eventuell hakt das Gewicht ja hierdurch.

Für den TÜV muss es erstmal reichen!
Am Donnerstag früh ist es soweit! Ich fahre den Mog heute Abend schon zum TÜV und lasse ihn dort bis Do. Stehen.
Laut Mail vom Tüv gibt es für das H nur zwei Probleme :die frontsitze und die Aluhaube.
Also Haube ab und Sitze Leihe ich mir von einem bekannten.

Gruß Thomas
 
Moin!

Hattest Du den Verteiler nicht bei Laubtec? Ich dachte die würden genau das prüfen und einstellen!?!

Ich habe auch die Laubtec drinne, aber selber eingebaut, ohne den Verteiler zu verschicken.

Bei mir ist es genau, wie du es oben beschrieben hast. Die Federn sind ausgelutscht und er verstellt quasi schon im Leerlauf. Ich habe dies mittels der beiden kleinen Schrauben und Verdrehen des Bleches einigermaßen hinbekommen, aber ich würde gerne neue Federn einsetzen. Wenn also jemand eine Bezugsquelle kennt..... :)

Mein Mog läuft zwar 100, aber mit 2,2 t Gewicht sollte das auch locker drin sein......

Gruß
Arne
 
Moin Thomas,

ich mache dir einen Vorschlag.
Ich schicke dir meinen ZV (2005 neu bei Bosch gekauft - über den Preis schweigen wir lieber, der Mil-Verteiler beim Daimler ist teurer :lol: ) und du testest ihn.
Wenn er funktioniert, dann denken wir mal über einen Preis nach, ansonsten schickst du ihn einfach zurück.

Es ist ein JFU6 mit der Bosch-Nr. 0231 187 001

Ich kann ihn dir komplett mit Verteilerfinger, Kappe und Zündkabeln schicken oder nur den "nackten" Verteiler.

Gruß Ulli
 
0231 116 048 ist ein orginal verteiler fur das M180 motor.
Ist auch im werkstathandbuch (tabel 32)

Ich hab auch dieser vertieler. Kein problem.

Gruss
Matthijs
NL
 
Hallo Ulli hat mir geschrieben das es mehrere verschiedene Verteiler in den 6zylinderbaureihen gab.als 220,230s,250s,280s.
Gruß ich bin der Meinung das In der Fliehkraftverstellung etwas durch Verschleiß hakt.
An einigen Bolzen waren auch Verschleißspuren zusehen nur ob das jetzt der Grund ist.Naja ich denk Ulli s Verteiler wird das Problem lösen.

Gruß Thomas :wink:
 
Also Ulli s Verteiler ist drin.
Ich musste heute die Laubtec erstmal anpassen da sie in meine
Alten Verteiler anders befestigt war.
Nach Prüfung mittels einfachem durchdrehen war das Ergebnis zufriedenstellend.die Diode leuchtete immer fein auf Verbunden mit einem leichten klack Geräusch .
Der Start war dann auch problemlos.laut einer Tabelle im Netz liegt der Leerlauf bei 800 1/min bei 8 grad vor OT Verstellung dann bei 3000 1/min bei 30 grad und bei 4500 1/min bei ebenfalls 30 grad .alles mit abgezogenem Unterdruckschlauch.
Der verstellwert mit Unterdruckschlauch soll dann nochmal 8-14 grad mehr sein.

Also Ulli s Verteiler verstellt schonmal ohne murren die 30 grad Auf 38 grad vor OT.(ohne Unterdruckschlauch)
Jetzt müßte eigentlich der Unterdruck den Rest verstellen.
Aber nix kommt.
Ich denke ich habe mir da selber eine Falle gebaut.
Der Unterdruck wird über der Drosselklappe abgenommen hierzu habe ich einen ca. 60cm langen Gummischlauch verlegt.
Eventuell zieht sich dieser zusammen.
Ich werde am Mittwoch mal einen tecalan Schlauch verlegen
Vieleicht war es das dann ja schon?

Gruß Thomas

!Sollte ich mit etwas falsch liegen bitte korigiert mich!