Zuverlässige Unzuverlässigkeit

Nach ein paar mal Orgeln springt er dann kurz an, geht jedoch nach ein paar Krubelwellenumdrehungen wieder aus."

Da rückt für mich auch der Vergaser, spez. Schwimmerstand, in den Fokus.

Daß die eingeschaltete Zündspule gerade nach längerem Basteln warm wird
dürfte normal sein.
Sie ist meist robuster als viele denken, einfach erst mal die beiden Spulen durchmessen zur Vergewisserung.
 
Hallo Johannes,

die Zündspule ist auf 12 Volt, davor ist die Mtalldose mit dem Wikelwiederstand geschaltet um die 12V an der Zündspule zu erzeugen.
DieMetaldose hat drei Anschlüsse. Mess die bitte mal nach, bzw besorg Dir einen Schaltplan vom Mog....oder tausch die Zündspule gegen eine "zivile" aus... nur zum Test...


Viel Erfolg,

Magnus
 
Guuden,

Zitat:
„Hallo Justus.
.....
Auffällig war nur, das nach ein paar Startversuchen die Zündspule Temperatur hatte.
Man konnte sie mit der Hand nicht anfassen."

Dass darf so selbst nach stundenlanger Fahrt einfach nicht sein.
Funktioniert die Umschaltung nach dem Anlassen von 24 V auf 18 V wirklich?

Wenn er nicht wieder anspringen will, kommen dann noch Zündfunken?

Gut 404!
Justus
 
Hallo ,
hast du schon versucht das Entlüftungsrohr oberhalb vom Tank zu schließen? Einfach blind machen.
Es ist mir in der Sahara 2x genauso gegangen.
Die Spritleitung vom Tank zum Vergaser besteht aus Metall. D.h. sie erhitzt sich während der Fahrt, der Sprit verdampft in der Leitung
und bei Vollgas bekommt dadurch der Vergaser zu wenig Sprit . Der Motor fängt an zu stottern bis er stehen bleibt.
Probiere mal.
Gruß Christian
 
Hallo
Quatrecentonze110 schrieb:
Die Spritleitung vom Tank zum Vergaser besteht aus Metall. D.h. sie erhitzt sich während der Fahrt, der Sprit verdampft in der Leitung
und bei Vollgas bekommt dadurch der Vergaser zu wenig Sprit .
das Problem ist nicht neu. Besonders die Feuerwehren wurden beim stationären Betrieb heiß, so dass der Sprit in den Leitungen bluberte.
Dagegen gab es Abhilfe ab Werk ,siehe Vergaserrücklauf
 
Hallo Zusammen,
auch wenn das Problem mit heizen Leitungen prinzipiell wie von Christian und Helmut benannt durchaus vorkommen kann, glaube ich nicht das dies in diesem Fall die Ursache ist.
Nach der Fehlerbeschreibungen des Themen Erstellers haben die Leitungen und der Sprit im Vergaser garnicht die Zeit um durch übermäßige Hitze zu verdampfen.
 
Guten Abend in die Schrauberrunde.

Und :danke für die Beiträge.

In den letzten Tagen hab ich an dem Unimog weiter gearbeitet.


Als erstes habe ich die Ventile kontrolliert.

Um den Deckel zu demontieren mussten die 4 Senkkopfschrauben mit Schlitz ausgebohrt werden, da diese mit der Zeit unlösbar waren.

Die Kopftechnik sieht nach 25000km aus wie neu...

Alle Auslassventile wiesen ein Spiel von 0,15 auf und wurden auf 0,2 korrigiert.
Von den Einlassventilen habe ich 4 von 6 >0,05 auf 0,1 eingestellt.

Gab also keine großen Abweichungen.

Die Zylinderkopfschrauben waren fest.


Zum Zündung einstellen habe ich diese Zündlichtpistole angeschafft:

https://www.conrad.de/de/p/equus-5568-schnelltest-fuer-motoren-590-518-857336.html
Mit 100 Euro zwar teuer jedoch von hoher Qualität.
Bin damit zufrieden.

Da der Unimog zu dem Zeitpunkt nicht lief, wurde die Grundeinstellung von 2° bei Anlassdrehzahl eingestellt.
Nach dem Einstellen waren die Batterien zu schwach auf der Brust.

Am nächsten Tag, mit aufgeladenen Batterien ein kleines bisschen Hoffnung:

Der Unimog springt an und läuft.
Zwar nur ein paar Sekunden im Stand aber ein Lebenszeichen ist ein Lebenszeichen.


Er springt an ohne Choke und ohne Gas.
Sobald man das Gaspedal oder den Choke berührt ist Ende.

Da er nach ca 5 sekunden wieder aus geht, kann der Vorgang, nach 1min Wartezeit wiederholt werden und er geht wieder an für weitere 5sek.


Falls die Vergaserfrage aufkommt.
Der Vergaser ist blitzeblank von innen und war vor ein paar Wochen beim Vergaserpapst, der diesen revidiert und eingestellt hat.

Die Pumpe fördert genug.

Vorfilter ist in meinem Fall ein Pierburg 4.00030.80.0.
Der soll einen sehr geringen Widerstand haben.
https://www.hardi-automotive.com/produkte/technik/

Was sonst noch auf meiner Liste steht ist:

Schließwinkel einstellen, danach erneut Zündzeitpunkt festlegen.
Und die Zündspule ?messen?
(ich hab leider wenig Ahnung von Multimetern und was man da Messen soll)
Ich könnte diese aber auch aus einem anderen Unimog 404 ausbauen und tausch-ausprobieren.

Vielleicht erschließt sich ja eine weitere mögliche Fehlerquelle.

Gruß
 

Anhänge

Guuden,

wurde inzwischen mal geprüft, ob nach dem Absterben noch Zündfunken vorhanden sind?
Irgendwann würde ich versuchen herauszufinden, ob die Spritversorgung (Vergaser) oder die Zündung versagt.
Sonst stochert man weiterhin mit der Stange im Nebel.
Bei einem zivilen Zündgeschirr ist das doch mit der Pistole ein leichtes.
Damit kann auch jedes einzelne Z-Kabel geprüft werden.

Gut 404!
Justus
 
Hallo Justus
Dies ist eine etwas irreführende Formulierung.
ob nach dem Absterben noch Zündfunken vorhanden sind?
Wenn der Motor nicht mehr Dreht gibt es auch keine Zündfunken, ich denke Du meinst eher unmittelbar vor bzw während dem Absterben.
Ja, dies ist eine interessante Frage. Leider hat Johannes den Bildern nach noch die MIL Kerzen und vermutlich daher auch noch die geschirmmten Kabel.
Da vermutlich die heutige Anwendung nicht mehr das schwungvolle Durchfahren von Wasserfurten ist, empfehle ich auf jeden Fall die Umrüstung auf moderen ungeschirme Kabel mit günstigeren handelsüblichen Kerzen.
Dann funktiert der von Dir angesprochene Test der Zündleitungen mit der Zündpistole hervorragend.
 
Hallo Jürgen und Justus,

die Zündung ist komplett Militär.
Kabel, Kerzen Verteiler etc.

Da mich das Thema Zündung aktuell ziemlich nervt wird diese jetzt komplett ersetzt.
Da die Kabel nicht gut aussehen, die Spule sehr warm wird und die Kerzen auch nicht mehr die besten sind, bin ich es leid hier dran weiter zu fuckeln.

Klar ist der Umbausatz, der auf Ebay vertrieben wird, teuer jedoch will ich endlich ruhe haben und nicht warten bis das nächste der Zündung versagt.
Nach der Zeit kann diese ja auch mal den Geist aufgeben.

https://www.ebay.de/itm/223478165873?chn=ps&_ul=DE&norover=1&mkevt=1&mkrid

Ich melde mich dann wie der Einbau so vonstatten geht.
Jedoch muss ich mir das mal anschauen wie das mit dem Unterduck funktioniert.

Laut Vertreiber passt die Zündung Plug and Play.

Grüße Johannes
 
Guuden,

der Königsweg ist m.M.n. der Umbau auf zivile Kerzen unter Beibehaltung des militärischen Verteilers.
Mit einem kontaktlose Impulsgeber aufgewertet.

Oder hier mal stöbern:

https://vkcars.be/webshop

>Ersatzteile Unimog 404 > Motor 180 > Zündung UPGRADE

Gut 404!
Justus
 
Hallo Johannes,
ich sehe das genauso wie Justus.
Sehr viele hier haben mit Justus "Königsweg" besten Erfolg. und VKcars kann ich ebenfalls bestens empfehlen.
Wenn Du genau schaust findest Du bei VKcars sogar Deinen Umbausatz etwas günstiger.
Eine Unterdruckverstellung hat Dein Verteiler nicht. Es gibt bei dem Standard Mil Verteiler nur die Fliehkraftverstellung.
Der von Dir verlinkte Umbausatz ersetzt den eigentlichen Verteiler nicht, nur den Verteilerdeckel. Wenn also die Verteilermechanik (Verstellung) nicht richtig arbeiten würde, würdest Du damit auch nicht viel besser dastehen.
Allerdings hat die Verstellung im Leerlauf, also Deinem letzten Versuch, eigentlich noch keinen Einfluß.
Nochmals die Frage, welche Drehzahl hatte der Motor bei dem Versuch, mir kam es bei dem Video etwas hoch vor.
Zu aller erst würde ich vernünftige Zündkabel und neue normale Kerzen verbauen. Das wäre der erste Upgrade.
Ganz falsch kann Dein jetziger Verteiler, Verteilerkappe, Verteilerfinger nicht sein, denn wenn auch nur ein paar Sekunden läuft Dein Motor und sprang im ersten Moment ja auch gut an.
 
Hallo Jürgen,

Also versuche ich erstmal die Zündkerzen mit Kabel auf Zivil umzubauen. Brauche dafür ja eine neue Kappe etc...

Der Verteiler der bei mir verbaut ist, ist ein Bosch 0 231 136 002.

Der Motor dreht um die 1000 Umdrehungen bei 16° Zündverstellung auf der Riemenscheibe.

Ich versuche mal den verlauf des Anspringens zu beschreiben.
Vielleicht schaffe ich das die Tage in einem Video zu verpacken.

Anspringen tut er aber recht schlecht. Man muss ein paar Sekunden orgeln bis er stotternd herbeikommt.
Dann springt er an -> dreht auf 1200 Umdrehungen bei 21° und hält dann für 3sek die 1000 Umdrehungen bei 16°.

Diesen Vorgang hab ich beliebig oft wiederholt.

Sobald ich, wärend er läuft, etwas gas gebe verschluckt er sich sofort.
Auch wenn ich den Verteile etwas verdrehe in beide Richtungen kommt nix mehr.
Ich bekomme es nicht besser eingestellt da er keine Drehzahl zuverlässig hält.
Irgendwo ist da noch der Wurm drin.


Ich habe mir im VK Shop den Umbausatz komplett ohne elektronische Zündung bestellt.
Vielleicht hab ich damit ja mehr Erfolg.

Gruß Johannes
 
Hallo
Jürgen-Fahlbusch schrieb:
Eine Unterdruckverstellung hat Dein Verteiler nicht. Es gibt bei dem Standard Mil Verteiler nur die Fliehkraftverstellung.
das ist ein Zugeständnis für die Verschleiß- und Reparaturfrage an die mititärische Nutzung..
Auch wenn die Leistung wegen des geringeren Verdichtungsverhältnis nicht signifikant steigt, so gelten dort trotzdem die Gesetze der Physik wie bei den zivilen Baumustern. Eine Unterdruckverstellung ist nur von Vorteil.
 
Hallo Johannes,

hattest Du nicht geschrieben , dass die Zündung zunächst auf die Grundeinstellung 2° vor OT bei Leerlaufdrehzahl eingestellt ist.
1000 -1200 Umdrehungen sind im Leerlauf zuviel.
Ist die Choke -Einstellung wirklich auf völlig geschlossen?
Ist das Gaseinstellung auf Anschlag Leerlauf, geht die Drosselklappe richtig auf geschlossen zurück?
Für zivile Zündkabel musst Du zunächst keine andere Verteilerkappe verwenden sondern die Zündkabel im Bereich der Verschraubung dahingehend verändern, dass sie fest in die jetzige Kappe passen.
Hier findest Du eine kurze Anleitung:
https://www.unimogfreunde.de/former/technik-tipp/index.html#Zuendkabel404
 
Hallo Jürgen,

ja die Zündung ist auf 2° Grundeinstellung bei Anlassdrehzahl, da er im Leerlauf ja nicht läuft.

Ja die 1000 Umdrehungen sind für Leerlauf zu viel.
An dem Leerlauf wurde aber nix verändert.
Kann mir das nur erklären wegen Kaltstart, denn bei um die 0° Temperatur drehte er früher immer etwas höher nach dem Start.

Choke und Gaseinstellungen funktionieren einwandfrei, hat ja auch Prima gelaufen.

Hab heute nochmal ein Startversuch unternommen, leider ohne Erfolg.
Jetzt geht wieder nix mehr.

Die Tage kommt das Paket mit den neuen Zündungsteilen, vielleicht löst sich das Problem damit.

Gruß
 
Hallo Johannes,
den Kaltstart wie bi modernen Autos gibt es beim 404 nicht, diese Aufgabe hat der Fahrer manuel mit dem Choke übernommen.
Die Drehzahl ist hauptsächlich von der Öffnung der Drosselklappe bzw dem geöffneten Choke abhängi. Es gibt seitlich am Vergasser eine Schraube mit der der Anschlag für das Gasgestänge eingestellt werden kann. Ist diese zu weit herausgedreht läuft der Motor grundsätzlich mit höherem Leerlauf bzw eigentlich schon mit eben leichtem Gas.
Die Grundeinstellung 2° vor OT kann auch statisch eingestellt nur mit der Prüflampe.