Zylinderkopfdichtung OM636 verstehen

Hallo Hannes,

die Elring Dichtung hatte ich noch nicht. Aber bei REINZ ist es genau so wie von mir zuvor beschrieben. Im hier angehängten Foto sieht man die REINZ Dichtung.
 

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Hallo Christoph,

mein Bild zeigt einen originalen OM636 aus 1972. Hier sind die Bilder vom MEVOSA. Aber man sieht, dass auch hier Löcher sind, die nicht auf beiden Seiten vorhanden sind.

Gruß
Markus
 

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Hallo Markus,

Dein Foto in Deinem Beitrag vom 9. Sep 2018, 18:58 hatte ich zu flüchtig betrachtet. Die nicht übereinstimmenden Bohrungen scheinen tatsächlich überall und immer dieselben zu sein. Nur warum?
 
Hallo Christoph,

meine Erklärung wäre die Gußtechnik. Möglicherweise diente die Öffnung dazu, den Kern zu stabilisieren oder zu halten. Und die Dichtung wurde dann nach Vorlage einer Seite gemacht, wobei man sich für das ZKG entschieden hat.

Frag doch mal bei den Eisenwerken Brühl (EB) nach. Vielleicht können die dir etwas zur Gußtechnik verraten, auch wenn sie sich and en Motor nicht m ehr erinnern können.

Gruß
Markus
 
Hallo
die gleiche Frage zu den Änderungen an der Kopfdichtung hatten wir doch ausgiebig diskutiert und auch die Ursache der unterschiedlichen Kanalführungen im Block. Dazu hatte Jochen auch den Grund der verschiedenen Lochmuster gezeigt.
Desweiteren wurde das gleiche Thema in zwei weiteren Diskussionen intensiv bearbeitet.
verschiedene Zylinderkopfdichtung OM 636 ???
"Neuer Motor" (OM 636) "frisst" ZK-Dichtung(en)
Warum wird ein neues Thema aufgemacht und die alten und bekannten Fragen erneut gestellt, statt die bekannten Ergebnisse weiter zu vertiefen. Sofern es neue Fakten dazu gibt ist es sinnvoll, den bekannten Sachstand zu ergänzen, um einen umfassenden Informationsstand zu erreichen. Im alten Thema war die Diskusion schon weiter.
 
Hallo Helmut,

in den anderen Beiträgen, die Du verlinkst, geht es vornehmlich um Durchbrennen und Ankleben der Zylinderkopfdichtung, was beides hier nicht der Fall ist. Themengleichheit mit dieser Beitragsfolge kann ich daher nicht erkennen.
 
Hatte heute eine Elring ZKD in der Hand. Diese hatte die MB Nummer 636 016 13 20 und einen Stern eingeprägt.
War in einem Unimog OM 636 verbaut.

Die hatte keine großen Löcher, nur im Bereich der äußeren beiden großen Löcher" je eine 10mm Bohrung.

Gruß
Markus
 
Hallo Markus,

in einer 4 Jahre alten REINZ-Dichtung sind die von Dir lokalisierten beiden Löcher nur 6 statt 10 mm im Durchmesser.

Mit der AJUSA Dichtung mit den 4 maximal großen Durchbrüchen ist der Temperaturgang ganz anders als zuvor mit der von REINZ.

Bei Fahrt im 6. Gang ist die Kühlmitteltemparatur am Zylinderkopf-Ausgang stets und zeitweise deutlich unter 80°C. Stelle ich den Motor kurz danach ab, geht die Temperatur bis auf 95°C hoch. Daraus schließe ich, dass der Kühlmittelstrom auf der Ventiltriebseite zu groß und um die Zylinder herum zu gering war.

Bei langsamer Fahrt mit geringer Drehzahl oder im Stand steigt die Temperatur tendenziell an.

Beides könnte darauf hindeuten, dass trotz unauffälliger Austrittstemperatur während der Fahrt die Temperatur an den Zylindern zu hoch ist.

Diese Unsicherheit gefällt mir garnicht.
 
Hallo zusammen,
Aus dem letzten Post von Christoph entnehme ich, dass ich lieber eine Dichtung mit den kleinen Öffnungen verbaue.

Jetzt bleibt noch die Auswahl zwischen elring und reinz...

Beide spielen in der gleichen preisLiga... welche würdet ihr empfehlen und warum?

Viele Grüße aus der Pfalz, Nils
 
Hallo Nils,
ich würde auch immer die Kopfdichtung mit den kleinen Durchlässen verbauen, die Durchspülung und Umspülung der Zylinderfüße und der 6 Wasserteiler ist sonst zu gering- das Wasser nimmt den einfacheren Weg durch die großen Öffnungen. Ich vermute das war ein Schnellschuss der Neuzeit. Beste Erfahrungen habe ich mit den Dichtungen von Reinz, negative hingegen mit den Elring. Anfälliger für nicht exakt plane Oberflächen, zudem brennt sich die selbstklebende Oberfläche sehr stark in die Oberfläche ein. Bei einem erneuten Wechsel ist oft eine maschinelle Nacharbeit von Nöten.
 
Hallo Hannes und alle mitleser,

:danke fürs zusammenfassen.
Ich habe nu die reinz bestellt und bin gespannt obs dann dicht wird.

Viele Grüße aus der Pfalz, Nils
 
Hallo, ich habe auch schon Stunden bei dem OM636 Kopf dabeigesessen und meinen Kopf zerbrochen. :mauer

Der OM636 ist ein fürchterliches Gebastel, erst wurde ein Diesel-Kopf für den M136 Block entworfen.
Dann wurde ein extra Diesel Block zu dem vorhandenen Kopf entworfen.
Deswegen ist da alles sehr seltsam konstruiert und hat eben auch seine Geheimnisse.
Köpfe gibt es auch gar viele Versionen, ich alleine hatte schon 4 unterschiedliche. :o

Fakt ist aber das es diese "günstige" Zubehördichtung mit den großen Durchbrüchen nicht geben dürfte, die ist einfach falsch konstruiert. Der Wasserumlauf geht dabei den einfachsten Weg und kühlt die wirklich kritischen Stellen garnicht. :evil:

Die eingepressten Wasserverteiler können nur funktionieren wenn sich ein kleiner Druckunterschied zwischen Block und Kopf einstellt. Die Bohrungen der Wasserverteiler zielen auf die kritischen Bereiche wie den Zwickelbereich Ein/Auslasskanal und Vorkammer. Wenn in dem Kopf nur noch die abgerosteten Reste der Verteiler drinstecken gibt es natürlich thermische Probleme und auch irgendwann Risse im Kopf.

Ich habe mir die Wasserverteiler neu angefertigt und die günstige Kopfdichtung wieder zu Mogparts zurückgeschickt.
Mein Kommentar dazu hat die aber nicht interessiert... :roll:

Gruß
Marco
 
Hallo
schmierlappe schrieb:
Der OM636 ist ein fürchterliches Gebastel, erst wurde ein Diesel-Kopf für den M136 Block entworfen.
Dann wurde ein extra Diesel Block zu dem vorhandenen Kopf entworfen.
Deswegen ist da alles sehr seltsam konstruiert und hat eben auch seine Geheimnisse.
dieses Vorgehen ist absolut normal.
M136-OM636
M121-OM621
M115-OM615
M352-OM352
M366-OM366
alle haben jeweils die gleiche Blockstruktur . Zu Zeiten wo Motoren noch händisch mit Bleistifft gezeichnet wurden, war das der gängige Weg.
Und wie alle Motoren unterliegen die der kontinuierlichen Weiterentwicklung. Das Blockdesign wird gusstechnisch optimiert, die Lage und Anzahl der Bohrungen um den Sandkern zu entleeren (die werden fälschlischerweise als Froststopfen bezeichnet) werden geändert/optimiert. Im Rahmen der Leistungsanhebung wird der Kurbeltrieb und Kühlkreislauf etc angepasst und ggf der Block verstärkt. Die verwendeten Bauteile werden angepasst, geändert und weiterentwickelt.
Der Aftermarket bietet danach aber günstig "Universalteile" an, die möglicherweise überall oder nur teilweise oder nirgendwo richtig passen, vor allem wenn geschäftstüchtige Kaufleute die Fachleute ersetzen.
Eigentlich ist das Problem dabei ja erst Jahrzehnte nach dem Motor entstanden.
Die Diskussion dazu hatten wir aber schon weitaus intensiver
 
Hallo zusammen,

der Thread ist zwar schon recht alt, habe aber noch eine Frage zu den Wasserverteiler.

Wo genau und in welche Richtung sollen diese montiert sein? Sind die Teile in den Block gesteckt oder im Kopf? Habe schon ein paar Zylinderkopfdichtungen am OM636 getauscht, die Wasserverteiler sind mir aber nie aufgefallen.

Grüße, Florian