2 Thermostate?

Hallo Tobias,

das Teil (Thermostatventil), das Du angebohrt hast, sieht so aus wie auf dem Foto unten. Es ist vollkommen unklar, wie der freie Querschnitt danach aussieht, wenn überhaupt einer da ist. Denn das Ventil ist mit Sicherheit kaputt und der Ventilsitz ist ganz oben. Und wenn dann noch lose Teile durch Vibration angeregt irgendwo scheuern ... und was ist mit den Spänen?

Also mir wäre sehr unwohl bei der Sache.
 

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Danke !
Passt Da nur der Behälter vom 411-er oder evtl. auch noch Behälter anderer evtl. neuerer Baureihen ?
Ich hatte mal glaub ich irgendwo gelesen, dass der Behälter vom 404 auch passt (ist halt nicht poliert sondern lackiert), bin mir aber nicht mehr sicher obs der vom 404 war. Auf Ebay ist grad einer drin, aber da geht der rechte Abgang schräg raus und bei meinem gerade. Nachdem den Schlauch an dieser Stelle recht kurz ist kommt man da evtl nicht um die Kurve zum Anschluss an das Thermostatgehäuse ??

http://www.ebay.de/itm/AUSGLEICHSBEHALTER-KUHLWASSER-4045001049-FUR-UNIMOG-404-/291934636860?hash=item43f8a90b3c:g:rQgAAOSwGzlTxCiU

Gruß
Tobias
 
Also beim 404 gibt es zwei einen großen und einen kleinen. Der kleine vom 404 hat einen schrägen Eingang. Der 411er Behälter für den neue Thermostaten hat den Eingang parallel zur Fahrtrichtung.

Auch der 404 Behälter ist aus Messing und kann entlackt und poliert werden. Die Behälter der 411er waren bei den letzten Baujahren schwarz lackiert.

Den 404 Behälter gibt es nöch öfter aus BW alten Bestanden. Ohne umarbeiten geht der kleinere Behälter am 411 nicht. Wenn ich mich recht erinnere hat Jochen bei seinem blauen Osterei mal einen umgearbeitet.

Gruß
Markus
 
Quellwolke schrieb:
Danke !
der Behälter vom 404 auch passt (ist halt nicht poliert sondern lackiert)

poliert waren die meines Wissens in 411 und 401 ab Werk auch nie. Sondern entweder in Wagenfarbe lackiert und mit einer Warnbeschriftung gegen unbedachtes Öffnen des Deckels bei heißem Motor versehen, oder wie Markus schon schrieb schwarz lackiert.

Das Polieren ist der Glitzer-Liebhaberei geschuldet...

mfG
Fabian
 
BroSe schrieb:
Zur Not, wenn alle Stricke reißen, gibts den Behälter ja noch zu kaufen...
Viel Erfolg
Gruß Sebastian
...Wo gibts den Behälter denn noch zu kaufen ? Hast Du da eine Quelle? Bei MB nicht mehr lieferbar und auch nicht bei den einschlägigen Teileversorgern wie z.B. MogParts.

Gruß
Tobias
 
Hallo Tobias,
die tauchen immer wieder mal bei Ebay auf. Der ein oder andere Unimog-Händler hat sowas sicher auf Lager. Hier muss man erfahrungsgemäß aber anrufen/mailen, weil vieles nicht in Onlineshops gelistet wird.
Hier ist auch einer inseriert: http://www.allrad-oldtimer.com/teile/teile.html
Oder Du setzt eine Suchanzeige ins Forum.
Gruß Sebastian
 
Den 404 Behälter gibt es nöch öfter aus BW alten Bestanden. Ohne umarbeiten geht der kleinere Behälter am 411 nicht. Wenn ich mich recht erinnere hat Jochen bei seinem blauen Osterei mal einen umgearbeitet.

Ich habe einen umgebaut und dann festgestellt das er doch nicht passt:
28515764lw.jpg

Stutzen 1 ist zu dünn und sitzt zu weit innen, Stutzen 2 ist zu dick und läuft schräg

28515878lb.jpg

Stutzen geändert aber leider dann erst festgestellt das der Stutzen 1 zu weit innen sitz und mit den Zylinderkopfdeckel kollidiert.
Man müsste jetzt noch Stutzen 1 mindestens 3cm weiter nach außen verlegen.
Gruß
Jochen
 
BroSe schrieb:
Hallo Tobias,
die tauchen immer wieder mal bei Ebay auf. Der ein oder andere Unimog-Händler hat sowas sicher auf Lager. Hier muss man erfahrungsgemäß aber anrufen/mailen, weil vieles nicht in Onlineshops gelistet wird.
Hier ist auch einer inseriert: http://www.allrad-oldtimer.com/teile/teile.html
Oder Du setzt eine Suchanzeige ins Forum.
Gruß Sebastian
Alles klar. Ich dachte es gäbe den noch neu irgendwo zu erwerben.
Hab mir jetzt mal ne neue Überwurfmutter bestellt. Ich versuche mal die einzuschneiden und dann reinzuhebeln - vielleicht löst sie sich dann vom Gewinde.

Gruß
Tobias
 
Ich habe einen umgebaut und dann festgestellt das er doch nicht passt:
28515764lw.jpg

Stutzen 1 ist zu dünn und sitzt zu weit innen, Stutzen 2 ist zu dick und läuft schräg

28515878lb.jpg

Stutzen geändert aber leider dann erst festgestellt das der Stutzen 1 zu weit innen sitz und mit den Zylinderkopfdeckel kollidiert.
Man müsste jetzt noch Stutzen 1 mindestens 3cm weiter nach außen verlegen.
Gruß
Jochen[/quote]

...Dann fällt diese Lösung wohl auch aus....
Danke

Gruß
Tobias
 
Moin,
Mach es doch einfach so, leeres halbes Thermostatgehäuse anlöten und gut ist. Vorher die Überwurfmutter einfach knapp hinter der Kante absägen.
image.php


Gruß
Alex
 
Alex,

dann kannst du aber auch gleich den Gewindering ablöten, das Thermostatengehäuse leer machen und Gewinde mit Mutter wieder anlöten. Ans leere Gehäuse muss ja keiner mehr heran.

Danke Jochen, ich war davon ausgegangen, der vom 404 gepasst hat. Aber wenn man schon umlötet / umarbeitet könnte man das ja beides erledigen und hätte dann von oben einen schönen beulenfreien Behälter.

Gruß
Markus
 
Mein Tipp ist die Mutter längs einzusägen, bis das Messinginnengewinde sichtbar ist, dann viel mit Rostlöser und WD40 einsprühen. Dann mit einem Flachmaterial gegen die Schnittkante in Richtung der Öffnungsrichtung klopfen, damit habe ich meine Überwurfmutter gelöst bekommen. Weder Ölfilterschlüssel, Schraubstock, Ölen, Erhitzen o.ä. hatte Erfolg. Bei Interesse kann ich gerne ein Foto der Mutter schicken. Aber gerade durch den Schnitt, denn man später auch wieder verlöten kann und mit einer Gewindefeile wieder durchgängig machen kann, bewirkt das das Öl besser in die Zwischenräume kommt. Die Dichtfläche wird damit nicht beschädigt weshalb es (so hoffe ich) keine Probleme gibt mit der Abdichtung.
 
mhame schrieb:
Alex,

dann kannst du aber auch gleich den Gewindering ablöten, das Thermostatengehäuse leer machen und Gewinde mit Mutter wieder anlöten. Ans leere Gehäuse muss ja keiner mehr heran.

Danke Jochen, ich war davon ausgegangen, der vom 404 gepasst hat. Aber wenn man schon umlötet / umarbeitet könnte man das ja beides erledigen und hätte dann von oben einen schönen beulenfreien Behälter.

Gruß
Markus

Das klingt eigentlich nach einer einfachen, zerstörungsfreien Lösung. Da kommt dann sozusagen die ganze Mutter samt dem Gewinde vom Stutzen runter, oder wie muss ich mir das vorstellen ?

Gruß
Tobias
 
Hier eine Gegenüberstellung der Behälter. Der Gewindekranz ist sehr dünn und nur aufgelötet. Meine Messing-Ersatzteile sind etwas stabiler konstruiert und gefertigt, damit sich der Gewindering nicht gleich verzieht. Auch habe ich alle Teile aus Messing und nicht Stahl fertigen lassen. Die Stahl-Mutter ging trotz mehrfachen Einsägens nicht ab. Hier half auch kein WD40, sondern nur ablöten.

Das zweite Bild zeigt den aufgelöteten verstärkten Reparatur-Gewinde-Ring. Hier kann auch mit eingelegtem Lot von innen nach außen gearbeitet werden. Entsprechendes Flussmittel nicht vergessen und dem Flussmittel einen Weg aus dem Lötspalt lassen, also nicht von beiden Seiten des Lötspalts Lot einbringen. Mit der Wärmeeinbringung vorsichtig sein. Messing leitet die Wärme sehr gut, so dass bei der Trennfuge zwischen Oberteil und Unterteil schnell Lot austritt. Die Naht ist zwar zusätzlich gepunktet, aber keine Dichtnaht, das Abdichten übernimmt das Lot.

Gruß
Markus
 

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Diese Mutter ging nur mit Wärme ab! Sechs Wochen WD40 brachte trotz Schnitt keine Lösung.
 

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Moin,
Ahhh - Denkfehler von mir! Ich dachte bis Dato der Gewindering wäre länger und Muffenartig! Dann wurde da bei mir auch nicht gesägt, sondern evtl auch nur abgelötet.

Wurde hier glaube ich noch nicht gesagt, beim Löten am Stutzen aufpassen. Der Falz in der Mitte des Behälters ist auch verlötet, da mit dem Lotbrenner nicht so hinzielen - sonst bastelt man sich eine undichte Stelle.

Gruß
Alex
 
Jochen,

sind beim 404 die Rohre nur getauscht? Ich meine dass die beiden dünneren und die beiden dickeren gleich sind, nur jeweils rechts mit links getauscht ist?

Dann könnte man die zwei Rohre auslöten, die Bohrungen mit zwei kleinen Messingblechen sauber flächig verlöten und dann die Bohrungen in die Patches (aufgelöteten Flicken) einbringen und die Stutzen in der Kehle wieder einlöten. Man benötigt also nur eine Flamme, zwei Messingbleche und Lot mit passendem Flussmittel.

Wenn man die Fläche unter den Blechen und am Behälter vom Oxid befreit und das richtige Flussmittel mit der erforderlichen Löttemperatur verwendet, steht einer guten und dichten Lötverbindung nichts im Weg.

Der Vorteil wäre, dass man 404 Behälter im Neuzustand noch bekommt, man dem möglichen gleichen Problem bei einem gebrauchten Behälter mit eingeschraubtem Thermostaten aus dem Weg geht und ein 411 Behälter neuer Form sehr selten ist.

Gruß
Markus
 
Alex,

das mit der Dichtnaht hatte ich schon ergänzt. Wie sich doch die Erfahrungen gleichen :D


Nein, der Gewindering ist nicht länger als die Mutter. Er hat innen einen Absatz, der auf den Stutzen passt und die Position zum Löten fixiert. Außen ist ein Gewinde aufgeschnitten. Das ganze ist sehr filigran und wenn dich das Gewinde beim auflöten verzieht, dann läßt sich die Mutter auch im Neuzustand nur hakelig aufschrauben.

Sägen und schleifen kann man schon. Will man den Gewindering erhalten, muss man sehr gefühlvoll vorgehen. Die Kreuzeinschnitte auf der Stirnfläche sollten die Wärmeausdehnungsbehinderung verbessern und die Steifigkeit aus der Mutter nehmen, auch das hat nichts gebracht. Das Gewinde abhämmern, damit sich die Flächen durch Erschütterung lösen bringt auch nichts.

Gruß
Markus
 

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