404 ein interaktives Tagebuch

Hallo Zuammen,

Die Anmeldung und technische Abnahme bei der Truck Trial Europameisterschaft ist erfolgreich absolviert. Wir dürfen sogar in der Serienklasse, der Kategorie 2 Achser starten. Hierzu wurde wohl sogar ab diesem Jahr das Reglement angepasst, so daß solche Umbauten auf "alternative" Antriebe die zum bisherigen Konzept des Fahrzeugs passen nicht zu einer Abschiebung des Fahrzeuges in die Prototypenklasse führt.
Das Wochenende hier in Langenaltheim verspricht schön zu werden, das Wetter soll entsprechend sein. Also macht einen schönen Ausflug hierher.
(Es wird keinen Trucktriallauf dichter an Mittelerde geben 😀)
 

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Hallo Freunde,
und nun ist es auch schon wieder vorbei. Wie schon am Freitag war es ein super Wettkampf bei herrlichem Wetter.
Mit Bildern kann ich leider derzeit nicht dienen, denn ich war allein. Ja, ganz allein, diesmal sogar ohne Beifahrer. Aber das tat dem Spass keinen Abbruch in diesem anspruchsvollen Gelände.
Leider gab es wieder einige tiefe Wasserlöcher die ich aus Fahrzeugschonung meiden musste.
Und dann gab ws genügend schwierige kipplige Schrägtore in den Hängen mit dicken Steinen vor, im oder hinterm Tor. Diese waren für mich ohne den sprechenden rechten Außenspiegel nicht passierbar. Das Risiko dann doch den E-Trialmog kaputt zu fahren oder umzuschmeißen war mir da zu groß.
Aber erstaunlicher Weise gab es auch eine Sektion, die ich tatsächlich mit etwas Glück und sehr exaktem Fahren als bestes Serienfahrzeug bewältigte. Nur ein Proto auf Mogbasis mit frei stehenden Rädern und Allachslenkung war hier m 11 Punkte besser.
Das Wochenende stand für mich unter dem Aspekt des Testens besonders bei steilen Auf- und Abfahrten mit bis zu 70°. Und da krabbelt der E-TrialMog tatsächlich hinauf und schleicht hinunter.

Die Tests waren also soweit sehr erfolgreich mit dem Resüme: Das Auto kanns - der Fahrer muss mutiger werden
Heim gefahren bin ich mit noch 56% Restkapazität in den Akkus.

Achso, ein Bild gibt es dann doch noch:
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Hallo Jürgen,
es freut mich dass es für Dich so gut lief!
Langenaltheim, was soll man sagen, war auch in der DGM schon immer ein Veranstaltungsort der bei einigen Teilnehmern Erfurcht auslöste.
Die Steine sind nicht jedermanns Sache, Gott sein dank, mit wenig Rücksicht auf Material war da immer etwas möglich. Das Gelände habe ich in guter Erinnerung, ob im Wettkampf oder nur zum Spass mit Kolegen am Wochenende und Abends Lagerfeuer Bier und Gitarre.

Gruß Robert
 
Hallo Robert,
ja, Langenaltheim kann sehr anspruchsvoll aber auch sehr schön sein. Nicht unbedingt etwas für Leute, die gute neue Reifen lieben, da schneiden sich die Steine mal mehr pder weniger große Stückchen heraus. Als Freizeitfahrer kann man das umgehen. Im Wettbewerb egal ob nun DGM oder Trucktrial werfen die Wege gerade da entlang gelegt. Man möchte ja gerade da so etwas sehen. Mein Problem sind nicht die Steine selbst gewesen, sondern einfach die Tatsache, daß ich bei meinem Auto die rechte Seite nicht sehen kann. Und somit nicht weiß wie weit es noch bis zu einem Stein ist oder wann ich abrutsche. Und die Tore sind natürlich so gesteckt, daß sie auch den 4-Achsern Schwierigkeiten machen sollen. Für den kleinen Mog ist es dann machmal nur eine senkrechte Wand, so daß man garnicht mit wenigstem einen Vorderrad an den Szein kommt um sich herauf zu schieben. Das soll aber auch keine Entschuldigung sein, ich muss zugeben ich stecke auch manchmal eher zurück als andere. Und dann klappt es bei denen eben doch.
Ich bin aber trotz alledem hoch zufrieden, meine Idee mit dem E-Mog war nicht falsch aus einer Sicht. Es macht sehr viel Spaß ganz langsam und exakt zu fahren.
Da war zum Beispiel ein Schrägtor hinter einem Wassergraben über einen Hügel. Normal wurde es von unten mit etwas Schwung durch den Graben angefahren. Beim hochfahren versetzte es etwas und eine Berührung (8 Punkte) war Minimum bei den anderen Teams. Bei manchen wurde sogar die untere Stange mit der Hinterachse überfahren (40 Punkte).
Für mich kam die schwungvolle Variante duch den Wassergraben nicht in Frage weil das Wasser zu tief war. Meine derzeitige Watfähigkeit liegt bei ca 60cm. Also bin ich ganz anders gefahren. Rückwärts von oben über den Hügel ganz dicht u d extrem langsam an der rechten oberen Torstange vorbei mit der Hinterachse in den Graben. Als die Sta ge frei von meiner Stossstamge war hart rechts einschlagen und langsam, ganz langsam weiter zurück und so den Vorderwagen nach links vor das Tor bis ich weit genug zurück war um dann hart nach links gelenkt vorwärts gerade so in das Tor komme. Und dann extrem langsam ohne irgend ein versetzen wieder hoch durch das Tor ohne Berührung aber eben mit 2 Richtungswechseln (je 3 Punkte). Das macht einfach Spass.
 
Hallo Jürgen,
da ich immer nur alleine gefahren bin kenne ich die von Dir beschriebene Situation ohne Beifahrer sehr gut! Wenn Du alleine unterwegs bist ist die Beifahrerseite einfach ein schwarzes Loch.
Für mich kam ein Beifahrer nie in Frage, es wäre immer die Sicherheit an erster Stelle gestanden da ich als Fahrer die Verantwortung für den Beifahrer und dessen unversehrtheit habe. Es wären viele Erfolge nicht möglich gewesen, da der Erfolg nur durch ein hohes Risiko möglich war.
Da Du ja einen Beifahrer gewohnt bist ist es dann in so einer Situation ohne Beifahrer noch schwieriger. Schnitte in den Reifen und eingedellte Differentialgehäuse waren ja die Standartschäden in Langenaltheim, für mich Stand immer nur der Erfolg an erster Stelle, das Material war nicht wichtig. Das einzige was mit Material zu tun hatte war die Wahl der Abfolge der Sektionen, wenn ein hohes Risiko für Ausfallschäden bestand wurden die Sektionen wenn möglich zum Schluss gefahren.
Dennoch war ich sehr gerne dort.

Gruß Robert
 
Hallo zusammen,

am vergangenen Wochenende waren wir noch einmal spielen. Vermutlich das letzte Mal für dieses Jahr :(

Bei herrlichstem Spätsommerwetter konnten wir in einem Steinbruch am Rande des Erzgebirges einwenig Testen die Grenzn auszureizen. Und im Vergleich zu einem (herkömmlichen) anderen 404 S im Doppelstart haben wir doch den kürzen gezogen und sind hinter den beiden Teams nur auf den dritten Platz in unserer Klasse gekommen.

Bilder habe ich derzeit leider keine, der sonst immer anwesende unabhängige Fotograph war diesmal verhindert.
Halt, doch ein Bild habe ich doch welches mich ein wenig an meine Anfänge im Geländefahren vor vielen Jahren erinnert. Man steht an einer kleinen Kante und kommt nicht hinauf.

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Michael, erinnerst Du Dich ?

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Doch hier war die Situation gegenüber damals doch etwas anders. Diesmal wären wir durchaus irgendwie über die Kante nach oben gekommen, aber ...
...das Tor war eigentlich ein Abwärtstor welches wir rückwärts auch sehr gut bewältigen konnten. Nach etwas mehr als der Fahrzeuglänge ging es aber steil bergab direkt zum Asgangstor der Sektion. Der Boden noch ohne Fahrspuren anderer Fahrzeuge aber mit Rinnen die nicht direkt in der Falllinie verliefen. Hauptsächlich mir gefiel dies ganz und garnicht. Früher hätte ich vielleicht auf Grund des schweren Motors gesagt, rückwärts fallen lassen. Jetzt kenne ich die Schwerpunktlage nicht genau. Der Schwerpunkt liegt höher und weiter hin als früher, dann wird Rückwärts riskant weil man praktisch nicht korrigieren kann. Vorwärts aber gefiel mir auch nicht. Also fhren wir das obere Tor rückwärts in der Absicht nach dem Tor abzubrechen und dann vorwärts wieder hinauf und über das Eingangstor die Sektion verlassen. Der erste Teil funktionierte nur beim wieder hinauf fahren merkten wir dass die Räder begannen durchzudrehen. Wir hätten also nach unserem Abbruch die Sektion gerade in diesem heiklen Bereich für die uns folgenden Teams nachhaltig verschlechtern können. Aber ich denke, Ihr seit mit mir ein, dass man soetwas im sport nicht macht. Also haben wir die sanfte Art mit einem kurzen Push durch ei anderes Team gewählt.
Das Resümee, die beiden anderen 404 Teams sind dort vorwärts den Hang hinunter gestürzt, fahren konnte man es nicht nennen, nd mit Glück hat es die überdrehte Kupplung nicht zerrissen. Die haben das prima gemacht, ich hatte zuviel Angst.
Und auch zwei Sektionen später benötigten wir nocheinmal Bergehilfe diesmal durch einen Bagger. Am Rande eines Wasserloches, welches wir ja wegen meiner angst meiden wollen sind wir im tiefen Schlamm stecken geblieben während die anderen lustig Kreise in der Pfütze gefahren sind, den dort wo das Wasserstand war kein Schlamm sondern fester Boden.
Heißt das Fazit nun der E-Mog Umbau war doch blöd. Nein, auf keinen Fall. Jetzt muss nur noch der Alte seine angst überwinden und auf seinen Sohn vertrauen.
Wir haben wieder viel gelernt, einmal waren wir ganz kurz vor dem Kippen und konnten uns gerade noch mit einem beherzten hochdrehen der E-Maschine retten. Auch das funktioniert.
Und wir sind wieder mit 53% Restenergiemenge im Speicher nach Hause gefaren. Eine der oft gestellten Fragen können wir nun langsam besser beantworten: Und wie weit kommt Ihr mit dem E-Mog schafft Ihr heute den Tag und wie ladet Ihr bis morgenn nach - Nein, wir kommen durch das Wochenende und nachgeladen wird nur Zuhause über die Solaranlage.
 
Hallo liebe Freunde,

dieses Jahr geht es für den E-TrialMog noch einmal auf eine für uns ungewhnte neue Veranstaltung.
So wie es derzeit ausschaut bekommen wir Gelegenheit unseren E-TrialMog auf der ABENTEUER & ALLRAD vom 21.-24.10 in Bad Kissingen im Bereich E-Mobility bei der Firma CS Ennovation auszustellen. Und auch von unserem team wird jemand Vorort sein um Fragen zum Mog und zu unserem Hobby zu bantworten.
Allerdings wird der E-TrialMog aus Versicherungsgründen nur statisch gezeigt.

Wenn jemand von Euch beabsichtigt die ABENTEUR & ALLRAD zu besuchen, würden wir uns sehr freuen, wenn Ihr Euch zu erkennen gebt.
 

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Hallo Zusammen,

und schon sind wir wieder (fast) wohlbehalten zurück von der Messe Abenteuer & Allrad. Eine Offroad Veranstaltung der anderen Art. Nun Messen sind für mich nichts neues. Aber eine Messe im Dreck ohne Schlips und Kragen, dafür aber mit einem riesigen Weltenbummlercamp mit allein 2000 Wohnmobilen (mehr waren dieses Jahr Corona bedingt nicht zugelassen).
Trotz des kalten und teilweise sehr windigen Wetter waren viele Offroad interessierte dort und wir haben viele tolle interessante Gespräche geführt. Auch waren einige bekannte Gesichter und auch UCOM Mitglieder dort zu treffen, aber ehrlich gesagt weniger UCOMler als ich gedacht hätte. (Es kann natürlich sein, dass doch viele Da waren sich aber nicht als solche geoutet haben )
Ich konnte meinen Mog recht gut präsentieren. Es gab sogar zwei Steinchen auf die er klettern durfte (damit man von unten den Motor besser sehen konnte)

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Und so glänzte der E-TrialMog draußen in der Sonne während die teuren Offroadcamper etc im Schatten unter dem sicheren Zeltdach auf Besucher warteten.

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Nach einiger Zeit traute sich dann aber doch noch der Mandrill M1 Prototyp auch noch auf unsere Steine.

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Der Mandrill ist ein Side by Side (SxS) von einem deutschen Startup und ...
... natürlich voll Elektrisch. In Produktion soll er Anfang nächsten Jahres gehen.

Mich beindruckt hat auf dem Nachbarstand bei der Firma Hellgeth aber die modernste Ausbaustufe des 404 ...

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... es gibt eben doch noch schöne moderne Unimogs.

Tja, und ausgerechnet auf dieser Veranstaltung habe ich mir dann auch den ersten echten Defekt nach dem E-Umbau erzeugt. Beim Verzurren in der Dunkelheit nach Messeschluss ist mir ein Spanngurt abgerutscht, Hat sich verhakt und zack war die Bremsleitung am vorderen rechten Achsrohr abgerissen. Mit einer Kombizange ließ sich aber eine (eingeschränkte) Bremsfähigkeit schnell wieder herstellen.

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Hallo Jürgen,
ich nehme nicht an, dass Du damit nach Hause gefahren bist :D
Allzeit gute Bremse wünscht Dir
Roland
 
Hallo Roland,
selbst verständlich bin ich damit die paar Kilometer von Bad Kissingen nach Bruchköbel durch die Nacht nach Hause gefahren.

Aber ich kann Dich beruhigen, mein Mog steht ja auf einem Anhänger weil er im Moment ja keine Rücklichter hat :D :D
 
Unimog erfolgreich in Bad Kissing gesichtet war leider grad keiner am Stand und mal wieder daran erinnert das ich ja hier im Forum gemeldet bin und sch...e ich hab ja selbst auch noch nen zerlegten 404.

aber was mir grad so einfällt ein bekannter hat mir von deinem Mog erzählt Der Robert (mit dem gelben Postbus). er macht bei uns in der Firma gelegentlich die Elektrik.

Gruß Jan
 
Hallo Jürgen
kinzigsegler schrieb:
weil er im Moment ja keine Rücklichter hat :D
dein rücklichtloser Fahrstil ist mir auch schon aufgefallen, das müssen selbst die Frontlichter schon mal ein Auge zerdrücken :mrgreen:
 
Hallo liebe Leser,

nachdem ich mir ja blöderweise eine Bremsleitung demoliert habe, empfiehlt es sich den allgemeinen Bremsdienst nicht lange auf sich warten zu lassen.

Also schon mal aufgebockt, Räder abnehmen, Bremstrommeln abnehmen und Bremsbacke demontieren. Dank der allgemein guten Wartung und dem regelmäßig zuletzt in Kleinaga, Langenaltheim und Hartmannsdorf-Reichenau innerlich auf getragenem Antikorrisionsschutz war das alles in nicht einmal einer dreiviertel Stund getan.

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Hallo Jürgen
die Radbremsen kannst du doch auch demontieren, brauchst du doch eh nicht mehr. für die Feststellbremse reicht ein kleine Bremstrommel am Zapfwellengetriebe.
 
Hallo Helmut,
gut beobachtet, aber ich habe kein Zapfwellengetriebe.
Außerdem dürfen jetzt nach neuen Regeln bei der Europameisterschaft Einzelradbremsen realisiert werden.
Und ich gebe es ehrlich zu. Ich habe irgendwie ein besseres Gefühl wenn ich auch Bremsen kann ohne Strom. Bin halt doch altmodisch :D :D
 
Hallo Jürgen
kinzigsegler schrieb:
Und ich gebe es ehrlich zu. Ich habe irgendwie ein besseres Gefühl wenn ich auch Bremsen kann ohne Strom
komm gib doch zu, es gilt noch immer die Schreubererfahrung,
was man mechanisch lösen kann, fange nie elektrisch an. :mrgreen:
 
Hallo Jürgen,
musstes Du bei dem ganzen Schmoder überhaupt noch bremsen. Da war doch sicher genügend Reibung auch ohne Pedalfuß vorhanden :D
Aber die Bremsenreiniger und Hochdruckreiniger Firmen müssen ja auch leben.
Mit Mog Grüßen
Roland