404 ein interaktives Tagebuch

Hallo Jürgen,

es kostet viele Stunden Arbeit, bis so eine Lenkung richtig gebraucht ist. Daher der höhere Preis. :ironie

Warum härtest du deinen Adapter nicht vor dem Einbau? Jetzt musst du ihn ja nicht mehr bearbeiten.

Gruß Alex
 
Hallo
Kasprikie schrieb:
Warum härtest du deinen Adapter nicht vor dem Einbau?
Wenn der Adappter härter ist, wird die Welle vom Lenkgetriebe aufgeben, besser der Adappter verschleißt wie die Lenkung.
Ich vermute nach wie vor eine Bewegung, die Lenksäule ist im Führungsrohr oben nicht wirklich starr geführt.
Die am Lenkrad auftretenden Lenkkräfte sind für eine derartige Verbindung eher unbedeutend. Ich kann die Tiefe der Verzahnung auf dem Foto nicht einschätzen, der Negativanteil scheint bedeutend kleiner wie der Posivanteil.
 
Hallo Alex,
von der nachträglichen Härtung von Stahl habe ich keine Ahnung.
Ok, da gibt es bestimmt Fachleute und Firmen die so etwas gegen Einwurf von EUROs können.

Aber ich habe hier den Fall der "unsachmäßigen" Überlastung.
Die E-Servolenkung ist original für Oldtimer PKW und das gemütliche Cruisen auf Straßen gedacht und hat dafür so wie sie ist TÜV Zulassung.
Ich aber verwende sie in schwierigem Gelände manchmal im Stand und mit teilweise hohem Gewicht auf der Vorderachse und reiße dazu an dem Unimog typischen grossem Lenkrad und dreh nicht nur mit dem kleinen Finger.
Was gibt also als nächstes auf wenn der Adapter hält?
Mit der vorhergehend hydraulischen Servolenkung habe ich so schon die Lenkstange (Verbindung Lenkgetriebe zum rechten Vorderrad) und auch den Lenkspurhebel zerstört. Besonders letztere werden mittlerweile als Ersatzteile rar.
 
Hallo Helmut,
leider kann ich Deiner Argumentation nicht völlig widersprechen.
Was meinst Du mit "Tiefe", "Negativ" und "Positivanteil"?
Der Adapter soll mit einer entsprechenden Schelle auf die Verzahnung des Getriebes geklemmt werden. Aber diese bekomme ich leider nicht 100% festgezogen.
 
Hallo Jürgen
Der "Zahn" sollte die Zahnlücke ganz ausfüllen.
Profiltiefe.jpg
Jürgen-Fahlbusch schrieb:
Der Adapter soll mit einer entsprechenden Schelle auf die Verzahnung des Getriebes geklemmt werden. Aber diese bekomme ich leider nicht 100% festgezogen.
möglierweise ist der Getriebestummel auch schon verschlissen?
Bei deiner Konstruktion muss das Führungsrohr genau zentrisch zur Getriebewelle angeordnet sein und die Lenkwelle dazu genau fluchten oben spielfrei gelagert sein. Das ist schon hohe Kunst der Fertigungstechnik.
Üblicherweise verbaut man eine Ausgleichskupplung zur überbrückung von Flucht- und Lagefehler.
 
Hallo Helmut,

Da gebe ich Dir in allen Punkten natürlich recht.
Bei dem Adapter ist wie im oberen Teil der Skizze der "innere" zur Gegenverzahnung zeigende Teil auf jeden Fall abgeflacht.
Die Verzahnung am Lenkgetriebe sieht verglichen mit dem alten Adapter sehr gut aus wobei ich natürlich weder bestätigen noch dementieren kann das es völlig verschleißfrei ist.
Über eine für mich praktikable Ausgleichskupplung muss ich mir vielleicht doch noch Gedanken machen.
Gibt es einen einfachen und auf jeden Fall wieder lösbaren Trick wie ich die Verspannung der beiden Verzahnungen verbessern, Spiel vermindern könnte.
Wie oben schon geschrieben habe ich das Klemmstück heute nochmals nachgezogen. Als Klemmschraube dient eine M8 10.9 Regelgewindeschraube. Diese habe ich jetzt mit 35 Nm gemäß allgemeiner Tabelle angezogen.
 
Hallo Jürgen
Jürgen-Fahlbusch schrieb:
Bei dem Adapter ist wie im oberen Teil der Skizze der "innere" zur Gegenverzahnung zeigende Teil auf jeden Fall abgeflacht.
das ist schlichtweg Sche...e :cry:
Ich kenne dein Profil nicht, eventuell handelt es sich um ein Kerbverzahnung DIN5481-1
Da du mit deiner Urwaldfertigungstechnik keine fluchtende Wellen hinbekommen wirst, wäre ein Doppelgelenkkupplung zum Winkel- und Achsversatz notwendig.
Die Klemmverbingung mit einer "Schelle" würde ich aus konstruktiver Sicht nicht als Hightec bezeichnen, das ist eher minimalistisch ansehen, zumindest wäre eine Lösung mit n halbseitige Schalenklemmung angesagt, besser noch wäre eine Ringspannverbindung.
 
Hallo,


bezüglich des Spiels zwischen Welle und Hülse:
Du könntest dir eventuell überlegen, ob du die Hülse nicht in Längsrichtung mit beidseitig einem Schlitz versehen kannst (und der passendem Bohrung am Ende, um Spannungen zu minimieren). Dann könntest du die Hülse von außen mit einer Schelle zusammendrücken und so auf die Welle spannen.

Berühren bei dir jetzt schon Gleichzeitig die linken und rechten Flanken der Zähne ihre Gegenstücke? Weil wenn du sonst von rechts nach links lenkst, brauchst du ja Spiel, dass immer die richtige Seite der Flanken formschlüssig ist. Die Zähne können ja schließlich nur Druckkräfte übertragen und nicht ziehen.
Wenn du die Setzschraube jetzt so fest anziehen könntest, dass die dieses Spiel verhindert, würde ja ein Teil der Kraft, oder eventuell die ganze Kraft punktuell über die Schraube per Reinschluss übertragen werden.
Das würde wahrscheinlich auch zu erhöhten Spannungen in der Hülse führen.



Nochmal einen größeren Bogen zurück zur elektrischen Lenkung:
Wenn die Lenkung bei ausgeschalten Zustand funktionieren muss, heißt es also auch, dass keine Vollhydraulischen Lenkungen verwendet werden dürfen?
Was Steer by Wire betrifft: In Kommerziellen Produkten war ja auch zumindest früher die Frage wie dort bei Systemausfall gelenkt werden sollte. Manche haben da auch trotzdem mechanische oder hydraulische Systeme gehabt, die in diesem Fall als Fall Back dienen.
Letzten Endes würde dir ein so komplexes System aber wahrscheinlich keinen Netto-Vorteil mehr bringen.




Grüße
Sebastian
 
Hallo Helmut,

hier eine Detailvergrößerung meines Adapterfotos, nach einer klassischen Kerbverzahnung sieht das für mich Laien nicht wirklich aus. Ich habe die Spezifikation / Abmessungen beim Lieferanten nachgefragt, mal sehn ob ich positive Antwort bekomme.
Erst einmal funktioniert die Lenkung wieder und ich sehe dem nächsten Lauf in zwei Wochen positiv entgegen. :D
 

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Hallo
Sepjö schrieb:
Wenn die Lenkung bei ausgeschalten Zustand funktionieren muss, heißt es also auch, dass keine Vollhydraulischen Lenkungen verwendet werden dürfen?
natürlich haben die vollhydraulischen Lenkungen eine Notfunktion. Dabei darf die Handkraft bei Pumpenausfall einen Maximalwert nicht übersteigen. Das ist u.a. der Grund, weshalb beim MB-trac je nach bereifung ein größeres Lenkrad montiert ist.
Bei einem geschlossenen Lenkorbitrol ist eine parallele Ansteuerung mit Ventilen möglich.Z.B. wurden bei den älteren Feldhäcksler nach Umschalten auf automatische Lenkung die Reihen mittels Fühler ertastet und per Magnetventil nachgesteuert. Die Handlenkung bleibt dabei in vollem Umfang erhalten.
 
Hallo Sebastian,

Mein Adapter hat einen Schlitz (siehe Bild weiter oben) Die Klemmschraube soll nur diesen Schlitz etwas zuziehen. Sie selbst hat aber keine Verbindung zur eigentlichen Welle. Sie dient also nur zur Aufbringung der Klemmkraft kann aber selbst das Lenkdrehmoment nicht übertragen.
Ob und wieviel Spiel zwischen den Verzahnungen ist kann ich nicht sagen, in die Verbindung kann ich im montierten Zustand nicht schauen. Derzeit ist kein Spiel beim Umlenken von einer Drehrichtung in die andere fühl oder sichtbar, wobei mein "Gefühl" sicherlich nicht die Anforderungen eines Präzissionsmessinstrument erfüllt. Da trifft Helmuts sicherlich nicht bös gemeinte Bezeichnung "Urwaldfertigungstechnik"wohl eher zu.
Eine Vollhydraulische Lenkung ist erlaubt wenn die von Helmut beschriebene Notfunktion gegeben ist.
 
Hallo Zusammen,

am zurück liegenden Wochenende konnten wir beim Gemeinschaftslauf der Internationalen (offene deutsche) und der Europa Truck Trial Meisterschaft unsere Reparatur der Lenkung testen, sie funktioniert erst einmal wieder und somit sind wir immer noch auf einem guten Weg wieder aufs Treppchen wenn auch nicht ganz nach oben bei der ITTM :spitze

Aber ein neues merkwürdiges Phänomen ist am Sonntag Nachmittag auf getreten, plötzlich war einiges Öl im Fahrerfussraum :shock: :wink: :D
 
Moin Jürgen
Jürgen-Fahlbusch schrieb:
plötzlich war einiges Öl im Fahrerfussraum :shock: :wink: :D
vermutlich war der Bagger, der dich üblicherweise wieder aufstellt undicht.
 
Hallo Jürgen,

ich war am Samstag auch mal gucken. Es hat sich wieder gelohnt. Die Strecken sahen alle sehr anspruchsvoll aus. Auf den Bildern sieht es leider nicht so gut.

Gruß Alex
 

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Hallo Alex,

danke für die Bilder.
Ja, manches kommt vielleicht auf den Bildern nicht so ganz herüber, daher lohnt sich immer ein Besuch Vorort :D
Z.B. Die Abfahrt in Sektion 5 (das Bild mit dem roten Steyr vom Team Koren). Hier ging es gut über 10m mit zwei quasi senkrechten Kanten in den Keller. Diese Einfahrt in die Sektion durften wir am Sonntag gleich zweimal meistern.
Dagegen war der kleine Hang Deines 6.Bildes "Hier ging es rückwärts runter" schon fast harmlos obwohl auch hier eine üble Kante in der Abfahrt war.
Bild 4 "Unimog verschwunden" und Bild 5 "Wieder aufgetaucht" zeigt ein typisches Baggerloch. Dies hat für uns leider aus einer potentiellen Nullfehler Runde dann doch eine 12 Punkte fahrt gemacht, weil in dem Loch mit der Stossstange an der harten Wand standen und uns erst freikämpfen mussten.
Bild 1 sieht harmlos aus, aber auch dieses kleine Baggerloch stellte für unser kleines Auto eine Hürde da. Alle anderen konnten hier linksherum Richtung Ausgang fahren, wir aber mussten rechtsherum und hatten dabei gerade einmal 5 mm (ja 5 Millimeter) Platz zur Bande um ohne Richtungswechsel zu fahren. Links herum wären wir wie in dem anderen Loch mit der Stossstange wieder gegen die Wand gefahren und hätten sicher rangieren müssen.
 
Hallo Zusammen,

noch ein paar Eindrücke vom letzten Auftritt des ETrialMog

Kanten
2024%20ITTC%205%20Kleinga%20D%20(33).JPG


Löcher
2024%20ITTC%205%20Kleinga%20D%20(35).JPG


Abfahrten
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Anstiege
2024%20ITTC%205%20Kleinga%20D%20(37).JPG


Canyon
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Inspektionsgruben
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Schrägfahrten
2024%20ITTC%205%20Kleinga%20D%20(66).JPG


ganz wenig Matsch
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weite Landschaft
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der Null Fehler Weg
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Hallo Jürgen,

wenn ich die Bilder so sehe wird Dein Unimog ja schon ganz gut ran genommen. Hoffe die Lenkung hat sich bewährt und funktioniert jetzt wieder einwandfrei.