Hallo
Ich habe da vor einiger Zeit durch Zufall einen 404 in einer Halle entdeckt. Nachdem ich ein paar Nachforschungen angestellt hatte bekam ich auch Kontakt zum Besitzer. Bis zu dem Zeitpunkt wusste ich nur, dass er karosseriemaessig eine absolute Grotte ist und nen 4 Zylinder Diesel drin hat.
Das hat mich ja nicht sonderlich umgehauen, aber so rein aus Interesse und weil er hier in der Gegend steht und auch zu verkaufen war habe ich halt mal nachgefragt was es mit dem Mog auf sich hat. Der Besitzer stellte sich als ein Elektro Ing. heraus, der den Mog bereits seit 30 Jahren besitzt und umbaut.
Gekauft hatte er ihn direkt von der Bundeswehr, dann erst mit Benziner gefahren und auf eine angeblichen Durchschnittsverbrauch von 16 Litern runtergebracht. Dies bewerkstelligter er, indem er den Zuendzeitpunkt je nach fahrweise von Hand nachregulieren konnte, darueber haette ich mir stundenlange Ausfuehrungen anhoeren koenne und angeblich existieren auch Plaene. Naja, als Originalo hat mich das dann jedoch nicht weiter interesisert...
Irgendwann hat er dann anstatt des M180 den OM616 aus einem U421 eingebaut. Angeblich mit der Angolaglocke (also der Kupplungsglocke aus dem 404.117). Die Einspritzpumpe wurde von 3000 auf 4000 Touren aufgedreht und der Mog wurde mit einer kleinen Lufthutze zwangsbeatmet, was angeblich vor allem bei hoeheren Geschwindigkeiten, nochmal einen richtigen Schub geben soll. Seinen Angaben nach faehrt der Mog locker 90-95 km/h. Zur Optimierung hatte er auch noch mit verschiedene Kruemmern experimentiert, der Zeit ist glaub ich einer aus dem PKW dran, der jedoch den halben Beifahrerfussraum einnimmt. auch sonst wurde alles im Motorraum umgebaut was man irgendwie umbauen kann. So hat er noch den kleinen Kuehler drin (er wusste nicht dass es einen groesseren gibt), jedoch einen grossen Elektroluefter eingebaut, aus einem franzoesischen Auto, leider habe ich den Typ vergessen. Auch Anlasser und Lima wurden mit Nadellagern und spezielen Simmerringen und anderen Wicklungen und und und auf die Ewigkeit optimiert.
Auch am Getriebe wurden nach einem Getriebeschaden einige Dinge verstaerkt bzw optimiert. Was genau weiss ich jetzt nichtmehr so genau. Natuerlich blieb auch die Bemse nicht unberuehrt, so hat sie zb spezielle, fuer den Mog angefertigte durchgehende Belaege. die auf die Trommeln angepasst wurden. Um das Entlueften der Bemsanlage zu erleichtern gibt es ein komplettes Ruecklaufsystem. An dieses wird eine extra gebaute Pumpe samts Bremsfluessigkeitsbehaelter angeschlossen, so dass man nurnoch in den Behaelter neue Fluessigkeit einfuellen muss und es durchlaufen laesst, bis keine Blasen mehr kommen, ohne erst von Ventil zu Ventil zu kriechen und mit der Flasche zumzuhantieren. Alles ist mehr als nur perfekt gebaut, ich wage zu behaupten, Benz haette es nicht besser hinbekommen.
Zu dem Mog gehoert dann aber auch noch eine Ansammlung von grossteils selbstgefertigten Spezialwerkzeugen, die in handlichkeit und Passgenauigkeit nicht zu uebertreffen sind. Alles ist so gebaut, dass man es in kleinste Stuecke zerlegen kann, bzw alles so in sich verschrauben und zusammenlegen kann ,dass es keinen Platz wegnimmt.
Das Fahrerhaus ist kippbar, dafuer nimmst man das Bodenblech herhaus, und schraubt das Lenkrad ueber eine spezielle Vorrichtung heraus. Fuer den Motor gibt es eine Vorrichtung, so dass man ihn mit einer Person ausbauen kann und ueber eine Schiene herausschieben kann.
Ueber den Mog gibt es noch sooooooooooo viel zu erzaehlen, es hat mich einfach nur fasziniert, wie durchdacht da so vieles ist (und auch wie verbastelt...), so dass ich darueber mal berichten wollte. Kaufen werde ich ihn nicht, weil der Mog ist sowas von verbastelt, bzw modifiziert, dass wohl nur der Erbauer und Eigentuemer, der schon um die halbe Welt mit ihm gefahren ist, und jede Schraube modifiziert hat mit ihm klarkommt. Doch leider hat er keine Stellmoeglichkeit mehr fuer ihn, und der Mog ist den letzten Jahren arg heruntergekommen und auch durch Vandalismus aeusserlich beschaedigt worden (er wollte einen komplett anderen Aufbau drauf setzen).
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Ich habe da vor einiger Zeit durch Zufall einen 404 in einer Halle entdeckt. Nachdem ich ein paar Nachforschungen angestellt hatte bekam ich auch Kontakt zum Besitzer. Bis zu dem Zeitpunkt wusste ich nur, dass er karosseriemaessig eine absolute Grotte ist und nen 4 Zylinder Diesel drin hat.
Das hat mich ja nicht sonderlich umgehauen, aber so rein aus Interesse und weil er hier in der Gegend steht und auch zu verkaufen war habe ich halt mal nachgefragt was es mit dem Mog auf sich hat. Der Besitzer stellte sich als ein Elektro Ing. heraus, der den Mog bereits seit 30 Jahren besitzt und umbaut.
Gekauft hatte er ihn direkt von der Bundeswehr, dann erst mit Benziner gefahren und auf eine angeblichen Durchschnittsverbrauch von 16 Litern runtergebracht. Dies bewerkstelligter er, indem er den Zuendzeitpunkt je nach fahrweise von Hand nachregulieren konnte, darueber haette ich mir stundenlange Ausfuehrungen anhoeren koenne und angeblich existieren auch Plaene. Naja, als Originalo hat mich das dann jedoch nicht weiter interesisert...
Irgendwann hat er dann anstatt des M180 den OM616 aus einem U421 eingebaut. Angeblich mit der Angolaglocke (also der Kupplungsglocke aus dem 404.117). Die Einspritzpumpe wurde von 3000 auf 4000 Touren aufgedreht und der Mog wurde mit einer kleinen Lufthutze zwangsbeatmet, was angeblich vor allem bei hoeheren Geschwindigkeiten, nochmal einen richtigen Schub geben soll. Seinen Angaben nach faehrt der Mog locker 90-95 km/h. Zur Optimierung hatte er auch noch mit verschiedene Kruemmern experimentiert, der Zeit ist glaub ich einer aus dem PKW dran, der jedoch den halben Beifahrerfussraum einnimmt. auch sonst wurde alles im Motorraum umgebaut was man irgendwie umbauen kann. So hat er noch den kleinen Kuehler drin (er wusste nicht dass es einen groesseren gibt), jedoch einen grossen Elektroluefter eingebaut, aus einem franzoesischen Auto, leider habe ich den Typ vergessen. Auch Anlasser und Lima wurden mit Nadellagern und spezielen Simmerringen und anderen Wicklungen und und und auf die Ewigkeit optimiert.
Auch am Getriebe wurden nach einem Getriebeschaden einige Dinge verstaerkt bzw optimiert. Was genau weiss ich jetzt nichtmehr so genau. Natuerlich blieb auch die Bemse nicht unberuehrt, so hat sie zb spezielle, fuer den Mog angefertigte durchgehende Belaege. die auf die Trommeln angepasst wurden. Um das Entlueften der Bemsanlage zu erleichtern gibt es ein komplettes Ruecklaufsystem. An dieses wird eine extra gebaute Pumpe samts Bremsfluessigkeitsbehaelter angeschlossen, so dass man nurnoch in den Behaelter neue Fluessigkeit einfuellen muss und es durchlaufen laesst, bis keine Blasen mehr kommen, ohne erst von Ventil zu Ventil zu kriechen und mit der Flasche zumzuhantieren. Alles ist mehr als nur perfekt gebaut, ich wage zu behaupten, Benz haette es nicht besser hinbekommen.
Zu dem Mog gehoert dann aber auch noch eine Ansammlung von grossteils selbstgefertigten Spezialwerkzeugen, die in handlichkeit und Passgenauigkeit nicht zu uebertreffen sind. Alles ist so gebaut, dass man es in kleinste Stuecke zerlegen kann, bzw alles so in sich verschrauben und zusammenlegen kann ,dass es keinen Platz wegnimmt.
Das Fahrerhaus ist kippbar, dafuer nimmst man das Bodenblech herhaus, und schraubt das Lenkrad ueber eine spezielle Vorrichtung heraus. Fuer den Motor gibt es eine Vorrichtung, so dass man ihn mit einer Person ausbauen kann und ueber eine Schiene herausschieben kann.
Ueber den Mog gibt es noch sooooooooooo viel zu erzaehlen, es hat mich einfach nur fasziniert, wie durchdacht da so vieles ist (und auch wie verbastelt...), so dass ich darueber mal berichten wollte. Kaufen werde ich ihn nicht, weil der Mog ist sowas von verbastelt, bzw modifiziert, dass wohl nur der Erbauer und Eigentuemer, der schon um die halbe Welt mit ihm gefahren ist, und jede Schraube modifiziert hat mit ihm klarkommt. Doch leider hat er keine Stellmoeglichkeit mehr fuer ihn, und der Mog ist den letzten Jahren arg heruntergekommen und auch durch Vandalismus aeusserlich beschaedigt worden (er wollte einen komplett anderen Aufbau drauf setzen).
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