404 TLF - Wiederbelebung nach 15 Jahren Stillstand

Hallo
auf die Basis der Grundausführung die Begutachtung durchführen lassenmit entsprechender Änderung des zul. Ges. Gew.,
das wäre dann eine Einzelabnahme nach §19(2)/21 StVZO zu Erstellung einer Einzelbetriebserlaubnis. Bei der technischen Änderung der Bremsanlage erlischt die ABE.
Ich habe nicht geschrieben, dass das nicht möglich wäre, dazu muss ein ensprechend befugter Prüfer/Sachverständiger her. Die sind idR aber nicht als Reise-Prüfer in den Werkstätten unterwegs. Das muss dann alles im Vorfeld geklärt sein und auch, was der Prüfer/Sachverständiger an Dokumenten dazu sehen will.
 
Hallo Helmut,

ja, genau. der amtlich anerkannte Prüfer (aaP) kann das nicht. Der amtlich anerkannte Sachverständige (aaS) darf diese Abnahmen durchführen.

Gruß
Markus
 
Hallo alle,

danke auf jeden Fall für euren Input. Wie gesagt, ich sehe das entspannt. Ich werde mit meinem Brief und den entsprechenden Angaben mal zu meiner Werkstatt dackeln und einfach fragen. Um es noch einmal zu sagen, es geht nicht darum, mit einer "befreundeten" Werkstatt was Illegales zu stricken (das ist überhaupt nicht mein Stil), ich will einfach das Auto zulassen. Und diese Werkstatt hat eben Spaß an Oldtimern und auch Ahnung. Danach ergibt sich alles Andere.

Im Schein des 814 steht übrigens "So. KFZ LOESCHFZG". Dass das noch ein Tänzchen werden kann, habe ich bei der Zulassungsstelle Bad Homburg schon erlebt. Da hatte ich dann endlich eine Vollabnahme absolviert, danach hat die Zulassung immer noch etwas gezickt, obwohl der TÜV schon längst alles abgesegnet hatte. Aber ich kann unheimlich stur sein ;-)

Grüße,

Konrad
 
Hallo Konrad ³19 Abs 2a
für die Zulassung eines Feuerwehrfahrzeug regelt die StVZO §19 Abs 2a, die gilt überall in Dland. Da hat der TÜV aber nichts mit zu tun, das ist eine Angelegenheit der Zulassungsbehörden, die dürfen Ausnahmen genehmigen. Danach hat der TüV aber kein Recht, die HU zu verweigern.
 
Guten Abend,

heute war sowohl Stillstand als auch Fortschritt. Stillstand beim rechten Hinterrad. Ich versuche seit gestern, die Exzenter einzustellen, habe die Bremstrommel sicher 10-Mal ab und wieder angebaut. Sie flutscht locker über die Bremsbeläge, also sind Exzenter und Handbremseinstellung nicht zu stramm. Die Nabe lässt sich locker drehen, auch wen die Bremstrommel aufgeschoben ist. Aber immer wenn ich die beiden Schlitzschrauben festziehe, sitzt sie fast unbeweglich und bremst die ganze Nabe. Sobald die Schlitzschrauben etwas gelöst werden, ist die Nabe wieder gangbar. Ich habe die Bremsbacken sogar gegeneinander getauscht und auch die Kanten etwas gebrochen - kein Erfolg.

Meine letzte Theorie ist jetzt, dass evtl die Trommel eine Unwucht hat. Und da hatte ich mal wieder Glück - ich habe durch lustige Umstände für meinen Beruf als Schlagzeuger vor Jahren eine Original 404-Trommel gekauft, die ich morgen anprobieren werde. Bin gespannt...

Gestern konnte ich auch den Haupttank montieren, ich habe dazu die hinterste Konsole entfernt, damit der Stutzen sauber in den Gummi geschoben werden kann und ich den frischen Lack nicht beschädige. Leitungen, Entlüftung und Tankgeber sind angeschlossen, auch der Vorfilter gewechselt, also kann ich demnächst versuchen, ob meine Installation sauber funktioniert.

Ansonsten war Zeit, das Öl in den Vorgelegen zu wechseln. Die Differentiale kommen morgen dran. Und das Motoröl habe ich kalt gewechselt, auch wenn das nicht optimal ist. Aber bei unklarer Vorgeschichte möchte ich ungern einen Motor warmlaufen lassen, ohne zu wissen, was so im Öl herumschwirrt. Dann gibt es eben in 3000km einen weiteren Wechsel. Das ging insgesamt ja echt schnell - gestern hatte ich bei meinem 814 das Öl gewechselt. Bis die 16 Liter nachgefüllt waren (fast waagerechter Einfüllstutzen) habe ich ganz schön gewerkelt.

Schönen Abend!
#
Konrad

40970932kj.jpg
 
Hallo Konrad,

hat den die Bremstrommel ohne die Senkschrauben spiel? die Zentrierung soll ja eigentlich über die Radnabe erfolgen und nicht über die beiden Senkschrauben.
Du kannst auch testen, wie sich die Trommel verhält wenn Du sie Senkschrauben nicht verwendest sondern nur das Rad festziehst.

Du hast ja neue Bremsbacken mit neuen Bremsbelegen eingebaut. Passen diese zu der alten Bremstrommel?
 
Hallo Jürgen,

ich hatte die Bremsbelagstärke nach den alten (alt und etwas hart, aber kaum verschlissen) Bremsbelägen gewählt. Das hat auch an allen andren drei Rädern gut gepasst, ich konnte dann die Räder leicht drehen und die Exzenter leicht einstellen. Diese letzte Bremstrommel sieht auch etwas anders aus als die anderen - sie hat die Teilenummer nicht als erhabene Zahlen, sondern eingestanzt. Vielleicht ist mal ein nicht ganz passendes Teil eingebaut worden, wer weiß.

Aber dein Tipp, es ohne die Senkschrauben zu versuchen, ist gut - werde ich morgen gleich ausprobieren :idea:

Danke und Grüße,

Konrad
 
Hallo
die Zentrierung soll ja eigentlich über die Radnabe erfolgen und nicht über die beiden Senkschrauben.
doch das sollen sie, das ist nicht richtig, die Aufgaben der Senkkopfschrauben ist dazu eine weitere . Diese sollen die Drehbewegung zwischen Nabe und Trommel unterbinden, die Trommen hat in den Radbolzen erheblichen Freiraum. Besonders prekär wird das bei gelockerten Radbolzen oder nach einem Radwechsel, wenn die Muttern noch nicht nachgezogen sind. Das kann dazu führen, das ggf nicht nur die Felgen und Radbolzen schrott sind, sondern auch die Nabe und Trommeln. Die zusätzliche Sicherung mit separaten Senkkopfschrauben für Bremstrommeln ist auch heute noch aktueller Stand der Technik allerdings ist heute ein Torxeinsatz üblich.
 
Stimmt, Helmut - ich kenne das ja auch von meinen anderen Old- und Youngtimern. Es war ja nur als Versuch gedacht, das Problem einzukreisen.

Wie auch immer, ich habe es mit und ohne Senkkopfschrauben versucht. Es gibt bei angebautem Rad keinen Unterschied, es dreht sich, aber nur schwer... Leider hat die NOS-Bremstrommel auch nicht geholfen - sie ist halt neu und damit vom Innendurchmesser ca. 1mm kleiner als die alte. Vielleicht hat ja auch die Nabe einen Schlag? Da muss ich nochmal drüber schlafen. Ich möchte keine Bremsbacken am Rand runterschleifen, es muss eine saubere Lösung geben.

Zweites Ziel war es, den Motor mit dem überholten Kraftstoffsystem zu testen. Leider bisher ohne Erfolg. Alles ist sauber zusammengebaut, im Tank sind 30 Liter, der Kraftstoff-Umschalter steht auch richtig. Auch nach 300-Mal pumpen kam kein Sprit an. Ich habe dann direkt vorne an der NOS-Pumpe einen Schlauch angeschlossen und eine Flasche mit Benzin direkt drunter - nix. Die Pumpe lässt sich auch für meinen Geschmack zu leicht von Hand bedienen, ich würde da einen Widerstand erwarten. Also die alte Pumpe wieder eingebaut - auch da kommt nix. Den Motor immer wieder durchgedreht, damit der Nocken richtig steht. Kann es sein, dass auch bei den neuen Pumpe die Membran schon defekt ist? Ich habe auf Verdacht eine neue Membran bestellt und werde das Problem weiter einkreisen.

Grüße!

Konrad
 
Guuden,

hänge die Benzinpulle direkt an den Anschluss am Vergaser und hänge sie
oben drüber so dass das Benzin in das Schwimmergehäuse laufen muss.
Prinzip >>Falltank<<

Gut 404! Justus.
 
Servus Justus,

das hatte ich schon vor ein paar Wochen gemacht - da läuft er! Mir ging es jetzt um die oldschool-Benzinpumpe, er soll ja dann aus dem Tank "trinken". Ich kenne die Berichte über den Umbau auf elektrische Pumpe, wollte es aber erst mal mit der Originalinstallation probieren. Aus meiner laienhaften Sicht deutet alles auf eine defekte Pumpe hin. Die Leitungen, Saugrohre, Filter etc sind ja komplett überholt oder neu. Oder wo sonst könnte der Fehler noch liegen?

Viele Grüße,

Konrad
 
Guuden,

bei mir ist die B-Pumpe seit gefühlten Ewigkeiten unauffällig.
Ich habe noch eine liegen, die könntest Du mal testen.
Aber ich meine Du hast schon die 2. drin.
Ausgebaut lässt sich doch die Förderleistung prüfen, oder händisch pumpen und schaun, ob am Rohr am Gaswerk etwas ankommt. Evtl. liegt der Fehler am Antrieb.

Gut 404! Justus.

Gut Mog! Justus.
 
Hallo Zusammen,

Die Mech. B Pumpe wahr bei Mir auch laaaange Unauffällig, aber irgendwann wahr se hin.
Dann in einem Atemzug auf eine E Pumpe von Hardy umgebaut, und seit dem auch jetzt schon Jahre lang keine Probleme damit.

Klar für Orchinallooss ist das keine Option, man kann dann auch mit dem Rep. Satz die alte Mech. B Pumpe Instandsetzen. Das habe Ich auch mal gemacht, dieses wahr aber nicht lange von Fördernde Qualität gekrönt ...leider.

Gruss Ralf
 
Hallo Konrad,

hast Du die Bremstrommel mal mit den anderen funktioniernden Bremstrommeln verglichen und vermessen?
Was passiert, wenn Du die Bremstrommel mit der eines anderen Rades tauscht?

Der Handhebel der Benzinpumpe geht leicht, wenn das Schwimmerventil geschlossen ist. Kann es sein, dass die Leitung zum Vergaser irgendwie verstopft ist? Das würde dann genauso wirken.
Du könntest die Leitung am Vergaser abschrauben und dann vorsichtig pumpen, dann müsste ja Sprit dort oben austreten.
 
Hallo Jürgen und auch alle anderen hilfreichen Geister - toll, wie dieses Forum funktioniert! das wäre in der Tat einen Versuch wert. Ich bin inzwischen recht schnell beim Bremstrommel abbauen ;-)

Was die Pumpe angeht: Ich habe sie tatsächlich isoliert getestet, mit einem extra angefertigten Schlauch, der in einem Glas Benzin hing. Die Leitung zum Vergaser hatte ich abgeschraubt - Nix. Habe ich da einen Denkfehler? Muss die Leitung zum Vergaseer dran bleiben? Aber es könnte ja sein, dass die alte Pumpe eh hinüber war und die "neue" einfach durch Überlagerung auch schon einen Schuss hat. Ich habe momentan leider nicht viel Zeit zum schrauben, aber als Nächstes werde ich beide Pumpen öffnen und dann weitersehen. Ist ja alles leicht zugänglich.

Danke für alle Ideen! Grüße,

Konrad
 
Hallo Konrad,
Falls du es nicht schon ausprobiert hast, fülle die Pumpe einmal mit Treibstoff. Vielleicht sind nur die Ventile trocken?

Gruß
Jochen
 
Freunde der langsamen aber stilvollen Bewegung,

heute dürft ihr herzlich über mich lachen, denn ich war unglaublich dämlich. Die neue Benzinpumpe hatte ich einfach eingebaut so wie sie kam - es war aber der Deckel um einige Schraublöcher nach links verdreht, so dass ich die Benzinleitung vom Verteiler auf den Ausgang (!) geschraubt hatte und umgekehrt. Hatte mich noch gewundert, dass die Anschlüsse nicht so gefluchtete hatten, aber naja...

Also alles gefixt und die Pumpe wieder eingebaut - aber es kam immer noch kein Sprit. Erst als ich den Umschalthahn mit einem Stück Schlauch überbrückt hatte, sprang der Motor endlich an. Auf der Werkbank zeigte sich dann auch die berühmte zerbröselte Dichtung...

Das Problem am Hinterrad ist ebenfalls gelöst - habe beide Trommeln gegeneinander getauscht, danach hat sich alles locker bewegt und konnte eingestellt werden. Top!

41024752mx.jpg


Grüße und danke für alle Hinweise,

Konrad
 
Guten Abend,

es geht weiter. Der neue Kraftstoffhahn hat das ganze System endlich zuverlässig komplettiert. Das Auto springt auf den ersten Druck an, ich konnte es endlich in der Garten bewegen, wo es weniger im Weg steht. Ich hatte auch Besuch von einem Unimog-begeisterten Freund, der mir zur Vergaserreinigung riet, das Auto läuft noch nicht ganz sauber... Ich hatte bisher noch nie mit einem Vergaser zu tun, meine alten Autos mit Vergaser liefen immer irgendwie. Aber der Ausbau war sowieso nötig, ich hatte beim Einbau des neuen Hosenrohrs den vorderen schon fragilen Krümmer beschädigt. Nach dem Ausbau hat sich herausgestellt, dass er noch oben unter dem Flansch gerissen war und dass die Heizklappe schon halb fehlte. Durch ein Riesenglück habe ich von dem Unimog-Freund genau diesen vorderen Krümmer zu einem sehr fairen Taler bekommen.

Den Vergaser habe ich teilzerlegt und geputzt, die Düsen im Ultraschallbad gereinigt. Mal sehen, wie das dann funktioniert. Neue Flanschdichtungen, Krümmerdichtung und Schrauben sind natürlich Pflicht beim Einbau. Ich bin gespannt, ob der Mog danach besser läuft.

Gruß

Konrad

41075011xe.jpg


41075012de.jpg


41075013ne.jpg