406 Einfachkupplung löst nicht - wie lösen?

muffy421

New member
16. Dez. 2008
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Bischofsmais
Hallo zusammen,

die Kupplung von meinem 406 löst sich nicht mehr bzw. ist nach längerer Standpause verklebt....

Was kann ich machen??

Wer hat Erfahrung damit??


Gruss Rudi
 
Hallo Rudi,
versuch mal einen Gang (1oder2) einlegen, Kupplung weiterhin treten, dann das Fahrzeug starten und stoßweise/ruckartig auf die Bremse treten. Besser geht es wenn du das Standgas etwas höher machst, so das er etwas mehr Leistung hat.
Achtung, achte darauf das du freie bahn hast, dir also nichts im Weg steht.
Ich hab so auch schon mal eine Kupplung hinbekommen.
Einen Tip was was du aber zukünftig dagegen tun kannst habe ich leider nicht. Evtl steht dein Mog in einer nassen Halle, so das die Kupplung anklebt.
 
Hallo Rudi,

in der Ruhe liegt die Kraft.

Stoßweises Fahren belastet den Antrieb unnötigerweise. Auf freier Strecke, z.B. auch einer Kreisbahn auf grossem Platz, mit getretener Kupplung fahren. Die Kupplung löst sich irgendwann wie von Geisterhand sobald sie warm ist. Du mußt die Kupplung nur die ganze Zeit getreten halten. Keine Bremse!
 
Sagt doch kein Mensch, dass man Rumreißen soll. Lastwechsel wie beim Schalten und danach gas reichen aus und schaden dem Unimog kein Stück. Unimog sind jetzt nicht aus Zuckerwatte und Plüsch...
Außerdem Sicher, dass die Kupplung klebt und nicht Hydraulisch was im argen ist?
 
Hallo zusammen,

danke für die ausführlichen Ratschläge.
Hydraulische Funktion geprüft, war und ist alles i.O.

Und dann hab ich es so gemacht wie ihr es beschrieben habt und siehe da, nach ca. 20-30min Fahrt löste sich die Kupplung wie von Geisterhand.

Da bin ich jetzt echt erleichtert.

Gruss Rudi
 
421michimog schrieb:
Hallo Rudi,

in der Ruhe liegt die Kraft.

Stoßweises Fahren belastet den Antrieb unnötigerweise. Auf freier Strecke, z.B. auch einer Kreisbahn auf grossem Platz, mit getretener Kupplung fahren. Die Kupplung löst sich irgendwann wie von Geisterhand sobald sie warm ist. Du mußt die Kupplung nur die ganze Zeit getreten halten. Keine Bremse!

Dann soll man also z.b. beim anfahren oder vorm anhalten das gaspedal langsam herunter bzw. raufgehen lassen um den antrieb nicht unnötig zu belasten :roll: Und dem drucklager (wie rudi jetzt gemacht hat) samt automat mal ne halbe stunde dauertest genehmigen :?: Frei fahren bzw. simulieren ist schon richtig aber ob das zaghafte besser ist?Wenn ich allein an die kräfte denke wenn beim gaswegnemmen mit angehängter last (z.b. 10t) auf das getrieb wirken dürfte das stoßweise freifahren doch weniger belastung sein.Beim Uniknick letztes jahr hab ich den mittels stützen hoch gedrückt,großen gang rein und dann mittels anlasser zu laufen gebracht.Nachdem der dann an war vollgas mit getretener kupplung und mitten beim beschleunigen das gas weggenommen.Kupplung freis,getriebe nicht beschädigt.Beim kleinen deutz fahr ich die auf der straße frei.MFG Herbert
 
Hallo Herbert,

die Kupplung kann sich sowieso nur bei getretener Kupplung lösen und das Drucklager ist im Prinzip auf Dauerfestigkeit ausgelegt. Ich weiß das das so nicht ganz richtig ist, denn irgendwann ist jedes Drucklager hin nur Lösen wird sich die Kupplung ausschließlich bei getretener Kupplung.
 
Die Kupplung löst sich ausser durch unsachgemäße unnötige Beanspruchung durch ruckartige Lastwechsel nur durch Wärme unter fehlendem Andruck. Die Scheibe kann nicht anders als sich zu lösen. Der oftmals beschworene und viel zitierte Lastwechsel findet normalerweise nicht bei getretener Kupplung statt, zumindest nicht bei mir. Kein Mensch käme aber im Normalfall auf die Idee, ruckartige Lastwechsel einzuleiten, solange das Kupplungspedal nicht getreten ist. Dabei steht es doch jedem frei, im Drehzahlbereich des höchsten Drehmoments zu fahren. Drehmoment allein löst jede Kupplung und dann soll mir doch mal einer bitte erklären, woher der Peak kommen soll, wenn ich ruckartig fahre.

:trink
 
Hallo Rudi.

Hab das gleiche Problem auch bei meinem 416. Nach 2-3Wochen standzeit (je nach Witterung) trennt die
Kupplung nicht mehr. Ich bekomme sie aber auf den ersten 20 Metern beim rausfahren wieder frei, indem ich
den Unimog bei getretenem Kupplungspedal im 1.Gang Standgas laufen lasse und dann immer wieder
stoßweise auf's Gas trete. Am besten funktioniert das noch mit zugeschatetem Allrad.

Ich lasse die Kupplung jetzt jedesmal vor dem Abstellen nochmal kurz schleifen. Das schafft keine hundertprozentige
Abhilfe, aber ich meine es wäre seit dem etwas besser geworden.

Gruß Olli
 
Hallo Olli,

dann empfehle ich Dir einen Stock o.ä. zwischen das getretene Kupplungspedal und z.B. das Lenkrad zu klemmen, dann bleibt die Kupplung geöffnet (im Fachjargon: gelüftet) und klebt auch nicht mehr fest.
 
Dieser fachmännische "Tipp" ist jetzt nicht dein Ernst oder? Vergleich mal statische und dynamische Tragzahlen für RiKuLa ..
Lebensdauerfest ist die Kupplung theoretisch aber ebenso- eben je nach Einsatz(zweck)
Es wird ja nicht mit Fahrzeuglebensdauer gerehnet sondern, wie oft und wie lang es läuft- sonst wärs ja dumm.
 
Moing,

bevor ihr euch jetzt an die Gurgel geht wie man am besten die Symptome kuriert - wäre ggf ganz geschickt, rauszufinden, was da bei der Kupplung los ist, das sie überhaupt verklebt. Hatte das Problem bisher noch bei keinem Fahrzeug - ob es nun ein paar Tage oder ggf ein ganzes Jahr stand, egal ob div Auto, Bulldog (nee, nix Lanz) oder Mog.
Kann es sein, das bei der hydraulisch betätigten Trockenkupplung irgendwoher Flüssigkeit reinkommt, das sie nicht mehr gänzlich trocken ist und daher verklebt? Steht der Mog dauernd draußen? Verliert er mit der Zeit etwas an Bremsflüssigkeit? (aus dem Kupplungskreis)

mfG
Axel
 
moin,

mit der Betätigungsart der Kupplung hat das in der Regel nichts zu tun.
In der Sammlung hier stehen über vierzig alte Schlepper und Unimogs, bei zweien ist bislang ein Kleben der Kupplung aufgetreten.

Einmal bei einem Fendt Farmer 108S, der beim Vorbesitzer zehn Jahre in der Ecke stand. Erst nach dem Grubbern von einem Morgen Acker hat sich die Kupplung gelöst. Das Anhängen des Grubbers war nicht so lustig, aber dank Turbokupplung noch einigermaßen machbar. Das war vor zwölf Jahren, seither läuft der Schlepper problemlos.
Bei einem Deutz Intrac 2003A, abends in die Scheune gefahren, am nächsten Nachmittag hat die Kupplung nicht mehr getrennt. Mit einer Stange und einem zweiten Schlepper reißen hat in dem Fall nichts gebracht, Grubbern oder pflügen ging grad auch nicht. Ein gezielter Schlag auf einen Hebel in der Kupplungsmechanik hat das Problem letztlich gelöst. Seither ist das Problem auch nicht wieder aufgetreten.

Beide Schlepper haben eine rein mechanisch betätigte Kupplung. Im ersten Fall lag es an der langen Standzeit, keine Frage. Wieso die beim Deutz jedoch geklebt hat, ist bis heute ein Rätsel!

mfg
Fabian
 
HalloLukas,

das ist absolut mein Ernst. Ich hatte einen Oldtimer der wirklich nur sehr selten benutzt wurde und jedesmal klebte die Kupplung. Das Lösen fand ich dann meistens ziemlich lästig. Der Trick mit dem Stock wirkte 100%ig und die statische Tragzahl wird im Leben nicht überschritten, denn dann hättest Du ja bereits bleibende Verformungen wenn Du bei stehendem Motor die Kupplung trittst.
 
Hallo Michael,

in dem Punkt muss ich Lukas zustimmen. Wenn die Kupplung durch den Stock immer getreten ist, ermüden die Federn auf Dauer. D.h. sie können dann im Betrieb nicht mehr mit voller Kraft auf die Scheibe drücken und somit den Kraftschuss nicht vollständig herstellen, dadurch kann die Kupplung rutschen je nach aufgebrachtem Drehmoment. (Eigene Erfahrung an Feuerwehrpumpen die jahrelang ausgekuppelt im Regal standen). Das passiert natürlich nicht nach ein paar Wochen oder Monaen aber über Jahre hinweg mit Sicherheit.

Im schlimmsten Fall verhärten sich die Federn der Kupplung so stark und brechen dann ggf. (PKW's bei denen an Kreuzungen immer die Kupplung getreten wird anstatt den Gang raus zu nehmen, gehen mit der Zeit immer schwerer zu kuppeln. Sprich das Kupplungspedal ist schwerer zu treten was auf eine Verhärtung der Federn rückschließen lässt.)

Ich würde vorschlagen, zerlegen reinigen, ggf. Teile erneuern und die Kupplung klebt nicht mehr.

Beste Grüße Werner
 
Hallo Werner,

auch Du hast Recht aber Technik ist halt immer ein Kompromiß.

Das Kleben der Kupplungsscheibe kann viele Ursachen haben und diese lassen sich nur durch Erneuerung nachhaltig beseitigen. Alles andere ist streng genommen Murks.

Andererseits sind aber auch Federn dauerfest. Federn, egal welche, sind immer vorgespannt, und deshalb dürfte eine Feder, die zumindest zeitweise entlastet wird auch erst nach langer Zeit ihre Vorspannung signifikant verlieren, wie Dein Beispiel mit der Feuerwehrpumpe zeigt.

Ich wollte ja nur einen Weg aufzeigen, die aktuelle Misere der klebenden Kupplung zu umgehen. Der Stock funktioniert in jedem Fall, vielleicht könnte man über die Länge des Stocks auch noch diskutieren.
 
Huch :shock:
Im schlimmsten Fall verhärten sich die Federn der Kupplung so stark und brechen dann ggf.
Die Federn der Druckplatte sind permanent vorgespannt, damit im eingekuppelten Zustand die notwendige Reibkraft erreicht wird.
Diese Vorspannung ist nur unwesentlich kleiner als wenn die Kupplung einige mm gelüftet wird. (Torsions-)Federn brechen, wenn sie auf Block gefahren werden.
Beim 406 ergibt sich aber das Problem, dass das hydraulische System permanent unter Druck steht. Die Manschetten in den Zylindern sind aber nicht durch Stützgewebe verstärkt, so dass sich hier eine bleibende Verformung einstellen kann. Man kann aber einen kleinen Klotz o. ä. zwischen den Ausrückhebel klemmen und das Kupplungsystem wieder entlasten.
(PKW's bei denen an Kreuzungen immer die Kupplung getreten wird anstatt den Gang raus zu nehmen, gehen mit der Zeit immer schwerer zu kuppeln. Sprich das Kupplungspedal ist schwerer zu treten was auf eine Verhärtung der Federn rückschließen lässt.)
gibt es darüber auch Fachberichte oder woher kommt diese Erkenntnis?
 
moin,

das hört sich so an, als würden hier mal wieder die Grenzen der Physik verschoben.

Federn, die sich mit der Zeit während normaler Lastspiele verhärten? Aus welchen Werkstoffdaten willlst du diese Behauptung ziehen?
Wöhler-Linie?
Eine gute Feder zeichnet eigentlich aus, dass ihre Federkonstante über ihre Lebensdauer konstant bleibt. Sofern alles im vorgesehenen Lastspiel und im Rahmen der erlaubten Auslenkung bleibt.

Früher durfte man sich berechtigte Sorgen um das Ausrücklager machen, weshalb ein Auskuppeln an der Ampel ratsam war. So z.B. bei einem U411 mit Graphit-Ausrücklager.
Aber ansonsten...

mfg
Fabian