Hallo Mogler,
(Jürgen, ich verschieb' Deinen Beitrag mal ins Technik-Forum, weil der Inhalt schon sehr technisch ist
, Christoph)
nachdem die eigentliche Zwischeninstandsetzung, der Wechsel des Motors nun schon eine Weile abgeschlossen ist und ich mittlerweile schon wieder gut über 1000km mit dem neuen Triebwerk abgespult habe und dabei einige Erfahrungen sammeln musste gibt es wieder ein wenig zu basteln.
Eine fast schmerzliche Erfahrung war, dass beim Geländefahren unter bestimmten Umständen das neue Triebwerk plötzlich Öl verliert.
Die zweite Erfahrung, wer hätte es gedacht, betrifft den Gaszug meines Panzertriebwerks.
Doch zunächst zum ersten Problem.
Bereits in Zellhausen wurde ich während dem Trialfahren auf ein deutliches Öl- oder Dieseltropfen auf der rechten Seite aus dem Bereich der EP hingewiesen. Nachdem ich aus der Sektion herausgefahren war und den Mog auf dem Platz abstellte war aber kein weiteres Tropfen festzustellen. Nachdem im weiteren Verlauf in Zellhausen nichts mehr feststellbar war und auch daheim in der Garage kein Tropfen Öl oder Diesel unter dem Mog zu finden war, hab ich die Sache erstmal verdrängt und bin nach Langenaltheim gefahren.
Dort passierte in der letzten Sektion in einem für meinen kleinen Mog einem relativ heftigen Verwindungsteil das gleiche. Wieder trat Öl aus, und zwar diesmal deutlich mehr als nur ein paar Tropfen.
Die Spuren deuteten darauf hin, dass das Öl im Bereich des Ölfilters austritt. Nachdem der Mog aber wieder gerade stand spritzte zumindest kein Öl heraus, so dass ich erstmal ins Fahrerlager fuhr um dort zu kontrollieren und gegebenenfalls zu reparieren.
Nachdem ich alles sichtbare Öl von der Achse, Rahmen Ölfilter abgewischt habe und dann den Motorlaufließ konnte ich wieder keine, ja richtig, absolut keine Undichtigkeit feststellen.
Meiner Meinung nach, ist in der Verwindung der Ölfilter ganz leicht auf dem Rahmen aufgesäßen, und so hat sich ein dünner Spalt im Bereich der Dichtung gebildet so dass das unter Druck sthende Öl hier heraus gepresst wurde.
Nun stellt sich die Frage, warum setzt überhaupt der Ölfilter auf dem Rahmen auf. Angeblich nach Aussagen anderer Mogler schlägt zuerst der Lüfter gegen den Rahmen aber niemals der Ölfilter. Mein Lüfter, ein neues Originalteil, ist aber völlig unversehrt.
In einem anderen Beitrag wurde unlängst über das vordere Motorlager des 411 diskutiert und hierbei auch die seitliche Ausrichtung erwähnt. Für mich ein interessanter Hinweis.
Auch wurde ich zwischenzeitlich gefragt ob mein Ölfilter in der geraden oder der schräg Position am Motor angebracht ist.
Nun der Ölfilter ist in der tieferen geraden Position angebracht, mit der bei mir verbauten mechanisch geregelten EP ist die Schrägstellung des Ölfilters nicht möglich, weil schon jetzt der Ölfilter an der EP fast anliegt. Hier ist also kein weiterer Höhengewinn möglich.
Die Überprüfung der Motorausrichtung am vorderen Motorlager ergab, dass er etwa 20mm zuweit in Fahrtrichtung links liegt. Dies ist wahrscheinlich die Hauptursache für das oben beschriebene Phänomen, Lüfter schlagt nicht an aber der Ölfilter. Bei der Verwindung des Rahmens neigt sich der Motor relativ zum Rahmen in Fahrtrichtung nach rechts. Dabei dreht er hauptsächlich um den oberen Drehpunkt des vorderen Motorlagers. Durch die zuweite Lage nach links liegt zum einen der Motor bedingt durch die Konstruktion des vorderen Motorlagers etwas tiefer, zum anderen ist der absolute Weg des sich mit neigenden Ölfilters relativ zum Rahmen auf Grund des um fast 2 cm längeren Hebels größer.
Also habe ich heute zunächst die Lage des Motors korrigiert. An den drei hinteren Befestigungspunkten am Getriebequerrohr waren bis dato keine Unterleg oder Abstandsscheiben eingesetzt.
Das Lösen der Schrauben ging erstaunlich einfach, ein bischen Caramba vorsorglich, ein 24ziger Ringschlüssel zum Gegenhalten und eine 24ziger Nuß mit 50cm Hebel und die Schrauben waren offen. Nein, ich habe nicht alle Schrauben gleichzeitig ganz heraus gezogen, nur gelöst und die Muttern soweit heraus gedreht, dass sich Motor und Getriebe bewegen lassen müsste.
Aber wie? Immerhin hängen ja alle möglichen Teile wie zb Achsen, Zapfwellen Kühlschläuche etc an dem Ganzen und auch das Gewicht ist nicht zu verachten. Der Hinweis aus dem Werkstatthandbuch dies vor dem Aufsetzten der Kabine zu machen hilft auch nicht.
Wie habt Ihr den Motorbewegt, ohne Euch die Finger zu quetschen?
Ich habe einen Spanngurt um den rechten Rahmen und das vordere Motorlager gespannt und damit ein bisschen gezogen, dass ging sehr schnell und einfach.
Nun konnte ich links und in der Mitte am Getriebeträger Scheiben unterlegen.
Nach Christophs Formel aus dem anderen Beitrag (http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=56223) müßte ich links etwa 8mm unterlegen.
Da ich nur einfache Scheiben mit ca 2,5mm Dicke hatte entschied ich mich für 3 Scheiben mit zusammen 7,5mm. Nach dem lösen des Spanngurtes und anziehen der linken Schraube stand nun mein Motor zuweit rechts.
Huups, ist er da wieder das wieder der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Also Spanngurt nochmal angezogen, links zwei und in der Mitte eine Scheibe einsetzten und Spanngurt wieder lösen war schnell gemacht.
Nun sitzt der Motor etwa 3 mm zuweit links. Damit werde ich erstmal leben. Natürlich habe ich anschließend auch dei Anschlagschraube am vorderen Motorlager neu ein gestellt.
Der Höhenabstand vom Ölfilter zum Rahmen ist tatsächlich etwas größer geworden. Auch habe ich jetzt deutlich mehr Platz auf der linken Motorseite zwischen Lichtmaschine, Anlasser und Kühlwasserrohr zur Kabine.
Der obere Halter des Kühler steht nun annähernd parallel zum Rahmen.
Nur der obere Kuhlwasseranschluss vom Motor zum Ausgleichsbehälter verläuft nun S-förmig und der Kühlwasserschlauch vom Ausgleichsbehälter zum Kühler berührt fast die Einspritzleitungen der ersten beiden Zylinder.
Soweit erstmal für heute
Bis dene
(Jürgen, ich verschieb' Deinen Beitrag mal ins Technik-Forum, weil der Inhalt schon sehr technisch ist
nachdem die eigentliche Zwischeninstandsetzung, der Wechsel des Motors nun schon eine Weile abgeschlossen ist und ich mittlerweile schon wieder gut über 1000km mit dem neuen Triebwerk abgespult habe und dabei einige Erfahrungen sammeln musste gibt es wieder ein wenig zu basteln.
Eine fast schmerzliche Erfahrung war, dass beim Geländefahren unter bestimmten Umständen das neue Triebwerk plötzlich Öl verliert.
Die zweite Erfahrung, wer hätte es gedacht, betrifft den Gaszug meines Panzertriebwerks.
Doch zunächst zum ersten Problem.
Bereits in Zellhausen wurde ich während dem Trialfahren auf ein deutliches Öl- oder Dieseltropfen auf der rechten Seite aus dem Bereich der EP hingewiesen. Nachdem ich aus der Sektion herausgefahren war und den Mog auf dem Platz abstellte war aber kein weiteres Tropfen festzustellen. Nachdem im weiteren Verlauf in Zellhausen nichts mehr feststellbar war und auch daheim in der Garage kein Tropfen Öl oder Diesel unter dem Mog zu finden war, hab ich die Sache erstmal verdrängt und bin nach Langenaltheim gefahren.
Dort passierte in der letzten Sektion in einem für meinen kleinen Mog einem relativ heftigen Verwindungsteil das gleiche. Wieder trat Öl aus, und zwar diesmal deutlich mehr als nur ein paar Tropfen.
Die Spuren deuteten darauf hin, dass das Öl im Bereich des Ölfilters austritt. Nachdem der Mog aber wieder gerade stand spritzte zumindest kein Öl heraus, so dass ich erstmal ins Fahrerlager fuhr um dort zu kontrollieren und gegebenenfalls zu reparieren.
Nachdem ich alles sichtbare Öl von der Achse, Rahmen Ölfilter abgewischt habe und dann den Motorlaufließ konnte ich wieder keine, ja richtig, absolut keine Undichtigkeit feststellen.
Meiner Meinung nach, ist in der Verwindung der Ölfilter ganz leicht auf dem Rahmen aufgesäßen, und so hat sich ein dünner Spalt im Bereich der Dichtung gebildet so dass das unter Druck sthende Öl hier heraus gepresst wurde.
Nun stellt sich die Frage, warum setzt überhaupt der Ölfilter auf dem Rahmen auf. Angeblich nach Aussagen anderer Mogler schlägt zuerst der Lüfter gegen den Rahmen aber niemals der Ölfilter. Mein Lüfter, ein neues Originalteil, ist aber völlig unversehrt.
In einem anderen Beitrag wurde unlängst über das vordere Motorlager des 411 diskutiert und hierbei auch die seitliche Ausrichtung erwähnt. Für mich ein interessanter Hinweis.
Auch wurde ich zwischenzeitlich gefragt ob mein Ölfilter in der geraden oder der schräg Position am Motor angebracht ist.
Nun der Ölfilter ist in der tieferen geraden Position angebracht, mit der bei mir verbauten mechanisch geregelten EP ist die Schrägstellung des Ölfilters nicht möglich, weil schon jetzt der Ölfilter an der EP fast anliegt. Hier ist also kein weiterer Höhengewinn möglich.
Die Überprüfung der Motorausrichtung am vorderen Motorlager ergab, dass er etwa 20mm zuweit in Fahrtrichtung links liegt. Dies ist wahrscheinlich die Hauptursache für das oben beschriebene Phänomen, Lüfter schlagt nicht an aber der Ölfilter. Bei der Verwindung des Rahmens neigt sich der Motor relativ zum Rahmen in Fahrtrichtung nach rechts. Dabei dreht er hauptsächlich um den oberen Drehpunkt des vorderen Motorlagers. Durch die zuweite Lage nach links liegt zum einen der Motor bedingt durch die Konstruktion des vorderen Motorlagers etwas tiefer, zum anderen ist der absolute Weg des sich mit neigenden Ölfilters relativ zum Rahmen auf Grund des um fast 2 cm längeren Hebels größer.
Also habe ich heute zunächst die Lage des Motors korrigiert. An den drei hinteren Befestigungspunkten am Getriebequerrohr waren bis dato keine Unterleg oder Abstandsscheiben eingesetzt.
Das Lösen der Schrauben ging erstaunlich einfach, ein bischen Caramba vorsorglich, ein 24ziger Ringschlüssel zum Gegenhalten und eine 24ziger Nuß mit 50cm Hebel und die Schrauben waren offen. Nein, ich habe nicht alle Schrauben gleichzeitig ganz heraus gezogen, nur gelöst und die Muttern soweit heraus gedreht, dass sich Motor und Getriebe bewegen lassen müsste.
Aber wie? Immerhin hängen ja alle möglichen Teile wie zb Achsen, Zapfwellen Kühlschläuche etc an dem Ganzen und auch das Gewicht ist nicht zu verachten. Der Hinweis aus dem Werkstatthandbuch dies vor dem Aufsetzten der Kabine zu machen hilft auch nicht.
Wie habt Ihr den Motorbewegt, ohne Euch die Finger zu quetschen?
Ich habe einen Spanngurt um den rechten Rahmen und das vordere Motorlager gespannt und damit ein bisschen gezogen, dass ging sehr schnell und einfach.
Nun konnte ich links und in der Mitte am Getriebeträger Scheiben unterlegen.
Nach Christophs Formel aus dem anderen Beitrag (http://www.unimog-community.de/index.php?name=PNphpBB2&file=viewtopic&t=56223) müßte ich links etwa 8mm unterlegen.
Da ich nur einfache Scheiben mit ca 2,5mm Dicke hatte entschied ich mich für 3 Scheiben mit zusammen 7,5mm. Nach dem lösen des Spanngurtes und anziehen der linken Schraube stand nun mein Motor zuweit rechts.
Huups, ist er da wieder das wieder der Unterschied zwischen Theorie und Praxis.
Also Spanngurt nochmal angezogen, links zwei und in der Mitte eine Scheibe einsetzten und Spanngurt wieder lösen war schnell gemacht.
Nun sitzt der Motor etwa 3 mm zuweit links. Damit werde ich erstmal leben. Natürlich habe ich anschließend auch dei Anschlagschraube am vorderen Motorlager neu ein gestellt.
Der Höhenabstand vom Ölfilter zum Rahmen ist tatsächlich etwas größer geworden. Auch habe ich jetzt deutlich mehr Platz auf der linken Motorseite zwischen Lichtmaschine, Anlasser und Kühlwasserrohr zur Kabine.
Der obere Halter des Kühler steht nun annähernd parallel zum Rahmen.
Nur der obere Kuhlwasseranschluss vom Motor zum Ausgleichsbehälter verläuft nun S-förmig und der Kühlwasserschlauch vom Ausgleichsbehälter zum Kühler berührt fast die Einspritzleitungen der ersten beiden Zylinder.
Soweit erstmal für heute
Bis dene