411114 : Mein olivgrünes Osterei, eine Wiederauferstehung

Hallo Jochen,

ich setze noch einen drauf! Es gibt noch eine dritte Sitzschiene.

1963 vorne einfach abgewinkelt
1974 vorne zweifach zum U gebogen

Die Schienen haben das gleiche Lochbild. Im Vergleich zu deiner sitzt die zweite Bohrung viel weiter hinten.

In der SA 35 267 KGG gibt es keinen Hinweis auf die Sitzschiene.

Gruß
Markus
 

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1957: 62.4111.0769-00 -> 411 91002 90
19xx: 411 910 00 90 (Vermutung "einfacher Winkel")
1965: 411 910 01 90 (Vermutung "doppelt abgewinkelt U")

Welche Nummer hat dann Wolfgang seine Schiene? Sein Fahrerhaus hat nicht die Sicke für das KGG bei Motorzapfwelle / Doppelkupplung. Und die Schrauben dürfeten nicht in eine Flucht liegen.

Gruß
Markus
 
Den originalen Scheibenrahmen vom 411.114 zerlegt:

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Nur ein halbes Kilo Rost rausgeschüttelt.
Mal sehen, ob ich die Einzelteile bekomme um daraus wieder etwas Brauchbares zu zimmern.

Gruß
Jochen
 
Hier mal wieder ein paar alte Bilder.

Datum der Aufnahme: 14.5.2011
7105122wdd.jpg


Das habe ich bei der Bestandsaufnahme am 15.5.2011 gemacht
und muss noch in der neuen Kabine realisiert werden:
7109795hzg.jpg

Gruß
Jochen
 
Der DHL Weihnachtsmann hat etwas für den elektrischen Ausbau am 411114 gebracht.
Bei verschiedenen BW Lageristen zusammengesucht.
Hier spielt wieder die vom Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) vorgegebene Teilegleichheit mit dem 404 zum Plus für meine Ersatzteil-Suchliste.

20201222_163807.jpg

Es fehlt vieleicht noch das eine oder Andere, aber die Puzzleteile werden immer übersichtlicher.

Gruß
Jochen
 
Hallo Jürgen,
Das wird wohl noch für uns beide reichen.

Das BWB ist lt. Wiki schon 1958 tätig.

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:party Und meine Unterlagen sagen das auch:

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Mal eine Seite aus meinem Ordner, Schriftverkehr zum Projekt 411114 zwischen DB, dem BWB und den beiden Abteilungen bei Luftlandetruppen und Gebirgsjäger.

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Und hier der abschliessende Beschluss zur Verwendung der Versuchsfahrzeuge

Gruß
Jochen
 
Hallo Jochen,

ja genau das BWB wurde 1958 gegründet. Dein 411.114 ist auch bereits mit Baujahr 1958 angegeben.
Oft ist es bei Fahrzeugen so, dass die meiste Entwicklung vor dem Prototypenbau gemacht wurde. Die Verwendung der Gleichteile wird daher eher nicht auf Forderungen des gerade im Aufbau befindlichen BWB zurück gehen sondern eher in dem bereits damals vorhandenen Baukastendenken bei Mercedes zurückgehen. Natürlich haben inländische (Vorläufer des BWB) und ausländische Militärs hier an dem Lastenheft mitgearbeitet. Keine Frage :D
 
Hallo
  • Schon am 14. November 1957 stellt der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Strauß das Amt für Wehrtechnik und Beschaffung (AWBAmt für Wehrtechnik und Beschaffung) auf. Ihm obliegt unter anderem die zentrale Beschaffung des Materials für die Bundeswehr.
zumindest laut BW. Bis diese Nachricht bei der Marine an der Künste ankam, mag wohl schon ein Jährchen vergangen sein, die BW ist ja kein Synonym für Geschwindigkeit.
 
Neues aus Büttenwarder!

Ich konnte noch ein paar Fehlteile ergattern, darunter auch das Handschufachblech!
Danke dafür an Jürgen in das Siegerland! Die Unimoggemeinschaft ist einfach toll!
Dieses Projekt ist eine richtige Gemeinschaftsproduktion, viele lesen mit und geben mir in den Schaffenspausen wieder Vortrieb zum weitermachen.


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Es geht vorran!
Gruß
Jochen
 
Gestern und heute habe ich noch ein wenig Feinarbeit an der Frontmaske geleistet.
Lampentöpfe endlich verschweisst und die Haubenverriegelung von Version Bj. 1960 auf Version Bj. 1958 geändert:
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Hier sieht man die obere Halterung und unten die Riegelhaken
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Und für den bevorstehenden Transport zum grünen Fahrgestell habe ich Versteifungen eingeschraubt
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Gruß
Jochen
 
In der letzten Woche habe ich mir das Pritschengestell vorgenommen.
Profile entzundert und geschliffen.
Fehlende Schweissnähte nachgelegt und verputzt, Streben und Halter zugefügt.

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Die Fußwanne zusammengesetzt, angepasst und durchgeschweisst.

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Blanke Stahlteile phosphatiert

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Morgen geht es weiter

Gruß
Jochen
 
Hallo Jochen,
sehr spannend, ich freue mich immer sehr, wenn ich sehe das es hier etwas neues gibt. Einzigartiges Projekt! Ganz Klasse.

Was meinst du mit phosphatiert? Meinst du damit den Rostjäger den du verwendest?
 
Gestern habe ich das Fahrgestell in die Werkstatt gebracht, die Exportpritsche demontiert.
Das neue Pritschengestell mit der Fußwanne ist erst einmal ausgelagert.
Um die Passgenauigkeit der Kabine mit dem ungewohnten Benzinmotor zu prüfen ,
wird heute eine Kontroll "Hochzeit" vollzogen.

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Benzinpumpe passt nicht, also demontieren:

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Vergaser und Verteiler haben wahrscheilich genug Freiraum,
das Abgasrohr muß ein wenig umgeformt :flex werden:

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Benzinpumpe demontiert, hier ist nur sehr wenig Platz :idee für eine andere Lösung :

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Die Aussparung für den Ölfilter im Fahrerfußraum scheint gut dimensioniert. Da muß ich wohl nicht nacharbeiten.
:arrow: Morgen geht es weiter!

Gruß
Jochen
 
So, die Kabine ist ausgerichtet und sitzt auf den richtigen Punkten.

[album]7825[/album] [album]7824[/album] [album]7823[/album]
hier ist wieder die Frage ab wann die Kabinenlagerung auf 3 Punkt umgerüstet wurde. die Hinteren Lagerböcke waren hier am 411.114 Rahmen aus Winkelstahl aufgeschweißt. Ich habe hier auf die Gußblöcke umgerüstet. Vorn ist der Gummiblock vom Westfalia DvF Fahrerhaus verwendet worden.

Dann habe ich die einzelnen Bleche versucht einzusetzen und musste schon intensiv nacharbeiten.
Für die Pedalbleche habe ich etwa 2,5 Stunden gebraucht, so richtig 100%ig glücklich bin ich aber noch nicht damit.

[album]7822[/album] [album]7818[/album]

Für die Montage des Getriebeabdeckbleches muß der Getriebedeckel mit dem Schalthals abgenommen werden.
Um diesen Deckel abheben zu können wird hintere Kabinenlagerung gelöst und die Kabine hinten 10cm angehoben.

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Der Öldruckschalter (1) passt nicht unter das Getriebeabdeckblech, also muß hier eine andere Lösung gefunden werden. Eine Druckleitung 6mm zum Öldruck Anzeigeinstrument im Armaturenbrett wird gelegt werden. Zwischen dem Zylinderkopf und der Motorkappe ist an dieser Stelle (2) nur etwa 2mm Luft.
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Die Treibstoffleitung am Vergaser kollidiert (3) mit dem Kühlwasserrohr am Ausgleichsbehälter.
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Ein Blindflansch für den Anschlusspunkt (5) der Treibstoffpumpe am Motorblock muß angefertigt werden.
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Das Abgasrohr muss näher an den Fahrzeugrahmen (4) gelegt werden, also auch wieder zerschneiden und neu zusammenschweißen.
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Gruß
Jochen


(19821)
 
Hallo Jochen
Die Treibstoffleitung am Vergaser kollidiert (3) mit dem Kühlwasserrohr am Ausgleichsbehälter.
ich glaube kaum dass damals einme Schlauchleitung verlegt wurde. Zu der Zeit wurden fast ausschließlich Stahlrohrleitungen verlegt.
Bei Verwendung eines Anschlusswinkel mit rechtwinkligem Abgang wäre das Problem behoben.
Natürlich ist das Biegen einer Rohrleitung aufwändiger, aber benzinfestes Gummi in Form von Gewebemantelleitung war wohl teuerer und vor allem nicht alterungsbeständig.
 
Hallo lieber Jochen,
Lob zu der vorbildlichen, lobenswerten Arbeit und Dokumentation.
Da ich schon etwas älter bin, nicht mehr so gut sehe und höhre, wirst du mir diese Kritik
doch verzeihen ? Wenn Du an unser erstes zusammen-Treffen in Aufenau denkst, weißt Du wer ich bin und wie ich so denke.
Wünsche Dir Deiner Familie allen Unimog-Narren, noch alles Gute für dieses neue Jahr
2021,vor allem Gesundheit und frohes Schaffen und dass dieses Schaffen auch zum Erfolg
wird.

Grüße, Manfred nichts für Ungut
 
Hallo Manfred,
Danke für das Lob!
Ich kenne dich und Du hast uns auch schon mal in Wuppertal besucht.

Ich sehe keinen Fehler in der Bildbeschreibung bzw. Nummerierung. Wo genau liegt mein Fehler?
Dann ändere ich das sofort.

Gruß
Jochen
 
Hallo Jochen,

Ich freue mich sehr, über Deinen Bericht über den 411114 und den Fortgang, der
Unimog ist mein Leben, in meiner Kindheit, hat die Motorisierung angefangen und wenn ich zurück denke, wie sich diese entwickelt hat, kommt man aus dem Staunen nicht heraus.

Trotzdem, kann ich es nicht kapieren dass soviel Schrott produziert wird, z.B, Akkus, bei
den Batterien gibt es zwar verschiedene Größen, egal wer die herstellt passen diese, bei
den Akkus in den Werkzeugen, Telefonen usw. hat jeder etwas anderes.

Grüße, Manfred
 
Hallo Manfred,
Die Numerierung ist in den dünnen gelben Markierungen ebenfalls nur in dünner Linierung, damit die Details noch sichtbar bleiben.
(Wenn ich z.B. rote Farbe genommen hätte, könnte ich die Markierungen gar nicht sehen.)


Heute habe ich mich mit den Änderungen beschäftigt.
Den Abgasstrang habe ich wieder zersägt und neu konfiguriert:

[album]7840[/album]

[album]7841[/album]

[album]7842[/album]

Danach habe ich den ursprünglichen Plan für das Gasgestänge verworfen und das System auf
Bowdenzug umgestellt. Das Gasbetätigungsgestänge hatte zu viele Umlenkungen und Einzelteile.
Es hätte im Betrieb für zu viele Probleme sorgen können.
Die Bowdenzüge habe ich selber hergestellt mit Komponenten von Bowdenzug24

https://www.bowdenzug24.com/produkt-kategorie/anschlussteile-fuer-bowdenzughuellen/?gclid=CjwKCAiApNSABhAlEiwANuR9YOW3XMqxWVBdG7GS6jGtxsz5zzhZvD7G1_dkjFmT6QNGysaisaZObRoCZywQAvD_BwE


[album]7843[/album]

[album]7844[/album]

[album]7845[/album]

Wenn auch nicht original, denke ich doch, das dies eine gute Lösung für den zukünftingen Betrieb ist.

Gruß
Jochen