Unglück in Marienheide: Wettlauf mit der Zeit verloren - Unimog-Fahrer ist tot
(pl-lo/27.6.2005- AKTUALISIERT: 28.6.2005) Marienheide – Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich heute Mittag, als ein Unimog, der ein mit altem Fett befülltes Metallfass im Schlepp hatte, über den Marktplatz in eine Garage raste, die Wand durchbrach und erst in einem Friseursalon zum Stehen kam - Fahrer nach vier Stunden lebend geborgen, aber kurz darauf verstorben.
Den Rettungskräften gelang es zwar, den 24-jährigen Fahrer etwa vier Stunden nach dem Unfall aus dem Wrack zu befreien, kurz darauf erlag der Mann im Krankenwagen aber seinen schweren Verletzungen. Der gleichaltrige Beifahrer wurde ebenfalls schwer verletzt. Er kletterte laut Zeugenaussagen unmittelbar nach dem Unglück selbstständig aus dem Seitenfester des zerstörten Führerhauses und konnte sich blutüberströmt in eine angrenzende Arztpraxis schleppen, wo er erstversorgt wurde. Anschließend brachte man ihn ins Krankenhaus.
Der Fahrer war nach Angaben der Polizei während der Rettungsmaßnahmen zunächst noch ansprechbar. Es gab allerdings Probleme, das völlig verkeilte Fahrzeug aus den Trümmern heraus zu ziehen. Erst nach dreistündiger Schwerstarbeit der Rettungskräfte konnte es zumindest für rund einen Meter bewegt werden. Da die Garage einzustürzen drohte, mussten die Feuerwehrleute mit äußerster Vorsicht vorgehen. Das Dach hat man mit von den Bauhöfen Marienheide und Gummersbach herbeigeschafften Stützen provisorisch abgesichert. "Der Anbau muss aber definitiv abgerissen werden", erklärte die Polizei. Ob auch die Statik des Hauses in Mitleidenschaft gezogen worden ist, steht zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest.
Nach ersten Erkenntnissen war der Unimog samt Anhänger auf der stark abschüssigen Scharderstraße unterwegs in Richtung Leppestraße, als er plötzlich ins Schleudern geriet und mit hoher Geschwindigkeit über den Marktplatz in die Garage raste, die Wand durchbrach und schließlich im Friseursalon „Haar & Trend“ zum Stehen kam.
Der Vorbau der Garage wurde dabei komplett zerstört, sämtliche Betonträger wie Streichhölzer abgeknickt. Auch im Inneren des Anbaus sind die Schäden immens. Ein T-Träger der Garage lag auf dem Fahrzeug, dessen komplette Front nach oben wegrissen wurde, und musste von den Feuerwehrleuten beiseite geschafft werden. Ein dort geparktes Auto und ein Motorrad wurden ebenfalls beschädigt.
Zeugen des Unfalls steckte der Schreck in den Gliedern. "Das war ein unglaublicher Knall. Mir zittern jetzt noch die Hände", berichtete eine Anwohnerin. Ein Zahnarzt, der eine Praxis in einem der angrenzenden Gebäude hat, erklärte: "Es hörte sich an, als würde ein Zug durch die Straße fahren. Nach dem Knall habe sofort gewusst, das es etwas Schlimmeres ist und die Feuerwehr verständigt."
Da Montag war, war der Friseursalon zum Unfallzeitpunkt geschlossen und deswegen niemand im Geschäft. Durch das Ausweichen auf den Marktplatz hat der Fahrer, der genauso wie der andere Insasse aus Polen stammte, möglicherweise ein noch größeres Unglück verhindert, indem er den Zug nicht auf die viel befahrene Leppestraße lenkte.
Ob ein technischer Defekt vorlag oder das Gefährt zu schwer beladen und deswegen nicht mehr zu kontrollieren war, wird derzeit ermittelt. Bremsspuren wurden nicht gefunden. Gerüchte, dass der Unimog schon seit längerer Zeit keine TÜV-Zulassung mehr hatte, wurden von Seiten der Polizei nicht bestätigt.
Bericht mit Bildern unter ;
http://www.oberberg-aktuell.de/show-article.php?iRubrikID=1&iArticleID=45352
(pl-lo/27.6.2005- AKTUALISIERT: 28.6.2005) Marienheide – Ein schwerer Verkehrsunfall ereignete sich heute Mittag, als ein Unimog, der ein mit altem Fett befülltes Metallfass im Schlepp hatte, über den Marktplatz in eine Garage raste, die Wand durchbrach und erst in einem Friseursalon zum Stehen kam - Fahrer nach vier Stunden lebend geborgen, aber kurz darauf verstorben.
Den Rettungskräften gelang es zwar, den 24-jährigen Fahrer etwa vier Stunden nach dem Unfall aus dem Wrack zu befreien, kurz darauf erlag der Mann im Krankenwagen aber seinen schweren Verletzungen. Der gleichaltrige Beifahrer wurde ebenfalls schwer verletzt. Er kletterte laut Zeugenaussagen unmittelbar nach dem Unglück selbstständig aus dem Seitenfester des zerstörten Führerhauses und konnte sich blutüberströmt in eine angrenzende Arztpraxis schleppen, wo er erstversorgt wurde. Anschließend brachte man ihn ins Krankenhaus.
Der Fahrer war nach Angaben der Polizei während der Rettungsmaßnahmen zunächst noch ansprechbar. Es gab allerdings Probleme, das völlig verkeilte Fahrzeug aus den Trümmern heraus zu ziehen. Erst nach dreistündiger Schwerstarbeit der Rettungskräfte konnte es zumindest für rund einen Meter bewegt werden. Da die Garage einzustürzen drohte, mussten die Feuerwehrleute mit äußerster Vorsicht vorgehen. Das Dach hat man mit von den Bauhöfen Marienheide und Gummersbach herbeigeschafften Stützen provisorisch abgesichert. "Der Anbau muss aber definitiv abgerissen werden", erklärte die Polizei. Ob auch die Statik des Hauses in Mitleidenschaft gezogen worden ist, steht zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest.
Nach ersten Erkenntnissen war der Unimog samt Anhänger auf der stark abschüssigen Scharderstraße unterwegs in Richtung Leppestraße, als er plötzlich ins Schleudern geriet und mit hoher Geschwindigkeit über den Marktplatz in die Garage raste, die Wand durchbrach und schließlich im Friseursalon „Haar & Trend“ zum Stehen kam.
Der Vorbau der Garage wurde dabei komplett zerstört, sämtliche Betonträger wie Streichhölzer abgeknickt. Auch im Inneren des Anbaus sind die Schäden immens. Ein T-Träger der Garage lag auf dem Fahrzeug, dessen komplette Front nach oben wegrissen wurde, und musste von den Feuerwehrleuten beiseite geschafft werden. Ein dort geparktes Auto und ein Motorrad wurden ebenfalls beschädigt.
Zeugen des Unfalls steckte der Schreck in den Gliedern. "Das war ein unglaublicher Knall. Mir zittern jetzt noch die Hände", berichtete eine Anwohnerin. Ein Zahnarzt, der eine Praxis in einem der angrenzenden Gebäude hat, erklärte: "Es hörte sich an, als würde ein Zug durch die Straße fahren. Nach dem Knall habe sofort gewusst, das es etwas Schlimmeres ist und die Feuerwehr verständigt."
Da Montag war, war der Friseursalon zum Unfallzeitpunkt geschlossen und deswegen niemand im Geschäft. Durch das Ausweichen auf den Marktplatz hat der Fahrer, der genauso wie der andere Insasse aus Polen stammte, möglicherweise ein noch größeres Unglück verhindert, indem er den Zug nicht auf die viel befahrene Leppestraße lenkte.
Ob ein technischer Defekt vorlag oder das Gefährt zu schwer beladen und deswegen nicht mehr zu kontrollieren war, wird derzeit ermittelt. Bremsspuren wurden nicht gefunden. Gerüchte, dass der Unimog schon seit längerer Zeit keine TÜV-Zulassung mehr hatte, wurden von Seiten der Polizei nicht bestätigt.
Bericht mit Bildern unter ;
http://www.oberberg-aktuell.de/show-article.php?iRubrikID=1&iArticleID=45352