Allgemeine Frage zu einem Dieselmotor

Hallo Wolfgang,

genau das meinte ich mit dem Versuch meiner "Erklärung" mit dem Öl-Luffi :D

Da scheint aber einiges an dem Motörchen nicht zu passen :oops:

Schraub nich zuviel dran rum, sonst könnte dein Händler sagen: Garantie iss weg, wegen eigener bastelei

Grüsse: Hugo
 
Moin.

An dem Gerät ist zwar schon viel Zeit kaputt gemacht worden, aber wenn ich richtig verstanden habe, ist da noch Garantie drauf - also weg damit und ein Ersatz her - das rumgefummel zahlt Dir kein Mensch.
Wenn dann die Kiste läuft verreckt sie dann wenn die Garantie abgelaufen ist.

Beste Grüsse,

fuxel
 
Hallo und guten Tag fuxel.

Grundsätzlich, immer und normalerweise hast Du -für diese Fälle- recht.
Aber in diesem, unserem Falle hat der Lieferant mir /uns das Okay gegeben, die Einspritzdüse selber zu wechseln. Ich kann sogar meine Stunden für die Prüfung und Reparatur berechnen. (Ich bin selbständig/ Ingenieurbüro). Er bekommt Rechnung und detaillierten Bericht von mir, sowie ein Schreiben wegen der Fortführung der Garantie-Gewährleistung; mal sehen, ob er´s unterschrieben zurück schickt.

Er hatte diese Woche keinen Monteur frei, da hat er sich die An-/Abfahrt -ca. 300 km- und ca. 2,5 bis 3 Std. Arbeitszeit seines Monteure "gespart".
..und wir müssen, am Montag das Aggregat am Laufen haben, weil, sonst gibts riesen Ärger mit unserem Auftraggeber.

Heute 1,5 Std. Testlauf: keine Rauchzeichen, keine Ölverdünnung; somit kanns am Montag losgehen.

Habe interessehalber nach dem Nussschalenstrahlen (siehe unteres Bild (Düse1.jpg) mal die E-Düse zerlegt. Alle 4 Düsenbohrungen waren verstopft (nicht von den Nussschalen !), der "Stempel" der die Düsenbohrungen unter Druck freigibt, hatte auch schwarze Anbackungen und "klebte" daher in dem Düsenstock. (Sorry, wenn ich die verkehrten Begriffe nehme, es war die erste E-Düse meines alten Lebens.) Am Stempel waren keinerlei Freßspuren zu sehen, er ist frei beweglich im Düsenstock. Werd´ se dann mal Abdrücken/Prüfen lassen.
Stempel und Düsenstock(Zylinder sind im oberen Bild (Düse2.jpg) die Teile, die unten liegen.

Mal sehen, wie sich der Motor die nächsten 4 bis 6 Wochen im Dauerbetrieb so bewährt.

Bis hierher, herzlichen Dank für die Tipps.

Grüße
WolFgang
 

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Hallo Interessierte und guten Tag,

habe heute nach 64 Betriebsstunden Ölstand kontrolliert, Ölbad im Lufi gewechselt.
Kaum Ölverbrauch im Motor; ca. 1 bis 2 mm weniger geworden, was ich als fast normal bezeichne.
Und vor Allem: keinerlei Rauchfarben.
So kanns bitte weitergehen.

Glückliche Grüße
WolFgang

PS: Nachgefragt an Kurt: wieso hängen Einspritzdüsen gerne bei luftgekühlten Dieslern ?? Weil, DEIN Tipp war ja richtig !! *freu*
 
Hallo Wolfgang,

ja, das freut ein doch! Liegt an zuviele Jahre Diesel im Blut!

Nun ja, schau dir deine Düsenstöcke an, der luftgekühlte Diesel und gerade die Direkteinspritzer haben natürlich extreme Temparaturen aus zugleichen.

Da kann es schon passieren, wenn die Düsenstöcke unsach gemäß zufest angezogen werden, das diese Verspannnung zum hängenoder festsitzen der Düsen Nadel führt!

Ich wünsch dir weiterhin viel Spass mit dem Herrn Diesel :D

Gruß Kurt
 
Hallo Wolfgang,

freut mich das der Motor wieder gesundet ist :D

Der Ölverbrauch scheint doch ok zu sein, wie sagte ein Ausbilder von mir immer: wenn ein Motor kein Öl braucht isser bald hin, oder er steht nur

:D :D

Grüsse: Hugo
 
Tschaanuu, ich versprach ja mal einen Zwischenbericht.

In der Zwischenzeit hat sich eine Einspritzdüse "verabschiedet: vorne, wo die Düsenbohrungen in dem konischen/kegeligen Teil sind, dieses Teil hat sich "abgesprengt". Der "Düsenstempel" ist in den Zylinder gefallen und hat dort heftigst "rumort". (Bild unten, das Rechte Düs´chen, links das mit dem Riss (aber nicht zu sehen auf dem Bild)
(Die Teile, die ich meine, sind auf dem oberen Photo meines Beitrages vom 16.9.06 zu sehen, die beiden druntergelegten Teile).

"Rumor"-Schäden: Zylinderlaufbahn verschrammt, Kolben wie mit Schrot zerschossen, dito Zylinderkopf, Auslassventil krumm, nur mit Hammer und Durchschlag herauszutreiben, Stößelstange krumm. Der Servicemonteur hat gestern auf Garantie Kopf, Zylinder, Kolben und Stößel gewechselt.

Eine zuvor herausgeschraubte andere Einspritzdüse, zeigte einen Feinstriss von einer Düsenbohrung über die Kegelspitze bis zur gegenüberliegenden Bohrung. Hab ich logischerweise nicht mehr eingebaut.

JETZT hab ich da ma´ ne vertrauliche Frage:
da der Generator stationär betrieben wird, haben wir nach einiger Zeit keinen Diesel getankt, sondern Heizöl (frisch getankt aus einen doppelwandigen sauberen Öltank) genommen.
Der Monteur "liess anklingen" daß die Düsenschäden von Wasser im Heizöl oder von schmutzigem Heizöl kommen könnten.
Der Dieselkraftstofffilter hat keinen Wasserabscheider.
Frage 1: Ich kann mir nicht vorstellen, warum Wasser (-tröpfchen kleinster Art) die Düsen zum Platzen bringen kann.
Frage 2: Wenn Heizölschmutzpartikel durch den Herstellerdieselfilter gelangen, ist es dann ein Filter oder hät´s bessern ne Dose IMI sein sollen werden.
Frage 2 1/2: wie fein ist solch ein Filter ?? 3-5 mü oder viel gröber ??

Frage an die "alten" Fahrer von Heizöl-Ferraries: sind solche Schäden von (damals noch ungefärbten) Heizölern bekannt.

Nach gestrigen ca. 12 Stunden Fahrt und Reparatur-Wartezeiten mit Probelauf, ist der Generator heute eingesetzt worden. Er läuft nur auf einem Pott. (Dem NICHT-Reparierten). Der neue weigert sich noch. Austausch der E-Düse brachte keine Verbesserung. Auspuff des Nichtläuferzylinders wird handwarm; Nach Demontage des Auspuffes (der sich zwischendurch auch mal risstechnisch von seinen Flanschen gelöst hatte) sah der Trakt im Kopf leicht ölig-rußig aus, der laufende erste Zylinder ist nur rußig.

Nach Rücksprache mit dem Service wird vermutet, daß die Einspritzpumpe defekt ist. Der Druck des EP-Stempels reicht wohl NICHT für eine richtige Zerstäubung -richtigen Einspritzdruck- aus. Ausserdem raucht er wieder etwas weißblaugräulich. Aggregat ist abgestellt.

Die Finger und Hände sind wieder schwarz; mir ist jetzt auch "gräulich" zu Mute. :cry:

Wer weiss was und hat Tipps ??

Heul und dieselige Grüße
WolFgang
 

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Hallo Wolfgang,

also, das mehr Wasser im Heizoel als wie im Diesel sein soll halte ich mal für ein Gerücht.

Definitiv macht auch die Farbe im Heizoel keine Schäden, weder an Ventilen noch an Einspritzdüsen.
Wir haben einen alten 6 Zylinder- Deutz-Motor an einem Sägewerk (seit 3,5 Jahren) fast täglich in Betrieb. Futter ist reines Heizoel :D :D und das Ding rennt noch wie beim Einbau.

Und Wasser lagert sich in einem Tank immer unten ab, wenn ihr normal von oben entnommen habt kann da garkein Wasser (Kondenswasser) drinnen sein

Grüsse: Hugo
 
Hallo und guten RegenWolkenTag.

Der Service´ler hat die EPumpe ausgetauscht. Schnurrt wie ein Kätz´chen mit seinen 110 LWA = dBA?.

Der Schaden an der EP solle durch Wasser entstanden sein; wie´n das ??

Zeit zum Festrosten hatte sie ja nicht, und ich vermute, einer EP ist es fast egal, ob sie Wasser, Diesel, Heizöl, Rotwein oder sonst was pumpt. (..sofern die Schmierung reicht).


...oder ???

Herzlichst
WolFgang
 
Hallo Wolfgang,

dann haben die den Probelauf im Werk mit Wasser ausgeführt :D und dann hat das Motörchen 2 Jahre inner Ecke gestanden :D

Der Kerl will dir einen unter die Weste drücken :oops:

Grüsse: Hugo
 
Danke Hugo, so sehe ich es auch.

Guten Abend Hugo,

obwohl ich in Jugendjahren nur an einem Heckflosser und einem 220/8er Diesel -bei denen mehr geschweißt und sonstiges repariert-, und kürzlich an einem OM636 geschraubt habe, also wenigst Diesler-Erfahrungen habe, sehe ich auch noch nicht den Grund, wieso Wasser eine EDüse oder EP killen können. (Neben Maschinenbaustudium und über 40 Jahren Motorenschraubererfahrungen)

Das einzigste physikalisch/technische Argument wäre für mich eventuell -auch verfahrenstechnisch- gesehen, daß Wasser in einer EDüse sich bei Betriebstemperatur so extrem verdampft, daß es explosionsmäßig die EDüse sprengt. (Ein Liter Wasser verdampft zu ca. 1260 Liter Dampf, lt. meinen 60-bis 70iger Schulkenntnissen in der Physik)

...unter die Weste kann er mir nix drücken, sitzt momentan zu eng, besonders am geschwollenen Hals *grins*.

Herzlichst
WolFgang
 
Danke, Leute bis hierher.

Muss mich entschuldigen, daß ich diese Problematik für mich, auch noch mal im Technikforum gestellt habe, -gegen die guten Regeln des Forums-; meine Begründung: --->> siehe dort.
Schäden an EP und EDüse durch Wasser ??

Herzliche Grüße
WolFgang
PS: wenn´s noch ma ´ klemmt bei diesem Aggregat, werde ich mich noch mal melden und berichten.
Tschüssss
 
Guten Tag,
wie versprochen hier nochmal ein Zwischen- fast ein Endbericht.
Der Dieselgenerator hat gestern 755 Betriebsstunden im Dauerlauf erreicht. Nach dem Austausch von Zylindern, Kolben, Einspritzdüsen und E-Pumpe (siehe oben) lief das Gerät bisher ohne weitere Beanstandungen.

Einzige eingetretene Mini-Macken sind: in der am Gestell gelagerten hat es durch die Vibrationen zwei Zellen der Batterie zerschüttelt, und die LED (!!!)- Anzeige für Volt und Frequenz (Hz) funzt nicht mehr. (Neue Batterie ist jetzt extern gelegt, die Volt und Ampere werden direkt an den Schützen/Motorschutzschaltern abgegriffen)

Das Positive generell ist, daß er unter Vollast der angeschlossenen Unterwassermotorpumpe (400V, 5,2 Amp.) weniger Diesel verbraucht. Als die Pumpe (ca. 60 Meter tief im Brunnen, ca. 110 Meter Rohr- und Schlauchleitung in 2 Zoll Abmessungen, und 1 + 2 große Aktivkohlefilter) noch aus hydrogeologischen Gründen noch stark angedrosselt war, hat das Aggregat pro Stunde fast einen halben Liter MEHR verbraucht ! Ölverbrauch ca. 125ccm alle zwei Tage, auch annehmbar.

Super zufrieden sind wir mit der eingesetzten Fernüberwachung der "Gesamtanlagentechnik". Die Anlage meldete zB. wenn nicht genügend Diesel im Vorratstank war, wenn das Dieselaggregat ausgefallen war und den Reservegenerator automatisch eingeschaltet hatte und weitere Störungsmeldungen. Störungsmeldungen wurden per SMS an das Händy übermittelt. Die Förderleistung der Grundwasserpumpe konnte per PC abgefragt werden.

In der nächsten Woche wird die Anlage abgebaut, werde mir dann nochmal erlauben einen Bericht zu schreiben.

Grüße
WolFgang
 
Guten Tag,

der Dieselgenerator hat jetzt seine über tausend stündige Arbeit ohne weitere Mucken zur Zufriedenheit erledigt. Grundwasser-Sanierungs-Anlage mit Datenfernübertragung, drei Aktivkohle-Filtern und beiden Generatoren, wurde am letzten Dienstag abgebaut. (Zwei 7,5 Tonner vollgeladen)

Was ich nach dem Austausch der E-Pumpe damals nicht beschrieb, war der Umbau vom Ölbad-Luftfilter in einen Trocken-Papier-Luftfilter. Ist wirklich weitaus weniger wartungsintensiv.

Für den nächsten Einsatz des Generators werde ich die E-Düsen mal rausnehmen und prüfen, weil er in den letzten 14 Tagen etwas rußig rausgerüsselt hat.

Habe bei diesem Projekt -auch insbesondere der Hilfe des Forums- mal wieder viel gelernt. Danke dafür.

Grüße
WolFgang