Anhängelasten bei euren Mogs

mogverrückter

New member
01. Sep. 2003
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Ich wollte mal eine Art kleine Umfrage starten, welche Anhängelasten ihr gerade im landwirtschaftlichen Bereich mit euren Mogs bewegt und was noch mit vertretbarer Geschwindigkeit und Bremsleistung möglich ist! Ich suche nämlich gerade nach dem passenden Unimogtyp, für unseren Bedarf! 6 Tonnen Zugleistung sollten auch mit dem 411 möglich sein, oder? Zwar nicht so schnell aber das wäre egal, da es ein 25 kmh Anhänger ist! Mehr sorgen machen mir da eher die Kombination aus Auflaufbremse 6Tonnen und kleinem Mog!
 
Hallo,
ich habe auch einen 411er und bewege ihn schon hin und wieder mal mit etwa 6 Tonnen am Haken. Dass er dann nicht so schnell läuft wie leer oder mit einem größeren Mog, ist auch klar! Auch bergab oder beim Bremsen sollte mit Vorsicht vorgegangen werden. Meine Pritsche lade ich halt auch immer mit Holz. Deshalb hatte ich
noch nie Probleme. Auch der höhere Zeitaufwand durch die Anhängelast stört mich nicht großartig, da meine Waldarbeit Hobby ist.
Das einzige was mich an der 411er-Kupplung stört, ist dass eine Rockingerkupplung verbaut wurde, die eine Stützlast von nur 80 kg vorweist!? Bei großer Belastung klappt sie dann einfach nach unten weg. Der Betrieb eines Einachsers z. B. Miststreuer ist somit kaum möglich. Und das an einem landwirtschaftlichen Fahrzeug... :casstet:
Grüße vom weißen Albrand,
Joachim
 
Also zum 411 kann ich nix sagen, habe am 406 öfters einen 6t-Kipper geladen dran, das macht keine Probleme. Ist allerdings auch nur mit Auflaufbremse (25km) Zwischendurch ziehe ich einen 11t-Kipper mit Druckluftbremse, der bremst zwar wesentlich besser, ist aber bei Steigungen meiner Meinung nach der obere Grenzbereich zum Ziehen.
 
Hallo,
da ja sowieso nur 25 km/h gefahren werden dürfen sehe ich gar keine Probleme. Auf geraden Stecken wird man sicherlich noch im 5. Gang schalten können. Diese Anhänger laufen auch hinter kleinen Traktoren mit 30, 40 u. 50 PS. Diese besitzen nur eine Bremse auf die beiden Hinterrädern und da ist der Mog den Traktoren sicherlich überlegen. Auch in der Zugleistung auf Wegen darf sich meiner Meinung nach der Mog zeigen lassen. Gut, ein Gewicht auf der Pritsche bringt Vorteile, klar. Allerdings sind bei uns keine Steigungen, somit will ich dazu nichts sagen, auch was der Auflaufbremse angeht. An den meisten Anhängern in unserer Gegend wird diese nicht mehr einwandfrei funktionieren.
Gruß
Bernd Thomes
 
Anhängelast steht im Kfz Schein!. Für die angegebene Last muß das Fahrzeug bis zum zulässigenGesammtgewicht ausgelastet sein; dafür sit die Hilfsladefläche igentlich da! Auflaufbremse ist gefährlich im Bergauffahren, da der Hänger nicht bremst! also nie abwürgen! Ist übrigens der grind warum der Unimog Druckluftbremsen hat!
 
Ich nehme an, das Joachim die Rockinger 226 oder das Vorgängermodell hat. Dies ist die Version für geländegängige Fahrzeuge mit Vertikal-Gelenk. Da geht halt keine größe Stützlast. Hier hilft nur eine andere Kupplung 225/227 oder Ringfeder 604/605, wenn höhere Stützlasten benötigt werden.
 
@Bauer Michel
Zur Anhängelast in den Papieren: Haben die da nicht wie alle Zugmaschinen einen Strich bei der gebremsten Anhängelast drin? Das würde ja Zuggewicht 40t bedeuten und das möchte ich mit um die 30 PS nicht bewegen! Deshalb meine Frage was vernünftig und sicher geht!
 
Hallo,
Zugmaschinen brauchen im Gegensatz zum LKW nur 3PS pro Tonne Anhängelast. Mein U406 hatte 22t Anhängelast und 6t zGG, macht zusammen 28t bei 84PS. Geht genau auf. Gut, ich möchte mit keinem U406 28t bewegen, zulässig ist es aber.
 
Hallo,

Ich bin der Meinung, dass die zul. Anhängelasten am 406 nicht für den Dauergebrauch gedacht sind. Denn mit 22 Tonnen Anhänger dran darf der Mog das Wort Steigung nicht mal mehr hören.....Wie schon geschrieben finde ich, dass so 11-12 Tonnen hinten dran für den 406 die Grenze sind.


Gruß Peter
 
Hallo Markus,

als 411.110 - Fahrer (kurzer Radstand Bj. 57 ehemals 32 PS) kann ich folgendes berichten:

Mein Unimog zieht auch eine üblichen Ladewagen (2-Achs) mit Holz beladen. Allerdings nicht sehr schnell. Gestern fuhren wir eine leichte Steigung und da er noch nicht auf Betriebstermperatur war, erreichte er so gerademal 10 km/h im 3. Gang :P - höher schalten war nicht möglich.

Also der Vorteil liegt beim 411:
in seiner Wendigkeit,
in seiner überschaubaren Technik (welche ich als Kaufmann mit Hilfe der Kollegen hier einigermaßen verstehe),
seinem geringen Verbrauch,
geringen Abmessungen beim Unterstellen - (Garage ->Höhe),
geringer Spritverbrauch,
alle 2 Jahre zum TÜV - nicht jedes !
allgemein: geringeren Kosten.

Wir erleben gerade den direkten Vergleich zwischen 406 und 411 im Wald. Ich komme von den Abmessungen überall durch (411).
Aber der 406 ist mit 14,5er Schlappen unterwegs, der schleppt was weg. Aber es muß ein versierter Lenker drinsitzen. Der hüpft über jeden Stamm, da gibt es kein halten.

Sofern die Strecken, welche Du zurücklegst nicht zu groß sind, sofern der Faktor Zeit dem Faktor Geld untergeordnet ist, dann bist Du mit dem 411 gut bedient.

Der goldene Mittelweg wäre ein 421er. Noch klein aber schon stark.

Ich bin gespannt für was Du Dich entscheidest.
 
Ja der 421 is natürlich interessant, der liegt so im Leistungsbereich, den ich mir für den nächsten schlepper auch vorgestellt hatte! Die Entscheidung wird wohl so ausfallen, wenn dann 421 oder 411 aber wahrscheinlich erstmal kein Mog is halt doch ein verdammt teurer Spass! Aber vielleicht will es mein Schicksal mal so, dass ich nen günstigen und brauchbaren finde!
 
Wenn keineAnhängelast in den Papieren steht ist es keine Zugmaschine! mein 421 hat ungebremst 1,4 t und gebremst 13,1 tonnen Anhängelast. Das wird in der BA nochmals spezifizert als bei durchgehender (Druckluf)tbremsamlage, sonst 8 t..
In meinen Unterlagen für 411 steht was von Maximaler Anhängelast von 16 t.
Also 10 tonnen zieht auch ein 411, aber nur mit Druckluft. Bei Auflaufbremse würde ich nicht über das Unimogmaximalgewicht gehen.
Ansonsten: das sind alles mehr als dreissig Jahre alte Maschinen. und damals zog auch ein Schlüter 1250 Super Vau, was der Top der normalen Schlepper war auch nur 20 tonnen mit maximal 25 kmH .
 
Wenn keineAnhängelast in den Papieren steht ist es keine Zugmaschine!

diese Aussage ist so nicht richtig!

Bis in die 60er Jahre gab es keine Typprüfung für Anhängekupplungen und bei Zugmaschinen keine Begrenzung der Anhängelast, d.h. es konnte unabhängig von der Motorleistung bis zum damaligen Gesamtzuggewicht von max. 38to angehängt werden!

Die Begrenzung der Anhängelast bei Zugmaschinen aufgrund der Motorleistung (min. 3PS pro Tonne) und bei LKWs seinerzeit das 1,4fache (später das 1,5fache) des Gesamtgewichtes des LKWs und min. 6PS (später 8PS) pro Tonne kam erst in den späten 60er Jahren.

Mein Trecker (Ritscher 528, Bj. 1953, 28PS) durfte bis zur Wiederzulassung anno 2000 theoretisch 36to ziehen. Bei der Wiederzulassung wurde dann die Anhängelast auf 24to reduziert - auch damit wäre er hoffnungslos überfordert -.
 
Hallo,

ich habe einen 421 mit 40 PS und einen 406 mit 84 PS. Der kleine Unimog zieht einen 6t Anhänger und ist damit meiner Meinung nach optimal ausgelastet. Er kann sicherlich mehr ziehen, aber 6t sind dauerhaft gut zu ziehen. Vorteilhaft ist ein Einachser mit Auflaufbremse, besonders beim Rückwertsfahren ohne Servolenkung. Mit dem 406er ziehe ich einen 12t mit Tantemachse, hier gilt das gleiche wie beim 421er.
Im Wald komme ich mit dem 421 besser als mit dem 406 zurecht. Allerdings hat der kleine auch Stollenprofil, was der 406er nicht hat.

Gruß Bruno