Bennholzsägen im Wald und ohne Stromanschluß ?

konrad_moeller

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02. Feb. 2005
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Schlitz
hallo liebe Holzsammler,

in diesem Jahr habe ich einiges Kronenholz aufgearbeitet.

Beim Haus kann ich das bei weitem nicht mehr lagern und sägen.
Zumal es sehr viel Knüppelholz ist.

Ich habe mir überlegt daß eine mit einem kleine Dieselmotor angetriebene Bandsäge wenig Kraftstoffverbrauch hat.
Viel weniger als mein U 406.

Hat jemand damit erfahrung bzw. weiß wer solche Sägen herstellt?
oder wer hat eine Säge an der Fronthydraulik betrieben?



Für hilfreiche Antworten
dankt

Konrad
 
Hallo Konrad,

von Posch (www.posch.com) gibts Wippsägen mit Benzin-Motor.

Deine Überlegung bzgl. des Verbrauchs ist richtig. Ich überlege zur Zeit ähnliches zum Spalter.

Am preisgünstigsten scheint mir aber ein separates Stromaggregat zu sein. Damit kann man sowohl elektrische Sägen (ggf. auch aus dem Baumarkt) als auch elektrische Spalter mit betrieben.

Die Notstromaggregate haben allerdings in der Regel Benzin-Motor. Diesel gibts nur wenige, die verhältnismäßig teuer sind.

Bitte teil kurz mit, wenn Du die für Dich passende Lösung gefunden hast.

gruesse
hueroth
 
Hallo,

eine Dieselgetriebene Säge dürfte warscheinlich schwer zu bekommen sein (abgesehen vom Selbstbau) ...

Ich habe mal eine gesehen, ein Eigenbau aus den 50ern oder so - Verdampfermotor auf einem Einachsfahrgestell.

Aktuelle Hersteller dürften schwierig sein ...
http://www.woodmizer.de/
(nee, das sind Mobilsägewerke)


--> Konrad: Hast Du schon eine E-Bandsäge ?
Dann würde ich mir eher ein Aggregat holen.


Abgesehen von den Wandlungsverlusten dürfte ein Aggregat sicher das Universellste sein - man kann dann wirklich fast jedes beliebige Elektrogerät wahlweise zu Hause (ohne Motorenlärm) oder vor Ort (mobil) benutzen. Vor allem zum Aufarbeiten von Kleinholz (die besagten Knüppel) sicher günstiger als ein großer Mog :-)
So kann man Säge(n) und Aggregat beliebig kombinieren.

Ich habe das mal ausprobiert: Eine mobile Tischkreissäge mit einem 2kVA Benzinaggregat zum Knüppelholz (Baumschnitt) sägen mit auf auf die Wiese genommen - geht einwandfrei ! Abgesehen davon, daß immer beim Anwerfen der Säge das Aggeregat abgewürgt wird :-(

Davon abgesehen finde ich es angenehmer, Knüppel mit der Tischkreissäge zu sägen als mit der Wippsäge: Es klemmt weniger, und es fliegt weniger Holz durch die Gegend. Ok, eine Bandsäge ist sichen noch besser, aber die Größe unde der Preis für Sägebänder schrecken mich etwas ab - und eine Tischkreissäge ist schließlich schon vorhanden.

Was ich auch gerne mache: Das Aggregat zum Heckenschneiden verwenden - eine E-Heckenschere ist deutlich günstiger und leichter als die Benzinvariante. Das Aggregat kommt zum Arbeiten an den FL am Mog (Schaufel oder Gurtschlaufen), so brauche ich es nicht auf die Pritsche zu wuchten. Ich kann so auch beliebige Arbeiten mobil mit vorhandenen E-Geräten ausführen.

Als Erfahrungswerte würde ich sagen:
- Ob sich eine spezielle, extra gekaufte Diesel-Säge lohnt, ist fraglich.
- Benzinaggregat geht zwar, verursacht aber wieder hohe Betriebskosten (muß man abwägen gegen den Mehrpreis für ein Dieselgerät)
- Für längere Einsatzzeiten würde ich nur ein Dieselgerät empfehlen.
- Anlaufstrom bzw. Leistungaufnahme der Geräte beachten ! Das Aggregat groß genug auslegen, es sollte bei ca. 70% Leitung im Dauerbetrieb laufen können, sonst geht der Spritverbrauch und der Verschleiß hoch.
- Abwägen zwischen Aggregat-Leistung, Spritverbrauch und Gewicht (Transport, auf/abladen !)
- Evtl. Anlaufstrombegrenzer verwenden, am besten vor dem Kauf Generator und Säge zusammen ausprobieren.
- Je nach Umfang der Arbeiten dürften 4-6kVA (240/400V) ausreichend sein - und die gibt's auch noch im "Baumarkt" :-)

Letztens habe ich zu meiner Überraschung im Baumarkt (Hornbach ? Globus ?) einen 3kVA Dieselgenerator gesehen ... relativ günstig, also kaum teurer als die vergleichbaren Benziner.

mfg,
A.Bucher
 
HAllo zusammen,

ich habe diese Lösung, weil ich nicht damit rechne, dass der Mog mit Zapfwelle immer einsatzbereit ist (zur Zeit ist der Zapfwellenabgang undicht). Und weil ich nicht im Dieselrauch und -Lärm stehen will. So kann ich den Strom 50 m weiter erzeugen.

e-Spalter 4 kW
e-Wippsäge 5,5 kW
9 kVA Eisemann Stromerzeuger mit 20 PS Honda

Ist insgesamt sehr variabel im Einsatz und ich bin sehr zufrieden, kann auch Knüppel mit der Wippsaäge recht schnell sägen.
Allerdings ist die Aggregatleistung das mindeste was noch taugt.
So ein 5 kW Motor zieht als Anlaufstrom das 2,5-fache, was zur Folge hat, dass selbst der Eisemann abgewürgt wird. Ein Anlaufstrombegrenzer in dieser Stärke ist sicher sehr teuer. Abhilfe schafft ein schrittweises Anwerfen der Säge, also mehrfach kurz den Einschalter drücken, bis das Ding sich auf Touren hochschaukelt, dann packts auch der Generator.

Brauche ca 1,5l Benzin/Stunde. Könnte sein, dass der 411er etwas weniger Diesel bräuchte, aber den kann ich dann schonen :-)

Gruß ALbi
 
für den überlasteten Geneator ist ein Anlaufstrom Begrenzer das mittel der Wahl. Hilft auch wenn man zu Hause bei schwacher Sicherung schweißen möchte.
Dirk
 
Hallo,

bin gerade dabei eine Bandsäge in ein Fahrgestell einzubauen, und dann über die Zapfwelle anzutreiben, so kann ich problemlos überall sägen, ohne Stromanschluß. Zum antreiben und bewegen reicht ein kleiner Traktor, somit auch kein großer Dieselverbrauch, dann soll noch ein kleines Förderband hinten drauf und die Holzstücke landen direkt auf einem Anhänger.

Jürgen
 
@Dirk und Stefan:
Hatte damals keinen passenden Einschaltstrombegrenzer gefunden. Wisst Ihr da was passendes?

Gruß ALbi

Edit:
Meine neue Suche war erfogreicher:

http://www.buerger-elektronik.de/mil_drehstrom.htm
 
Guten Nachmittag!

Wir haben einen alten Deutz-Fahr-Heuwender/Schwader zu einem "Antriebsteil "umgebaut. Der Elektromotor ist noch nicht drauf. Wir werden dies dann mal im Forum vorstellen.

Während ursprünglich die 500 U/min Zapfwelle den Schwader auf weit höhere Drehzahl übersetzte, wird es hier umgekehrt von 3000 U/min des E-Motors auf die Zapfwelle heruntergedrosselt.

Das Antriebsteil (wie bei der Raumfahrt) wird einfach vor den Spalter oder die Säge etc. am Dreipunkt gekoppelt und mit der Zapfwelle verbunden; Es kann selbst wieder an den Dreipunkt gehängt werden.

Der 4 kW-Motor russischer Bauart wird über Stern-Dreieck-Schalter angesteuert.

Ich habe nur ein paar unvollständige Fotos da, falls jemand diese unbdingt bräuchte, sonst später.

Gruss! Karl

Antrieb_Ackerfr_KB.JPG
 
Hallo Holzfreunde,

schon mal schön vielen Dank für eure Erfahrungen und Ideen!!

ich mache natürlich Brenn- holz und nicht Benn holz.
na ja es kam ja an.

Meine überlegungen gehen in richtung alter Dieselmotor Einzylinder
event von alter Mischmaschine oder so.

und den an Kreissäge oder Bandsäge mit Übersetzung auf schnell und Riemenantrieb.

mfg

Konrad
 
Hallo Konrad,

ich könnte mir vorstellen das so ein Einzylinder Dieselmotor ziemliche schwingungen auf die Säge bringt wie sich das aufs sägen auswirkt wäre zu erproben .....

Gruß Ferdinand
 
Eine Alternative wär z.B. ein 1 Zylinder Hatz-Diesel wie sie zu tausenden in Rüttelplatten verbaut wurden. Sparsam und unkaputtbar. Ich habe so eine Rüttelplatte von Wacker, gebe Sie aber nicht her. Die ist echt sparsam, ich würde tippen so um die 2 Liter die Stunde ... (?) es ist ein Typ DPU 1040.
 
Grüß Gott,

hau hier mal ne Frage eines Laien rein.
Was spricht gegen die Verwendung der bereits vorhandenen Kettensäge?
oder gegebenenfalls Einsatz einer leichten Kettensäge bei der Knüppelholz-aufarbeitung??

Ciao Armin P. Der alles was Rinde hat mit der Kette sägt