Bremse 407 versagt!

Hallo Thomas,

daß Du das mit dem voll durchgetretenen Pedal mal probieren wolltest, zeigt, daß Du von der Materie keine Ahnung hast.

Insofern hat Axel voll Recht.

Lass Deine Bremse von Fachleuten instandsetzen!
 
Hallo,
der 407 wird, wie mein 421.140 auch, die 2Kreisbremse verbaut haben. Darin sind die selbstnachstellenden Zylinder verbaut. Wenn Du nun auch nur vorne ein Bremszylinder auseinander hattest so ist zwangsläufig Luft im System gekommen. Und wenn nun Luft im System ist dann musst du ALLES entlüften. Von hinten bis nach vorne. Wer weiß wo die Luftblase hingedrückt wurde. Das entfernteste Ende ist das, wo Du mit dem Entlüften anfangen musst.
Außerdem kann man den ALB Regler entlüften, das hydromneumatische Anhängerbremsventil, die beiden vorderen Bremszylinder (je zwei Entlüfter) und den Hauptbremszylinder.
Und sicher weißt Du: Der HBZ kostet, genau wie die Bremszylinder auch, ein Vermögen. Zu schade um diesen durch "Pumpen" kaputt zu machen. Das sind mal eben schnell 600,- Euronen oder mehr.
Falls es nicht klappt überlasse dies eine Werkstatt. Und lasse, bevor NICHT ALLES entlüftet wurde, die Finger vom Hauptbremszylinder. Der RepSatz kostet hier schon mehr als ein neuer Zylinder aus anderen Unimogmodellen!!!

MfG
Bernd
 
Ich habe mich an die community gewandt, weil sogar meine Fachwerkstatt keine Idee mehr hatte, was noch Sinn machen würde zu tun. Ich werde einen Teufel tun, allein an den sicherheitsrelevanten Teilen "rumzubasteln"

Insofern sind Deine Kommentare, Michael, wenig kooperativ und auch wenig konstruktiv.

Ich danke trotzdem allen für die Mithilfe. Die Fahrradschlauchidee ist übrigens klasse!

Danke Bernd für Deinen Beitrag.



Gruss

Thomas
 
ichwillaucheinen schrieb:
Insofern sind Deine Kommentare, Michael, wenig kooperativ und auch wenig konstruktiv.

Sorry, aber eine Fachwerkstatt bastelt nicht an einer Bremsanlage mit abgerissenen Entlüftungsschrauben herum und sie erneuert die Druckmanschetten auch nicht nur auf einer Seite und sie fragt auch nicht den Kunden was sie jetzt noch machen kann und sie gibt auch kein Fahrzeug heraus, bei welchem die Bremsanlage nicht richtig entlüftet ist usw.

Du bewegst hier ein tonnenschweres Fahrzeug, ggf. mit Anhänger, und beurkundest auch noch, daß die Bremsanlage gerade nicht fachmännisch instandgesetzt wurde. Meine gezielten Fragen hast Du alle nicht beantwortet. Du wirst wissen, warum aber ich habe für solche Basteleien angesichts des Gefahrenpotentials überhaupt kein Verständnis.
 
@ Michael, ich hatte das Forum um Hilfe gebeten und habe reichlich konstruktive Antworten bekommen. Bei Deinen Beiträgen habe ich den Eindruck, dass Du nicht helfen möchtest, sondern besserwissen. Darauf verzichte ich gern und freue mich über die Community-Mitglieder, die keine Spekulationen verbreiten, sondern, wie bisher immer, engagiert zu einer möglichen Lösung beitragen.

@ community: Für mich ist das Thema erledigt. Ich werde mich noch einmal melden, wenn klar ist, welches mein/der Fehler war. Danke für Euere Hilfe.

Thomas
 
Hallo,

das würde mich auch mal interessieren, was das für eine "Fachwerkstatt" war, die abgerissene Entlüfter nicht auswechselt, dann aber nicht mehr weiterweiß, wenn noch Luft in der Anlage ist.

Du schreibst, dass an den Radbremszylindern und an einem Kreis des Hauptbremszylinders entlüftet wurde, am 2. Kreis am HBZ das Entlüftungsventil abgebrochen sei. Ferner schreibst du, dass der ALB keine Entlüftungsschraube mehr hat, was soll das heißen, auch abgebrochen? Am Anhängersteuerventil wurde nicht entlüftet. Nach "Pumpen" am Pedal ist Bremswirkung da, sicheres Zeichen für Luft im System. Also repariere die abgebrochenen Entlüfter, entlüfte an allen dafür vorgesehenen Komponenten in der vorgegebenen Reihenfolge, ich gehe mal davon aus, dass die Einstellung der Bremse vorher vorgenommen wurde. Dann sollte auch alles funktionieren. Mit viel Hoffnung, dass es ja auch HBZ ohne Entlüfter gibt und dass man vielleicht nicht überall entlüften muss wird die Bremse jedenfalls von alleine nicht wieder funktionieren. Mit alternativen Entlüftungsmethoden auch nicht, so lange die vorgesehenen Entlüftungsstellen nicht funktionieren. Auch wenn du das nicht hören willst...

Übrigens: Wenn ein HBZ beim Entlüften per Pumpen durch weites durchtreten undicht wird, war es sowieso an der Zeit, den auszutauschen. Denn dann ist die Oberfläche in den Bereichen, die durchaus auch bei einer Vollbremsung mal in Eingriff kommen, beschädigt. Ist aber ein immer wieder gern erzähltes Schauermärchen, dass man mit manuellem Entlüften den Hauptbremszylinder kaputt macht. Macht man aber nicht, man merkt nur, dass er bereits kaputt ist.

Gruß,
Michael
 
Hallo Michael,

deiner Ausführung lässt sich eigentlich nur eines hinzufügen.
Ist aber ein immer wieder gern erzähltes Schauermärchen
und
Denn dann ist die Oberfläche in den Bereichen, die durchaus auch bei einer Vollbremsung mal in Eingriff kommen, beschädigt.
sorry - aber das lässt tief auf deine Qualifikation zu dem Thema blicken! :shock:
Wenn Du bei einer Vollbremsung bis zum Bodenblech treten kannst, dann besten/schlechtestenfalls weil brutal Fading vorhanden ist - und das ist dann nicht besser als Luft im System und nur zu oft durch mangelhafte Wartung begründet - aber hat rein gar nix mit dem normale Pedalweg im Betrieb zu tun!

mfG
Axel
 
Hallo Lothar und Michael,

der max. Hubweg des HBZ ist größer als der Weg im regulären Betrieb.
Das bedeutet aber auch, das bis auf diesen Reserveweg die Bohrung des HBZ abgenutzt wird, der Reserveweg über die Jahre aber mehr oder minder z.B. Korossion ausgesetzt ist durch Kondensat etc. Der Reserveweg ist nötig um Fertigungstoloeranzen auszugleiche, aber auch da die Bremsschläuche eben nicht starr sind, jede Art von Hydraulikflüssigkeit eine mehr oder minder kleine Elastizität hat, die geringen aber vorhandenen Dehnungen in der Verschlauchung etc - also schlicht "Differenzen" der Kreise in der Serie auszugleichen.
Nimmt man jetzt ein 50 (teils auch nur 10) Jahre altes Fahrzeug mit Bremshydraulik und ebenso altem - aber absolut dichtem HBZ. Dicht solange sich der Kolben in seinem regulären Betriebsweg bewegt. Entlüftet man die Bremsanlage nun mit einem externen Gerät und belässt den HBZ für den normalen Betrieb, wird man sich durchaus noch eine ganze Zeit sicher mit ihm im Straßenverkehr bewegen können, bis dieser wirklich verschlissen ist.

Ist man nun der Meinung, das Entlüften genauso gut mittels Pumpen zu erledigen, gerät man sehr wohl in die Gefahr, das die Dichtungen über die Maßen verschlissen werden, weil man ihn eben außerhalb des normalen Betriebswegs bewegt. Egal ob ihr's nun glauben wollt oder nicht - nicht nur eigene Erfahrung. Und das hat nichts damit zu tun, ob er HBZ an sich am Ende ist oder nicht.
Ganz klar - keiner kann euch verbieten, mittels Pedal-pumpen den Bremskreis zu entlüften. Solange der HBZ neuwertig ist, werdet ihr dabei auch kaum Probleme haben. Wer nicht alle paar Jahre den HBZ erneuert oder (fachgerecht) überholt, sollte es sich tunlichst überlegen, was er da macht. Aus der Not hab ich's auch schon so gemacht. Ohne Probleme beim Alltagsauto - mit (kostenintensiven) Folgen beim Mog.
Das als Schauermärchen abzutun ist - mit viel Respekt bezeichnet - wenig professionell.
Daher will ich weiter dazu nix sagen, und zurückgeben zu Thomas - falls er dazu doch noch was schreiben will wenn er sein Problem gelöst hat.

mfG
Axel
 
Hallo Axel,

Du beschreibst sicherlich alle Zusmmenhänge richtig und verstehst als Maschinenbauer vielmehr davon als ich.
Aber nach mehrfachem Lesen und versuchen zu verstehen beschreibst Du genau das was Michael meint.
Du beschreibst nämlichen in meinen Augen einen eigentlich verschlissenen HBZ wenn schon Korossion die nicht normale Lauffläche angegriffen hat und auf der anderen Seite die normale Lauffläche schon ausgerieben ist. So einem Ding möchte ich eigentlich nicht mehr trauen.

Ich hatte bei meinem Mog letztes Jahr den Fall, dass ein Einstellexzenter in einem Rad sich verabschiedet hat. Als Folge ging in Bremse gelöstem Zustand eine Bremsbacke zu weit zu rück und ich musste beim Bremsvorgang deutlich mehr Bremsflüssigkeit als normal in den entsprechenden RBZ fördern. Demzufolge war natürlich der Pedalweg deutlich länger. Es ist bei mir nichts durch die Aktion zusätzlich kaputt gegangen obwohl auch mein HBZ nicht neu ist.

Ich stimme Dir aber absolut zu, dass ein Entlüften mit einem entsprechenden Gerät auf jeden Fall die bessere Alternative ist, aber ein HBZ muss auch das durchtreten bis zum Bodenblech aus welchem Grund auch immer verkraften ohne anschließend undicht zu werden.
 
Hallo,


die Bremsanlage kann ohne weiteres mit dem HBZ entlüftet werden solange man das Pedal nicht bis in den Boden tritt sondern nur etwa so weit, wie es im normalen Bremsenzustand bewegt wird bis der Gegendruck da ist.

Das ist absolut unschädlich, denn im normalen Bremsenzustand wird mit zunehmendem Verschleiß der Bremsbeläge (Trommelbremse!) auch der Pedalweg größer und die Druckmanschette taucht entsprechend tiefer ein.
 
Also, ich löse mal auf, nicht ohne mich zuerst nochmals für die rege Beteiligung an diesem Thema zu bedanken.

Wir haben in den vegangenen Tagen insgesamt 3x entlüftet und zwar OHNE manuell am Bremspedal zu pumpen.

1. mit 2 Druckanschlüssen und 1 bar Druck, an jedem Bremsflüssigkeitsbehälter einen, an je 2 Entlüftungsschrauben pro Rad an der Vorderachse und je 1 Entlüftungsschraube an den Rädern der Hinterachse. Bremsflüssigkeit wurde immer nachgefüllt, damit die Behälter nicht leerlaufen und Luft ziehen. Ergebnis: Bremspedalweg deutlich zu lang, aber Widerstand am Ende spürbar, Bremswirkung mangelhaft.

2. Das selbe Prozedere mit einem Entlüftungsgerät, bei dem die Flüssigkeit nachgedrückt wird bei 1,5 bar. Jetzt allerdings jeden Bremskreis getrennt, d.h. erst einen Behälter unter Druck, durchentlüften, dann den anderen.
Zusätzlich haben wir am Hauptbremszylinder entlüftet, allerdings hier nur an einer Entlüftunsschraube, weil die andere abgerissen ist. Ergebnis: keine Verbesserung.

Und jetzt kommt Jürgen ins Spiel mit seinem Tipp gleich zu Anfang des Themas.

3. Heute bin ich nun bei unserer BAYWA Technik gewesen, nach den bereits erwähnten intensiven Telefonberatungen durch eine Unimog Fachwerkstatt in Oberbayern und der technischen Unzerstützung unserer sehr hilfsbereiten Dorfwerkstatt.
- am HBZ den zweiten Entlüftungsnippel ausgebohrt, neues Gewinde geschnitten und neue E-Schraube eingepasst.
Komplett mit 1,5 bar beide Bremskreise durchentlüftet und zusätzlich 2x den HBZ und dann noch das Anhängersteuerventil. Und hier saß die fette Luftblase fest.

Jürgen: Danke! :danke

ALB wurde nicht entlüftet, da keine E-Schraube (mehr) vorhanden war
und an der Stelle ein Ausbohren sehr aufwändig wird. :technik

Das Ergebnis zeigt, dass es (hier) auch ohne ALB-Entlüftung geht, nicht aber ohne Entlüftung des Anhängersteuerventils, des HBZs und aller 4 Räder.

Volle Bremswirkung an allen 4 Rädern wieder vollständig hergestellt! :party


Vielen Dank an alle Helfer und Tippgeber. :spitze

Gruss Thomas

Editiert, blau ist die Farbe der Moderatoren
H(Mod)
 
Hallo,

dazu noch folgendes als Ergänzung:
1. Es mag durchaus sein, dass in diesem Fall keine Entlüftung des ALB nötig war, da dort eben keine Luft eingedrungen war. Dies sollte man aber nicht verallgemeinern, werden andere Reparaturen durchgeführt, andere Komponenten getauscht (Leitungen, Schläuche usw.) kann durchaus auch die Entlüftung des ALB zwingend notwendig sein.

2. Zur Entlüftung mit dem Pedal: Ich selbst entlüfte mit einem professionellen Überdruck-Entlüftungsgerät, habe für Zweikreissysteme mit getrennten Behältern auch einen Adapter zum gleichzeitigen Anschluß beider Behälter. Natürlich kann es sein, dass man beim manuellen Entlüften per Pedal in Bereiche vorstößt, die im normalen Betrieb nicht beansprucht werden. Aber auch der Bereich, den der HBZ bei einer Vollbremsung erreicht, erreicht Otttonormalbremser, der in den letzten Jahren eben keine Vollbremsung machen musste, auch nicht. Also gleiches Problem, wegen mir in abgeschwächter Form. Von daher macht es nach einigen Jahren/Jahrzehnten Betrieb durchaus mal Sinn, den HBZ auszubauen, komplett zu reinigen und die Lauffläche des Kolbens zu begutachten und evtl. nachzubearbeiten. Ich kenn auch einige, denen eben genau das beschriebene Problem kurz nach einer Vollbremsung bzw. stärkerem Bremsen oder auch nur mehrmaligem kräfigem durchtreten des Pedals im Stand passiert ist. Plötzlich war danach der HBZ undicht.

Gruß,
Michael
 
Wollte mich eigentlich nicht dazu äußern aber:
Eine Sicherheitsvorrichtung, die nicht vollständig bedient werden darf, weil sonst etwas kaputt gehen kann IST KAPUTT!
Ich frage mich immer wieder, wie man so einen Mist schreiben kann, dass man das Pedal um Himmelswillen nicht durchtreten darf. *HändeüberdemKopfzusammschlag*

Das wäre ja wie: Bremschlauch hat sichtbare Blasen-> Darf man nicht mehr zu fest bremsen.
Wenn irgendwo ein Nutzbarer Zylinderweg da ist, ist dieser auch Nutzbar und nicht zur Zierde.
Fertigungstoleranzen bewegen sich idR /-0,1mm wenns sehr grob sein darf- da wird keiner zu tief gebohrt haben.
Dass solche "Tipps" nicht nur eventuelle Schäden zur Folge haben können sondern auch bis ins Grab führen können sollte man bedenken.

Ein Entlüftungsnippel ist meist nicht ohne Spaß da, wo er ist/war.
Das einzig richtige war hier die Werkstatt aufzusuchen.