Bremsklötze für Scheibenbremse, unterschiedliche Härte?

Michael71

New member
25. Mai 2013
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Hallo zusammen,

beschäftigte mich gerade mit dem Thema Bremsklötze für meinen 406 Scheibenbremser.

Gemäß ATE Dokumentation ist der Typ 13.040060-6031.2 verbaut. Sind wohl speziell für Unimog und MB-Trac.

Von den Abmessung her passen auch der Typ 13.040060-9028.2. Sind aus dem Mercedes PKW Bereich. W123 und andere.

Ich glaube gehört oder gelesen zu haben, dass die PKW Beläge weicher sind. Ist das wirklich so?

Viele Grüße

Michael
 
Servus,
sind angeblich weicher, was gut wäre um die teure Bremsscheibe zu schonen. Es gab aber für Taxis auch weichere Beläge als die Standardware.
Christoph
 
Hallo,

das mit den "Taxi-Belägen" ist ja interessant. Muss ich mal auf die Suche gehen.

Hier ist noch der Bericht vom Franz Murr zu den PKW-Belägen:

https://www.unimog-community.de/phpBB3/post64060.html#p64060

Was fahrt Ihr den so für Beläge? Unimog oder PKW?

Viele Grüße

Michael
 
Hallo Michael,

Welchen Vorteil versprichst Du Dir von den PKW Belägen? Preis; Bremsverhalten ...?

Ich denke, die Entwickler haben sich schon etwas dbei gedacht, wenn sie unterschiedliche Beläge vorgesehen haben. Für den Hersteller ist es immer einfacher und damit lukrativer, wenn er gleiche Komponenten in verschiedenen Systemen einsetzen kann. Wenn er es nict tut wäre er entweder dumm oder er hat einen guten Grund.

Ich glaube ein 406 und ein W123 sind ziemlich verschiedene Fahrzeuge, der eine viel schwerer der andere viel schneller.

Und meiner Meinung nach sind die Bremsen kein Experimentierfeld für uns Laien.
Wenn das Experementieren am Motor nicht funktioniert, ärgerlich, das Fahrzeug fährt nicht.
Wenn das Experimentieren an Bremsen nicht funktioniert, nicht aus zu denken ...
 
Hallo
Von den Abmessung her passen auch der Typ 13.040060-9028.2. Sind aus dem Mercedes PKW Bereich. W123 und andere.
in die Schraubenlöcher passen auch 4.6er Schrauben aus dem Baumarkt. Keine halbwegs normaldenkender kommt auf die Idee, 10.9er durch billigere 4.6er zu ersetzen. Aber bei den Bremsan kann man das ja machen. :mauer
Neben dem Reibbelag gibt es auch Unterschiede in der Verankerung auf der Rückenplatte. Beim Anfahren wird gegen die Handbremse angefahren. Hier ist das Bremsmoment und die daraus resultierene Scherkraft am höchsten.
Ich erinnere mich noch ganz schwach, dass Daimler in einem Infoblatt darauf ausdrücklich hingewiesen hat, dass die PKW-Beläge für den Unimog nicht geeignet sind und nicht verwendet werden dürfen.
 
Hallo Jürgen,

Bremsverhalten, Standzeit der Scheiben oder auch Quitschen würde ich gerne verbessern. Der Preis spielt keine Rolle.

Deine Einschätzung bezüglich der Gleichteile sowie Bremsen/Experimentierfeld teile ich.

Viele Grüße

Michael
 
Hallo Helmut,

über den Ton den Du anschlägst bin ich echt erschrocken. Eine sachliche Diskussion läuft anders.

Viele Grüße

Michael
 
Hallo zusammen,

einige Teilehändler vertreiben die ATE 13.040060-9028.2 aus dem PKW-Bereich für Unimog und MB-Trac und bewerben dies auch so. In der Bucht ist gerade einer, der hat schon 40 Sätze verkauft.

Es gibt auch einige Hersteller, die zwischen PKW und Unimog keinen Unterschied machen wie z.B. Febi, TRW und andere.

Mit welchen Belägen (Herstellern) habt Ihr gute Erfahrungen gemacht?

Viele Grüße

Michael
 
Halloü
Michael71 schrieb:
ber den Ton den Du anschlägst bin ich echt erschrocken.
über den Wissenshorizonzt bin ich noch mehr erschrocken.
einige Teilehändler vertreiben die ATE 13.040060-9028.2 aus dem PKW-Bereich für Unimog und MB-Trac und bewerben dies auch so. In der Bucht ist gerade einer, der hat schon 40 Sätze verkauft.
das ist kein Sachargument, siehe Vergleich mit den Schrauben, oder der alte Spruch, :Leute Sche.. ist essbar, 1 Million Fliegen können sich nicht irren.
Ein sachliches Argument habe ich genannt. Das stammt von Daimler und nicht von dubiosen Händlern.
Reparaturen an Bremsen dürfen nur von Fachleuten durchgeführt werden. Die verwenden schon aus haftungstechnischen Gründen nur zugelassene Ersatzteile.
Wenn Sparfüchse beim Billigheimer im Netz kaufen, ist das noch lange kein Beweis, dass diese Lösungen den Anforderungen entsprechen.
Fahrzeug- und Bremsenhersteller entwickeln für die jeweiligen Anforderungen geeignete Produkte. Der Unimog hat das 4-fach Gewicht eines PKW, der wiederum eine doppelt so hohe Geschwindigkeit erreicht. Wenn dafür nur ein Universalbelag ausreicht, stelle ich die Frage, weshalb ein Rennfahrzeug mit dem 8tel des Gewichtes und der 4-fachen Geschwindigkeit nicht auch die selben Beläge verwendet.
Die Frage nach der Härte ist in sich falsch. Reibbeläge bestehen aus dem Reibkorn und dem Bindegefüge. Die Bindung ist so ausgelegt, dass ein verschlissenen Reibkorn aus der Bindung ausreist und neues Korn freilegt. Die Kombination beider Bestandteile wird auf den Einsatzzweck ausgelegt. Dazu kommen noch ein paar andere Parameter.
Der Unimog wir und wurde nur in geringen Stückzahlen gefertigt. Wenn man für die Bremsbeläge statt bereits existierende Formen nochmals eigene Formen verwendet, steigen die Herstellungskosten nochmals. Aber deshalb sind die Produkte nicht beliebig austauschbar. Auch wenn noch so pfiffige Händler das sugerieren. Für einen Händlerstatus bei Ebay wird noch nicht mal Kenntnisse im Lesen und Schreiben gefordert, Sachkenntnis erst recht nicht.
 
Michael71 schrieb:
über den Ton den Du anschlägst bin ich echt erschrocken. Eine sachliche Diskussion läuft anders.
Über Gesetze und Sicherheit ist aber nicht zu diskutieren, die sind nicht verhandelbar.
Wenn aber doch jemand das Verhandeln anfangen will, muss diesem in einem öffentlich einsehbaren Forum durch die Verantwortlichen ein Riegel vorgeschoben werden, da es andernfalls auch ganz schnell um die rechtliche Komponente und Haftungsfragen gehen kann. Wenn nämlich irgendwer nach einem Unfall behauptet "das steht da aber so", könnten durchaus unangenehme Fragen auftauchen.
Und gerade bei Bremsen geht es nicht nur um die Sicherheit des naiven blauäugigen Schraubers, sondern auch um die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer! Darauf muss leider immer wieder ausdrücklich hingewiesen werden.

Michael71 schrieb:
einige Teilehändler vertreiben die ATE 13.040060-9028.2 aus dem PKW-Bereich für Unimog und MB-Trac und bewerben dies auch so. In der Bucht ist gerade einer, der hat schon 40 Sätze verkauft.
Das ist doch ein gutes Geschäft.
Ein praxisnahes Beispiel, lediglich mit Phantasiezahlen besetzt:
Originale Unimog-Bremsbeläge kosten 100€ pro Rad, die PKW-Version 20€. Wenn nun wer nach Unimog-Bremsbelägen sucht, die 100€ liest, erschrickt er sich. Findet er anschließend aber bei fliegenden Händlern im Auktionshaus welche für 50€ bei denen steht, dass sie "auch für Unimog passen", freut er sich, er hat schließlich ein Schnäppchen gemacht. Und der Verkäufer freut sich auch, er hat den Artikel schließlich für das 2,5-fache verkauft und nichtmal explizit lügen müssen. Er hat nur nicht die ganze Wahrheit verraten. Die Beläge passen zwar geometrisch gesehen, sind aus den oben angeführten Gründen aber nicht zulässig.

MfG
Fabian