Darf der öffentliche Dienst jetzt streiken

Nieswurz

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04. Mai 2003
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Roge
www.bonne-online.de
Moin,

heute morgen kam im Radio die Meldung, daß eine Rähre des Elbtunnes gesperrt wurde, da die Einfahrt vereist ist und das Straenbauamt den Streik durch Kündigung der Notbereitschaft erweitert hat.

Gestern waren im TV einige Intervies mit Fahrern von Schneeräumfahrzeugen aus Bayern, die klar die Resonanz hatten, daß deren Veranwortungsbewußtsein sowas nicht zuließe...

Wie ist Eure Meinung zu diesem Thema?

ACHTUNG: Ich möchte Euch bitten, auch mal ein pol. Thema sachlich zu Diskutieren, wenn Ihr dazu schreiben wollt. Sollte es gem. der Community-Regeln entarten, werde ich gleich löschen!

Gruss

Michael
 
Ungeachtet ob die Hintergründe für den Streik gerechtfertigt sind, glaube ich, dass es schmerzen muss, wenn ein Streik Erfolg haben soll. (Ich habe ja als Unbeteiligter gut Reden)

Wenn streiken, dann richtig und umfänglich. Wenn mir das Ehre und Verantwortungsbewusstsein nicht zulässt, dann lasse ich es ganz. Das lasse ich mir nicht von Gewerkschaftsbonzen vorschreiben.
Ich halte Streik für ein legales Mittel, aber wenn dann bitte richtig. Kurz und gewaltig statt dieser Eierkurs, heute mal hier ein Rathaus und morgen mal dort der Streudienst... Hier können die Gewerkschaften noch von ihren ausländischen Kollegen lernen.
 
Wenn die Müllabfuhr streikt um Forderungen durchzusetzen, kann ich das verstehen.
Wenn aber bei Eis und Schnee die Räumdienste streiken und es dadurch zu Unfällen mit Verletzten oder sogar Toten kommt habe ich dafür überhaupt kein Verständniss.
Das gleiche gilt für Feuerwehr oder Notarzt.
Für diese Berufsgruppen muss es eine andere Plattform geben um Forderungen durchsetzen zu können, aber nicht zu Lasten von Gesundheit oder Leben anderer.
 
Hallo Michael

Wie du richtig schreibst war es der Bayerische Rundfunk und der heißt bei
uns TV-Steuber.
Soviel zur politischen Neutralität des BR.
Gruß aus München
Rudi
 
Die Politik macht die Vorgaben.

Beamte dürfen nicht streiken, Angestellte dürfen.

Wichtige Dienste könnten zu hoheitlichen Aufgaben erklärt werden und mit Beamten besetzt werden.

Aber aus Kostengründen (Pensionslasten) werden immer mehr Arbeiten in den Bereich des Angestelltenstatus überführt.

Da muss man eben die Spielregeln akzeptieren: Arbeiter und Angestellte streiken auch mal für ihre Rechte.

Strategisch ist doch klar: je mehr es weh tut um so eher ist mit Erfolg zu rechnen. In dieser egoistischen Welt vertritt halt jeder seine Interessen wie er kann.

Auf der anderen Seite könnte man mit etwas Phantasie auch viel mehr machen. Nicht nur private Müllabfuhr beauftragen. Am Elbtunnel von Mog-Communitiy Mitliedern räumen lassen und von 20 Hartz 4 ern streuen lassen. Aber nur bei Gefahr im Verzug ;-)

Gruß ALbi
 
Moin,

es kann gut sein, daß ich in den BR geklickt habe!

Ein Kommentar mal relativiert bzw. korrigiert: Feuerwehr besteht meist (jedenfalls hier in Hamburg) aus Beamten. Raimon darf also nicht streiken!

Ich sehe übrigens auch einen deutlichen Unteschied zwischen Müll und Eis auf den Straßen.

mfg

Michael
 
Hi,

ich denke das zahlt sich irgendwann Heim, viele Gemeinden haben ihre Bauhöfe, die Müllentsorgung und den Winterdienst privatisiert oder abgegeben, es werden sich noch mehr Städte und Gemeinden überlegen dies zu tun. Einen Vertragsnehmer kann man besser treten und zahlt nur dann wenn er gebraucht wird. Somit wäre für sie auch das Thema Streik vom Tisch.

Grüsse,
Stefan
 
Logisch - wenn man etwas erreichen will muß auch an der richtigen Stelle angesetzt werden. Aber:

Was macht der Selbstständige! Der Streikt nicht - der arbeitet dann einfach mehr oder besser! Oder er gibt weniger Geld aus! Oder er geht nicht zum Arzt! Oder ......

Ich finde jeder Streik der das öffentliche Leben beeinträchtigt sollte so kurz wie möglich gehalten werden. Denn es werden fast nur diejenigen damit getroffen, die nichts dafür können.

Und wer im Sommer schon einen Streik der "Müll-er" erlebt hat, weiß davon ein Lied zu riechen.

Gruß
Micha
 
Was macht der Selbstständige! Der Streikt nicht - der arbeitet dann einfach mehr oder besser

Wenn das System Arbeitgeber - Arbeitnehmer knirscht, das sind doch Chancen für Selbständige, in die Lücke zu stoßen.

Ich finde jeder Streik der das öffentliche Leben beeinträchtigt sollte so kurz wie möglich gehalten werden.

Den Streik können die Arbeitgeber genauso beenden wie die Streikenden. Es muss nur einer nachgeben. Aber wer will schon der Verlierer sein?

Das sind doch reine MAchtfragen. Ob der Bürger darunter leidet steht ja gar nicht zur Debatte und interessiert auch die Kontrahenten nicht. Die öffentlichen Arbeitgeber jedenfalls so lange nicht, bis sie von den Leidtragenden Druck bekommen, was zu ändern.

Gruß Albi
 
Hi,

diejenigen die arbeiten haben dann großes Pech:

http://onnachrichten.t-online.de/c/72/16/10/7216104.html

Gruss,
Stefan
 
Hallo Mogfreunde!

Als Betroffener Streiker (mittlerweile die 5. Woche) möchte ich Euch gerne das ganze aus meiner Sicht, als Arbeiter im Öffentl. Dienst, versuchen zu erklären.
Davon abgesehen daß wir der freien Wirtschaft im Entgelt noch immer hinterherhinkten und vor noch wenigen Jahren auf Arbeitzzeit und Lohn verzichtet haben damit neue Arbeitsplätze geschaffen werden (was nie gemacht wurde) ist schonlange der Punkt erreicht, das wir uns mal wehren!!!
Es geht leider nicht wie die Herren Politiker so schön verkunden um 18min. Mehrarbeit, sondern um die Streichung unseres Urlaubs und Weihnachtsgeldes (bzw. was noch davon Übrigbleibt :-( )
Nach der Einführung des Teuro ist es noch übler geworden über die runden zu kommen.
Jetzt noch länger Arbeiten, damit nochmehr auf der Straße bleiben als es ohnehin schon sind und das für weniger Kohle??? SORRY! Tut mir echt leid- nicht mit mir! das System kann nicht klappen!
Den Arbeitskampf der im Moment ist haben die Arbeitgeber angefangen und nicht wir!!!
Desshalb kann ich nur an euere Vernunft und euer Verständnis für diesen Streik bitten!!!! DANKE!!!!!
Ich persönlich könnte Kotzen wenn ich die Berichte in den Medien verfolge in denen die bösen Arbeitnehmer wie immer Die Sündenböcke sind.
Fünf Wochen sind lange- möge die Verhandlungsbereitschaft der Arbeitgeber endlich mal unter menschlich und sachlichen Bedingungen beginnen!

Vielen Dank Euch allen!

Grüße aus dem Saarland
Markus
 
Hallo zusammen,
Streik ist - bei Beachtung einiger Grundregeln des Arbeitskampfrechts - ein legitimes Mittel. Ich befürchte allerdings, dass im Ergebnis irgendwann ein Arbeitsplatzverlust dadurch droht, dass letztlich andere Arbeitnehmer, die "günstig" und jederzeit leistungsbereit sind, die Leistungen erbringen werden. Dies kann zwar nicht bedeuten, dass mit dieser "Drohung" jeglicher Streik unterbunden wird. Faktisch könnte es aber aufgrund der Osterweiterung und Co aber so kommen.

Was die Bestreikung des Winterdienstes betrifft, habe ich bei Gefährdung von Leib und Leben wenig Verständnis. Was wird denn passieren, wenn demnächst der erste Rettungswagen, der ja eigentlich raus muß, verunglückt, weil nicht gestreut ist?

Als Müllabfuhrgebührenzahler könnte man auch darüber nachdenken, dass bei Bestreikung der Müllabfuhr auch Gebühren zurückgehalten werden. Im Ergebnis muss der Streik meines Erachtens kurzfristig beendet werden, mit Konditionen, die für beide Parteien einigermaßen verträglich sind. Noch ist der Graben zu groß.

Gruß Ludger
 
Moin,
wenn du mich fragst ist der Streik absolut berechtigt. Es kann nicht angehen, daß seit nunmehr 10 Jahren ständig Zuwendungen gekürzt oder ganz gestrichen werden, immer mit der Begründung ihr habt ja sichere Arbeitsplätze.

DAS KOTZT MICH MITTLERWEILE ECHT AN !!!

Schade, das die Müllmänner in HH ihren Streik beendet haben, gerade wo es anfang interessant zu werden. Lass doch die Ratten erstmal kommen.
Und dann kann sich die Stadt überlegen, was günstiger kommt, neue, kurzfristige Millionenvertäge mit privaten Anbietern, oder die ungerechten Kürzungen zurücknehmen.

Es ist für die wirklich hart arbeitenden Angestellten und Beamten im öffentlichen Dienst nun das Ende der Fahnenstange erreicht !
Hiermit meine ich Stadtreinigung, Krankenschwestern, Polizei, Feuerwehr und einige mehr.
Und auch die sogenannten Sesselpuper haben schon lange keine goldenen Zeiten mehr ! Wobei es hier sicher noch die ein oder andere "Altlast" gibt.

Wenn aber bei Eis und Schnee die Räumdienste streiken und es dadurch zu Unfällen mit Verletzten oder sogar Toten kommt habe ich dafür überhaupt kein Verständniss.
Das gleiche gilt für Feuerwehr oder Notarzt.
Für diese Berufsgruppen muss es eine andere Plattform geben um Forderungen durchsetzen zu können, aber nicht zu Lasten von Gesundheit oder Leben anderer.

Schade eigentlich ! Mit uns kann man ja machen was man will !
Schlag doch mal ne Plattform vor.

Die Engländer (Feuerwehr) hat vor einigen Jahren erfolgreich gestreikt !
Den (minimalen) Brandschutz haben damals Teile der Streitkräfte "sichergestellt".
 
Tja, also meine Arbeitnehmer haben noch nie gestreikt, Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld sind Freiwillige Leistungen gemessen am Ertrag der Firma ( geht es der Firma gut, geht es allen gut ). Über Überstunden hat sich auch noch nie jemand beschwert, es beruht halt eben alles auf Gegenseitigkeit. Es ist sicher schwer, auf Geld zu verzichten. Aber man sollte nicht vergessen : Man kann die Arbeit auch auf andere verteilen = Angestellte weg, Fremdfirmen einsetzen. In der Vergangenheit haben alle gut verdient = hoher Lohn. Wer Arbeitgeber ist, wird mir zustimmen, das es allen Firmen schlechter geht. Wir arbeiten für Privat und Gewerbe ( Technischer Kundendienst für Haus - und Gastrogeräte ) und sehen daher die Privaten ( die streiken ) und die Firmen, die auch nicht genug Einkommen haben ( vor allem Gastronome). Aber wer mag, kann gerne mal mit mir tauschen. Mal sehen, ob Sie/ Er es als Arbeitgeber besser findet. Es gibt Erhebungen, gemessen an der Stundenzahl, das die Firmeninhaber am schlechtesten bezahlt sind. Aber deshalb machen wir nicht zu, den wir haben auch eine Verantwortung für die Mitarbeiter, den diese streiken nicht, sondern sind loyal. Und solange ich noch 1 Euro mehr verdiene als die anderen, ist es auch gut so ( abgesehen mal von meiner und deren Stundenzahl ).

Aber wie gesagt, es kann gerne getauscht werden. Viel Spaß mit den Krankenkassen , dem Finanzamt, den anderen Behörden.

In diesem Sinne, jedem das Seine, aber nicht aus Kosten anderer und der Gesundheit bzw. Leben derer. Es liegt immer an beiden, nicht an einem / einer Seite.

Gruß

Holger
 
Entschuldigung - ich dumm...

Also mir wird immer erzählt...
...diejenigen, die Arbeit haben, bekommen eine längere Lebensarbeitszeit (67 J.)
...diejenigen, die Arbeit haben sollen auf Feiertage verzichten und dafür Arbeiten.
...diejenigen, die Arbeit haben, sollen jeden Tag länger Arbeiten
...diejenigen, die Arbeit haben, sollen für die längere Arbeit, weniger verdienen
...diejenigen, die Arbeit haben, sollen froh sein, dass sie Arbeit haben.
...diejenigen, die Arbeit haben, bekommen nicht mehr Rente, als die, die noch nie gearbeitet haben?
...und das schafft Arbeitsplätze und Gerechtigkeit.

:roll: dummer Dieter
 
Hallo,
ich warscheinlich auch dumm, aber gutes Gedächtnis:
Als wir noch alle gut verdienten, reichte das Geld für die Krankenkassen.
Als wir noch alle gut verdienten, reichte das Geld für die Arbeitslosen.
Als wir noch alle gut verdienten, reichte das Geld für die Rente.
Als wir noch alle gut verdienten, reichte das Geld für die Sozialhilfe.

Als wir noch alle gut verdienten, reichte das Geld für KONSUM

Wir kauften uns Autos und Klamotten und die Verkäufer und Hersteller verdienten gut.
Fazit: dieses Land funktioniert nur auf einem hohen Viveau!

Mit Geiz ist Geil und Kürzen auf Teufel komm raus sind wir dahin gekommen, wo wir jetzt sind. Was nicht heisst, daß es nicht noch tiefer geht: Lohnkürzungen sind direkt Konsumkürzungen, Kürzungen des Steueraufkommens und fehlen in allen andern Kassen des sozialen Systems.
Selbst die richtigen Global Player haben bemerken müssen, daß die von ihnen in die Arbeitslosigkeit entlassenen Mitarbeiter ihre ach so billig im Ausland produzierten Produkte nicht kaufen. (können)

Die Annäherung an das Niveau unserer osteuropäischen Nachbarn führt auch zu genau den gleichen Lebensumständen wie bei diesen. Ich möchte nicht wie in Rumänien leben.

Der Streik ist nötig und gut. Höchstens ist er zu klein.

Grüße, Ingolf
( der nicht im öffentlichen Dienst arbeitet aber auch nur noch die Hälfte von früher verdient und somit nichts ausgibt)
 
Ich dummer Bauarbeiter.

- arbeite 39 Stunden
- Hat 42 Stunden gearbeitet als 35 Stunden und voller Lohnausgleich mit 13'tem zur Debatte standen
- habe 26 Tage Urlaub
- zahle Beiträge an die Urlaubs und LohnAusgleichsKasse und bekomme nicht mal 3/4 wieder zurück
- habe kein "Schlechtwettergeld" mehr, also wenn es in meiner "Fabrikhalle" regnet oder in meinem "Büro" zu kalt ist, dann muss ich (unbezahlten) Urlaub machen und darf im Sommer nicht im Biergarten sitzen oder mit den Kindern in den Urlaub fahren, sondern Überstunden schieben weil's Wetter gerade schön ist
- habe keinen Versicherungsrabatt wie Beamte und öffentlicher Dienst und Ingenieure
- bin als Bauarbeiter oft Mensch zweiter Klasse
- arbeite auch Samstags (weil's grad Arbeit hat)
- bekomme als Geselle 14,80 ¤ Stundenlohn (Brutto!)
- bekomme keine Freifahrkarte des städtischen Verkehrsverbund
- arbeite bis 65 , bald bis 67
- habe keinen Vorruhestand
- habe auch keinen Anspruch auf ein 13'tes
- werde im durchschnitt "nur" 68 Jahre alt
- kann nicht streiken weil sonst mein mittelständischer Arbeitgeber wegen angespannter finanzieller Lage, hohen Konventionalstrafen und Bauherren die einfach nicht zahlen, sonst dicht machen muss.

Aber:

Ich liebe meinen Beruf.

Und wenn ich höre, dass die Rennleitung in Stuttgart die Einfahrten von Bauhöfen räumen muss, damit Streufahrzeuge ihr Salz laden können, dann bekomm ich einen unbeschreiblichen Hass auf die armen, armen, ach so armen, unterbezahlten, gegängelten, unterdrückten, überaus fleissigen, ÖTV'ler.
Ich wüsste nicht was ich gemacht hätte wenn ich (Samstag und Sonntag zusammen 32 Stunden Winterdienst) vor einem solchen Werkstor gestanden hätte.............

Dies ist ein Beitrag vom ziemlich stinkigen -

Armin Fuchs

den diese Debatten langsam ankotzen und für den die Gewerkschaften nach den 35-Stunden- Arbeitskämpfen keine Daseinsberechtigung mehr haben.
Dass diese Dummköpfe nicht mal merken wie sie von den Gewerkschaftbossen ausgenommen werden.
Schaut euch mal die beiden Hochhäuser des DGB an.
Mit diesem Geld sollte Umsatz gemacht und nicht als Lohnersatz für Blockierer verbraucht werden.
 
@Ingolf
Ich möchte nicht wie in Rumänien leben

Dann hast du ja Glück gehabt, dass du nicht in Rumänien das Licht der Welt erblickt hast! :cry:

Jetzt aber wieder zurück zum Thema "Streik".

Gruß
Micha
 
guude,

ich möchte auch gerne streiken. als selbstständiger handweksmeister, der seit 6 jahren froh sein muß, wenn er wenigstens die preise von vor 15 jahren durchsetzen kann, und das bei doppeltem beratungsaufwand und noch und noch preisnachverhandlungen.
da ich hier in unserer straßenbauhof schon häufiger zu arbeiten hatte, hält sich mein verständnis für die ausgemergelten und überarbeiteten straßenwachtler sehr in grenzen. dienst nach vorschrift, wenn's mal nicht ganz passt gleich mit dem personalrat den aufstand proben und während der dienstzeit private arbeiten auf maschinen des dienstherren durchführen!
und wenn diese herren wirklich mal gebraucht werden streiken sie und jammern, daß ihnen die gehälter, zulagen, vergünstigungen arbeitsplatzgarantien, ...... hinten und vorne nicht reichen!

vorschlag: geht in die "soooviel besserzahlende" privatwirtschaft, wo fast jeder arbeitsplatzwechsel mit einem einkommensverlust einher geht, oder macht euch am besten gleich selstständig! da schafft ihr euch nämlich dann mit dem vielen geldschaufeln kaputt!

seit vielen jahren sagen fast alle, so und in dem wohlstand, in dem wir hier leben, kann's nicht weitergehen. nur jetzt, wo wir soweit sind, stöhnen alle nur. bedenkt: in solch einem wohlstand, indem wir und unsere rentner immer noch leben, wird keine generation nach uns mehr leben können!

jeder sollte mal für ein jahr das beischaffen der gehälter in seinem betrieb verantwortlich sein, dann relativiert sich einiges, glaubt's mir.

justus.
 
Moin,
es sind immer wieder die gleichen Totschlagargumente !
Geht doch in die freie Wirtschaft, wenns euch nicht passt.
Uns geht es ja noch viel schlechter.
Und am schlimmsten sind die armen Unternehmer dran.
Es ist klar, das es zurzeit allen, zumindest den kleinen Leuten an den Kragen geht.
Aber jetzt mal Hand aufs Herz, wer von euch hat sich schon mal ernsthaft mit den Gehältern im öffentlichen Dienst beschäftigt ?Die goldenen Zeiten sind nämlich schon Lange vorbei !
Es wird seit 10 Jahren ständig gekürzt !
Als Feuerwehrbeamter habe ich vor meinem Dienstherrn einen Eid abgelegt, meine ganze Person auch unter Einsatz meines Lebens, in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen. Hierfür hat sich der Dienstherr verpflichtet, mich und meine Familie zu allimentieren, damit ich unabhängig meinen Lebensunterhalt bestreiten kann.
Also ich mache nun wirklich keine großen Sprünge. Wir haben ein kleines altes Haus, zwei klapprige Kleinwagen (Meine Frau arbeitet auch 50% im ÖD reißt sich im Krankenhaus nämlich auch den Arsch für die Allgemeinheit auf !) und das letzte Mal richtig im Urlaub war ich vor 10 Jahren. Jedes mal, wenn die Kinder wieder mal Klamotten brauchen kann ich mir überlegen, wo ich die Kohle hernehme. Und wehe es geht die Waschmaschine kaputt. Ist das finanzielle Unabhängigkeit ?
Dafür halte ich meinen Arsch hin ?
(Für das Totschlagargument mit dem Unimog : Die Knete stammt komplett aus den Nebeneinnahmen meiner Nebentätigkeit ohne die wir überhaupt nicht über die Runden kommen würden.)