Das Trecker Quiz

Moin Christian,

das "Öffnen der Motorhaube bei Kaltstart" läßt auf die Anlassprozedur mittels Zündpapier schliessen - das war zu der Zeit bei den Dieselmotoren durchaus üblich, die Vorglühanlagen und elektrischen Anlasser setzten sich erst Anfang der 1950er Jahre durch, waren bis dahin die Ausnahme.
Von meinem Ritscher 528 (Bj. 1953 mit MWM KDW 415Z) habe ich noch eine Preisliste von 1952, nach der konnte der Trecker in 3 Ausbaustufen geordert werden
1. Zündpapier + Anlasskurbel
2. Vorglühanlage + Anlasskurbel
3. Vorglühanlage + el. Anlasser
Glücklicherweise hat der Erstbesitzer ihn seinerzeit gleich in der "vollelektrischen" und damit teuersten Ausführung geordert :D

Ja, mit deinem Trecker komme ich nicht weiter. Ein solches Lamellenbild des Kühleinlasses in der Haube habe ich bisher bei keinem Trecker gesehen.
Hinzu kommt, dass ich mich anno 1950 (mein Geburtsjahr) noch nicht so sehr mit Traktoren befasst hatte und nicht weiss, welcher Traktorenhersteller in dem Jahr untergegangen ist oder fusioniert wurde ...

Gruß Ulli

BTW: gibt es einen Zusammenhang zwischen deinem Nicknamen und der Filmkooperation Ostwind von ORB und ZDF?
 
guten abend ulli!

die kühlerhaube scheint in der tat einzigartig zu sein.
1950 wurde fusioniert
ob er einen elektischen starter hat, weiss ich nicht, aber die kaltstartprozedur ist definitiv langwierig.. :wink:

gruß christian


ps: der nick hat nichts mit gleichnamigen organisationen oder betrieben (von denen es überraschend viele gibt) zu tun...
 
Moin Christian,

ich gebe auf!

Was wir wissen: aufgenommen am 15.9.07 mit einer Samsung Digimax A40, im Originalbild waren rechts noch Personen zu sehen und unten rechts gab es einen Texthinweis - vermutlich eine URL oder ein Copyright.
Von der Bauart ähnlich wie die Wasserdeutze, MIAGs, Deuliwags ... aus dem Zeitraum Ende der 40er Jahre.

Wenn ich viel Zeit hätte, könnte ich jetzt das INet nach Oldtimerveranstaltungen am 15.9.07 durchsuchen und hoffen, dass der gesuchte Trecker dort irgendwo auftaucht - habe ich aber nicht :cry:

Gruß Ulli
 
nana, so schnell darfst nicht aufgeben!

das foto habe ich selber am anstieg eines 3798 meter hohen berges gemacht und man muss erst kräftig einheizen, um den motor in gang zu bringen... :wink:

gruß christian
 
Moin Christian - alter Schwede ....

wer kommt schon auf 2-Zylinder-Glühkopfmotoren :?

Dann muss ich nur noch den genauen Typ herausfinden :lol:

Gruß Ulli
 
respekt!!

856691.jpg



gruß christian
 
Moin moin,

ein Nachtrag noch zur Geschichte der schwedischen Firma Bolinder-Munktell.
Die Firma wurde 1932 durch Zusammenschluss der Firmen Bolinder und Munktell gegründet.
Im Wesentlichen wurden Eisenbahntechnik, Dampfmaschinen und Dieselmotoren produziert. Erst 1947 entstand der erste landwirtsch. Traktor (BM10).
1950 wurde Bolinder-Munktell von Volvo übernommen, die Traktoren wurden dann unter dem Namen Volvo BM verkauft.

Nun bin ich wohl wieder dran, hab da noch was Feines gefunden :wink:

wasistdasdenn.jpg


Gruß Ulli
 
Hallo Ulli,

beim BM hatte ich nur den Zweitakter anhand des großen Auspuffquerschnitt vermutet, Respekt für die Auflösung.

Dein "Record"-verdächtiges Fahrzeug ist aber auch nicht schlecht, obwohl er gar nicht wie ein Lieferwagen aussieht.

Deutsch ist er aber...

Hatte der nicht auch den 2-zyl. Henschel?

Grüße

Holger
 
Moins ihr Rater,

nein, ein "record" verdächtiger D........ ist es nicht und einen Hentschelmotor hatte er ganz sicher nicht :wink:

Gruß Ulli
 
Hallo Ulli,

sag bloß, Du hast da ein Foto des Prototypen von MWM, der für die Entwicklung des Deuliewag Record 25V Pate stand? Ich habe den nie gesehen, aber wenn das Foto nicht der Deuliewag Record ist, dann muss das der MWM sein, der nie in Serie ging - oder ich bin völig auf dem Holzweg...

Es gab auch noch einen Vorläufer des Record von Deuliewag...

Grüße

Holger

EDIT: ...und genau der ist es: Es ist der Prototyp von Deuliewag (habe ein Bild von 1949 in Imbshausen), der durch Inspiration von MWM (Professor G. Preuschen) entstand.
 
...oder doch der MWM ASA...

http://www.wochenblatt.com/FaszinationLandtechnik/bilder/pdf/0207_MWM4.pdf

Der MWM Prototyp und der Deuliewag Prototyp sind fast nicht zu unterscheiden, da quasi baugleich, der Record hatte die Vorderachse weiter hinten, hinter dem Motor.

MWM ASA 1948
Deuliewag Prototyp 1949
Record 1950 (6-loch Felgen)

Bild des Deuliewag Prototyps im Buch "Klaus Herrmann, Traktoren in Deutschland 1907 bis heute"
1987 - 1. Auflage, Seite 45, ISBN 3-7690-0450-7

Grüße

Holger
 
Moin Holger,

das ging aber schnell :D
Ja, es ist der MWM ASA, der über das Prototypen-Stadium nicht hinaus gekommen ist.

Konzipiert 1948 vom MWM-Direktor Dr. Peters und dem Agrartechniker Prof. Gerhard Preuschen zeichnete er sich durch Einzelradaufhängung der Vorderräder und eine Gewichtsverteilung von 2/3 zu 1/3 (VA/HA) aus. Damit erreichte er mit seinem 25PS starken MWM KD215Z Zugleistungen, die denen eines 45er Bulldog aus der Zeit vergleichbar waren.

Da MWM nie die Absicht hatte, den ASA in Serie zu produzieren, wandte sich Preuschen (Leiter des Instituts für landw. Arbeitswissenschaft und Landtechnik in Imbshausen/Göttingen) mit dem Konzept an Deuliewag, die das Konzept mit geringen Änderungen mit dem Record 22V realisierten. Wesentliche Unterschiede sind der schon angesprochene Hentschel-Motor und die weit nach hinten gesetzte Vorderachse.

ein Artikel aus dem Landw. Wochenblatt 2/2007

Holger, da bin ich gespannt auf dein nächstes Rätsel - obwohl ich mich etwas zurückhalten will, 1. sollen die anderen auch eine Chance bekommen und 2. hat mich der BM20 doch viel Energie gekostet :lol:

Gruß Ulli
 
Hallo Ulli,

das war Zufall, dass ich den Artikel des ASA gefunden hatte, vorher kannte ich nur den baugleichen Imbshäuser Schlepper.

Lass mal einen anderen ein Bild einstellen, zur Zeit habe ich nichts wirklich knackiges. Irgendwann wenn ich mal wieder eins habe, schiebe ich es nach.

Grüße an alle

Holger

Also: wer sich am "dransten" fühlt, her damit!
 
Moin moin,
dann schieb ich schnell noch einen nach, bis jemand ein neues Rätsel einstellt.

Bei Zeus, wer bin ich wohl?

werbinich.jpg


Gruß Ulli
 
hallo Ulli,

bin mir bei dem nicht ganz sicher. Die lange Bauform und die Hinterachse sehen mir aus, wie der langhaarige Freund von Delilah aus dem Bibelbuch Richter (Kap. 16), der ständig Zores mit den Philistern hatte.
Erbaut am Westrand des Schussentals im Kreis Ravensburg.
Diesen Schlepper gab es einmal mit DKW-Motor (Vergaser), mit ILO-Motor (auch Vergaser) und einem Deutz Diesel.

Wie letzterer sieht Deiner aus, allerding passt mir der Kühler vorn nicht - zumindest nicht original. Daher könnte es auch ein ganz anderer sein.

Gib mal n Tip.

Grüße

Holger
 
Moin Holger,

schon ziemlich nah dran, allerdings ist es nicht der Samson (dann würde die Berufung auf Zeus keinen Sinn machen)

Gruß Ulli

EDIT: da hatte doch jemand aus der Verwandtschaft des Zeus mit einer Sklavin von Hades angebändelt...
 
Moin moin,

vorhin habe ich mal nach dem Teil gegoogelt ... und absolut nix gefunden :cry:

Da ich davon ausgehe, dass ihr nicht alle das Buch Ackergiganten, Technik, Geschichte und Geschichten von Klaus Herrmann im Regal stehen habt, löse ich mal auf - obwohl Holger schon verdammt nah dran war :wink:
Es ist der Hercules von Hermann Lanz, Aulendorf, Bj. 1930 - im Prinzip der große Bruder des Diesel-Samson.
Leider sind keine weiteren technischen Daten überliefert, sodaß ich davon ausgehe, dass es sich beim Motor um einen 15PS-Deutz handelt.

Zum Hinweis auf Zeus: Hercules war der Sohn des Zeus, hatte sich in die Sklavin von Hades verliebt und um sie freizubekommen seine überirdischen Kräfte aufgegeben... - eigentlich viel länger und komplizierter, aber das erspare ich mir (und euch) jetzt.

Gruß Ulli