Drosselung auf 60km/h eines U406 oder U403

@Fendt270V
Dein zukünftiger Unimog 406 hat eine Höchstgeschwindigkeit bei einer Nenndrehzahl im Fzg-Brief stehen.
Bei meinem steht da z.B. 78km/h bei 2.550/min.

Der Rest ist ein Dreisatz:

78 : 2550 = 60 : x

2550 * 60 : 78 = x

x = 1961,54

Die Enddrehzahl für 60 km/h wäre in meinem Fall also 1960/min.

Wenn ich nun selbst vor der Entscheidung stehen würde, würde ich ihn durchgehend reduzieren, also mechanisch und plombieren. Da mir bei Zylinderhüben jenseits der 120mm Drehzahlen über 2.000/min suspekt sind (obwohl der OM352 auch 2.800/min verträgt - aber ich habe halt auch schon Pleuel gesehen, die seitlich aus dem Motor herausragten...), mit knappen 2.000/min könnte ich auf Dauer leben. Da bleibt noch genügend Abstand zum max. Drehmoment.


@Basti
Tut mir ehrlich leid aber ich denke, es war trotzdem gut, dass das Thema hier angesprochen wurde. Stell Dir vor, es wäre was passiert... :roll:
Ich weiß jetzt auch nicht, welchen Führerschein Du hast und welchen nicht, also, was das in Deinem Fall konkret bedeutet, aber es ist auch keine Kleinigkeit, ohne gültige FE unterwegs zu sein. Im günstigsten Fall hätte es schon die Folge, dass Du Deine FE's, die Du besitzt, verlieren würdest

MfG
Holger
 
Hallo,

was meinst du was die Polizei bei einer Kontrolle oder schlimmer noch bei einer Unfallaufnahme (du musst ja noch nicht mal Schuld sein) sagt, wenn du denen von einem "Onkel" der Führerscheinstelle erzählst...

Hast du wenigstens den Namen von dem "Onkel", damit du mal erneut nachfragen kannst?

Fahren ohne Fahrerlaubnis fällt in den Bereich der Straftaten, da gibt's saftige Geldstrafen (Freiheitsstrafen eigentlich nur im mehrfachen Wiederholungsfalle für die ganz lernresistenten) und der bisher vorhandene Führerschein kann auch noch entzogen werden. Es kann auch u.U. eine MPU (Idiotentest) angesetzt werden. Denk mal an die Folgen. Die Kosten sind gegen den Erwerb des passenden Führerscheins mehrfach höher.

Zum eigentlichen Thema:
Der OM352 ist dauerdrehzahlfest bis 2800 U/min. Gerade im Anhängerbetrieb muss man auch einige Gänge von der Drehzahl her zumindest bis nah an die 2550U/min (so ist der 406 normal eingestellt) ausreizen, damit man im nächsthöheren Gang den Anschluß schafft. Weniger als 2000 U/min sind da definitiv zu wenig.
Wenn's weniger auf die Optik des Fahrzeuges ankommt, wären noch 10,5er Reifen eine Alternative. Damit kommt man auf ca. 66km/h. Wenn nun noch die Drehzahl minimal zurückgenommen wird, ist man vermutlich schon im Toleranzbereich der 60km/h-Eintragung. Evtl. einfach mal vorher beim TÜV nachfragen, was machbar ist.

Gruß,
Michael
 
Hallo an alle,

das, was Michael zum Thema Hochschalten unter schwerem Zug mit max. Drehzahl 2000 schreibt, ist in der Tat ein zu berücksichtigender Faktor - insbesondere, wenn der Mog nur das einfache 6-Gang-Getriebe ohne die Zwischengänge hat. Die Spreizung der Gänge ist groß und wenn der höhere Gang über der Drehzahl des max. Drehmomentes eingekuppelt werden soll - was bei schwerem Zug notwendig ist, könnte das eng werden.

In diesem Fall wäre dann die elektronische Drehzahlbegrenzung nur des 6. Ganges das Mittel der Wahl.

Bei meinem Trac 440.167 ist das sogar so elegant gelöst, dass diese Drosselung nur im 7. großen Gang wirksam ist, beim Schalten des Zwischenganges dreht der Motor wieder frei.
Damit wäre die Thematik Hochschalten bei schwerem Zug unter Ausnutzen der max. Drehzahl in allen Gängen gelöst.

Ich kann die Bauteile - wenn gewünscht - ja mal an meinem Trac fotografieren und hier einstellen. Das kann so teuer nicht sein. Im EPC müssten die sogar gelistet sein - habe aber selbst keinen EPC. Dann wäre bei Deinem Mog nur der 6. Gang auf 1960/min abgeregelt.

Die Lösung mit den 10,5x20 und knapp unter 66km/h eingetragen zu bekommen, glaube ich nicht, das das geht. Auf 60km/h schon, das müsste gehen.

Wenn eine Baureihe eine Typprüfung bekommt, dann darf hinterher die Serie diese maximale Abweichung von 10% haben, aber im Fall einer Einzeleintragung kann ich mir nicht vorstellen, dass der Prüfer eine von vornherein einkalkulierte höhere Geschwindigkeit in Höhe der max. zulässigen Toleranz akzeptieren wird... :roll:

Grüße
Holger
 
Also wenn ich die Motordrehzahl auf 2000 herabsetzen würde meint ihr dass ich beim Fahren mit Last probleme bekommen könnte. Ich kenne das Problem nur am 421er meines Chef denn der 6. Gang ist so hoch übersetzt dass es der Mog nur ohne Last schafft (oder ist der Motor so fertig?).

Was meint ihr welcher Unimog besser zu meinen Bedürfnissen passt der 406 oder ein 403 wobei ich schon so 70PS haben möchte. Aussenbreite des Unimogs sollte bei 2m liegen sodass er nicht breiter als der Mulcher ist.
Seine Hauptaufgaben wären:
- zur Arbeit fahren (jeden morgen und abend ca 6km ein Weg)
- Traubentransport (ca.2,5t auf der Ladefläche mit einem 8t Kipper)
- Transport von Kleinzeug bei dem einfach eine Ladefläche von Vorteil ist
- ca. 30Bh im Jahr Mulchen mit einem Kreiselmulcher (2m Aussenbreite)
- eventuell ca. 30Bh im Jahr Kompostladen mit Frontlader
 
Hallo,

Hab noch eins Vergessen kann ich beim 403 oder 406 ungefähr 2,5t auf die Ladefläche laden?

Kommt drauf an. Das zul. Gesamtgewicht variiert je nach Baujahr. Die genz frühen hatten wohl nur 5t, die späteren dann 5,5 oder 6t, kann sogar sein, dass es bis 6,5t ging. Das Leergewicht schwankt auch je nach Ausstattung von knapp über 3t bis deutlich über 3,5t. Also einfach mal die Werte des Mogs in den Papieren anschauen bzw. auf eine Waage fahren. In den Leergewichtswerten in den Papieren ist normalerweise ein voller Kraftstofftank sowie ein Fahrer mit 75kg eingerechnet.

Gruß,
Michael
 
Hallo,
die 2,5t verkraftet sowohl ein 403, wie auch ein 406.
Das Leergewicht beträgt in der Regel max. 3,5t, das zulGG lag meines Wissens spätestens ab Baujahr 1970, wahrscheinlich sogar schon früher bei 5.800kg. Da sind 200kg Überlast kein Thema, noch nicht einmal ordnungswidrig. Die Pritsche ist zwar nur für 2t ausgelegt, aber da dürfte genügend Sicherheit drin sein.

Der OM314 (Vierzylinder des 403) leistete im MB-trac 800 ab Baujahr 1978 75PS mit einem Drehmoment von 260NM bei 1.600/min.

Auch der OM352 (6-zyl. des 406) hat bei 84PS nur 260Nm.
Natürlich kann man den OM352 noch aufdrehen, aber der OM314 ist der sparsamere.

Ich hab den Motor in meinen beiden Tracs (65/70 und 700) und lasse nix auf diesen kommen. Wenn ich irgendwann mal einen gut gebrauchten OM314 kriege, könnte ich mir sogar vorstellen, ihn gegen den OM352 in meinem 406 zu tauschen.

Gruß
Holger
 
Also mir Persönlich würde der OM314 auch besser Gefallen weil er einfach den Sparsameren Motor hat und für meine Zwecke auch ausreicht. Beim OM314 gab es doch auch noch verschiedene PS-Versionen wenn ich das richtig verstanden habe mit 54, 66 und 72PS, wenn das bei allen der gleiche Motor ist müsste ich doch aus einer 54PS Maschine die 72PS herausholen können? Kann ich den OM314 mit 72PS mit dem 70PS 4 Zylinder Saugdiesel in meinem Fendt 270V Schmalspur mit gleichem Hubraum vergleichen vom Dieselverbrauch her?
 
Hallo Johannes,

Ich werde immer verwirrter, was Du eigentlich möchtest. Zum einen willst Du einen Mog gedrosselt auf 60km/h, durch Begrenzung der Drehzahlen ohne Sperre des 6.Ganges und zum anderen fragst Du nun nach der Leistungssteigerung für den OM314 von 54PS auf 72PS.
Der 403 mit OM 314 und 54 PS ist mit 65km/h angegeben und bei 72 PS mit 79km/h. Den musst Du dann wieder drosseln, macht dass Sinn? :oops:
 
Ja, es macht Sinn, ich darf nämlich mit dem T führerschein nur 60km/h BBH und 70PS sollte der Mog auch haben damit er nicht schon an der kleinsten Steigung klein beigeben muss und der Dieselverbrauch sollte auch nicht so hoch sein wenn ich mit dem Mog täglich zur Arbeit fahre, denn um auf die Arbeit zu Fahren benötige ich keinen 84PS 6 Zylinder unter de Haube, der Motor darf aber auch nicht so schwach sein wie beim 421er mit 52PS weil der Unimog auch mal einen 8t Kipper ziehen soll.
 
Hallo Johannes,

um die Frage nach dem Verbrauch des UNIMOGs zu beantworten: Der ist stets höher als der eines vergleichbaren Traktors. Das liegt einfach daran, daß es im MOG so viele Zahnrädchen gibt. Der MOG ist auch aufgrund des Portalachsenkonzepts ein rechter "Ölschläger", nämlich sind die Drehzahlen in den Getrieben relativ hoch. Erst im Radvorgelege werden sie dann auf die Raddrehzahl reduziert.

Die Temperaturprobleme im Getriebe des 404 sind für den schlechten Wirkungsgrad des MOG ein deutliches Zeichen.
 
Also wird sozusagen ein Unimg immer mehr Diesel verbrauchen als ein Standarttraktor. Kann mir das jemand auch in Zahlen ausdrücken z.b. 403er mit 70PS benötigt 7L/h oder ein 421er mit aufgedrehtem Motor (65PS) benötigt x Liter.
 
Hallo Johannes,

mein 411 mit 34 PS benötigt 4,1 l/h, ist allerdings nicht typisch landwirtschaftlich im Einsatz.
 
Hallo Johannes,

Der Verbrauch meines kleinen 411 liegt ebenfalls in dem Bereich von Christophs, angegeben nach BA ist er mit 3-6l/Std. Allerdings sind diese Kleinen nicht jenes was Du suchst. Die größeren 403/406 liegen im Verbrauch wohl drüber. So ein Mog ist kein Kostverächter, darüber musst Du Dir klar sein. Auch je nach Zustand Deines Traumfahrzeuges und persönlichem Gebrauch kommen noch die eine oder die andere Reparatur dazu, was teilweise auch nicht immer billig ist.
Daher möchte ich es nochmals wiederholen, werde Dir wirklich klar darüber, was Du möchtest und was Du brauchst. Einen Mog hauptsächlich nach PS und Verbrauch zu beurteilen halte ich für zu einfach.

Ein Mog ist eine Philosphie und eins der schönsten Gebrauchsspielzeuge welche ich bisher hatte (und läst sich fast nur durch eine Hochseesegelyacht toppen :oops: )
 
Das der Unimg ein teures Hobby ist darüber bin ich mir schon im klaren, aber es gibt keine richtige Alternative zum Unimog wenn man etwas schneller unterwegs sein möchte und mit dem Gerät auch noch Arbeiten möchte.