Druckluftbremse Anhänger Unimog 421

andreas401421

New member
15. Juli 2018
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Hallo zusammen,
ich war schon lange nicht mehr hier im Forum unterwegs, doch jetzt hat es mich wieder einmal hierher verschlagen, und zwar mit einer Frage:
Ich restauriere gerade meinen 2. Unimog, einen U421.
Jetzt bin ich daran, die Anhängerbremse zu installieren und bräuchte einen Unimog 421 mit kombinierter ein und Zweileitung Anhängerbremsanlage zum "abschauen"
hat jemand von euch einen mit solch einer funktionierenden Bremsanlage, vorzugsweise im Großraum Freiburg im Breisgau?

Ich habe zwar das Werkstatthandbuch mit den Bildern und den Schemen, doch in Live kann man sich doch alles besser erkennen.


Vielen Dank für eure Hilfe

Viele Grüße aus Bad Krozingen

Andreas Stich


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Guten Morgen zusammen,
oder vielleicht hat jemand von solch einer Bremsanlage Aussagekräftige Bilder der Ventile und Leitungen?

Danke für eure Hilfe,
Gruß Andreas
 
Hallo,


welche Bremsanlage hast du denn? Die einfache aus den 60ern oder eine aus den 70ern und später, die den neueren Standards entspricht.

In Grunde liegen die Schläuche auch eigentlich genauso, wie in den Plänen in Werkstatthandbuch dargestellt.


Grüße
Sebastian
 
Hallo,

es kommt doch drarauf an, welche Ventile er hat oder benutzen möchte. Es gab zahlreiche Varianten.

Die meisten Ventile gibt es nur noch gebraucht oder wenn neu (NOS), extrem teuer.


Hier ein zwei-Leiter-Ventil, wie es auch im 406 und 421 genutzt wurde mit mech. Handbremse.
 
Hallo Andreas,
Die Aussage
jetzt bin ich daran, die Anhängerbremse zu installieren
klingt für mich danach, dass derzeit nichts oder nichts brauchbares vorhanden ist. In diesem Falle würde ich mir überlegen ob die kombinierte Ein / Zweileiter Anhängerbremsanlage für Dich und Deinen Einsatz überhaupt Sinn macht. Die legale Nutzung einer Einleiterbremsanlage ist nur noch auf sehr wenige genau spezifizierte Einsatzfälle begrenzt. Demgegenüber stehen mehr Komponenten die Zum einen Geld kosten, natürlich auch immer gut gewartet werden müssen und trotzdem ein gewisses Fehlerrisko bergen.
 
Hallo,

das Problem ist und bleibt, dass ein 421 eine Lösung benötigt, bei der die Handbremse mechanisch ausgelöst wird. Und diese Ventile als Zwei-Leiter oder Kombiniert-Ein-Leiter-Zwei-Leiter sind extrem teuer, wenn sie neu auftauchen, um 1000 Euro. Der Umbau,wie bei modernen UNIMOG, auf eine pneumatische Handbremse wäre sehr aufwendig und sicher nur mit Einzelprüfung eintragbar / abnehmbar.
 
Hallo zusammen und Vielen Dank für eure Beiträge.
also, ich habe einen 421er aus 66 mit einer Druckluftunterstützten Ein Kreis Hydraulikbremse und einer Ein-Leiter Anhängerbremsanlage.
Die Anlage war schon vor Anbruch der Restauration defekt und "zusammengeflickt" nichts mehr Original, es brauchte Damals nur noch Luft für den Bremskraftverstärker und die Sperren.
Jetzt, würde ich gerne eine Zweileiter Anhängerbremse haben um auch mal einen vernünftigen Anhänger anhängen zu können, die Ein Leiter Anhängerbremse brauche ich nicht, nur wenn ich sie aufgrund der eingeschränkten Möglichkeiten unbedingt verbauen muss.
Es gibt ja lt. WHB eine kombinierte Anlage Ein mit Zweileiter in Verbindung mit Einkreis Hydraulikbremse.
Hier bräuchte ich Infos wie andere das schon Hinbekommen haben.
Die Teilenummern sind zwar im WHB aufgelistet, sind aber wie schon gesagt nicht mehr Lieferbar oder lassen sich nicht umschlüsseln.
Mir ist klar, das die nötigen Ventile wenn ich sie bekomme Geld kosten, doch auch dann müsste ich sehen wie der Leitungsverlauf ist, im WHB kann man es auch nicht so ganz genau erkennen, besser ist immer man hat es vor Augen.
Deshalb, ich würde auch gerne mal ein paar km fahren um mir das anzuschauen.
Was habe ich: Das alte Anhängersteuerventil der Originalen Ein-kreis Anlage mit mechanischer Handbremssteuerung,
gekauft habe ich einen neuen Druckregler und das Regelventil für die Sperren.

Was denkt Ihr?

LG Andreas
 
Hallo Andreas,
ich denke, dass es nur lohnt in eine Zweileiter - Bremsanlage zu investieren. Bis 3,5t Anhängergewicht kannst Du auch mit Auflaufbremse fahren, ohne am Unimog zu investieren. Das ist für 45PS heutzutage auch schon viel....
Gruß
Christoph
 
Hallo,

Bilder von den Leitungen und deren Verlegung helfen nicht, wenn anschließend andere Ventile verbaut werden. Wenn mangels Verfügbarkeit das alte Ein-Leiter Anhängersteuerventil mit mechanischer Handbremsansteuerung weiter genutzt wird, um eine Handbremse zu realisieren, kann es schon sinnvoll sein, die alte Ein-Leiter Bremsanlage weiter zu nutzen.
 
Zu den Leitungen:
Es wird bei einer Zwei-Leiteranlage immer eine rot Vorratsleitung vom Vorrat des Zugfahrzeugs zum Kupplungskopf (rot) am Zugfahrzeug (meist hinten) benötigt.

Hinzu kommt die gelbe Steuerleitung vom Anhängersteuerventil zum gelben Kupplungskopf. Für den Leitungsberlauf ist die Position der Anhängersteuerbventils entscheidend.

Zusätzlich muss das Anhängersteuerventil noch mit Luft aus dem Vorrat des Zugfahrzeugs versogt werden, also eine Leitung zwischen Vorrat und Ventil.

Wird das Anhängersteuerventil hydraulisch mit Bremsflüssigkeit angesteuert, muss eine Verbindung in den hydraulischen Hochdruckkreis der Fahrzeugbremse bestehen. Wird das Anhängersteuerventil pneumatisch angesteuert, dann eine Verbindng zum BKV.

Für die Handbremse wird eine mehanische Verbindung über eine Koppelstange zum Anhängersteuerventill (Hebel) realisiert.

Es werden mehr Leitungen, wenn für die Funktionen separate Ventile genutzt werden oder eine kombinierte Anlage verbaut wird.

Der genaue Verlauf der Leitungen kann erst bestimmt oder festgelegt werden, wenn die zuverwendenden Ventile bekannt sind und klar ist, wo sie am Fahrzeug montiert werden sollen.