Und nun kommen wir zu den Erkenntnissen aus der Aktion.
1. Unimog fahren im Dreck macht unheimlich Spaß - wer hätte das gedacht?
2. Es ist immer wieder erstaunlich wo der Unimog überall durchkommt.
Seine Geländegängigkeit und gute Traktion verdankt der Unimog im wesentlichen der Konstruktion mit Portalachsen, Allradantrieb, Differentialsperren und ganz besonders seinem verwindungsweichen Rahmen und verschränkbarem Fahrwerk, so dass jedes Rad den größt möglichen Beitrag zur Traktion leisten kann.
Objektive Vergleichstests waren unter den Gegebenheiten und zeitlich leider nicht möglich. Deshalb bleibt wieder einmal nur die subjektive Beurteilung.
Die Bereifung spielt - jedenfalls bei den hier vorliegenden Bedingungen - eine eher untergeordnete Rolle. Das zeigt, dass der Schmalbereifte (7.50-18 AS 1,8 bar) sogar mit ziemlich abgefahrenem Profil sehr weit in den weichen Matsch fahren konnte, bis er schließlich versackte.
Im trockeneren Gelände konnte man an dem gepfeilten Profil teilweise den Selbstreinungseffekt beobachten. Je nach Beschaffenheit des Bodenmaterials setzte sich das aber auch zu und die Selbstreinigung stoppte.
Auf weichem feuchten oder nassen Untergrund zeigte sich der breitere (325 mm) Reifen natürlich vorteilhaft, indem er für eine geringere Flächenpressung auf dem Untergrund sorgt und das Fahrzeug nicht so schnell und tief einsinkt.
Das Absenken des Reifenfülldruckes bei den 325er Gürtelreifen von 2,5 auf 1 bar brachte eine spürbare Verbesserung der Traktion und ein komfortableres Fahrverhalten.