Einladung zum Reifen-Vergleichstest Unimog 411 bei Offenburg

Wir aßen heiße Wurst und Brezeln. Dann rollte ein Pkw heran. Ein älterer freundlicher Herr entstieg dem Gefährt. Wir begannen eine Unterhaltung, die sehr harmonisch verlief. Schließlich eröffnete uns der Herr, dass er von der zuständigen Naturschutzbehörde sei und wir uns auf einem solchen relevanten Gelände befänden. Wir versprachen wiederum, den Weg abschließend zu säubern. Er meinte nur: Scheiß-Job.

Das Verbotsschild enthält vier Einschüsse. So unflätig haben wir uns jedenfalls nicht benommen.
 

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Hallo Christoph,

ich bin ja meist nur stiller Mitleser, aber die Aktion ist echt klasse! Kompliment: Artgerechte Haltung der Mogs (und der Kinder :D )
Auf dieser Piste konntet Ihr ja nun wirklich nichts mehr kaputt machen. Aber mal eine Frage: Wenn es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, der Naturschutz schnell präsent war, dann frage ich mich, wer diese Furchen in die Wiese gefahren hat?

Viele Grüße
Thorsten
 
Hallo Christoph,
es war einfach klasse und bestens organisiert von Dir
Mir dem Schmalspurbereiften hat es richtig Spass gemacht.
Dass ich mit den 750-18 so weit komme hätte ich auf der Piste nicht gedacht.
Aber im Stand eine Bauchlandung, das habe ich mit meinem U-411 noch nie erlebt.
So konnte auch mal testen, ob die Sperre funktioniert.
Beste Grüße
Bernd
 
Hallo Thorsten,

das Gelände war mir aufgefallen, als schwere Forstmaschinen in weitem Umkreis etliche große einzeln stehende Bäume fällte. Da fuhren 3- und 4-Achser, bei denen jeweils zwei Räder mit Traktionsbändern verbunden waren (siehe Beispielfoto). Die Trasse der Zerstörung ist mehrere Kilometer lang. Wenn man sich mit dem Mog nur da durchwühlte konnte man den Schaden also nicht vergrößern. Das war meine Überlegung, nachdem ich vergeblich versucht hatte im Vorfeld den Besitzer des Geländes ausfindig zu machen und um Genehmigung zu bitten. Die erhielten wir ja glücklicherweise nachträglich.

Der freundliche Herr vom Naturschutz erläuterte uns auch noch den Grund für die Fällarbeiten: Das Naturschutzgebiet soll umgebaut und in einen früheren Stand zurückversetzt werden. Dort wo wir fuhren wird ein Entwässerungsgraben angelegt.
 

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Auf der anderen Seite des Weges - gegenüber der Baustelle - sieht es so herrlich aus:
 

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Nachdem schon viel Dreck abgeschabt und abgeschleudert wurde sieht es leider immer noch so aus:

Das meinte Frank vielleicht mit "Kater" nach dem Rausch?
 

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Und nun kommen wir zu den Erkenntnissen aus der Aktion.

1. Unimog fahren im Dreck macht unheimlich Spaß - wer hätte das gedacht?
2. Es ist immer wieder erstaunlich wo der Unimog überall durchkommt.

Seine Geländegängigkeit und gute Traktion verdankt der Unimog im wesentlichen der Konstruktion mit Portalachsen, Allradantrieb, Differentialsperren und ganz besonders seinem verwindungsweichen Rahmen und verschränkbarem Fahrwerk, so dass jedes Rad den größt möglichen Beitrag zur Traktion leisten kann.

Objektive Vergleichstests waren unter den Gegebenheiten und zeitlich leider nicht möglich. Deshalb bleibt wieder einmal nur die subjektive Beurteilung.

Die Bereifung spielt - jedenfalls bei den hier vorliegenden Bedingungen - eine eher untergeordnete Rolle. Das zeigt, dass der Schmalbereifte (7.50-18 AS 1,8 bar) sogar mit ziemlich abgefahrenem Profil sehr weit in den weichen Matsch fahren konnte, bis er schließlich versackte.

Im trockeneren Gelände konnte man an dem gepfeilten Profil teilweise den Selbstreinungseffekt beobachten. Je nach Beschaffenheit des Bodenmaterials setzte sich das aber auch zu und die Selbstreinigung stoppte.

Auf weichem feuchten oder nassen Untergrund zeigte sich der breitere (325 mm) Reifen natürlich vorteilhaft, indem er für eine geringere Flächenpressung auf dem Untergrund sorgt und das Fahrzeug nicht so schnell und tief einsinkt.

Das Absenken des Reifenfülldruckes bei den 325er Gürtelreifen von 2,5 auf 1 bar brachte eine spürbare Verbesserung der Traktion und ein komfortableres Fahrverhalten.
 

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Hallo Christoph,

das sind ja völlig unerwartete Erkenntnisse :D

Ich glaube bei der ganzen Sache stand die Erkenntniss Nr 1 weit vor allen anderen Dingen.

Schade, dass Du den Schmalbereiften ausgebremst hast und ihm nicht die Gelegenheit gegeben hast in einer fairen Revanche zu zeigen was ohne Behinderung geht.
Was für Reifen hat den der Schmalbereifte (Radial oder diagonal)?
Wie sind die Vorderräder aufgezogen. (richtig oder Unimogtypisch falsch)?

Luftdruck Absenkung, immer hin gibst Du jetzt zu einen merkbare Traktionserhöhung gefühlt zu haben. Dem Bild und Deinem Text nach hast Du aber nur auf der Hinterachse am Luftdruck gespielt. Aber auf dem 1. Bild Deines letzten Beitrages oben sieht man recht deutlich den Vorteil des geringeren Luftdrucks. Der Hinterreifen bringt jetzt drei Profilstege flach auf den Boden. Gerade beim Verlassen der Spurrillen wäre jetzt von Vorteil gewesen, besonders auf den Vorderachsne den Druck ab zu senken. Bei dem Boden durchaus noch unter 1Bar.

Wie war das, bei dem Versuch die Spurrillen zu verlassen.
Raus gekommen bist Du nicht, aber bist Du in der Spurrille noch vorwärts gekommen oder ging garnichts mehr?
 
Hallo Jürgen,

... wenn wir nicht wären wie die Kindlein. :)

Im Beitrag vom 31. Okt 2014, 20:48 sieht man, dass der Schmalbereifte die Reifen (Diagonalreifen) zur Traktion vorwärts montiert hatte.

Und hier: 31. Okt 2014, 21:07 "Erst die luftdrucksenkende Maßnahme auch an der Vorderachse bringt spürbaren Gewinn an Traktion." Logisch, dort ist die Achslast ja auch höher. Und auf den letzten Bildern, als der Mog wieder auf dem Hof stand, sieht man auch deutlich die stärker hervorgewölbden Reifenflanken.

Mit allen vier Reifen bei 1,0 bar Fülldruck war ich in der Spur nicht steckengeblieben, hätte also durchaus noch weiter fahren können. Aber an der Seitenwand der Spur hinauf ging es gar nicht. Da musste Seilkraft her.

Ich bin gespannt, was wir im Nachhinein noch herausfinden können.

Dieses Foto zeigt wie selbst bei - zugegebenermaßen ziemlich abgefahrenem - AS-Profil die Selbstreinigung versagen kann.
 

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Hallo Christoph,

so deutlich sind Deine Bilder leider nicht, dass ich dort erkenne ob es Radial oder Diagonalreifen sind. Aber bestimmt hätte dem Schmalbereiften auch eine drastische Luftdruckabsenkung und halt freie Bahn geholfen :-)

Ich bin gespannt, was wir im Nachhinein noch herausfinden können.

Nun, ich sehe hier eine wirklich sehr einfache und sinnvolle Möglichkeit der Optimierung.
 
Hallo Reifentester,

hier nochmal ein paar Bilder vom Test.
 

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Hallo an alle,

die handfeste Ergebnisse zur Erleichterung der künftigen Reifenwahl erwartet haben:

:sorry

vor lauter Spaß und Elan habe wir wohl eine ordentliche, auswertbare schriftliche Dokumentation vergessen.
Deshalb befürchte ich wir müssen nochmal ran. :mrgreen:

Christoph, Du hast recht geraten mit dem Kater. Die Entschlackungskur hat diesmal wesentlich länger gedauert.
Der Matsch hat sich insbesondere in den "Innereien" der Hinterfedern angesammelt. Hätte man ihn trocknen lassen, bräuchte man keine verstärkten Stoßdämpfer :lol:
 

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... was bleibt, ist die Erkenntnis dass es für einen tollen Tag folgende vier Dinge braucht..
 

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.. zum Ausklang des schönen Tages noch mal Anschauungsmaterial.
 

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