Entlüften

Hallo,

Das müsste wie beim OM 636 auch sein. Wenn die Ventile der Förderpumpe nicht richtig schließen, dann nutzt auch die Handpumpe nichts. Sie gaugt dann an und drückt den größten Teil wieder in Richtung Tank.

Ein Ventil sitzt unter der Handpumpe, das andere unter der kleinen Verschlüssschraube daneben.

Gruß
Markus
 
christophlehmann schrieb:
Hallo Herrmann,
hast Du evtl. bei der Revision Vor - und Rücklauf vertauscht?
Christoph

Hallo Christoph,

Nein, die Leitungen hab ich nicht ab gehabt, nur die Filterbecher.

mhame schrieb:
Hallo,

Das müsste wie beim OM 636 auch sein. Wenn die Ventile der Förderpumpe nicht richtig schließen, dann nutzt auch die Handpumpe nichts. Sie gaugt dann an und drückt den größten Teil wieder in Richtung Tank.

Ein Ventil sitzt unter der Handpumpe, das andere unter der kleinen Verschlüssschraube daneben.

Gruß
Markus

Hallo Markus,

Dann sollte ich an der Rücklaufleitung im Tank ja sehen/hören können, ob beim pumpen mit der Handpumpe da Diesel ankommt. In der BA und hier im Forum hab ich was von einem Überstromventil gelesen, meinst du das? Ich werd mal nach von dir genannten Ventilen schauen.

Viele Grüße Hermann
 
Hallo,

nein, das Rückschlagventil ist am Filterausgang. Ich meine die Ventile der Förderpumpe. Siehe Bild.


Pfeile
rot: Ventile
grün: Kraftstofffluss

Gruß
Markus
 

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Moin
Ehrlich gesagt hab ich noch nicht durchblickt, warum eine Hohlschraube die Entlüftungsprozedur beinflussen sollte.

Fördern tut entweder der Rollenstößel oder die Handpumpe.
Entscheidend dabei ist die Dichtheit von Saug- und Druckventil.
Diese stellen die Pumpenleistung sicher und verhindern (auch im Stand) ein zurückfliessen des Kraftstoffs durch die Zuleitung in den Tank.

Damit die Pumpe beim Entlüften nicht gegen ein Luftpolster ankämpfen muss, werden die Entlüftungsschrauben an Filter und Saugraum der ESP (nacheinander natürlich) geöffnet.

Der Vordruck wird letztenendes durch das Überströmventil am Ausgang des Saugraums der ESP, bzw. in der Rücklaufleitung gesichert.

Soll heissen, dass wenn Saug- und Druckventil, wie auch das Überströmventil ok sind, die Pumpe entlüftet werden kann und auch dauerhaft den Vordruck von etwa 0,5 Bar hält. Dieser Vordruck ist essenziell für einen ordentlichen Startvorgang.

Welche Rolle spiel jetzt die 1mm Bohrung in der Hohlschraube?
Könnte es sein, dass die Kaliberbohrung so bemessen ist, dass selbst bei defektem Überströmventil die Durchflussmenge so begrenzt wird, dass der Mog noch fahrbar bleibt?

Gruß Marc
 
mhame schrieb:
Hallo,

nein, das Rückschlagventil ist am Filterausgang. Ich meine die Ventile der Förderpumpe. Siehe Bild.


Pfeile
rot: Ventile
grün: Kraftstofffluss

Gruß
Markus

Hallo Markus,
Danke fürs Bild, die schau ich mir mal an.

Viele Grüße Hermann
 
Hallo

Jetzt hab ichs.
Die Hohlschraube ist eine Verbindung zwischen Filter No. 1 und der Rücklaufleitung zum Tank. Sie dient wahrscheinlich dazu, eventuell im Filterkopf befindliche Luftblasen (welche aus dem Tank angesaugt werden durch Schräglage oder defektes Steigrohr/Verschraubungen) in die Rücklaufleitung abzusondern.
Dies geschieht dadurch, dass der Weg für eine Luftblase durch die Hohlschraube leichter ist, als der weg zur ESP, wo der Widerstand größer ist. Der Durchmesser ist so gewählt, dass Flüssigkeiten sich schwerer tun, durch die Bohrung zu dringen.
Beim Entlüften bei geöffneter Entlüfungsschraube auf der ESP sollte der Widerstand dann so gering sein, dass der Kraftstoff nicht durch die 1mm Bohrung der Hohlschraube fliesst, sondern zur ESP.
Ist eine verkehrte Hohlschraube mit größerer Bohrung verbaut, so ist der Widerstand so gering, dass man mit der Handpumpe den Kraftstoff zwischen Handpumpe, Filter No.1 und Tank im Kreis fördert, ohne dass nur 1cm³ in die ESP gelangt.

Hohlschraube hier als Drosselbohrung beschrieben:

http://www.kerzendorf.net/martin/mercedes/mercedesbilder/kraftstoffsystemmb.jpg

Was ich jedoch nicht verstehe ist wie der Vordruck in der ESP gesichert bleibt.
Durch die Hohlschraube kann sich der Vordruck in der ESP abbauen. Also rückwärts von deren Zuleitung durch den Filter in Richtung Rücklaufleitung.
Ein solches System kann nur funktionieren, wenn der Tank höher liegt als die ESP.
Hier nimmt man dann in Kauf, dass der Motor dank des fehlenden Vordruckes in der ESP nicht ganz so gut anspringt und der Vordruck sich erst nach ein paar Kurbelwellenumdrehungen einstellt.
Für meinen Geschmack ist die Hohlschraube überflüssig. Andere Motoren kommen auch ohne den Bypass aus. Ohne Hohlschraube lässt sich das System noch besser entlüften, da nicht ein Teil der Pumpenhübe in den Rücklauf verschwindet.
Es gibt sogar Aussagen, dass die modernen Papierfilter mehr Widerstand haben als die alten Siebfilter und diese nicht mehr mit den alten Systemen harmonieren.

Meine ganz persönliche Meinung dazu:
Ich würde die Bohrungen in der Hohlschraube mit Hartlot zulöten, oder alternativ einen Blindstopfen in den Filterblock schrauben und die Leitungen direkt in den Tank führen.

Gruß Marc
 
Hallo Marc,
Sorry! beim OM 636 befindet sich keine Rücklaufleitung von der ESP zum Tank, wie auf dem Foto!

Am Dieselfilter befindet sich ein Überdrückventil (Kugel mit Feder) welches den Druck hinter der Dieselpumpe (Im Filter) begrenzt und mit den
Einspritzdüsen (Leck Leitungen) zum Tank verbunden ist. Bei einem defekten Überdruckventil lässt sich die Anlage nicht entlüften.
Würde das Ventil zugelötet werden, dann entsteht ein Überdruck in der Anlage! :fluch
Gruß
Wolfgang
 
Hallo
Würde das Ventil zugelötet werden, dann entsteht ein Überdruck in der Anlage!
Nö, die Förderpumpe kann soviel gar nicht und ist selbstbegrenzend.
Der Rücklauf vom Filter über die Leckölleitung dient der Blasenabscheidung, während das Lecköl zur Kühlung der Einspritzdüsen notwendig ist.
 
Hallo

Helmut-Schmitz schrieb:
dient der Blasenabscheidung,
wo kommt die Luft her? :shock:


(WHB Foto aus Buch und Bild Wessel GmbH)

Irgend was haben sich die von BOSCH dabei gedacht.

Gruß
Wolfgang
 

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Hallo
wo kommt die Luft her?
habe ich was von Luft geschrieben? Alle Luftblasen sind Gasblasen, aber nicht alle Gasblasen sind Luftblasen :idee
Beobachte mal das Schauglas des Vorfilters, wenn der Motor läuft, danach kannst du hier berichten.
 
Imkermog schrieb:
Hallo Marc,
Sorry! beim OM 636 befindet sich keine Rücklaufleitung von der ESP zum Tank, wie auf dem Foto!

Am Dieselfilter befindet sich ein Überdrückventil (Kugel mit Feder) welches den Druck hinter der Dieselpumpe (Im Filter) begrenzt und mit den
Einspritzdüsen (Leck Leitungen) zum Tank verbunden ist. Bei einem defekten Überdruckventil lässt sich die Anlage nicht entlüften.
Würde das Ventil zugelötet werden, dann entsteht ein Überdruck in der Anlage! :fluch
Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang

Wenn ich nicht irre, gehts hier im Thread um einen Unimog 406.

Aber ungeachtet des unterschiedlichen Leitungsverlaufes bei 411 und 406 geht es nicht um das Verlöten des Überströmventils(Kugelventils), sondern um das Verschließen der Bypassbohrung vom Doppelfilter zur Rücklaufleitung.


Gruß Marc