Hallo Christian,
vom Ansatz her bist Du auf der richtigen Spur. Grundsätzlich is es völlig wurscht, ob er ne "richtige" Felge mit der Freigabe-ET nimmt, oder an der vorhandenen Felge das selbe über Distanzscheiben erreicht. Hab mich da selbst etwas verrennt und evtl. zusätzlich undeutlich ausgedrückt - damit ich nicht wieder als Warmluftgebläse fungier :wink:
Aber dann eben jetzt etwas ausführlicher.
nun passen sie nicht d.h. die ET ist zutief und streift am Lenkhebel es sind die Lemmerzfelgen und passen wohl auf spätere Modelle mit breiterer Spur
Das Problem von Markus sind aber nicht die zu breiten Reifen sondern die Felgen mit der falschen ET. Kommt er mit den abgedrehten (Durchmesser!) auf die originale ET is das kein Thema - außer die Radbolzen sind evtl zu kurz.
Nimmt er aber eben die besonders breiten Scheiben, die so breit sein mpssen, das darin erst mal die originalen Radbolzen der Länge nach verschwinden (abflexen wär auch ne Lösung :wink: ), dann wandert der Reifen und damit der Radaufstandspunkt nach außen - ins positive (für's fahren allerdings meist negativ...) - z.B. http://www.unimog-community.de/4images/details.php?image_id=3904.
Maßgeblich ist die Geometrie zwischen Reifenaufstandspunkt auf der Straße/Wiese und der Schwenkachse des Radträgers.
Vollkommen richtig. - siehe auch z.B. Jörnsen Reimpell - "Fahrwerkstechnik: Radaufhängungen"
Der Lenkrollradius und das Moment, ..., bleiben aber identisch, wenn die Geometrie der Achse selbst die gleiche bleibt.
Knapp daneben. Die Geometrie der Achse an sich ändert sich bei der Starrachse prinzipbedingt nicht - stimmt. Auch nicht durch Distanzscheiben.
Allerdings die Kinematik.
Hast Du durch beilegen/größere ET den Punkt erreicht, bei dem der Lenkrollhalbmesser null ist, lässt sich das Fahrzeug z.B. am einfachsten lenken, weil die Räder nicht um den theoretischen Aufstandspunkt der Drehachse des Achsschenkels geschoben werden müssen sondern auf der Stelle drehen. Du kriegst auch von normalen Bodenwellen, Steinchen/Kanten etc. am Lenkrad am wenigsten mit.
Haben deine Räder eine größere ET, dann schiebst Du den Lenkrollhalbmesser ins Negative (z.B. http://www.unimog-community.de/4images/details.php?image_id=2759 - meiner hatte im ersten Leben als Zweiwege auch mal sowas drauf).
Das wird - zumindest seit spätestens der 80zger als positiv angesehen, weil das Fahrzeug dann z.B. bei unterschiedlichen Reibverhältnissen zwischen rechts und links nicht so leicht ausbricht, bzw. sich selbst zentriert. Damals haben die Autos mit Beginn der (fürchterlichen) Frontrieblersflut deshalb diese "unschönen" Felgen gekriegt und nicht mehr die schönen Tiefbettfelgen der alten Fahrmaschinen.
Was die Flex-Tuner mit den Super-Spurverbreiterungen nie beachten, ist der Punkt, daß bei ET0 bzw. minusunendlich die Fahrstabilität zum Teufel geht - und zwar nicht hin zu sportlichen, sondern zum Abflug :!: weil es dir dann irgendwann mal schön das Lenkrad verreist - schon allein beim Bremsen und nicht nur im Gelände! (Dani - Daumen aus dem Lenkrad!)
Hast dich offenbar schon mit dem Zeugs herumgeschlagen, drum will ichs gar nicht breiter austreten.
Da das ganze positive gern negativ gerollt im halben geistigen Überschlag endet, laß ich mir gern verbessern, wenn ich die Vorzeichen mal wieder verdreht hab.
mfG
Axel
PS: @Thilo - klasse daß das Verlinken zur Galerie wieder so einfach funktioniert!