Hallo Daniel,
folgende Geräte hab ich im Wald hobbymässig mit einer 4,5 to. Winde an der landwirtschaftlichen Heckhydraulik genutzt:
1.) Deutz Intrac 2.) Unimog U600 52 PS 3.) Unimog U900 84 PS mit verstärkter Federung und Stabilisatoren 4.) Deutz Agroplus 70.
Vorteile des Unimog:
- wenn man von der Schlepparbeit zurück bergrunter nach Hause fährt, ist der Unimog schneller und konfortabler. Gut, überhaupt wenn man lange Anfahrtswege hat und wenig zu rücken ist der Geschwindigkeits-/Komfortvorteil nicht wegzudiskutieren
- es macht richtig Bock, mit dem Unimog Holz zu rücken!
Nachteile des Unimogs im Wald:
- zu keine Bereifung. Wenn Du stärkere Stämme auf dem Rückeschild liegen hast, hast Du 90 % des Gewichts auf der Hinterachse. Dann gugg Dir mal ne 12,5-20er Mogbereifung an oder das was ein vergleichbarer Trecker heute hinten hat.
- zu großes, zu unhandliches, zu schwer zugängliches Fahrerhaus
- Unimog neigt sich am Schrägen in die Federung mit der Schräge, hält sich bei Stabilisatoren und verstärkter Federung in Grenzen. Kiste ist aber dann schon sehr hart.
- Rückschild muß immer voll hoch sein, da der ansonsten mit Last einfedert und mit Schild aufkommt.
- die kleinen Unimogs haben zum professionellen Holzrücken zu schwache Achsen. Muss dann schon ein Unimog Typ 406 aufwärts sein, wobei die großen Typ 424 ff viel zu unhandlich sind.
- Federung macht das Ding am Schrägen irgendwie etwas unberechenbarer. Wenn man mit der Hinterachse eines Traktors oder MB-Tracs über einen Baumstumpf fährt, merkst Du das unmittelbar im Führerhaus und weisst, was los ist. Der Unimog federt erst mal ein, um dann mit aller Gewalt, wenn Du mit dem Rad auf dem Stumpf stehst, auszufedern. Und auf der anderen Seite des Baumstumpfes federt der zusätzlich noch ein. Und zu kannst nicht jeden Stumpf umfahren.
Unimog im Wald war meiner Ansicht nach ein Thema von 1950 - 1980, als die Trecker grad so 25 Km/H erreichten und auch Holz auf Langholzanhängern mit dem Unimog abgefahren wurde. Das ist heute überholt.
Hauptnachteil des Unimogs: Viel zu anfällig. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man die Unterhaltsnachteile eines Unimogs gegenüber einem Trecker mit Holzrücken erwirtschaften will.
Hobbymässig ist das allerdings eine ganz dolle Sache mit dem Unimog im Wald. Richtig Fun.
gruesse
hueroth
Bin mal gespannt, ob sich da noch ein Rückeprofi meldet. Würde mich freuen, was zu lesen. Aber die schreiben hier ja eher weniger.
folgende Geräte hab ich im Wald hobbymässig mit einer 4,5 to. Winde an der landwirtschaftlichen Heckhydraulik genutzt:
1.) Deutz Intrac 2.) Unimog U600 52 PS 3.) Unimog U900 84 PS mit verstärkter Federung und Stabilisatoren 4.) Deutz Agroplus 70.
Vorteile des Unimog:
- wenn man von der Schlepparbeit zurück bergrunter nach Hause fährt, ist der Unimog schneller und konfortabler. Gut, überhaupt wenn man lange Anfahrtswege hat und wenig zu rücken ist der Geschwindigkeits-/Komfortvorteil nicht wegzudiskutieren
- es macht richtig Bock, mit dem Unimog Holz zu rücken!
Nachteile des Unimogs im Wald:
- zu keine Bereifung. Wenn Du stärkere Stämme auf dem Rückeschild liegen hast, hast Du 90 % des Gewichts auf der Hinterachse. Dann gugg Dir mal ne 12,5-20er Mogbereifung an oder das was ein vergleichbarer Trecker heute hinten hat.
- zu großes, zu unhandliches, zu schwer zugängliches Fahrerhaus
- Unimog neigt sich am Schrägen in die Federung mit der Schräge, hält sich bei Stabilisatoren und verstärkter Federung in Grenzen. Kiste ist aber dann schon sehr hart.
- Rückschild muß immer voll hoch sein, da der ansonsten mit Last einfedert und mit Schild aufkommt.
- die kleinen Unimogs haben zum professionellen Holzrücken zu schwache Achsen. Muss dann schon ein Unimog Typ 406 aufwärts sein, wobei die großen Typ 424 ff viel zu unhandlich sind.
- Federung macht das Ding am Schrägen irgendwie etwas unberechenbarer. Wenn man mit der Hinterachse eines Traktors oder MB-Tracs über einen Baumstumpf fährt, merkst Du das unmittelbar im Führerhaus und weisst, was los ist. Der Unimog federt erst mal ein, um dann mit aller Gewalt, wenn Du mit dem Rad auf dem Stumpf stehst, auszufedern. Und auf der anderen Seite des Baumstumpfes federt der zusätzlich noch ein. Und zu kannst nicht jeden Stumpf umfahren.
Unimog im Wald war meiner Ansicht nach ein Thema von 1950 - 1980, als die Trecker grad so 25 Km/H erreichten und auch Holz auf Langholzanhängern mit dem Unimog abgefahren wurde. Das ist heute überholt.
Hauptnachteil des Unimogs: Viel zu anfällig. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man die Unterhaltsnachteile eines Unimogs gegenüber einem Trecker mit Holzrücken erwirtschaften will.
Hobbymässig ist das allerdings eine ganz dolle Sache mit dem Unimog im Wald. Richtig Fun.
gruesse
hueroth
Bin mal gespannt, ob sich da noch ein Rückeprofi meldet. Würde mich freuen, was zu lesen. Aber die schreiben hier ja eher weniger.