Funkfernsteuerung im Unimog 421

muffy421 schrieb:
Hallo Herbert,

und welcher Conrad Funk ist empfehlenswert bzw. von Dir eingesetzt!
Und kann man da Tast- oder Rastfunkton programmieren?
Und welche Erfahrung hast du mit der Reichweite gemacht?
Gruss Rudi

Hallo Rudi!
Ich habe auch den 8 Kanalfunk von Conrad mit den oben beschriebenen Änderungen mit voller Zufriedenheit in Betrieb.
Die Reichweite ist auch im dichten Wald weit über 100m. Man kann auch die Rastfunktion programmieren.
 
Hallo,

und weiter geht’s. Heute habe ich mich um den Sender gekümmert.

·Zu erst habe die Anschlussleiste für die Folientaste, die wie auch schon Herbert gesagt hat für meinen Einsatzzweck nicht geeignet ist, entfernt und dort Kabel für die Taster angelötet.
·Dann habe ich aus gemessen, wo ich die 6 Volt der beiden 3 Volt Photobatterien an löten kann.
·Da nach habe ich mir aus einer Taschenlampe ein Batteriefach und den Ein und Ausschalter für den Sender gebastelt.
·Mein Alugehäuse auf die optimale Länge abgesägt und aus dem abgesägten Teil die Sicherung um ein ungewolltes betätigen angefertigt.
·Alle Bauteile zusammen gelötet und zusammengebaut und beschriftet.

Ich hoffe das ich morgen an die Verkabelung des Unimogs kommen. So wie es aussieht ist morgen das ideale Wetter zum Schrauben, wenn man einen trockenen Platz hat.

Gruß Peter
 

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Hallo Mogler,

da es bei uns auch im Januar sehr viel geregnet und geschneit hat, konnte ich gestern immer noch nicht in den Wald, darum habe ich die Zeit sinnvoll genutzt und an meiner Fernsteuerung weitergearbeitet. Der Samstag war ein sehr erfolgreicher Tag und ich habe viel geschafft.
- Ich habe einen Halter für die Relais angefertigt und montiert, sowie die Relais und die 80 A Sicherung verkabelt.
- Da ich den Stellmotor nicht unter der Kabine montieren wollte, habe ich ihn überm Kühler befestigt und über ein Drahtseil mit dem Drehzahlverstellhebel verbunden. Das Drahtseil läuft dabei über eine Umlenkrolle .
- Die 7polige Steckdose habe ich in eine vorhandene Bohrung im Armaturenbrett montiert und über ein 7poliges Kabel mit den Relais verbunden.
- Da, wie ich schon erwähnt hatte, die Seilwinde über eine Kabelfernbedienung verfügte, habe ich die Betätigung dafür gegen einen 4poligen Stecker getauscht.
- Am Sender hab ich 2 sehr starke Magnete verschraubt, damit man ihn an jeder beliebige Stelle befestigen kann.
Als dann alles fertig angeschlossen war, kam dann der erste Probefunk.
1. Drahtseil über Stellmotor etwas angezogen.
2. Vorglühen nach ca.10sek.
3. Motor starten. Motor läuft.
4. Drehzahl erhöhen und senken
5. Pneumatikzylinder der Seilwindenklauenkupplung ein- ausfahren
6. Hupe betätigen
7. Motor stoppen.
Alles hat sehr gut funktioniert. Ich war begeistert. Als nächstes hab ich einen reichweiten Test durchgeführt. Den Empfänger habe ich in der Kabine belassen. Motor war aus. Unimog stand bei mir in der Scheune Tor war geöffnet. Mit dem Sender bin ich dann erst mal 50m weit gelaufen und habe die Hupe betätigt „und höre da“ die Hupe hupte. Das habe ich dann noch bei ca. 100m und 150m durchgeführt und der Empfang war super. Den Unimog konnte ich schon nach 50m nicht mehr sehen, da ich den Test bei mir im Ort durchgeführt habe und dann einige Gebäude im Weg waren.
Habe wieder einige Bilder angefügt. Jetzt muss es nur noch trockene werden, damit ich den Funk auch im Wald beim harten Einsatz testen kann. Werden nach dem ersten Waldeinsatz meine Erfahrungen wieder berichten.

Gruß Peter
 

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Hallo Peter,

sehr Interessant, so in etwa stelle ich mir das auch vor :spitze . Es dauert allerdings bei mir noch etwas bis ich mit allem soweit bin.

Grüße Stefan
 
Hallo Peter,
sieht gut aus.
Ich hab vor zwei Jahren mit dem gleichen Material meine Steuerung gebaut.
Frage: Wie verhinderst Du das versehentliche Starten bei eingelegtem Gang?
Mich wundert, daß es mit dem Metallgehäuse für den Sender keine Übertragungsprobleme gibt, ich hatte meines nämlich aus dem Grund aus Hartkunststoff gefertigt.

Was bei mir nach einigem Arbeiten mit der Funksteuerung noch hochgekommen ist und was ich mal noch nachrüsten will, ist zum einen das Verhindern des nochmaligen Betätigen des Anlassers bei laufendem Motor, durch das Überwachen der Spannung an der Lichtmaschine. Außerdem hat der Sender den Nachteil, daß bei gleichzeitigem betätigen von zwei Tastern ein undefiniertes Signal den Empfänger steuert, was nicht so nett ist. Da wollte ich mal schauen, ob es ein Gatter gibt, das man im Empfänger vorschalten kann, damit beim Betätigung eines Tasters die übrigen blockiert sind.

Viele Spaß damit im Wald, ist auf jeden Fall ein ganz anderes Arbeiten.

Gruß
Volker
 
Hey Volker,

danke für die Blumen. Na das ist mal ne gut Frage :?: . Darüber hatte ich mir auch schon Gedanken gemacht aber noch keine Lösung gefunden. Hast du dafür schon ne Lösung?
Das mit dem Metallgehäuse hat mich auch gewundert, darum war ich auch sehr auf den Reichweitentest gespannt. Vielleicht liegt es daran dass, das Alugehäuse oben und unten ein Kunststoffdeckel hat.
Das verhindern des Startens während der Motor schon läuft zu verhindert ist eine super Idee :idee , ich glaube das ist auch sehr einfach zurealisieren. Muss mir das aber noch mal genau im Schaltplan anschauen.
Denn Hinweis, das der Empfänger spinnt, wenn man 2 Taster gleichzeitig betätig hatte ich bis jetzt noch gar nicht gemerkt, also danke. Falls du dafür eine gute Lösung gefunden hast, kannst du mir mitteilen wie du es gelöst hast.
Also noch mal vielen Danke für deine Erfahrung. :spitze

Gruß Peter
 
Hallo Volker!
Ich habe beim Hauptschalthebel eine Nocke mit einen Rollenschalter, der Starten nur im Leelauf erlaubt.
Beim Startrelais ist ein zweites vorgeschaltet, das den Strom unterbricht, wenn das Kabel zur Ladekontrolle + bekommt.
Leider ist kann es vorkommen, wenn das Standgas niedrig eingestellt ist, dass die Ladekontrolle nicht verlischt, dann ist das ganze für die Katz :?
 

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Hallo Peter,
das mit dem Starten nur im Leerlauf hab ich genauso mit einem Schalter am Vorwärts- Rückwärtsschalthebel gelöst, der die Leerlaufstellung erkennt und damit erst das Starten freigibt.
Der Einwnd mit dem Standgas von Herbert ist richtig, ich hab hier allerdings den Vorteil, daß in meinem Gasstellmotor einen zusätzlichen Microschalter zur Festlegung der Standgasposition eingebaut habe und dort zum Starten bereits ein leicht erhöhtes Standgas eingestellt habe. Bei mir läuft das Starten folgendermaßen ab.
Beim Betätigen des Tasters zum Starten, fährt zuerst das Gas bis zur im Stellmotor eingestellten Standgasposition, dann schaltet die Steuerung von Gas+ auf Starten um. Ist eine feine Sache damit hab ich immer eine definierte Gasstellung zum Starten und muß nicht mit Gas+/- spielen.

Wenn ich ein Lösung für die Doppeltbetätigung der Taster gefunden habe, werde ich die auf jeden Fall hier posten. Ich denke es wird da evtl. fertige Logik-Gatter geben, hab hier allerdings noch nicht gesucht. Beruflich bin ich aus dem Elektronik-Bereich seit vielen Jahren raus und deshalb nicht mehr so auf dem Laufenden.

Gruß
Volker
 
Hallo an alle,

um das ganze noch perfekter zu machen, hat sich schon jemand Gedanken über ein Anti Kipp System gemacht, ich habe mal irgendwo was darüber gelesen. Das arbeitet wohl über einem Neigungsmesser im Innenraum des Fahrzeugs. Ist universal einsetzbar. Hat das jemand im Unimog verbaut oder ist das überwiegend für Traktoren die mit Drei Punktwinden arbeiten?

Grüße
Stefan
 
Zum Thema Umsturzschutz, schaut es euch einmal an.

http://www.landwirt.com/Videos/Landtechnik/BIASTEC+AKS-293.html
 
Hallo Gemeinde,

habe am Wochenende nun die Elektrik des Unimogs so geändert, dass ein nochmaliges Starten, wenn der Motor des Mog schon läuft, verhindert wird. Funktioniert aber nur, wie ihr schon erwähnt habt, wenn die Ladekontrollleuchte aus ist. Das heißt, wenn man kurz nachdem Starten die Drehzahl etwas erhöht, damit die Ladekontrollleuchte sicher aus ist, dann ist ein nochmaliges Starten unmöglich.
Habe im Anhang wieder den geänderten Schaltplan angehängt.

Ich finde es übrigens super, das sich so viele an dem Beitrag beteiligen. :spitze

Und Stefan für meine Bedürfnisse und Einsatzzweck, währe ein Anti-Kipp-System zwar schön aber doch ein bischen übertrieben.

Gruß und einen schönen Sonntag

Peter
 

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Hallo Peter

Super Beitrag und gute Arbeit.
Was mich interessiert ist, wie du das mit dem Standgas gelöst hast mit nur einem Stellmotor, bzw. wie du das im normalen Betrieb ohne Winde handelst, oder machst du das ab jetzt immer mit Funk?

Das mit den zwei gleichzeitig gedrückten Tastern müßte sich doch bei den Relais am empfänger gegeneinder verriegeln lassen,
wenn diese noch einen NC Kontakt frei haben. Nur so eine Idee von mir.

Berichte auf alle Fälle weiter.
Wenn es meine Zeit zulässt möchte ich das auch umsetzen, da es bei mir auch schon so ist das die Winde schon alle
Voraussetzungen erfüllen würde.

Lg
Fred
 
Hallo Peter,

verfolge deine Beiträge zu Deiner Funklösung schon einige Zeit mit großem Interesse.
Echt tolle Beiträge von Dir. Super Arbeit!

Spiele eben auch mit dem Gedanken, mir für meine Doppelwinde auch einen Funk zuzulegen.
Denn das mit der Kabelfernbedienung ist nichts auf Dauer.

Da mir die echten Profilösungen für meinen Zweck einfach zu teuer sind. Ein guter gebrauchter zu moderaten Preis kaum zu bekommen ist, habe ich mir den Doppelfunk von Holzleitner "WESPE10S" für ca. 550€ angesehen. Also anstecken und loslegen. Erfahrungen zur Wespe10S kenne ich leider auch nicht.
Die angegebenen 100m Reichweite würden mir schon reichen

Dennoch würde mich Deine Lösung auch reizen.
Mit welchem finanziellen Einsatz muss ich mit deiner Lösung rechnen?
Also ohne Gasstellmotor und den sonstigen Schikanen usw.

Und ist Deine Lösung von der Sicherheit mit der Wespe10S vergleichbar?

Gruss Rudi
 
Hallo Fred,

also das mit dem Standgas habe ich folgendermaßen gelöst.
Wenn ich ohne Funk den Unimog betreibe, dann stelle ich das Standgas ganz normal wie immer mit dem Handgashebel ein, da am Stellmotor ein Seilangebracht ist wird dies dadurch nicht beeinträchtigt.
Wenn ich mit Funk den Unimog betreibe, dann wird der Handgashebel auf Position Abstellen gestellt und das Standgas über den Stellmotor eingestellt. Wenn ich nun den Stellmotor ganz ausfahre geht der Motor aus. Bevor ich dann den Funk abschalte muss ich den Stellmotor auch ganz ausfahren um dann mit dem Handgashebel das Standgas wieder einstellen.
Ob mich das mit den zwei gleichzeitig gedrückten Tastern stört, kann ich erst nach dem praktischen Einsatz beurteilen. Doch leider warte ich immer noch auf bessere Bedingungen im Wald.
Ich hoffe du verstehst was ich meine, falls nicht melde dich einfach noch mal.

Hallo Rudi,

ich hatte auch zuerst mit eine Profilösung geliebäugelt aber
ersten waren sie mir zu teuer und
zweites habe keine gefunden mit 8 Kanälen, da wie du im Bericht ja sehen kannst benütze ich alle 8 Kanäle.
Und drittes müsste ich auch bei einem Profifunk sehr viel umbauen, da ich eine alte Bergewinde benütze und somit sowieso eine Sonderlösung benötigte
Bei den Kosten liege ich bei ca. 380 – 400 Euro plus ca. 45 Euro für den Stellmotor. Bei den Kosten sind dann , der Funk ca 110 Euro, die Gehäuse, die Schalter, die Relais, die Wasserdichtenstecker und die ganzen Kleinteile dabei. Ist aber jetzt genau auf meine Bedürfnisse angefertigt.
Ob mein Funk in Punkto Sicherheit mit der „WESPE10S“ vergleichbar ist, kann ich dir nicht sagen da ich keine Erfahrungen mit der „WESPE10S“ habe.

Gruß Peter und danke für euren :respekt
 
Hallo Peter,

welchen Empfänger (Sender) hast du bei Htronic bestellt?

Hab gesehen es gibt:
den 8-Kanal-Empfänger 300m "FM-Modulation!" 129,95 EUR
den 8-Kanal-Empfänger 400m "AM-Modulation!" 99,95 EUR oder
den 8-Kanal Empfänger-Baustein 400 Meter 59,95 EUR

Was ist die bessere Wahl??

Gruss Rudi
 
Hallo Rudi,

ich habe den
Empfänger Baustein 400m Bestellnummer 1191031 für 59,95 und
den Sender Baustein mit der Bestellnummer 190 968 "ohne Time out Funktion" für 44,95 verwendet.

Gruß Peter
 
Hallo Fred,
zum Thema Standgasposition kann ich noch meine Lösung beisteuen.
Ich habe einen Gasstellmotor, bei dem sich der Hub im Gehäuse des Motors über Microschalter einstellen läßt.
Diese Möglichkeit habe ich genutzt und einen zusätzlichen Schalter eingebaut, der die Standgasposition festlegt und der Steuerung Rückmeldung gibt, sobald diese erreicht ist. Dann wird in der Steuerung Gas+ abgeschaltet und das Betätigen des Anlaßers freigegeben.
Zum Punkt zwei, das doppelte betätigen am Sender am Empfänger abzufangen, wird nicht funktionieren, da der Sender beim betätigen einen undefinierten und nicht zwei konkurierende Befehle sendet. Daher lässt sich das am Empfänger nicht mehr lösen.
Auf dem ersten Blick ließe sich das mit Dioden und XOR-Gattern im Sender lösen, allerdings ist der diskrete Aufbau recht aufwendig, aber ich denke, dass es da auch eine integrierte Lösung geben müsste.

Gruß
Volker
 
Hallo Volker

Das habe ich gelesen mit dem zusätzlichen Schalter. Mir ist nur nicht ganz klar wie du das gelöst hast, denn wenn ich mit meinem stellmotor von "abstellen" losfahre und dann der Schalter "Standgas" ausschaltet (bis daher alles klar) aber wie fahre ich dann weiter? Hast du so eine intelligente Steuerung oder verwendest du dann für Gas+ noch einen zusätzlichen Kanal?

Hallo Peter
Danke für die Erläuterung, wird sicher funktionieren, nur blöd wenn man etwas vergisst richtig zu stellen, dann funktioniert
es nicht mehr. z.B Handgashebel nicht auf null dann kannst du den Mog über Funk nicht abstellen, aber mit Kompromissen muss man leben:-)
Das ganze wäre sowieso viel einfacher wenn der Mog einen seperaten Absteller hätte, wie so mancher Traktor, denn die Handgasposition, da jedes mal einstellen nervt mich drum wäre die Lösung von Volker schon nicht schlecht, mit dem Schalter
und noch ein extra Kippschalter im Mog festverbaut und den Handgashebel ganz weg.
Herbelix hat ja glaub ich zwei Zylinder verbaut, das geht ja auch, aber wenns mit einem ginge wärs mir schon lieber und auch billiger:-)

Lg
Fred